Kompressionsmieder nach Schönheits-OP

Wer eine Fettabsaugung oder eine Brustvergrößerung machen lässt, muss nach der Operation ein medizinisches Kompressionsmieder tragen. Sie sind in der Regel weder besonders bequem, noch besonders günstig, für den Erfolg der Schönheits-OP jedoch extrem wichtig. Aus diesem Grund möchte ich meine Erfahrungen mit euch Teilen und euch einige Tipps zu diesem Thema geben, damit ihr euch für das passende Mieder und die optimale Trageweise entscheiden könnt.

Warum eine Fettabsaugung?

Zugegebenermaßen bin ich nicht die typische, vollschlanke Frau, bei der jeder denken möge: „Eine Fettabsaugung wäre genau das Richtige, damit sie sich in ihrem Körper wieder wohlfühlen kann! Diese lästigen Ringelchen und Polster bekommt sie sonst nie weg!“ Bei mir ging es eher darum, dass gewisse toxische Fettablagerungen, die sich wie Kleber an mich kleisterten, nicht mehr verschwinden wollten. Ich konnte Sport treiben wie eine Fleißige, so viel Wasser trinken wie ich wollte und mich gesund ernähren, doch die besagten Fettstellen sind keinen Zentimeter gewichen.

Doch der optische Aspekt war für mich dabei nur die eine Seite. Auf der anderen Seite bestand die Belastung darin, dass sich dieses zusätzliche Gewicht anfühlte, als wäre es fremd und gehöre nicht zu mir. Dadurch wurde der Wunsch in mir immer größer, diesen Ballast nicht mehr fühlen und spüren zu wollen. Je mehr ich mich bewegte beim Gehen und Laufen, desto mehr nervte es mich, mein sogenanntes Fett-Paket mit mir herumtragen zu müssen. Gleichzeitig sollte mein Körper von der toxischen Substanz befreit werden, damit er gesund und aktiv weiter in Richtung Heilung gehen kann.

Wann ist eine Fettabsaugung sinnvoll?

Wann ist eine Fettabsaugung sinnvoll?

Warum war das Fett da und wollte nicht mehr weg?

Um zu erkennen, woher die Fettansammlung im eigenen Körper kommt, muss man zunächst wissen, dass in vielen Fällen ein Schutzprogramm dahinter steckt. Wir sehen in der Regel leider zumeist nur das Ergebnis, das uns nicht zufrieden stellt und sind daher regelrecht sauer auf unseren Körper. Warum muss ausgerechnet mein Körper so ein Sturkopf sein und sein Fett festkrallen wie eine Diebesbeute, während andere schon abnehmen, wenn sie nur an Sport denken? Doch diese Beschwerde wird dem Körper nicht gerecht.

Fett als Lebensretter

In Wirklichkeit rettet er uns gerade das Leben. Denn aus irgendeinem Grund haben wir eine sehr hohe Giftstoffbelastung abbekommen. Dies kann über die Nahrung, das Wasser, die Luft oder auch über unsere eigenen Gefühle geschehen. Wenn unsere Nieren und unsere Leber der großen Giftmengen nicht mehr Herr werden, schaltet sich das besagte Schutzprogramm ein, mit dessen Hilfe die übermäßigen Giftstoffe in Fettzellen eingebunden und zunächst einmal gelagert werden. So kann der Körper mit der Überlastung durch die Giftstoffe umgehen, ohne dabei ernsthafte Schäden zu nehmen. Ohne das Schutzprogramm wäre mein Körper also längst vergiftet worden und hätte sich aufgegeben. Deshalb bin ich hier voller Ehrfurcht, was mein Körper alles geleistet und sich im wahrsten Sinne des Wortes aufgebürdet hatte, um erstmal das Überleben generell im Fokus halten zu können.

Fett als Lebensretter?

Fett als Lebensretter?

Wie gelangen die Giftstoffe in unseren Körper?

Entweder vergiften wir uns also mit der Einnahme von verschiedenen Stoffen wie Alkohol, Drogen, Zucker, Koffein usw. oder wir finden keine Möglichkeit wichtige Gefühle des ehrlichen Ausdrucks zu kommunizieren und nach außen zu bringen. Das heißt wir schlucken starke Gefühle einfach runter. In meinem Fall waren es vor allem die vielen starken Gefühle wie z.B. Wut und Zorn, die ich sprichwörtlich nicht „verdauen“ konnte, weshalb sie den Säurespiegel in meinem Körper so sehr in die Höhe trieb, dass ich mich selbst damit vergiftete. Wenn wir nicht die Wahrheit über unser Wohlbefinden zum Ausdruck bringen können, generell unsere eigene wichtige Wahrheit nicht vertreten und äußern können und vieles beschönigen, um Ärger zu vermeiden, dann bringen wir unseren Körper dazu, immer wieder Säure auf physischer Ebene zu produzieren.

Fett als Giftlagerdepot

Genau hier kommt dann das Fett ins Spiel. Es funktioniert ein wenig wie eine Ladung Giftfässer, in die unser Körper seinen Sondermüll eingelagert. In den Fässern ist es nun nicht mehr so schädlich. Dafür aber hat man nun das aus der Atomenergie bekannte Problem der Endlagerung. Und da wir als Körper in der Regel keine lästigen Nachbarländer haben, in die wir den Ballast heimlich verschiffen können, müssen wir ihn vor unseren eigenen Grenzen, in diesem Fall also unter unserer Haut lagern. Je mehr Giftstoffe wir dabei in uns aufnehmen, die wir nicht verarbeiten können, desto mehr Fett lagert sich als Giftmülldeponie in uns an. Wir merken dies, indem wir zunehmen und fragen uns, warum uns unser Körper diesen Streich spielt.

Warum baut sich das Fettlager nicht wieder ab?

Wenn wir nun versuchen, das Fett mit einer Diät wieder wegzubekommen, ärgern wir uns über unseren neuen Essensplan und den Verzicht auf all die leckeren Dinge im Leben, dass wir zumeist noch mehr Säuren und Giftstoffe produzieren, als wenn wir einfach munter drauflos futtern würden. Auf der anderen Seite sind aber auch unsere Luft, unser Wasser, unsere Kleidung und unsere Lebensmittel so sehr mit Giftstoffen belastet, dass unser Körper kaum jemals in den Zustand gelangt, in dem er mehr abbauen kann, als er aufnimmt. Dadurch bewegen wir uns oft in einer Abwärtsspirale, die verhindert, dass wir die einmal angelegten Fett-Gift-Lager nicht mehr abbauen können.

Alternative Wege der Fettentfernung

Dass man diese ungewollten Fettzellen, so wichtig sie auch sind, nicht unbedingt willkommen heißen mag, ist wohl mehr als verständlich. Daher schauen sich viele Betroffene – darunter auch ich selbst – nach Möglichkeiten um, um das Fettlager auf andere Weise zu entfernen. Einer dieser Wege, der bereits vielfach bewährt hat, ist der operative Eingriff, bei dem das Fett samt der darin enthaltenen Giftstoffe entfernt wird. Auf diese Weise wird man dann gleich beides los, den Giftballast und den Gewichtsballast in Form des Fettes. Ich hoffe diese kleine Einleitung verschafft euch einen Überblick hierzu, warum es mehrere Gründe haben kann, diesen wichtigen Eingriff vornehmen lassen zu wollen. Ich möchte auf die eigentliche Operation an dieser Stelle aber nicht näher eingehen. Stattdessen möchte ich mich wieder auf das Hauptthema des Artikels konzentrieren, also auf die Nachsorge mit Hilfe eines medizinischen Kompressionsmieders.

Die Nachbehandlung ist entscheidend

Warum sollte man ein Kompressionsmieder nach einer OP tragen?

Warum sollte man ein Kompressionsmieder nach einer OP tragen?

Im Allgemeinen glauben wir, dass eine Fettabsaugung ein einmaliger Eingriff für einige Stunden ist und dass wir danach als fertige, schlanke Person nach Hause gehen können. Ganz so leicht ist es aber natürlich nicht. Denn unser Körper ist ja keine Lagerhalle, aus der man mit einem LKW die überflüssigen Fettdepots einfach abtransportieren kann. Alles im Körper ist miteinander verbunden und verwoben und so müssen die Fettzellen vorsichtig von den übrigen Bindegewebszellen getrennt werden. Dabei wird jedoch niemals alles an Fett entfernt, da wir einen Teil davon durchaus brauchen.

Außerdem wäre die Gefahr viel zu groß, im Rahmen der Fettzellenentfernung auch die umliegenden Zellen zu verletzen oder zu entfernen, was schwere Folgen haben könnte. Dadurch bleiben nach der Operation auch einige freie, unverwachsene Fettzellen zurück, die sich im Körper bewegen oder nach unten absacken könnten. Dies ist einer der Gründe, warum es ratsam, bzw. nahezu unerlässlich ist, nach der OP ein Kompressionsmieder zu tragen.

Eigene Erfahrungen mit Direktvergleich

Tatsächlich habe ich sogar selbst das zweifelhafte Glück gehabt, beide Varianten aufprobieren zu dürfen, also einmal eine OP ohne Nachbehandlung mit Kompressionsmieder und einmal mit. Wie heißt es immer so schön: „Man kann das schon so machen, aber dann ist es halt scheiße!“

Ich habe kaum je etwas erlebt, auf das dieser Spruch so sehr zutraf wie auf meine Fett-OP ohne Mieder. Natürlich ging es auch ohne, aber das Ergebnis war, dass ich mich immer wieder vorm Spiegel betrachtete und dachte „Ja nach der OP wird meine Form wieder so schön feminin und grazil sein wie in meinen Teenager-Zeiten!“ bevor mir dann bewusst wurde, dass ich die OP ja längst gemacht hatte. Es waren auf diese Weise durchaus Fettzellen verschwunden und wenn man von extremem Übergewicht auf ein sogenanntes Normalgewicht gelangen möchte, dann merkt man den Unterschied natürlich trotzdem. Aber der Körper wird dann einfach insgesamt schlanker, ohne dabei jedoch eine detaillierte und ausgearbeitete Form zu bekommen. Doch genau das war ja eigentlich das Ziel der ganzen Aktion.

Der Kompressionsmieder in der Detailansicht der Beine

Der Kompressionsmieder in der Detailansicht der Beine

Mehrere Expertenmeinungen

Aus diesem Grund suchte ich dann noch einmal einige weitere Experten auf diesem Gebiet auf. Von ihnen ließ das Ergebnis bewerten und holte mir unterschiedliche Meinungen über weitere Schritte ein. Die Antworten, die ich dabei bekam, waren einander sehr ähnlich. Prinzipiell sei meine Figur nicht verkehrt und eine Fett-OP wäre nicht unbedingt notwendig. Aber das Ergebnis des letzten Eingriffs hätte in der Uni dazu geführt, dass der Arzt das Semester hätte wiederholen müssen. Das lag zum Teil an den Künsten des Arztes selbst. Zum größeren Teil aber an der fehlenden Nachbehandlung im Anschluss an die Operation. Wenn ich das Ziel, das ich mit der ersten Behandlung hatte erreichen wollen, also wirklich noch immer erreichen wollte, dann blieb mir nichts anderes übrig. Ich musste den Eingriff bei einem kompetenteren Kollegen wiederholen lassen und dieses Mal im Anschluss ein Kompressionsmieder tragen.

Achtung:

Hier steckt eine wichtige Lehre drin, die ich euch unbedingt weitergeben möchte, damit ihr nicht die gleichen Erfahrungen machen müsst wie ich sie gemacht habe! Wenn ein Arzt euch nicht darüber aufklärt, dass ein Kompressionsmieder nötig ist, oder euch auf Nachfragen sogar erzählt, das würde nichts bringen, dann ist dies ein recht gutes Zeichen dafür, dass er sich mit dieser Art der Operationen weit weniger auskennt, als er behauptet. Ein kompetenter und erfahrener Schönheitschirurg wird euch immer zu einem medizinischen Mieder raten. Tut er es nicht, lasst am besten die Finger davon und sucht euch einen anderen Arzt.

Was ist ein medizinisches Kompressionsmieder?

Ein Kompressionsmieder ist ein hautenger Anzug, den ihr unter eurer Kleidung tragt, und der euren Körper automatisch in die Form presst, die ihr als Ergebnis eurer Schönheitsoperation erhalten wollt. Oder besser gesagt drückt er den Körper in die Form, die er von Natur aus im vollkommen gesunden Zustand ohnehin hätte. Trägt man ihn nach der Operation lange genug, also in den meisten Fällen etwa 6 Wochen lang, so sorgt er dafür, dass die verbleibenden, gelösten Fettzellen so wieder anwachsen, dass der Körper auch später die vom Mieder vorgegebene Form beibehält.

Aber nicht nur das kosmetische Ergebnis, sondern auch der schnellere Heilungsprozess sind Vorteile der Kompressionsbekleidung. So kann man mit einem Kompressionsmieder deutlich schneller in den Alltag zurückkehren, als ohne. Zudem minimiert eine Kompressionsbekleidung Schwellungen, Ödeme, das Auftreten von Keloiden, es verringert die Infektionsgefahr und reduziert Schmerzen. Außerdem formt es die gewünschten Konturen und lässt die entstandenen Lücken im Körper verheilen und verschwinden.

Wie funktioniert ein Kompressionsmieder?

Wichtig dabei ist vor allem, dass der Mieder sehr eng getragen wird, denn nur so kann er seine Wirkung zeigen. Und mit sehr eng, meine ich wirklich sehr eng. Das bedeutet, dass euer Mieder so eng sitzen soll, das man gerade so noch irgendwie den Reißverschluss zubekommt.

Wie wirkt ein Kompressionsmieder auf den Körper?

Nach dem Eingriff selbst ist das Tragen des Mieders erstmal angenehm, da man sich gut verpackt fühlt. Gleichzeitig verhindert der Anzug auch das Entstehen einer zu großen postoperativen Wassereinlagerung. Diese Einlagerungen würden ansonsten dazu führen, dass man sich aufgedunsen und geschwollen fühlt, was definitiv das Gegenteil von dem ist, was man nach einer Fettabsaugung fühlen will. Tatsächlich sorgen die Wassereinlagerungen ohne ein Kompressionsmieder nicht selten dafür, dass man zunächst einmal sogar dicker und unförmiger wirkt, als vor der OP. Schließlich stabilisiert der Mieder die sich neu formierenden Bindegewebsstränge im abgesaugten Gebiet und ist damit an der Wundheilung und der damit verbundenen Hautretraktion beteiligt. Auf diese Weise kann also nicht nur die allgemeine Körperform unterstützt und gehalten, sondern auch die Narbenbildung verringert werden.

Auswirkungen des Kompressionsmieders auf die Tumeszenz-Flüssigkeit

Das Kompressionsmieder von Bellcare ist sehr sauber verarbeitet.

Das Kompressionsmieder von Bellacare ist sehr sauber verarbeitet.

Der Kompressionsanzug hilft auch beim Abbau der verbliebenen Tumeszenz-Lösung, also des lokalen Betäubungsmittels, das vor der Operation in den Körper gespritzt wird. Dies hat den Vorteil, dass es den Körper nun weniger belastet.

Erfahrungsgemäß ist es so, dass grundsätzlich immer nur ein kleiner Teil der für die Anästhesie verwendeten Tumeszenz-Lösung während des Eingriffs abgesaugt wird. Es verbleibt also ein größeres Depot an Flüssigkeit im Körper zurück, das zum einen Teil vom Körper resorbiert und über die Nieren ausgeschieden wird und zum anderen Teil innerhalb der ersten 12-24 Stunden aus den Wundstellen ausläuft. Das Verbleiben der Tumeszenz-Lösung im Wundgebiet hat bezüglich der Anästhesie große Vorteile, da sie dadurch oftmals bis zu 8 Stunden nach der Operation wirksam bleibt und so einen effizienten Schutz vor dem postoperativen Schmerz bietet. Dieser ist dadurch dann vergleichsweise gering und fühlt sich wie ein Muskelkater an. Aber natürlich wie ein ordentlicher Muskelkater, zumindest sobald man sich bewegt. Damit die Tumeszenz-Lösung gut auslaufen kann, werden die Einstichstellen lediglich mit einem guten Heftpflaster überklebt und ansonsten offen gelassen. Sie verheilen im Laufe der ersten 10 Tage von selbst.

Welche Kompressionswäsche ist die passende für mich?

Bei der großen Auswahl der verschiedenen Variationen und Herstellern für Kompressionsbekleidung ist es zunächst einmal nicht einfach, denjenigen herauszufinden, der für einen am passendsten ist und damit zum einen den höchsten Tragekomfort zum anderen aber auch den größten Heilungs- und Formgebungserfolg erzielt. Die medizinischen Kompressionsmieder können zudem in verschiedenen Variationen bestellt werden, je nachdem welche Körperareale betroffen sind. Abhängig davon, ob die Fettweg-Behandlung nur an der Hüfte stattgefunden hat, oder auch der Bauch oder die Oberschenkel bis hin zu den Knien eingeschlossen hat, variiert die Länge des Mieders sehr stark.

Hier findet ihr eine Übersicht über verschiedene Arten der Kompressionswäsche, sowohl für Damen, als auch für Herren:

Kompressionswäsche für Damen:

Hier die Top-5-Angebote zu Kompressionsmieder für Frauen bei Amazon:

Kompressionswäsche für Herren:

Hier die Top-5-Angebote zu Kompressionsmieder für Männer bei Amazon:

Der Kompressionsmieder von Bellacare im Test

Ich selbst orientierte ich mich nach einer intensiven Recherche und dem Lesen unzähliger Erfahrungsberichte vor allem an den dem Kriterium der Hautverträglichkeit. Denn bei 6 Wochen Tragezeit, sollte man sich wirklich gut damit fühlen können. Andernfalls hält man es kaum durch, den Mieder auch wirklich permanent zu tragen. Und er hilft nun einmal nicht, wenn er neben einem auf dem Regal liegt. Ich selbst fand nach eingehender Recherche ein medizinisches Kompressionsmieder von Bellacare, der für mich optimal war. (Zu finden unter der Website: www.Bellacare.net.)

Schnitt und Tragekomfort

In meinem Fall waren von der Operation alle drei Areale betroffen, also sowohl die Hüfte, als auch die Oberschenkel und Bereiche des Bauches. Deshalb reichte mein Mieder von den Knien bis zum Rippenansatz. Daher war es besonders angenehm, dass er im oberen Bereich mit einem 9 cm hohen Bund abschloss, der besonders weich war und der sich nicht aufrollen konnte. Dieser verhinderte, dass der Mieder beim Stehen, Sitzen und Laufen in den Bauch- bzw. Taillenbereich einschneiden konnte.

Praktische Features

Äußerst praktisch war auch der offene Schritt, der es ermöglichte auf die Toilette zu gehen, ohne den Mieder komplett ausziehen zu müssen.

An den Seiten des Mieders befand sich jeweils ein beidseitiger Reißverschluss mit Hakenunterstützung, der extrem robust umgesetzt wurde und auch hier wieder sehr bequem abschließt, damit er sich nicht in die Haut einschneiden kann. Die tadellose Verarbeitung mit der Doppelstich-Naht schützt effektiv vor offenen Nähten und vorzeitigem Verschleiß. Unten am Bein schließt der Stoff mit einem Spitzenbesatz ab, was sogar sehr süß aussieht, und somit das Mieder am Bein optisch fast wie eine Leggins wirken lässt.

Material und Gewebestruktur

Die elastische und samtweiche Textur des Gewebes leitet die Feuchtigkeit von der Haut nach außen und kühlt angenehm, was gerade nach der OP sehr angenehm wirkt. Zusätzlich verhindert die antimikrobielle Eigenschaft Bakterien und Pilzwachstum. Auch der unangenehmen Geruchsbildung und dem Entstehen von Hautirritationen kann man hierdurch effektiv vorbeugen.

Praxis-Tipp: Um das Tragen des Mieders nicht unnötig unangenehm werden zu lassen, solltet ihr es vermeiden, eure Operation und damit auch das Tragen des Mieders in den Sommer zu verlegen. Denn der Mieder wirkt an sich schon wärmend, durch seinen festen Stoff. Gleichzeitig führt aber auch das Arbeiten und Regenerieren eures Gewebes zu einer überdurchschnittlichen Hitzeentwicklung, was eine warme Haut fördert.

Fazit zum Kompressionsmieder von Bellacare

Zusammengefasst findet man hier die hervorragenden Trage- und Kompressionseigenschaften vor, weil das Material atmungsaktiv, Antimikrobiell und 100 % latexfrei ist. Bei einem antimikrobiellem Stoff wird die Vermehrungsfähigkeit oder Infektiösität von Mikroorganismen reduziert, gerade wenn der Stoff direkt auf der Haut aufliegt, sollte dies berücksichtigt werden. Das Material selbst nennt sich bei Bellacare "Comprexxwear" und ist aus Nylon/Spandex hergestellt.

Hier findet ihr den von mir getesteten Kompressionsmieder direkt im Bellacare-Shop. Hier findet ihr zudem sinnvolle Alternativen bei Ebay: Kompressionsmieder | eBay

Wie finde ich die richtige Größe heraus?

Haltet dazu euer Maßband in der gewünschten Höhe direkt auf die Haut. Einmal wird die Taille an der schmalsten Stelle gemessen, dann der Hüftumfang an der breitesten Stelle und zum Schluss die Oberschenkel an der breitesten Stelle. Messt ohne Zugspannung, so dass das Maßband direkt ohne Falten auf der Haut aufliegt. Bei Unsicherheiten fragt direkt euren Operateur. Anhand deiner gemessenen Maße findet ihr in der übersichtlichen Tabelle genau eure passende Größe heraus. Auch ein kleiner Tipp, den ich von meinem Operateur bekommen habe: Eher eine Größennummer zu klein wählen als zu groß, damit es den gewünschten Effekt wie beschrieben erzielen kann.

Erfahrung nach Ablegen des Mieders

Abschließend war mein Gefühl nach den 6 Wochen so, das ich das Mieder fast schon vermisst habe. Er gab mir in dieser wichtigen postoperativen Phase der Gewebeheilung eine Art Sicherheit, dass alles gut verheilen wird. Gerade in der Anfangsphase der ersten 1-2 Wochen ist das Ziehen wie bei einem ordentlichen Muskelkater oft so unangenehm, das dieser Miederschutz zu meinem Wohlbefinden beitrug. Dadurch das mein Mieder wirklich hauteng an mir saß, gab es keine Probleme bei der Kleiderwahl, oder das ich bestimmte Hosen nicht tragen hätte können. So könnt ihr auch weiterhin tragen was euch gefällt und seit daher nicht eingeschränkt. Der Mieder ist in den beiden Farben schwarz und beige erhältlich, wobei ich persönlich fand, das die Farbe beige unauffälliger für das Bekleiden wirkt.

Ich hoffe euch mit diesem Beitrag und den wichtigen Informationen und Hinweisen weitergeholfen zu haben und wünsche euch eine gute Wahl und angenehme Genesung.

Weiterführende Informationen

Gerade beim Thema Schönheits-OPs ist es wichtig, sich im Voraus sehr gut zu Informieren und nicht naiv oder blauäugig an die Sache heranzugehen. Denn dann passiert es leicht, dass man am Ende auch ein sprichwörtliches blaues Auge bekommt. Wir leben nun einmal in einer kapitalistischen Welt und auch Ärzte sind in erster Linie Dienstleister, die ein gutes Geschäft machen wollen. Daher passiert es leicht, dass man nicht immer so beraten wird, wie es für einen am besten ist, sondern so, dass es dem Arzt am besten hilft. Man kann das finden wie man will, aber man wird es nicht ändern. Das einzige, was man dagegen tun kann ist es, sich selbst in das Thema einzuarbeiten und zu einer Fachfrau zu werden, so dass man irreführende Argumentationen der Ärzte erkennt und ihnen etwas entgegensetzen kann. Dazu habe ich euch hier noch einmal ein paar Bücher aufgelistet, die ich selbst als sehr informativ empfunden habe:

Heilerausbildung: So kannst du Heiler werden!

 

Wie wird man eigentlich ein Heiler oder eine Heilerin?

Eine schamanische Heilerin oder ein Heiler zu werden ist ein lebenslanger Prozess, der in den traditionellen Naturvölkern bereits mit dem ersten oder zweiten Lebensjahr beginnt. Schamanismus ist in seinem ursprünglichen Selbstverständnis weder eine Religion noch eine Philosophie oder eine Berufsbezeichnung. Aus dem Grund spricht man auch nur selten von einer Heilerausbildung. Es ist viel mehr eine bestimmte Lebenseinstellung oder besser gesagt, es ist ein Lebensweg.

Wenn wir uns entscheiden, nach unserem Herzen zu leben und dem uns vorbestimmten Pfad zu folgen, um ins Erwachen zu kommen, dann wird Heilung dabei immer ein großes Thema spielen. Unser Außen ist stets nur der Spiegel dessen, was in unserem Inneren vor sich geht. Denn alles was wir im Außen vorfinden, sind letztlich wieder wir selbst. (Genaueres dazu findet ihr im Artikel „Der Sinn des Lebens“).

Dem Ruf des Schamanen folgen

Unser Leitfaden für angehende Schamanen jetzt in der Neuauflage: Dem Ruf des Schamanen folgen

Die Welt als Traum

Wenn wir träumen wirkt es, als gäbe es unzählige Traumfiguren, die aber in Wirklichkeit nur das Produkt eines einzigen, träumenden Bewusstseins sind. Genau so ist auch im Wachzustand alles eine Facette des gleichen Allbewusstseins. Was immer wir tun, tun wir also mit uns selbst.

Das bedeutet auch, dass wir, um selbst Heilung erfahren zu können, andere heilen müssen. Und zwar unabhängig davon, ob wir nun den Weg eines Heilers gehen oder nicht. Als Heiler/in ist es jedoch unsere Aufgabe, den Hauptfokus auf die Heilung zu legen. Es ist unser Weg, uns direkt und aktiv mit allen Aspekten der Schöpfung und der geistigen Welt zu verbinden. So bringt ein Koch gewissermaßen indirekt Heilung, wenn er mit ganzem Herzen seine Gerichte zubereitet.

Die Aufgaben eines Heilers bzw. einer Heilerin

Ein Heiler / einer Heilerin hingegen konzentriert sich in seiner Ausbildung direkt auf das Erlernen und Anwenden von Heilungstechniken. Dazu gehören unter anderem Heilrituale, die Arbeit mit Krafttieren, Energiearbeit und das Unternehmen von Shamanischen Reisen durch alle Weltebenen. Darüber hinaus ist es sein Ziel, die großen Zusammenhänge des Universums und des Lebens verstehen zu lernen.

Foto eines schamanischen Heilers.

Um ein Schamane oder Medizinmann zu werden, durchläuft man eine lange und intensive Ausbildung.

Der Weg des Naturheilers – Die schamanische Ausbildung

Anders als wir es heute in der verwestlichten Vorstellung von Schamanismus glauben, ist der Weg des Heilers kein Sonntagsspaziergang mit Kaffeepause bei der Oma. Es ist auch kein 3-Tage-Crash-Seminar mit dem Abschluß zum "geistigen Heiler". Viel mehr ist es eine Abenteuerreise ins Ungewisse, zu der in der Regel mindestens eine Nahtoderfahrung gehört.

Anfang April 2020 ist dazu die Neuauflage mit neuem Cover und Design erschienen: Darüber hinaus ist auch die ältere, klassische Version noch immer erhältlich:

Worum geht es bei der Heilerausbildung?

Das Ziel einer Ausbildung zum Schamanen ist es, jemanden zu einem mächtigen Heiler und Philosophen zu machen. Ein Heiler in diesem Sinne ist nicht nur ein Arzt, er ist zudem Abenteurer, Grenzgänger, Jäger, Erschaffer und Weltenwandler zugleich. Als Naturheiler ist er also eine Macht, die aktiv ins Weltgeschehen eingreift und den Verlauf der Dinge zugunsten der Liebesausdehnung verändert. Eine ganzheitliche Heilerausbildung ist also immer auch eine Schule für das Leben selbst.

Ein solcher Mensch muss eine harte und intensive Schule durchlaufen. Nur so kann er seine Fähigkeiten erkennen und ausbauen. Nur so kann er erkennen, dass er weit mehr ist, als ein Mensch. Er muss erfahren können, dass all unsere Grenzen künstlich sind und nur unserem Geist entsprechen. Dadurch erkennt und erfährt er, dass wir in Wirklichkeit göttliche Wesen mit unbegrenzten Möglichkeiten sind. Der Heiler oder die Heilerin muss erfahren, dass er kein einzelnes, abgetrenntes Individuum, sondern Teil des Allbewusstseins. Damit ist er also ein Teil von allem und somit ein Teil von Gott. Nur wenn er sich dessen bewusst ist, kann er wirklich zu einem geistigen Heiler werden.

Energieheiler, der mit der Allenergie verbunden ist.

Als Energieheiler ist man bei seiner Arbeit mit allem, bzw. mit der Allernergie verbunden – nur so kann geistiges Heilen auch wirklich funktionieren.

Damit das gelingen kann, muss er eine Reihe von Prüfungen bestehen, die je nach Kulturkreis sehr unterschiedlich ausfallen können, die jedoch stets darauf abzielen, die scheinbaren Grenzen der Möglichkeit zu sprengen.

Geistiges Heilen lernen

Um ein Energetiker werden und energetische Heilbehandlungen erlernen zu können, man zunächst einmal mit diesen Energien umgehen lernen. Man muss erkennen, dass alles letztlich nur aus einer einzigen Urenergie besteht. Diese Energie ist allumfassend, tritt jedoch in unterschiedlichen Formen und Intensitäten auf und formt so unsere Welt. Der Energie-Heiler muss erkennen, dass alles diese Energie ist. Er selbst als Energieheiler hat dann die Aufgabe, die Formen der Energie zu erkennen und zu wandeln. Oder genauer: Er muss erkennen, was benötigt wird, damit die Energie selbst wieder ihre gesunde und natürliche Form annehmen kann.

Die heilende Energie fließen lassen

Denn ein Energie-Heiler manipuliert die Energie nicht nach seinen Vorstellungen. Er bildet viel mehr einen Kanal und lässt die Energie vertrauensvoll so fließen, wie sie fließen will. In der Gewissheit, dass dies der richtige Fluss ist. Um das zu können, muss er seine Sinne öffnen und schulen, sodass er die Energie in allen Facetten wahrnehmen kann. Er muss ihre Gesetze, ihre Eigenschaften und ihre Verhaltensweisen kennen. Zudem muss er wissen, was seine eigene Energie und was Fremdenergie ist. Dazu verbringt er viel Zeit in der Natur, um genau zu beobachten und um seine Rückschlüsse zu ziehen. Wenn der Schüler bei seiner Ausbildung zum schamanischen Geistheiler so weit ist, wird er in der Regel von seinem Mentor getestet. Eine Prüfung, die beispielsweise ein befreundeter Schamane auf seinem Weg bestehen musste, war die folgende:

Die Energie eines anderen spüren

Sein Mentor führte ihn an ein Geröllfeld mit Millionen von kleinen Steinen. Dann nahm er einen davon auf, hielt ihn für wenige Sekunden in der Hand, um ihn energetisch aufzuladen und warf ihn wieder zurück ins Geröllfeld. Er rollte über den Boden und verschwand in der unabschätzbar großen Masse seiner Kameraden. Der Schüler hatte nun genau einen Versuch, den Stein zu finden und seinem Mentor zurückzubringen. Andernfalls wäre die Ausbildung an dieser Stelle beendet gewesen. Was für die meisten Menschen eine vollkommen unlösbare Aufgabe gewesen wäre, war für den Schüler auf diesem Stand seiner schamanischen Ausbildung jedoch kein Problem mehr. In seiner Wahrnehmung hätte der Mentor den Stein ebenso gut rot anmalen können, so deutlich war die energetische Veränderung für ihn sichtbar.

Ein schamnischer Heiler hat eine tiefe Verbindung mit der Natur und all ihren Wesen.

Ein schamnischer Heiler hat eine tiefe Verbindung mit der Natur und all ihren Wesen.

Wirkungsvolle Heilmethoden - aber auch wirkungsvoll angewendet?

Dies mag auch einer der Gründe sein, warum energetische Heilmethoden wie beispielsweise Reiki in unserer Gesellschaft oftmals so viel Ablehnung erfahren. Vom Grundprinzip her ist Reiki nichts anderes als jede andere schamanische Energiearbeit auch. Dementsprechend gibt es viele Reikimeister, die auf diesem Gebiet eine hervorragende und geradezu unglaubliche LEistung erbringen. Dies liegt vor allem daran, dass sie sich mit den Energien auskennen wie mit ihren Westentaschen.

Doch leider ist in den meisten Fällen eine Reiki Ausbildung viel zu kurz und zu knapp abgehandelt. Jeder kann eine solche Ausbildung im Grunde an einem Wochenende abschließend. Doch dies reicht nicht aus, um zu lernen, die Energie, mit der man arbeitet wirklich wahrnehmen und spüren zu können. Es ist eben ein Unterschied, ob man die energetische Heilarbeit über Jahre hinweg an Bäumen, Steinen, Tieren und Menschen trainiert oder ob man nach einem Wochenendkurs direkt mit der Energieheilung beginnt. Letzteres ist ein bisschen wie ein Blindflug ohne Radar.

Ein mächtiges Werkzeug in ungeschulten Händen

Das Hauptproblem dabei ist, dass es einige Crash-Kurs-Schüler gibt, die tatsächlich bereits nach einer kurzen Einweisung sehr tief und intensiv mit dem Energiefluss arbeiten können. Solange man gar nichts kann, kann man natürlich auch nichts falsch machen. Der Erfolg, den man erzielt ist im wesentlichen der Placebo-Effekt, gepart mit dem Umstand, dass sich der Behandelte zumeist wohl, geborgen und umsorgt fühlt. Dies schadet natürlich nie.

Handelt es sich jedoch beim Behandler um ein Naturtalend, entwickelt sich die Energiearbeit in seinen Händen in ein mächtiges Werkzeug. Ein Werkzeug, das er zwar bedienen kann, von dem er aber keine Ahnung hat, wie es funtkioniert. Man kann diesen Umstand in etwa mit einer Kettensäge vergleichen. Wenn jemand damit umzugehen weiß, kann er beispielsweise kunstvolle Skulpturen schnitzen oder Möbel und Häuser herstellen. Hat jemand überhaupt keinen Zugang dazu, so dass er sie nicht einschalten kann, ist sie nichts als ein harmloser Gegenstand. Gefährlich ist es jedoch, sie einschalten, dann aber nicht damit umgehen zu könnten. Dadurch kann der Benutzer sowohl sich selbst als auch anderen ungeahnten Schaden zufügen. Bei der Energiearbeit und damit auch beim Reiki ist das nichts anderes.

Die Absicht ist entscheidend

Natürlich kann auch dies funktionieren und heilsam sein, aber man kann sich damit auch ordentlich in die Nesseln setzen. Einige weitere Beispiele für schamanische Prüfungen, die in Schüler bei seiner Ausbildung zum Geistheiler bestehen muss, zeigen den Unterschied noch einmal deutlicher.

Das Initiations-Ritual der Inuit

So gehört es bei einigen Inuit-Völkern zur Ausbildung zum Geistheiler dazu, für etwa 100m intuitiv unter dem Eis hindurch zu tauchen. Dafür werden auf einem zugefrorenen Gewässer zwei Löcher in die Eisschicht geschlagen, die gerade groß genug sind, so dass der Schüler hindurch passt. Dann bekommt er die Augen verbunden und muss unter der Eisschicht von einem Loch zum nächsten tauchen und dort wieder an die Oberfläche gelangen. Ohne eine 100%ige Verbindung mit der eigenen Intuition und ohne die Gewissheit, dass man kein Mensch sondern ein unsterbliches, spirituelles Wesen ist, ist diese Aufgabe vollkommen un1möglich und auf jeden fall tödlich. Denn finden kann man ein so winziges Loch im Eis nicht. Es funktioniert nur, wenn man genau weiß, wo es sich befindet.

Traumfänger spielen in unterschiedlicher Weise bei vielen Kulturen eine tiefe Rolle.

Traumfänger spielen in unterschiedlicher Weise bei vielen Kulturen eine tiefe Rolle.

Was bedeutet es, schamanischer Heiler zu sein?

Wenn wir an Schamanen denken, dann denken wir häufig an bestimmte Rituale und Methoden, an schamanisch schamanische Trommeln, schamanische Schwitzhütten, die Arbeit mit Räucherwerk und dergleichen mehr. All dies kann durchaus zur schamanischen Heilarbeit dazugehören, doch es ist keineswegs das, was einen schamanischen Heiler ausmacht. Es gibt sogar Formen des Schamanismus, wie beispielsweise die hawaiianischen Schamanen, die komplett auf Hilfsmittel wie Trommeln und ähnliches verzichten. Das, was einen Geistheiler wirklich ausmacht, ist seine Verbundenheit mit allem.

Was bedeutet das?

In unserer Gesellschaft gehen wir davon aus, das wir von allem getrennt sind. Wir glauben, einzelne, von einander unabhängige Wesen zu sein, die zwar miteinander agieren können, zwischen denen aber immer eine gewisse Distanz bleiben wird. Aus diesem Grund haben wir auch das Gefühl, keinerlei Verantwortung für unsere Umwelt, die Natur und unsere Mitmenschen zu haben, und deswegen können wir viele unserer Kräfte nicht nutzen. Dadurch, dass wir in einer Zivilisation leben, in der jederzeit alles für uns verfügbar ist und in der wir keine natürlichen Feinde mehr haben, können wir uns eine solche Einstellung leisten, ohne daran zu sterben. Bei Naturvölkern hingegen ist die Verbundenheit mit der Natur überlebenswichtig. Wenn ich mich alleine inmitten des australischen Outbacks befinde und hier von den Wasser- und Nahrungsmittelressourcen leben möchte, dann kann ich dies nicht als abgetrenntes Einzelwesen tun.

Rituelle Tänze helfen einem Heiler / einer Heilerin bei der Verbindung mit den Krafttieren und beim Verlassen der alten Perspektiven.

Rituelle Tänze helfen einem Heiler / einer Heilerin bei der Verbindung mit den Krafttieren und beim Verlassen der alten Perspektiven.

Die Verbundenheit indianischer Heiler und Heilerinnen

Wenn ich nicht spüre wo sich Wasserquellen befinden, weil ich nicht mit ihnen verbunden bin, muss ich ziellos durch die endlose Steppe streifen und werde wahrscheinlich verdursten. Ein Aborigine hingegen spürt, wo sich Quellen befinden, weil diese Quellen ein Teil von ihm sind. Er weiß dass alles eins ist und dass auch er selbst ein Teil dieses einen Ganzen ist. So wie wir unsere Arme, Beine und Zehen spüren, spürt er auch Bäume, Quellen, Steine und Tiere, weshalb das Finden einer Quelle für ihn bedeutend leichter ist.

Die Verbundenheit neu erkennen

Wir wissen ja schließlich auch im Normalfall, ohne suchen und Überlegen zu müssen, wo sich unsere großen Zehen oder unsere Augenlider befinden. Alles um uns herum ist ein Teil von uns und nur, wenn wir uns wieder damit verbinden können, können wir auch unsere Kraft wiedererlangen. Stellt euch beispielsweise einmal eine einzelne Gehirnzelle von euch vor, die nun versucht, ihr eigenes Ding durchzuziehen und unabhängig vom Rest des Gehirns zu agieren. Könnt ihr euch vorstellen wie unglaublich anstrengend das für diese Zelle sein muss? Wie klein und unbeholfen sie sich fühlen wird und wie wenig sie am Ende

Verbundenheit mit allem

Häufig waren die Häuptlinge eines Stammes auch als Heiler tätig.

Häufig waren die Häuptlinge eines Stammes auch als Heiler tätig.

Ein Mensch oder generell ein Wesen, das vom Allbewusstsein abgeschnitten ist, ist also weitgehend machtlos und hilflos in seiner geistigen Welt. Es geht ihm nicht viel anders als einer Hand, die uns durch unbequemes Liegen eingeschlafen ist. Natürlich könnte man sagen, dass jemand, der nicht mit allem verbunden ist unabhängig und daher frei und selbst bestimmt ist. Wir haben jedoch in diesem Zustand im Gegenteil häufig das Gefühl machtlos zu sein und keine Kontrolle zu haben. Wir werden zu einem Spielball der äußeren Umstände, von denen wir glauben, dass wir sie nicht beeinflussen können und dass wir ihnen hilflos ausgeliefert sind. In unserer Gesellschaft ist dieses Gefühl sehr häufig und sehr verbreitet. Wir fühlen uns oft nicht einmal mit unserem eigenen Körper verbunden und glauben daher, dass wir nicht einmal dessen Gesundheitszustand wirklich beeinflussen können.

Gesundheit ist kein Glücksspiel

„Hauptsache ist, man bleibt gesund!“ sagen wir. Wir sagen es mit einem Bangen oder einem Hoffen, als wäre Gesundheit etwas, das vom Himmel fällt und von dem man mir Glück sagen kann, wenn man genug davon abbekommt. Aufgrund dieses Gefühls der Nicht-Verbundenheit mit unserem Körper sind wir auch oft nicht bereit, die Verantwortung für ihn zu übernehmen. Wir trinken, rauchen, konsumieren Nahrungsgifte, Zucker und Konservierungsstoffe, beuten uns selbst aus und missachten sämtliche Botschaften und Zeichen, die wir von ihm bekommen.

Noch extremer wird es mir unserer Umwelt, unserem Lebensraum und den Wesen in unserer Umgebung. Zu ihnen fühlen wir in der Regel gar keine Verbindung mehr, weshalb es uns auch so leicht fällt, so derart zerstörerisch mit unserem Planeten umzugehen. Kein Baum käme jemals auf die Idee, sich die eigenen Äste abzuhacken und als Feuerholz zu verschüren. Es sei denn, er merkt nicht, dass die Äste zu ihm gehören und hält sie für etwas Fremdes, zu dem er keinen Bezug hat. Genau so ergeht es uns in der Regel. Wir spüren nicht, dass wir ein Teil der Natur sind und sehen daher auch keinen Grund sie zu schützen.

Verbindung zu den eigenen Fähigkeiten

Auf der anderen Seite haben wir jedoch auch keinen Bezug zu unseren eigenen Kräften und Fähigkeiten. Unsere Hand ist ein nützliches und vielseitiges Werkzeug, das die beeindruckendsten Dinge bewerkstelligen kann. Aber sie gewinnt ihre Kraft und ihre Aufgabe aus der Verbundenheit mit unserem Körper. Alleine ist sie nutzlos und nichts weiter als ein totes Stück Fleisch und Knochen. Und genau so ergeht es auch uns, wenn wir die Verbundenheit mit dem Allbewusstsein der Schöpfung verloren haben. Jedes Gefühl von Sinnlosigkeit, Orientierungslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Verlorenheit kommt aus dem Bewusstsein dieser Trennung heraus, denn unsere Lebensaufgabe besteht darin, dem Allbewusstsein zu dienen, genau so, wie jede einzelne unserer Zellen uns als große Einheit dient.

Krafttiere können wichtige Hinweise und Zeichen geben. Besonders wenn man Heiler werden will, sind sie wichtige Wegweiser.

Krafttiere können wichtige Hinweise und Zeichen geben. Besonders wenn man Heiler werden will, sind sie wichtige Wegweiser.

Die gute Nachricht ist, dass wir nicht wirklich von allem getrennt sind. Wenn alles eins ist, ist dies ja auch ganz und gar unmöglich. Wir SIND das ALLES, wie sollten wir also je davon getrennt sein? Wie unsere eingeschlafene Hand sind auch wir zu jedem Zeitpunkt noch immer mit dem zentralen Nervensystem bzw. mit dem Allbewusstsein verbunden. Wir haben es nur vergessen, bzw. die Verbindung aufgrund von Glaubenssätzen und fälschlichen Annahmen über die Welt und das Leben blockiert.

Wenn wir unsere Körperhaltung verändern und die blockierten Nerven wieder frei geben, fließt wieder automatisch Sauerstoff in unsere Hand und nach einem intensiven und oft unangenehmen Kribbeln, kehrt das alte, gewohnte Gefühl der Verbundenheit wieder zurück.

Blockaden im Leben und im Körper lösen

Genau so ist es auch im Leben. Wenn es uns gelingt, herauszufinden, wo und wie wir unseren Zugang zum Allbewusstsein und unsere Verbundenheit mit unserer Umwelt blockieren, dann können wir diese Blockade auch wieder lösen und unser Bewusstsein über unsere wahre Natur zurückerlangen. Je mehr uns dies gelingt, desto intensiver beginnen wir zu leben und desto stärker werden unsere Kräfte aber auch unser Verantwortungsbewusstsein.

Fast alle wirklichen Größen auf den Gebieten der Kunst, der Wissenschaft und der Heilung haben stets gesagt, dass sie dass Gefühl hatten, dass nicht sie die Schöpfer waren, sondern dass durch sie erschaffen wurde. Sie haben sich lediglich für die Inspiration geöffnet und alles durch sich hindurch fließen lassen.

Verbindung als Weg zur Heilung

Genau dies ist auch sie Verbundenheit mit der Schamanem ihre energetischen Heilbehandlungen durchführen. Sie sind keine Einzelkämpfer, die versuchen die Krankheit auf eigene Faust zu besiegen. Sie sind viel mehr Teil eines Heilungsteams, bestehend Krafttieren, Spirits, Helferwesen, Dodems, Engeln, den Elementen, den Tieren, Pflanzen und Bäumen, dem Wetter und allem anderen, was beitragen kann. Denn alles ist lediglich Ausdruck des selben allumfassenden Bewusstseins, dass dieses Heilerteam wie einen Farbkasten verwendet. Wenn man doch eine ganze Palette an Farben zur Verfügung hat, warum sollte man sich dann auf eine beschränken?

Eine der wichtigsten Lektionen in der Heilerausbildung: Nur wer mit seiner Umgebung verbunden ist, kann auch wirkliche Heilarbeit leisten.

Eine der wichtigsten Lektionen in der Heilerausbildung: Nur wer mit seiner Umgebung verbunden ist, kann auch wirkliche Heilarbeit leisten.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Schamanen ist es also, diese Verbindungen nach außen wieder aufzubauen und sich selbst ein Heilungsnetzwerk zu erschaffen. Auch dies wird wiederum noch einmal klarer, wenn man sich bewusst macht, dass alles eins ist. Stellt euch die Welt wie ein einziges, riesiges Gehirn vor, und alle Wesen und Kräfte des Universums als Nervenzellen in diesem Gehirn. Je stärker und vielfältiger die einzelnen Nervenzellen miteinander vernetzt sind, desto besser und effektiver funktioniert das Gehirn. Eine einzelne, unvernetzte Gehirnzelle hingegen ist weitgehend nutzlos.

Die Umgebung reagiert beim Schamanischen Heilungsritual

Das Medizinrad ist ein machtvolles Werkzeug bei der Heilung und eine Grundlage bei der Heilerausbildung.

Das Medizinrad ist ein machtvolles Werkzeug bei der Heilung und eine Grundlage bei der Heilerausbildung.

Genau das gleiche gilt auch bei einem schamanischen Heilungsritual. Spielt der Heiler beispielsweise auf einer Schamanischen Trommel, ohne dass seine Umgebung in dieses Trommelspiel mit einstimmt, dann mag es sich vielleicht ganz nett anhören, aber es ist nicht mehr als ein Konzert oder eine Party und hat keinen heilerischen Nutzen.

Die Natur stimmt mit ein

Bei einem kraftvollen, mächtigen Heiler hingegen reagiert das ganze Umfeld auf das Ritual. Wir selbst hatten das Glück, einige Male bei einer solchen Heilungszeremonie anwesend sein zu dürfen. Ich kann euch sagen, dass es zumindest die ersten Male durchaus beängstigend war. Beim Spiel auf einer alten, indianischen Donnertrommel verdunkelte sich plötzlich der strahlend blaue Himmel und ein kurzes, aber heftiges Gewitter brach über uns herein. Es hielt genau so lange an, wie die Zeremonie dauerte. Ein anderes Mal tauchten beim Spiel auf der selben Trommel tausende von Krähen auf. Sie kreisten über unseren Köpfen und nahmen dabei die sonderbarsten Formationen ein. Bei einem Morgenritual zum Thema „heilige Stille“ verstummten plötzlich alle Vögel im Umkreis und gaben erst wieder einen Laut von sich, als das Signal zum beenden der Stille gegeben wurde.

Die kleinen Schritte des geistigen Heilens

Aber keine Angst, es müssen nicht jedes Mal der ganze Wald und das Wetter auf euch reagieren, damit eine Heilung erfolgreich sein kann. Oft sind es nur kleine Nuancen, an denen ihr die Beteiligung der Natur an eurem schamanischen Ritual spürt. Vielleicht eine Fliege, die sich genau im passenden Moment auf die Stelle setzt, die Heilung braucht oder vielleicht auch ein einzelnes Blatt an einem Baum, das sich anders verhält als alle anderen. Auch hier gilt es aufmerksam zu werden und alles um euch herum wahrzunehmen.

Es stimmt, dass ein mächtiger Schamane mit seinem Umfeld interagieren kann wie wir mit unserem besten Freund, aber lasst euch davon nicht stressen, wenn eure Verbindungen am Anfang eher spärlich sind. Bedenkt dabei, dass ihr in einer Gesellschaft groß geworden seit, in der sich alle als vollkommen getrennt betrachten. Wenn ihr also nur ein paar kleine, wacklige Verbindungen nach außen aufgebaut habt seit ihr damit schon einen Schritt weiter und könnt bereits hilfreiche Heilarbeit leisten.

Reisender zwischen den Welten

Die zweite wichtige Eigenschaft, die einen schamanischen Heiler ausmacht, ist das Reisen zwischen den Welten. In unserem materiell geprägten Weltbild gehen wir davon aus, dass wir in einer physischen Welt leben, die als einzige real ist. Alles andere sind Träume und Phantasien. Diese Einstellung ist jedoch sehr eng gefasst und lässt sich schnell als Irrtum entlarven.

So besteht jede Materie aus Atomen, die sich wiederum aus Protonen, Neutronen und Elektronen zusammensetzen. Diese stehen jedoch mit einem so großen Abstand zu einander, dass jede Form von Materie weit mehr als 99% aus nichts besteht. Das was wir als „fest“ wahrnehmen ist also in Wirklichkeit vor allem das Spiel aus Anziehung und Abstoßung, dass die atomaren Teilchen dazu bringt ihre konstanten Formationen einzugehen. Fest ist eine Wand für unsere Wahrnehmung ohnehin nur deshalb, weil unser Körper auf einer ähnlichen Frequenz schwingt. Frequenzen, die sich stärker von der der Wand unterscheiden, wie beispielsweise Funkstrahlung oder ein W-LAN-Signal gehen hingegen einfach durch die Wand hindurch als wäre sie Luft.

Heilungsrituale können je nach Bedaft sehr unterschiedliche Formen annehmen. Vor allem zwischen Heilerinnen und Heilern unterscheiden sie sich oft sehr.

Heilungsrituale können je nach Bedaft sehr unterschiedliche Formen annehmen. Vor allem zwischen Heilerinnen und Heilern unterscheiden sie sich oft sehr.

Alles ist Energie

Noch etwas deutlicher wird es, wenn man sich die Welt aus Sicht der Quantenphysik betrachtet. Hier hat man festgestellt, dass die kleinsten Bauteile unserer Atome nicht aus Materie sondern aus Energie bestehen. Mehr noch! Man fand heraus, dass es sich unabhängig vom Element immer um die gleiche Energie handelt. Die Welt, die wir als physisch wahrnehmen ist also in Wirklichkeit eine energetische, die aus einer einzigen Urenergie aufgebaut ist. Wenn man dies einmal verstanden hat wird deutlich, dass der Unterschied zwischen der Wachwelt, in der wir am Tage normalerweise leben und den geistigen und energetischen Welten, in die wir im Traum, in der Meditation, in Trance oder bei Visionen gelangen, bei weitem nicht so groß ist. Im Gegenteil, die Wachwelt entpuppt sich viel mehr als eine von vielen Traumwelten zwischen denen wir mit etwas Übung ganz bewusst hin und her wechseln können.

Überall zugleich

Auch ohne diese Welten zu erkennen und sich ihrer bewusst zu sein, leben wir jedoch stets gleichzeitig auf all diesen Weltebenen und können auch auf allen ins Ungleichgewicht geraten, was sich in Form von Krankheiten und Schwächungen und anderen Gebrechen äußert. Um heilen können wechselt ein Schamane daher ständig zwischen allen Weltebenen hin und her und besucht auch manchmal mehrere zur gleichen Zeit. Je nachdem, welche Krankheit ein Patient hat, kann es auch sein, dass er diesen in eine der anderen Welten mitnimmt.

Fließen anstatt zu verharren

Anders als im Buddhismus ist es jedoch nicht das Ziel, alle Weltebenen hinter sich zu lassen. Es geht nicht darum, rein im Nirvana, also im formlosen Sein zu leben. Natürlich tritt der Schamane immer wieder ins Nirvana ein, um von dort aus neue Erkenntnisse und Heilungen mitzubringen. Er wird aber stets wieder in die anderen Welten zurückkehren. Nur im Nirvana bzw. im Void zu bleiben, wäre genauso wenig hilfreich und erweiternd, wie komplett in der physischen Welt verhaftet zu sein. Denn auch wenn das Void unsere Urquelle, also die reinste Form des Seins ist, sind wir in ihm doch vollkommen handlungsunfähig, da wir hier reine formlose und zeitlose Energie sind. Das Ziel ist es also nicht, alle Weltebenen hinter sich zu lassen, sondern sich in ihnen so heimisch zu fühlen, als wären sie die verschiedenen Räume des eigenen Hauses.

Wie kann ich nun ein Heiler werden?

Wenn ihr nun einen groben Überblick darüber habt, was ein schamanischer Heiler ist, dann wird euch nun auch bewusst sein, warum man nicht einfach mal eben durch ein Wochenend-Seminar mit dem Titel "Heilerausbildung in 3 Tagen" zum Heiler werden kann. Am ehesten findet man daher zurzeit Heilerausbildungen, bei denen einen der Mentor über die Ferne hinweg für einen langen Zeitraum begleiten kann. Dies ist beispielsweise dann möglich, wenn es sich um eine ganzheitliche Heilerausbildung online handelt. Eine Ausbildung also, bei der man über Skype, Mail und Co. mit seinem Ausbilder in Verbindung bleibt. Bei dieser Form der Geistheiler Ausbildung handelt es sich also um ein Fenrstudium.

Derartige Heilerausbildungen sind natürlich fast immer mit hohen Kosten verbunden. Feste Ausbildungsplätze für eine Heilerausbildung in Bayern, NRW oder Niedersachsen sind hingegen schwer zu finden. Einzige Ausnahme bildet hier der Ort Bad Meinberg, in dem Yoga-Vidya seinen Hauptsitz hat. Diese Organisation bietet Yoga-Ausbildungen nach indischem Vorbild an, zu denen auch ein Anteil in Energiemedizin gehört. Doch auch dies ist nicht mit einer Schamanenausbildung zu vergleichen, die ein Kind in einem Naturvolk durchlebt.

Wie gesagt, in einem Naturvolk beginnen die Kinder mit ihrer schamanischen Heilerausbildung in der Regel mit dem ersten oder zweiten Lebensjahr. Dabei wachsen sie automatisch in das Selbstverständnis der Verbundenheit mit allem hinein und trainieren ihre Sinne und ihre Aufmerksamkeit vom ersten Moment an. Um selbst ein Schamane zu werden, ist es daher wichtig, ebenfalls genau an diesem Punkt zu beginnen.

Schwierigkeiten und Herausforderungen beim Heiler werden

Oft sind wir enttäuscht, wenn wir versuchen, mittels Meditationen oder Heilreisen in andere Welten einzutauchen, es uns aber einfach nicht gelingen will. Wir glauben, dass energetische Heilung nicht funktioniert, weil wir selbst keinen Erfolg damit spüren. Immer wieder wir fest, dass wir trotz Visualisierungen und bewusstem Wünschen die Welt nicht so gestallten können, wie wir es gerne wollen. Dies liegt jedoch nicht daran, dass all diese Dinge nicht funktionieren oder dass uns das Talent dazu fehlt. Wir neigen nur dazu, an einer völlig falschen Stelle einzusteigen. Am liebsten wollen wir zunächst das Dach eines Hauses bauen, von dem wir nicht einmal ein Fundament gegraben haben. Wenn ihr also wirklich ein Heiler oder eine Heilerin werden wollt, dann beginnt mit den ersten Schritten dieses Weges und nehmt euch dafür stets die Zeit, die es benötigt.

Auch der Schutz des Volkes gehört zu den Aufgaben eines Heilers.

Auch der Schutz des Volkes gehört zu den Aufgaben eines Heilers.

Heilende Routinen in den Alltag integrieren

Das Prinzip, das hinter einem erfolgreichen Lernen steckt ist ganz einfach. Je mehr Übungsfelder ihr in euren Alltag integriert, desto eher merkt ihr die ersten Verbesserungen. Je mehr positive, heilsame Routinen ihr besitzt, desto gesünder und kraftvoller werdet ihr. So wie jedes Tier und jede Pflanze seine eigene Medizin in sich trägt, hat auch jeder von uns einen inneren Medizinkörper. Dieser ist eine heilende Präsenz, die sein Schamanenbewusstsein ausmacht.

Dieser Medizinkörper funktioniert ein bisschen wie ein Muskel. Wenn ihr ihn niemals bewegen und beanspruchen, dann verkümmert er und keinerlei Kraft. Wenn wir nun beginnen, von heute auf morgen heilen zu wollen, weil sich gerade eine Situation ergibt, in der dies notwendig ist, dann wird es wahrscheinlich nicht funktionieren. Das ist auch kein Wunder. Es ist in etwa so, als hättet ihr vor zehn Jahren einen Erste-Hilfe-Kurs besucht und wolltet nun, eine spontane Hirn-Op durchführen.

Übung macht den Meister

Ein solcher Versuch wird wahrscheinlich kaum mehr erreichen, als eine Panik in euch und das Gefühl, gnadenlos überfordert zu sein. Habt ihr jedoch regelmäßig alle möglichen Szenarien durchgespielt und euch immer wieder darauf vorbereitet, so wird die Situation nun ein Kinderspiel werden. Fragt euch daher immer wieder, was euer Medizinkörper gerade braucht? Welche Übungen oder Meditationen sind gerade nötig, um ihn zu stärken und aufzuwecken. Welche Rituale, Gesänge, Dankbarkeitszeremonien oder Übungen stärken euch und geben euch jetzt im Moment am meisten Kraft?

Sucht euch einen Sitzplatz, also einen schönen Platz im Wald, an den ihr immer wieder zurückkehrt, um zu Beobachten, zu Meditieren und mit dem Wald zu verschmelzen. Ihr werdet schon bald merken, dass sich eure Sinne langsam immer weiter öffnen. Mit der Zeit werdet ihr stetig präsenter und aufmerksamer. Integriert dabei auch verschiedene Übungen in euren Alltag, mit denen ihr ein Gespür für die geistigen Welten bekommt. Auf diese Weise spürt ihr schließlich die Verbundenheit und erkennt, dass ihr mit allem eins seid.

Die eigene Geschichte klären

Auch der Schutz des Volkes gehört zu den Aufgaben eines Heilers.

Der zweite, wichtige Punkt ist, dass ihr immer mehr erkennt, wer ihr selbst seid. Ihr lernt eure Fesseln, Kordeln und Leinen kennen, die euch in der Begrenztheit festhalten. Wo habt ihr Traumata und Konfliktsystheme erhalten, die es zu lösen gilt? Wo habt ihr aufgrund von (angeblichen) Kindheitserfahrungen Irrtüber über die Natur des Lebens und des Universums aufgenommen? Welcher dieser Irrtümer sind nun zu euren Überzeugungen geworden und halten euch vom wahren Leben ab. Wenn ihr die Aufmerksamkeitsübungen und die Heilübungen macht, werdet ihr merken, dass ihr immer wieder auf Blockaden stoßt. Eine Zeit lang werden eure Fähigkeiten in einem Bereich besser. Dann passiert plötzlich nichts mehr, oder ihr werdet sogar wieder schlechter.

Üben am eigenen Beispiel

Wenn dies der Fall ist, wisst ihr, dass ich hier auf ein Seelenthema gestoßen seit. Dieses gilt es nun zunächst zu lösen, bevor ihr euch hier weiter eröffnen könnt. Auch dafür könnt ihr wiederum schamanische und energetische Heiltechniken verwenden. Dies hat den Vorteil, dass ihr auch aufgrund eures eigenen Heilungsprozesses Heilerfahrungen sammelt, die ihr später brauchen werdet. Nichts geschieht umsonst und keine der Blockaden oder Traumata, die ihr mit auf euren Weg bekommen habt, sind negativ. Es sind viel mehr die Bereiche, in denen ihr eure ganz persönlichen Haupttalente ausbilden könnt. Es sind Herausforderungen, für die ihr Mittel und Wege für eure Heilung finden müsst. Andere kommen damit vielleicht niemals in Berührung, weil sie ihren Fokus auf ganz andere Themen legen.

Heile, um geheilt zu werden

Der dritte wichtige Faktor schließlich ist die Hilfe bei anderen, bzw. bei „Fremdaspekten“ des eigenen Selbst. Wenn alles eins ist, dann gibt es nur euch. Somit ist jede Heilung, die ihr durchführen werdet, immer eine Selbstheilung. Alles, was euch je im Außen begegnet ist ein Spiegel eurer selbst. Das bedeutet, dass jede Krankheit, die ihr bei anderen wahrnehmt, nur ein Stellvertreter für eine Krankheit in euch selbst ist. Je mehr Heilung ihr also in die Welt bringt, desto gesünder und kraftvoller werdet ihr selbst.

Mehr zum Thema Schamanismus und Heilung findet ihr in den folgenden Artikeln:

Wichtige Bücher zum Thema "Heiler werden":

Für alle, die sich eingehender für die Heilerausbildung oder das Lernen des geistigen Heilens interessieren, haben wir hier einige empfehleneswerte Bücher rausgesucht. Leider gibt es in diesem Gebiet sowohl in Sachen Ausbildung als auch in Sachen Büchern einiges an Schindluderei. Man kann hier also eine Menge Geld ausgeben, ohne dass es einem hilft. Aus diesem Grund haben wir euch schon einmal einiges zusammengestellt, mit dem wir gute Erfahrungen gemacht haben. So könnt ihr euch vielleicht den ein oder anderen unnötigen Euro sparen. Mit der Auswahl hier könnt ihr euch selbst nach und nach mehr Verbundenheit zum Allwissen und zur Umwelt beibringen. Ihr könnt euch also schon einmal eine gute Basis erschaffen, von der aus ihr dann immer tiefer in das Leben als Heiler oder Schamane eintauchen könnt,

Die Prophezeiung der weißen Büffelkalbsfrau

Geschichten um die weiße Büffelkalbsfrau gibt es überall auf der Welt und sie sind heute aktueller als je zuvor. Doch was genau hat es damit auf sich? Sind es nur alte, indianische Legenden, oder steckt vielleicht mehr dahinter? Was ist die wahre Botschaft, die durch die Geschichten vermittelt wird? Und was hat das alles mit uns persönlich zu tun? Diesen und einigen weiteren Fragen, sind wir in diesm artikel auf den Grund gegangen.

Die Lende einer besonderen Begegnung

Die Überlieferungen um die weiße Büffelkalbsfrau sind bereits weit älter als 1000 Jahre. Damals gab es bei den Lakota-Indianern in Nordamerika eine schwere Dürrezeit, die mit viel Hunger für die Indianer verbunden war. Dieser Hunger kam jedoch nicht daher, dass es in der Natur plötzlich keinen Reichtum mehr gab, sondern dass die Indianerstämme immer mehr in ihr Ego verfielen, so dass sich bei ihnen die gleichen Tendenzen breit machten, die auch unsere Gesellschaft ausmachen. Zuvor waren sie sich stets ihrer eigenen Göttlichkeit bewusst und lebten daher in einem vollkommenen Paradies. Nun aber wurde auch bei ihnen der Gegner stärker und sie wurden faul, habsüchtig und gierig, verloren das Urvertrauen und den Bezug zur Natur, bekamen immer mehr Angst und begannen schließlich, allem und jedem mit Feindseligkeit zu begegnen. Der Mangel, den sie aufgrund der Angst und des Nichtvertrauens nun im Herzen spürten, wurde ihnen auch von der Außenwelt gespiegelt und so kam es schließlich zu der Hunger- und Dürreperiode, die den Stämmen so sehr zu schaffen machte. Um einen Ausweg aus dieser Zeit der Schwere zu finden machten sich zwei Krieger auf die Suche nach Büffeln und begegneten dabei einem machtvollen Geistwesen, in Form einer anmutigen, wunderschönen und verführerischen Frau, die in weißes Wildleder gekleidet und eindeutig nicht von dieser Welt war. Einer der beiden Männer verfiel sofort in eine Gier und wollte dieses wunderbare Wesen für sich alleine besitzen. Mit gierigem Blick griff er nach der geheimnisvollen Frau und versuchte sie zu sich zu ziehen. Doch ehe er sie auch nur berühren konnte, löste sie sich in einen Nebel auf, der ihn einhüllte. Als der Nebel wieder verschwand und wieder die Frau erschien, war vom Krieger nur noch ein Haufen Knochen übrig. “Keine Angst”, sagte die Frau zum anderen Krieger, “Ich habe ihm nur genau das gegeben, um das er mich gebeten hat. Er wünschte sich, sein komplettes Leben wie einen einzigen Moment mit mir zu verbringen.

Die weiße Büffelkalbsfrau in der Legende.

Die weiße Büffelkalbsfrau in der Legende.

Die Überbringerin der sieben Traditionen

Der zweite Jäger hingegen erkannte, dass die Frau ein göttlicher Bote war und begegnete ihr mit Achtung und Respekt. Er wurde daraufhin beauftragt, in den Clan zurückzukehren und dort die Ankunft der Büffelfrau vorbereiten zu lassen, damit diese das Volk unterrichten und wieder auf den Weg in ihr eigenes Gottbewusstsein zurückführen konnte. Wenige Tage später erschien die Frau dem Clan und begann, ihr Versprechen in die tat umzusetzen. Sie lehrte sie, wieder auf ihre Intuition zu vertrauen, sich ans universelle Wissen anzuschließen und sich an die eigene Göttlichkeit zu erinnern. Dabei zeigte sie ihnen auch sieben heilige Riten, die von da an zu den zentralen Traditionen der Stämme werden sollten. Der Lakota-Stamm gab das Wissen an andere, verwandte Stämme weiter und mit der Zeit breitete es sich immer mehr aus, bis es schließlich alle nordamerikanischen Stämme erreicht hatte. Die Frau trug ihnen dabei auf, das Wissen und auch die Rituale sorgfältig zu hüten und zu bewahren, was immer auch kommen möge. Diese sieben Riten waren:

Zur Visionssuche an einem einsamen Platz im Wald.

Zur Visionssuche an einem einsamen Platz im Wald.

Die Schwitzhütte zur Reinigung von Körper, Seele und Geist, die oft auch als Vorbereitung für andere Rituale und Zeremonien dient. Wie der Sonnentanz, wird sie traditionell nur von Männern durchgeführt.

Die Visionssuche, bei der die Menschen in eine direkte Verbindung mit dem universellen Wissen treten konnten, in dem sie über mehrere Tage fastend und still an einem Baum saßen und so ihre Bitte oder ihre Frage nach außen trugen.

Die Olowanpi-Gesänge sind der Übergang vom Mädchen- ins Frau sein und der Willkommensruf der eigenen Weiblichkeit. Sie werden direkt nach der ersten Regel einer Frau in der ersten Mondphase zelebriert.

Der Sonnentanz ist eine der heiligsten indianischen Zeremonien.

Der Sonnentanz ist eine der heiligsten indianischen Zeremonien.

Der Sonnentanz, ein Initiationsritual für Männer, bei dem für vier Tage ohne Wasser, Nahrung und Schatten in der Sonne getanzt wird um so in eine tiefe, todesähnliche Trance zu fallen. Dabei haben die Tänzer sogenannte Piercings in der Haut, also Adler- oder Bärenkrallen, bzw. Holzpflöcke, die mit Schnüren an einem Baum befestigt sind. Das Ritual endet damit, dass die Haut reißt und sich die Tänzer so von den Schnüren befreien.

Das Seelenhüten, zur Segnung und Läuterung der Seelen der Ahnen und Verstorbenen, um so Seelenverstrickungen aufzulösen und zu erkennen, dass alles Liebe ist.

Die Verschwägerung, oder auch Blutsbruderschaft als Zeichen dafür, dass man eine tiefe Verbindung miteinander eingeht und letztlich eins ist. Hierbei geht es vor allem darum, die Beziehungen in alle Richtungen zu stärken und zu erkennen, dass es keine Individuen gibt, sondern dass wir alle Zellen eines großen Organismus sind.

Bei der Verschwägerung wird das Einssein mit einander deutlich gemacht.

Bei der Verschwägerung wird das Einssein mit einander deutlich gemacht.

Das Ballspiel, ist ein Spiel mit vier Mannschaften und vier Toren, die nach dem Medizinrad angeordnet sind und die vier Himmelsrichtungen repräsentieren.

Die Prophezeiung eines großen Umbruchs

es wird eine Zeit des Umbruchs kommen...

Es wird eine Zeit des Umbruchs kommen...

Bevor die Frau den Lakota-Stamm wieder verließ, kündigte sie an, dass sie nun für eine sehr lange Zeit nicht mehr auftauchen würde und den Stämmen vertraue, dass diese ihre Lehren und die damit verbundene Verantwortung ehrten und hüteten. Viele Jahrhunderte lang würden sie dies ganz in Ruhe tun können, doch es würde auch eine Zeit kommen, in der der Gegner in Form eines Fremden Volkes auftauchen und sie vor eine harte Prüfung stellen würde. Schließlich würde die ganze Welt in eine turbulente Zeit voller Umbrüche und Krisen fallen. Wenn dies soweit war, dann würde sie noch einmal auf die Erde zurückkehren und sich ihnen wieder zeigen, damit sie sie erneut auf das Kommende vorbereiten konnte. Diese turbulente Kriesenzeit wäre die Zeit kurz bevor die große “Reinigung der Erde” beginnen würde. Wenn diese Zeit erreicht war, würde sie der Natur und auch den Naturvölkern sowie allen Erdenhütern schützend und unterstützend zur Seite stehen. Ihre Ankunft würde dabei mit der Geburt mehrerer weißer Büffelkälber angekündigt.

Das Auftauchen kristallener Büffelschädel zeigt die Zeit des Umbruchs an.

Das Auftauchen kristallener Büffelschädel zeigt die Zeit des Umbruchs an.

Nachdem die Frau ihr Mentoring beendet hatte, verwandelte sie sich in einen Büffel, dessen Fellfarbe nacheinander in alle Farben des Medizinrades annahm: Gelb, rot, schwarz und letztlich weiß. Als sie schließlich weiß wurde, war aus dem ausgewachsenen Büffel ein Büffelkalb geworden, das im Wald verschwand. In den kommenden Wochen kehrten die Büffel zurück und die Hungersnot wie auch die Ego-Sinnkrise der Indianer war vorüber.

Die Zeichen der Rückkehr

Seit jener Zeit ist die Propherzeihung bei allen nordamerikanischen Indianerstämmen am Leben erhalten geblieben und seit dem Auftauchen der Kollonialisten in Amerika war ihnen klar, dass sich die Rückkehr der weißen Büffelkalbsfrau auf die heutige Zeit beziehen würde. 1994 wurde dann das erste weiße Büffelkalb geboren. Weiße Büffel sind extrem selten und kommen eigentlich nie vor. Wenn dann aber nur in Form von Albinobüffeln, also als Tiere mit einer Pigmentstörung, so dass sie keine Fellfarbe ausbilden können. Dieses Büffelkalb jedoch war kein Albino, sondern wirklich ein weißer Büffel. 2001, 2002 und 2005 wurden in den USA drei weitere solche Tiere geboren und für die Indianer war nun klar, dass die Zeit des Umbruchs und der Wiederkehr der weißen Büffelkalbsfrau gekommen war.

Der Ayers Rock ist eine der Fundstücke der Kristallschädel.

Der Ayers Rock ist eine der Fundstücke der Kristallschädel.

Zeitgleich fand man in Australien in einem trockenen Salzseegebiet zwischen dem Uluru (Ayers Rock) und den Orgas, die beide zu den heiligsten Kultstätten der Aborigines zählen, mehrere Tierschädel, die mit weißen Kristallen überzogen waren. Wie sie entstanden und warum sie so gut erhalten sind, ist aus wissenschaftlicher Sicht ein vollkommenes Rätsel. Einige der Schädel stammen wirklich von Büffeln, aber alle sind Schädel von Hornträgern. Wieso man die Schädel, inmitten von glitzernden Salzkristallen, überhaupt finden konnte ist ebenso ungeklärt, wie die Frage, wo der Körper der Tiere geblieben ist, und warum es sich bei den Kristallen auf dem Knochen um Bergkristall handelt, der nicht im geringsten mit den Salzen der Umgebung vermischt ist. Tatsächlich müssen die Schädel in einer Art Hohlraum gelegen haben und waren nicht mit Salz verkrustet odr verbacken. Warum sie nun an die Oberfläche kamen wo man sie dann in einer kilometerlangen Einöde aus unendlich vielen glitzernden Kristallen hat finden können, ist ebenfalls kaum erklärbar. All dies wird von Einheimischen überall auf der Welt ebenfalls als ein Zeichen für die baldige Rückkehr der Büffelkalbsfrau angesehen.

Die Prophezeiung erfüllt sich

In den Überlieferungen heißt es, dass die vier weißen Büffelkälber für die vier Beine des Büffelkalbsfrau stehen. Sie verkörpert das weibliche, gütige, wohlwollende und zulassende Prinzip von Mutter Erde. Mutter Erde ist der Aspekt des göttlichen Allbewusstseins, der sein unerschöpfliches Vertrauen in uns setzt, dass wir es schaffen unseren inneren Gegner aus eigener Kraft zu besiegen und wieder in die Harmonie zurückzukehren, so dass wir die Liebe ausdehnen können. Über viele Jahrhunderte und Jahrtausende hat sie es über sich ergehen lassen, dass wir sie treten, vergewaltgien, ausbeuten und zerstören, wobei wir uns immer weiter von uns selbst und von unserem wahren, göttlichen Sein entfernt haben. Die vier weißen Büffelkälber nun sind ihre vier Beine, die durch unsere Lernresistenz nach und nach ausgerissen wurden. Wenn alle vier auftauchen zeigt dies, dass nun die Zeit des großen Umbruchs und der Reinigung gekommen ist.

Die Prophezeihung der weißen Büffelkalbsfrau.

Die Prophezeihung der weißen Büffelkalbsfrau.

Doch was genau bedeutet dies?

Je mehr wir unser Urvertrauen und damit unser Gottbewusstsein verloren haben, desto mehr gewann unser Verstandesgegner die Oberhand, bis er uns schließlich fast vollständig einnehmen konnte, so dass wir aus Angst und Unvertrauen zu den Zerstörern unseres eigenen Lebensraums und unseres eigenen Lebens wurden. Auf diese Weise haben wir ein dichtes Netz aus “schwarzer” Energie, also “Angstenergie” um unseren Planeten gesponnen. Die weiße Büffelkalbsfrau, die das weibliche Prinzip von Mutter Erde verkörpert hat nun die Aufgabe, das Vertrauen in uns zu stärken, so dass wir wieder in Richtung Licht- und Liebesenergie gehen können. Doch es ist auch klar, dass dies alleine nicht ausreichen wird. So wie bei der ersten Begegnung der Büffelkalbsfrau mit den Kriegern, stecken auch in uns beide Parte, die beide auf ihre Weise behandelt werden müssen, damit es zur Liebesausdehnung kommen kann. Der Teil von uns, der glaubt, vertraut, erkennt und in seinem Gottbewusstsein ist, muss gestärkt und ausgebildet werden, so wie es die Lakota durch die Büffelkalbsfrau erfahren haben. Der Teil in uns, der dem Gegner verfallen ist, braucht jedoch einen klaren Faustschlag, um zu erkennen, dass seine Zeit nun endgültig vorbei ist. Und genau dies ist mit der “Vollständigen Reinigung der Erde” gemeint. Diese Reinigung wird in fast allen Kulturen und Überlieferungen prophezeit und dabei immer auf unser Zeitalter datiert.

Die Zeit des großen Umbruchs

Die Bibel spricht von der Apokalypse und dem jüngsten Gericht, die Maya von einem großen Umbruch, der mit dem Wechsel von 2012 begann und unzählige weitere Schriften sagen einen großen Umbruch für unser Zeitalter voraus. Im allgemeinen glauben wir dabei an einen Weltuntergang mit Feuer und Flammen, bei dem der Teufel höchst persönlich auf die Welt springt und uns mit seinem Dreizack ersticht. Das ist natürlich Blödsinn, denn gemeint ist mit der Apokalypse nicht das Ende und die totale Zerstörung der Welt, sondern eben eine Reinigung. Die Bibel spricht vom “Jüngsten Gericht”.

Befinden wir uns kurz vor einem großen Umbruch?

Befinden wir uns kurz vor einem großen Umbruch?

Was bedeutet dies?

Ein Gericht sorgt nicht dafür, dass alle gleichermaßen in die Verdammnis kommen, sondern zumindest im Idealfall dafür, dass jeder genau das bekommt, was er braucht um zu erwachen und um seinen Weg zu finden. Diejenigen, die bereits in ihrem Gottbewusstsein sind, bzw. die sich aktiv auf den Weg dorthin machen, bekommen die Unterstützung in Form einer Hilfestellung und einer beratenden Hand. Dies ist die Aufgabe der Büffelkalbsfrau. Diejenigen, die jedoch noch immer vollkommen in ihrem Ego-Verstand und ihrem Angstbewusstsein leben, brauchen jemanden, der ihnen mit einem ordentlichen Tritt in den Hintern zeigt, dass sie sich auf dem Holzweg befinden. Sie benötigen einen Schlag ins Gesicht, der sie dazu bringt, endlich aufzuwachen und ins Leben zu gehen. Und genau an dieser Stelle kommt Vater Universum ins Spiel. Der Legende nach wird auch er durch einen Büffel verkörpert, jedoch nicht durch einen weißen, friedlichen weiblichen, sondern durch einen roten Bullen, der sich nichts gefallen lässt, sondern jeden sofort in seine Schranken weist.

Das jüngste Gericht ist nicht der Untergang.

Das jüngste Gericht ist nicht der Untergang.

Auch für diesen Büffel wurde bereits ein kristalliner Schädel gefunden, jedoch nicht im australischen Salzsee sondern tief unter Wasser. Wo genau konnte ich leider bisher nicht in Erfahrung bringen. Dieser Kristall-Schädel ist mit Rauchquarzkristallen überzogen und wirkt daher rot. Auch dieser Fund gilt als ein Vorbote der Erfüllung der Prophezeiung. Wir haben uns von einer Spezies, die vollkommen im Gottbewusstsein lebte und eine wichtige Aufgabe als Erdenhüter und Erdheiler hatte, langsam aber kontinuierlich zu einem Volk von Erdzerstörern entwickelt, das fast nur noch dem Gegner folgt. Wir haben also nahezu den Punkt erreicht, an dem sich die Liebe maximal ausdehnen kann. Das „Gummiseil“, das uns mit unserem Gottbewusstsein verbindet, ist bereits bis zum Zerreißen gespannt. Innerhalb von nur 60 Jahren haben wir rund 90% aller Fischbestände ausgelöscht und jedes Jahr roden wir 1% aller Wälder.

Wie lange glauben wir, dass dies gutgehen kann?

Es ist nicht möglich!

Wir stehen am Scheideweg des Erwachens

Wir stehen also kurz vor dem Kipppunkt, der uns nur in zwei Richtungen führen kann. Entweder, wir wachen auf, erkennen dass alles Liebe ist und werden so zu Erdhütern und -heilern, oder aber wir halten weiter an unserer Angst fest und bekommen von der Schöpfung so sehr eine übergebraten, dass wir ebenfalls ins Erwachen kommen müssen.

Wir müssem uns entscheiden ob wir unserem Herzen folgen wollen oder nicht.

Wir müssem uns entscheiden ob wir unserem Herzen folgen wollen oder nicht.

Der zweite Weg bedeutet jedoch für einen Großteil von uns, dass er dabei stirbt und erst in Jenseits erkennt, das alles eine Illusion war. Es ist auch hier wieder wie in einem Traum. Wenn wir träumen halten wir den Traum zunächst für die Realität, doch wenn wir dabei aufmerksam sind und die Traumwelt als Traumwelt erkennen, dann können wir uns noch im Traum bewusst darüber werden, dass nichts von dem, was wir hier erleben real ist. Wir schlafen und träumen noch immer, doch ist es nun ein Traum in dem wir erwacht sind. Wenn wir zuvor einen Alptraum hatten oder einen Traum in dem wir Leid erfahren haben, dann erkennen wir nun, dass es das Leid nicht gibt und dass wir nichts zu fürchten brauchen. Wir werden nun also zu bewussten Schöpfern unserer Traumwelt und können uns selbst das Paradies erschaffen. Erkennen wir den Traum jedoch nicht und glauben bis zum Ende der Nacht daran, dass alles real ist, dann kommt unser Erwachen schließlich mit dem wirklichen Aufwachen aus dem Schlaf. Wir öffnen unsere Augen, merken, dass wir im Bett liegen und erkennen, dass alles nur eine Illusion war. Auch im Leben haben wir diese beiden Möglichkeiten. Entweder wir erkennen den Traum bereits im Leben und werden so zu erwachten Gottpartikeln, die sich ihrer wahren Natur bewusst sind, oder wir sterben und erkennen dann im Tod, das alles nur ein Traum war.

Ausbildung zum Heiler: Jetzt autodidaktisch mit unserem neuen Buch

Ausbildung zum Heiler: Jetzt autodidaktisch mit unserem neuen Buch

Mit der vollständigen Reinigung unserer Erde ist also eine Reinigung von unserem Ego- und Angstbewusstsein gemeint. Wir können uns also entscheiden, ob wir dieses Angstbewusstsein loslassen wollen, so dass es gehen kann und wir auf der Erde bleiben, oder ob wir daran festhalten wollen und unseren Lebenstraum gemeinsam mit ihm beenden.

Liebe ist das einzige, was existiert.

Liebe ist das einzige, was existiert.

Wie kann ich ins Erwachen kommen?

Du möchtest ebenfalls deine wahre Bestimmung finden und nicht länger ein Erstzerstörer sondern ein Erdheiler und Erdhüter sein, der sein volles Potential ausschöpft, aktiv und bewusst seine Welt und sein Leben gestaltet, der sich selbst und andere heilen und stärken kann, der in vollkommener Zufriedenheit und Glückseligkeit lebt und der ganz und gar weiß, wer er ist?

In unserer Gesellschaft erscheinen diese Ziele fast utopisch, doch letztlich sind sie nichts anderes, als unser Naturzustand. Der Weg zum Erdheiler und Erdhüter, also der Weg dahin, unserer wahren Bestimmung zu folgen, wird in den meisten Naturvölkern gleich von Beginn an, durch die Ältesten an die Kinder weiter gegeben. Bei uns hingegen ist es leider schwer, einen Mentor zu finden, der einen auf diesem Weg begleiten kann. Um euch dennoch so gut wie möglich dabei zu unterstützen haben wir einen Leitfaden entwickelt, der die ersten Schritte auf diesem Weg beschreibt, so wie ihn die indianischen Kinder beschreiten. Mehr zu unserem Buch und zu deinem eigenen Entwicklungsweg erfährst du hier.

Anfang April 2020 ist dazu die Neuauflage mit neuem Cover und Design erschienen: Darüber hinaus ist auch die ältere, klassische Version noch immer erhältlich: