Tag 873: Idyllisches Bergdorf

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Tag 873: Idyllisches Bergdorf

Tag 873: Idyllisches Bergdorf

04.05.2016

In der Früh wurden wir von strahlendem Sonnenschein geweckt. Noch immer fühlten wir uns leicht gerädert und merkten, dass wir viel Schlaf hatten nachholen müssen. Die Tage mit Heydi waren schön und intensiv aber auch sehr voll gewesen und die meisten Nächte waren nur kurz.

Mit Heydi durften wir uns nun auch langsam von Griechenland verabschieden. Heute war der letzte Tag in der Flachebene. Wir wanderten durch weite Wiesen und güne Kornfelder, immer weiter auf das Ende des Tals zu. Erst im letzen Moment öffnete sich ein Spalt zwischen zwei Berghängen und ließ einen schmalen Canyon frei, in dem eine kleine Straße seit nach oben führte. Mit der Zeit wurde sie steiler und schließlich endete der Canyon in einer Art Kessel mitten zwischen vier beeindruckend steilen Bergen.

Hier lag ein kleines Dörfchen mit dem treffenden Namen Panorama, das für heute unser Etappenziel wurde. Erstaunlicherweise bekamen wir sogar schnell und unkompliziert einen Schlafplatz und gleich darauf ein Mittagessen geliefert. In diesem Ort wohnten vielleicht gerade einmal 20 Leute und die meisten anderen Dörfer dieser Größe waren ein Garant dafür gewesen, dass man nicht einmal eine Flasche Wasser bekam. Doch hier war es anders.

Unser Gastgeber zeigte mit dem Finger auf einen kaum erkennbaren Strich oben am Berghang. Das waren die Serpentinen, die wir morgen hinauf mussten. Ganz oben gab es eine kleine Hütte, die früher wohl einmal eine Kaserne oder etwas in der Richtung war. Dahinter lag ein weiteres Tal und dahinter wiederum lag die Grenze von Bulgarien. Zwei Tage werden wir noch brauchen, bis wir sie erreichen. Dann ist unsere Zeit hier in Griechenland auch schon wieder vorbei.

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Spruch des Tages: Hier kann man sich wirklich vorstellen, einmal auszuwandern.

Höhenmeter: 340 m
Tagesetappe: 19 km
Gesamtstrecke: 15.342,27 km
Wetter: Vormittags sonnig, nachmittags bewölkt, abends regen
Etappenziel: Zeltplatz am Wald, kurz vor 6154 Aleksandrovo, Bulgarien

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About the Author:

Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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