Genforschung: Was wissen wir wirklich?

Welche Erkenntnisse brachte uns eigentlich die Genforschung?

Offiziell haben wir in den letzten Jahrzehnten auf dem Gebiet der Genforschung geradezu weltbewegende Fortschritte gemacht. Wir können fast den gesamten Bauplan des Menschen entschlüsseln, wir können die Gene von Tieren und Pflanzen manipulieren, damit sie nach Salami schmecken oder resistent gegen bestimmte Keime werden, wir können einen genetischen Fingerabdruck erstellen, um jemanden eindeutig zu identifizieren, wir können feststellen, wer wessen Vater ist und wir können sogar ganze Wesen klonen, damit wir sie doppelt haben, falls einmal ein Exemplar verloren geht.

Soweit die offizielle Darstellung.

Aber wie sieht es hinter dem Schleier der Popularität wirklich aus?

So stellt sich die Moderne Wissenschaft unsere DNA Stränge vor

So stellt sich die Moderne Wissenschaft unsere DNA Stränge vor

Insider Wissen aus der Genforschung

Eine absolut erstaunliche Antwort auf diese Frage bekamen wir heute zufällig von einer Seite, von der wir es nicht erwartet hätten. Wir waren wieder einmal zu Gast bei einem Pfarrer, der den einprägsamen Namen „Don Vladimiro“ trug. Das lag nicht etwa daran, dass er aus Russland stammte. Es lag daran, dass sein Vater seinerzeit ein überzeugter Kommunist und Revolutionär war. Aus diesem Grund gab er seinem Sohn den Namen des berühmtesten Kommunisten, den er kannte: Wladimir Lenin. Dass Wladimir übersetzt „Der Friedensbringer“ bedeutet und dass es sich dabei um einen biblischen Namen. Und in gewisser Weise verkörperte der Name somit auch ein wenig das Leben des Mannes der ihn trug.

Anders als alle anderen Pfarrer bei denen wir bislang in Italien zu Gast waren, was Don Vladimiro trotz seines gesetzten Alters erst neu in dieser Branche tätig. Zuvor war er nicht nur überzeugter Atheist gewesen, sondern hatte auch rund dreißig Jahre lang als Wissenschaftler im Bereich der Genforschung gearbeitet. Das interessante ist: Genau diese wissenschaftliche Arbeit war es, die ihn letztlich zum Glauben geführt hatte.

Doch beginnen wir am Anfang.

Als Insider der Genforschung berichtete und Don Vladimiro aus erster Hand, worum es bei der Genforschung eigentlich ging und welche Erfolge bisher erzielt werden konnten.

Ist der Mensch wirdklich das Ergebnis eines DNS Codes

Ist der Mensch wirdklich das Ergebnis eines DNS Codes

Genforschung als Erklärungsansatz für die Entstehung von Krankheiten

Zunächst einmal geht es bei der Genforschung natürlich um die sogenannte Vererbungslehre, also um die Frage, wie bestimmte Eigenschaften, Merkmale und Charakterzüge, aber auch Krankheiten und Behinderungen von einer Generation an die nächste weitergegeben werden. Der Theorie nach sind dafür unsere Gene verantwortlich.

Diese Theorie scheint innerhalb der Schulmedizin bislang diejenige zu sein, die noch am ehesten nachvollziehbar und zutreffend ist. Sie besagt, dass wir über unsere Gene nicht nur verschiedene körperliche und charakterliche Merkmale unserer Vorfahren übernehmen, sondern auch ihre Krankheiten.

Dies lässt sich tatsächlich in einigen Fällen beobachten. Dabei ist jedoch noch immer die Frage ungeklärt , wie und nach welchem Muster diese Vererbung vonstattengeht. Mit der Entdeckung der DNS war man sich sicher, endlich einen Durchbruch erreicht zu haben. Denn man ging davon aus, dass sie unseren gesamten „Bauplan“ und somit auch die Gesetze der Vererbung enthält. 2001 hieß es dann sogar, dass es gelungen wäre, die menschliche DNS vollständig zu entschlüsseln.

Der genetische Code des Menschen gilt als vollständig entschlüsselt Aber stimmt das wirklich

Der genetische Code des Menschen gilt als vollständig entschlüsselt Aber stimmt das wirklich

Wurde der genetische Code des Menschen entschlüsselt?

„Unter uns Wissenschaftlern feierten wir damals, als wäre es uns gelungen, die Weltherrschaft an uns zu reißen!“ kommentierte Vladimiro scherzhaft.

Doch die Freude hielt nicht lange an. Denn schon bald stellte sich heraus, dass man hierbei ganze Sequenzen übersehen und andere vollkommen fehlerhaft gedeutet hatte. Um deshalb in der Öffentlichkeit nicht als vollkommene Lachnummer dazustehen, wartete man einfach zwei Jahre ab, bis die gröbsten Fehler augenscheinlich korrigiert wurden. Dann verkündete man einfach die nun-aber-wirklich-vollständige Entschlüsselung, und hoffte, dass die erste Nachricht dieser Art bei niemandem mehr präsent war.

Der Plan ging auf und die Genforschung konnte ihr Gesicht wahren. Doch das ursprüngliche Problem war damit noch langen nicht gelöst. Denn anstelle eines großartigen, nie dagewesenen Durchbruchs, der die Medizin und die Biologie revolutionierte, stellte man fest, dass man nun sogar noch weniger wusste, als vor der Enschlüsselung des Genmaterials. Anstelle von Antworten waren fast nur neue Fragen aufgetaucht und die Wissenschaftler mussten sich eingestehen, dass sie nicht einmal den Hauch einer Idee hatten, wie man hier einen Lösungsansatz auftreiben sollte.

Je mehr Puzzleteile wir in der Genforschung zusammensetzen desto weniger Sinn ergibt das Bild für uns

Je mehr Puzzleteile wir in der Genforschung zusammensetzen desto weniger Sinn ergibt das Bild für uns

"Wir wissen gar nichts!"

2006 stellten dann die führenden Genforscher bei einem Expertentreffen in Berkeley, Kalifornien, fest, dass sie nicht einmal imstande waren, klar zu definieren, was ein Gen überhaupt ist. Und noch einmal fünf Jahre später gestand Craig Venter, einer der führenden Forscher auf diesem Gebiet, kurz und knapp: „Wir wissen gar nichts!“

Anders als bei den vorangegangenen Aussagen zu diesem Thema kann man bei dieser wohl sagen, dass sie nicht übertrieben ist. So gehen wir heute von etwa 3,2 Milliarden Basenpaaren aus, aus denen sich die DNS zusammensetzt. Wie viele es genau sind, wissen wir allein schon deshalb nicht, weil wir nicht einmal wissen, wie viele Gene, also Basenketten, wir überhaupt besitzen. Alle Zahlen in diesem Bereich basieren auf Schätzungen und Hochrechnungen von untersuchten Kleinstlebewesen.

Die ursprüngliche Idee dahinter lautete: Wenn ein winziger, etwa 1 Millimeter großer Fadenwurm 23.000 Gene besitzt und ein Mensch eben bedeutend größer ist, dann müsste er auch bedeutend mehr Gene haben. Die entsprechenden Hochrechnungen ergaben aus irgendeinem Grund eine Zahl von bis zu 140.000 Genen. Heute vermutet man jedoch eher, dass wir sogar weniger Gene als der Fadenwurm haben und dass sich die Zahl zwischen 20.000 und 22.000 einpendeln müsste. Leider reicht unser Wissen in diesem Bereich nicht einmal dazu aus, um eine dieser konträren Schätzungen sicher ausschließen zu können. Böse ausgedrückt, lässt sich unser aktueller Wissensstand über die Anzahl der Gene in unserem Körper spezifisch auf „relativ viele“ eingrenzen.

Wo bleibt die angekündigte Erleuchtung durch die Entschlüsselung der Gene

Wo bleibt die angekündigte Erleuchtung durch die Entschlüsselung der Gene

Wofür sind unsere Gene zuständig?

Über einen Teil der Basenpaare wissen wir, in welcher Reihenfolge sie auftreten, und teilweise gibt es begründete Annahmen darüber, welche Gen-Abschnitte mit welchen Körperbereichen, Körperfunktionen oder Krankheiten in Verbindung stehen. Doch statt dem erwarteten medizinischen Durchbruch fand man lediglich heraus, dass diese Reihenfolge, die man für den allumfassenden Code des Lebens beziehungsweise der Krankheit gehalten hatte, erstaunlich wenig aussagt. So tauchen die gleichen Gensequenzen, die wir mit bestimmten Krankheiten assoziieren, beispielsweise auch regelmäßig bei kerngesunden Menschen auf, während andere krank werden, ohne die angeblich krankheitsauslösenden Sequenzen zu besitzen. Wie kann das sein? Wird nicht allein hierdurch die gängige Theorie der Vererbbarkeit eindeutig widerlegt?

Auch die allgemeine Überzeugung, dass unsere Gene die Bauanleitung für Proteine und andere Botenstoffe im Körper bilden, fußt nicht ganz so auf Fakten, wie wir gerne glauben möchten. Denn soweit sich bisher sagen lässt, trifft dies gerade einmal auf 1,5 Prozent unserer DNS zu. Was die übrigen 98,5 Prozent anbelangt, tappen wir noch immer in nahezu vollkommener Dunkelheit. Dies hält die Forscher jedoch nicht davon ab, die 1,5 Prozent zu nutzen, um damit gentechnische Experimente an Pflanzen und Tieren zu machen, von denen sie dann voller Überzeugung behaupten, sie seien zu 100 Prozent unschädlich und müssten langfristig auf unseren Lebensmitteln nicht einmal mehr gekennzeichnet werden.

Obwohl wir über die Funktion von Genen so gut wie nichts wissen manipulieren wir damit was das Zeug hält

Obwohl wir über die Funktion von Genen so gut wie nichts wissen manipulieren wir damit was das Zeug hält

Unerschütterliches Vertrauen in die Genforschung

Ironischerweise haben die Milliarden an Steuergeldern, die seit Beginn der Genforschung in diesen Wissenschaftszweig gepumpt wurden, dazu geführt, dass das Vertrauen der Zivilbevölkerung in die Aussagekraft unseres Erbgutes bei gleichbleibender Ahnungslosigkeit permanent gestiegen ist. Wir vertrauen dem genetischen Fingerabdruck, dem Vaterschaftstest, den Genanalysen, anhand derer Forscher die Wahrscheinlichkeiten errechnen, gewisse Krankheiten zu bekommen, und den genetischen Voruntersuchungen, anhand derer wir angeblich bestimmte Behinderungen noch ungeborener Kinder erkennen können.

Dass dieses Vertrauen vielleicht ein wenig naiv ist, zeigen jüngste Erkenntnisse der Genetiker, nach denen der Genstrang keineswegs ein feststehendes Konstrukt ist, das man lesen kann wie ein Buch. Es wandelt sich stattdessen permanent, ebenso wie auch unser Leben ständigen Veränderungsprozessen unterworfen ist. Dass bedeutet mit anderen Worten, dass ein genetischer Fingerabdruck, den ich heute von mir erstelle, nicht zwingend mit dem übereinstimmen muss, den ich vor 10 Jahren anfertigen ließ oder in 10 Jahren anfertigen lassen werde. Craig Venter hat also wirklich nicht übertrieben, als er auf seine Ergebnisse zurückblickte und behauptete: „Wir wissen gar nichts!“

Unser Gencode ist nicht in Stein gemeißelt sondern verändert sich im Laufe unseres Lebens

Unser Gencode ist nicht in Stein gemeißelt sondern verändert sich im Laufe unseres Lebens

Forschung ohne Fortschritt

Die Enttäuschung über eine jahrelange vollkommen fruchtlose Forschung hätte Don Vladimiro nicht härter treffen können. Das einzige, was er am Ende mit 100%ger Sicherheit für sich herausfinden können war, dass die Theorien, die die Wissenschaft ihrer Forschung zu Grunde gelegt hatte vollkommen falsch waren. Es stimmte also nicht ganz, dass man nichts wusste. Man wusste, dass das, was man zu wissen glaubte, schon einmal nicht stimmte. Eine andere Lösung jedoch wollte die Genforschung einfach nicht bieten. „Welche Fehlannahmen werden denn in der Genforschung vertreten?“ wollten wir wissen.

Stimmt die Evolutionstheorie wirklich?

„Zunächst einmal“, begann Vladimiro, „ziehen wir die Genforschung als einen Beweis, oder zumindest ein Indiz für die Richtigkeit der Evolutionstheorie zurate, obwohl wir in der ganzen Zeit nicht das Geringste haben finden können, das diese Theorie stützt. Je mehr und intensiver ich mich damit beschäftigt habe, desto mehr wurde mir bewusst, dass es eine Evolution, wie wir sie annehmen niemals gegeben hat und auch nicht geben kann."

Denn die Theorie lautet in etwa folgendermaßen: Alle Pflanzen und Tiere auf unserem Planeten bestehen aus den gleichen Grundbausteinen und haben zudem einen ähnlichen Bauplan. Daraus schließen wir, dass sich das eine aus dem anderen entwickelt haben muss, da einige dieser Wesen zeitlich gesehen vor den anderen existiert haben.

Sind wir Menschen die komplexeste Lebensform auf Erden und damit das Ende der Evolution

Sind wir Menschen die komplexeste Lebensform auf Erden und damit das Ende der Evolution

Gleiche Baumaterialien - Unterschiedlicher Ursprung

„Doch wie kommt man auf einen solchen Rückschluss?“ fragte und Don Vladimiro und fuhr dann fort: „Gehen wir einmal von einem anderen Beispiel aus, um das deutlich zu machen. Mein Haus besteht aus Steinen, oder genauer gesagt aus Sandsteinblöcken. Das Kolosseum in Rom besteht aus mehr oder weniger den gleichen Steinen, ist aber viel älter. Der Evolutionstheorie nach hätte sich nun also mein Haus aus dem Kolosseum entwickeln müssen. Aber das ist natürlich nicht der Fall. Es sind zwei Konstruktionen aus dem gleichen Baumaterial die zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten vollkommen unabhängig von einander entstanden sind. Und genau davon müssen wir auch bei Lebewesen ausgehen.

In der gesamten Geschichte der Genforschung konnten wir kein einziges „Zwischenwesen“ entdecken, also ein Wesen, das einen halben Entwicklungsschritt beispielsweise vom Affen zum Menschen gemacht hätte. Es gibt ganze Affen und es gibt ganze Menschen. Dazwischen ist nichts. Was also verleitet uns zu der Annahme, das eine hätte sich aus dem anderen Entwickelt? Schmetterlinge entwickeln sich aus Raupen, ja, das kann man beobachten! Aber Menschen aus Affen, die sich ihrerseits wiederum aus anderen Säugetieren, auf Fröschen, Fischen und zu Beginn des Lebens aus Meeresmikroben? Nein, eher nicht!

Stammt der Mensch vom Affen ab oder existieren wir alle unabhängig von einander

Stammt der Mensch vom Affen ab oder existieren wir alle unabhängig von einander

Argumente gegen die Evolutionstheorie

Im Laufe des Gesprächs führte Don Vladimiro noch einige weitere Argumente an, warum eine solche Entwicklung allein schon rein wissenschaftlich betrachtet nicht möglich gewesen wäre.

Eine umfangreiche Darstellung der Gründe, warum die Entstehung der Erde und des Lebens mit aller Wahrscheinlichkeit nicht so stattgefunden hat, wie allgemein dargestellt, findet ihr im Folgenden Vortrag von Hans-Joachim Zillmer:

Hier aber das wichtigste in Kürze. So geht die Evolutionstheorie von zwei Grundannahmen aus, die sich bei genauerer Betrachtung jedoch als Irrtüber erweisen:

Vom Einfachen zum Komplexen

Die erste lautet: Eine Entwicklung findet stets vom einfachen zum Komplexen statt. Auf diese Weise haben sich primitive Lebensformen wie Einzeller in so komplexe wie den Menschen entwickelt. Was aber führt uns zu der Annahme, ein Mensch sei von seinem biologischen Grundbauplan her komplexer als als beispielsweise ein Kormoran?

Klar, wir haben ein recht hoch entwickeltes Gehirn. Ein Gehirn, mit dessen Hilfe wir uns viele, zumeist sinnlose Gedanken über unser Leben, das Universum und den ganzen Rest machen können. Sinnlos schreibe ich hier deshalb, weil wir zwar theoretisch zu komplexen Gedanken in der Lage sind. Praktisch aber hängen wird dennoch die meiste Zeit unseres Lebens in den gleichen Gedankenschlaufen festn, ohne dabei besonders große Fortschritte zu machen. Auch wenn wir es nicht gerne zugeben, sind wir keine Spezies, die überwiegend aus Einsteins und Newtons besteht. Bei der Mehrheit unserer Vertreter drehen sich die Gedanken überwiegend um Essen, Sex, Freizeitablenkungen und ähnliches. Das ist nicht Böse gemeint und wir nehmen uns da auch nicht aus, aber so ist es nun einmal. Doch zurück zum Thema!

Wie würde wohl eine Mischform in der Evolution aussehen wenn sich eine Spezies wirklich aus einer anderen entwickeln würde

Wie würde wohl eine Mischform in der Evolution aussehen wenn sich eine Spezies wirklich aus einer anderen entwickeln würde

Welches ist das komplexeste Lebewesen?

Abgesehen von unserem Gehirn, das einigen anderen Spezies möglicherweise einiges an Gedankenkomplexität voraus hat, sind wir rein körperlich nicht allzu komplex Aufgebaut. Wir haben nicht einmal einen Schwanz, den wir unabhängig von Armen und Beinen bewusst steuern können. Als Menschen können wir kein Ultraschall hören. Wir können auch keine Spinnenweben produzieren, mit denen wir unsere Nahrung fangen und uns ein zuhause bauen können. Auch Fliegen oder an der Decke laufen können wir nicht. Wir können nicht einmal besonders gut klettern, besonders schnell laufen oder besonders lange die Luft anhalten. Wir sind, wenn man es gut mit uns meint, in den meisten Kriterien biologischer Komplexität gerade einmal mittelmäßig.

Kann so etwas komplexes wie das menschliche Gehirn wirklich durch Zufall entstehen

Kann so etwas komplexes wie das menschliche Gehirn wirklich durch Zufall entstehen

Sind wir Menschen die intelligenteste Spezies der Erde?

Es gibt Spinnenarten die einen Paarungstanz aufführen, der in seinem Variationsreichtum so komplex ist, dass es bisher noch keinem Menschen gelungen ist, seine Bedeutung zu entschlüsseln. Wird er von den Spinnen jedoch nicht in Perfektion beherrscht, kommen sie nicht zum Zug. Und wir sprechen hier von Spinnen, deren Gehirn gerade einmal die Größe eines Stecknadelkopfes hat.

Von Krähen weiß man, dass sie mit einander auf eine Art und Weise kommunizieren, die mindestens ebenso komplex ist, wie die Sprache der Menschen. Sie nutzen mehr Laute, als wir Zudem haben sie, soweit wir es bislang entschlüsseln konnten, sogar die Möglichkeit sich über zeitliche Abfolgen auszutauschen.

Die Intelligenz von Delfinen sowie das Erinnerungsvermögen von Elefanten sind bekannt und legendär. Hinzu kommt eine Vielzahl an Tieren, die über einen oder mehrere Sinne mehr verfügen, als wir Menschen. Allein um diese zusätzlichen Sinneseindrücke in das Gesamtbild ihrer Wahrnehmung zu integrieren, muss ihr Gehirn bereits einen ähnlich hohen Komplexitätsgrad aufweisen wie unseres. Also noch einmal: Warum glauen wir, wir wären das Endergebnis der Evolution?

Als einzige Spezies die ihren eigenen Lebensraum bewusst zerstört glauben wir dennoch die intelligenteste zu sein

Als einzige Spezies die ihren eigenen Lebensraum bewusst zerstört glauben wir dennoch die intelligenteste zu sein

Der stärkste Überlebt

Doch natürlich lassen sich all diese Argumente immer noch mit der Grundtheorie vereinbaren. Und zwar dann, wenn man davon ausgeht, dass es eben mehrere Entwicklungsstränge gibt, an deren Ende jeweils ein komplexes Wesen steht, das sich aus primitiveren entwickelt hat. Doch nun kommen wir zu der zweiten Annahme der Evolutionstheoretiker, die letztlich alles über den Haufen wirft.

Diese Annahme lautet: Survival of the fittest! - Der stärkste wird überleben

Die Theorie dahinter ist folgende: Wir gehen davon aus, dass sich die einzelnen Spezies zufällig immer weiter in etwas anderes entwickeln und dass dabei eine natürliche Selektion stattfindet. Alles was also zu schwach ist, überlebt nicht, kann sich daher auch nicht weiter fortpflanzen und stirbt wieder aus. Daraus ergibt sich dann, dass die Wesen, die sich nach und nach auseinander entwickeln, immer besser an ihre Umwelt angepasst sind und somit immer größere Überlebenschancen haben. Aber ist das wirklich so?

Ist es möglich dass die Erde mit all ihrem Leben rein zufällig entstanden ist

Ist es möglich dass die Erde mit all ihrem Leben rein zufällig entstanden ist

Ist ein komplexes Lebewesen auch automatisch überlebensfähiger?

Betrachten wir einmal uns Menschen. Wenn wir uns für einen längeren Zeitraum Temperaturen von mehr als 50°C oder weniger als 10°C aussetzen, ohne uns zu schützen, dann sterben wir. Nimmt man uns unseren Sauerstoff, unser Wasser oder unsere Nahrung für eine relativ kurze Zeit, sterben wir. Springen wir eine Klippe hinunter, die gerade einmal vier oder fünf mal so hoch ist, wie wir selbst, sterben wir. (Bei vielen reicht sogar schon die einfache Körpergröße oder weniger). Stellt man uns eine Kiste auf den Kopf, die etwa das 10fach wiegt wie wir, dann brechen wir darunter zusammen.

Für Ameisen wäre das alles kein Problem. Ähnlich wie manche Schlangen bis zu einem halben Jahr ohne Nahrung auskommen. Doch selbst all diese tierischen Leistungen verblassen, vergleicht man sie mit der Fähigkeit des sogenannten Bärchentiers. Dabei handelt es sich um einen kleinen, pelzig wirkenden Einzeller. Er gab den Wissenschaftlern seit Jahren ein Rätsel aufgibt, weil er unsterblich zu sein scheint. Man kann ihn auf den absoluten Nullpunkt einfrieren, ihn kochen oder flambieren. Man kann ihm den Sauerstoff entziehen, in in Öl oder Säure werfen, in einem Vakuum oder unvorstellbarem Druck aussetzten oder mit radioaktiver Strahlung beschießen. Nichts davon kann ihm etwas anhaben.

Einzeller wie das Bärchentier gehören zu den robustesten Lebewesen die wir kennen

Einzeller wie das Bärchentier gehören zu den robustesten Lebewesen die wir kennen

Kann die Evolutionstheorie überhaupt wahr sein?

Und mit diesem Wissen kehren wir nun noch einmal zu unserer Evolutionstheorie zurück und stellen die Frage die einem förmlich ins Auge sticht: Warum um alles in der Welt, sollte ein so unglaublich resistentes Lebewesen wie das Bärchentier auf die Idee kommen, sich in etwas komplexeres entwickeln zu wollen, nur damit es dann beim leichtesten Ungleichgewicht in seinem Lebensumfeld stirbt? Ergibt das irgendeinen Sinn?

Am meisten von allem machte Don Vladimiro jedoch der Standpunkt zu schaffen, dass die Wissenschaft bei all dem von einem gottlosen System ausging. Die gesamte Entwicklung des Universums seit dem Urknall (dem angeblichen) geschah nach offizieller, wissenschaftlicher Meinung rein zufällig. Die Dinge trafen immer wieder in neuen Konstellationen aufeinander. Irgendwann entstand dabei so etwas wie das erste, primitive Leben, das dann immer komplexer wurde. Zufällig natürlich. Wieder drängt sich eine Frage auf: Warum sollte das so sein? Und wie um alles in der Welt wäre es überhaupt möglich?

Beweist die Wissenschaft am Ende dass es einen Gott also einen Schöpfer geben muss

Beweist die Wissenschaft am Ende dass es einen Gott also einen Schöpfer geben muss?

Entstand das Leben zufällig?

„Nehmen wir ein einfaches Beispiel!“ sagte Don Vladimiro, „Der Tisch, an dem wir gerade sitzen, besteht im Grunde aus nicht mehr als drei Holzbrettern, die miteinander verschraubt wurden. Verglichen mit der Komplexität selbst der einfachsten uns bekannten Lebensform ist seine Konstruktion also geradezu lachhaft.

Und trotzdem:

Wenn wir ihn heute auseinander nehmen und die Bretter einzeln auf den Boden legen würden, um dann den Rest der Ewigkeit hier zu warten, würde er sich dennoch nicht zufällig und von selbst wieder in einen Tisch verwandeln. Vielleicht käme ein Sturm oder ein Erdbeben, das die Bretter durcheinander bringt, aber einen Tisch hätten wir am Ende trotzdem nicht. Selbst dieses einfache, primitive Konstrukt ist für blanken Zufall bereits zu komplex. Es bedarf einen Baumeister, also einen Konstrukteur.

Für unsere Häuser benötigen wir einen Architekten für unsere DNS nicht

Für unsere Häuser benötigen wir einen Architekten - für unsere DNS nicht?

Zu Komplex für einen Zufall

Und nun passt auf! Nehmen wir nur einmal den kurzen Nerv, der die Netzhaut unseres Augapfels mit dem hinteren Bereich unseres Gehirns verbindet. Seine Aufgabe ist es lediglich, die optischen Reize, die das Auge Empfängt, an unser Gehirn weiter zu leiten. Er ist insgesamt nicht viel dicker als zwei oder drei Millimeter. Doch er besteht aus mehr als einer Million einzelnen Nervensträngen. Diese verlaufen wie Kabel nebeneinander her und sind dabei jeweils gegeneinander abgeschirmt. Dank dieses Nervenstranges ist es und möglich, in jeder Sekunde jedes noch so winzige Detail unserer Umgebung perfekt in unser Gehirn zu übertragen. Erst dort selektiert dann unser Verstand auf Basis unserer Vorerfahrungen, welche dieser Informationen an unser Bewusstsein weitergeleitet und welche quasi ungesehen ins Archiv eingelagert wird. Doch selbst die eingelagerten sind noch für den Rest unseres Lebens abrufbereit. Vorausgesetzt natürlich, es gelingt uns, den Zugang dazu zu bekommen.

Kann die Erde ohne eine intelligente schöpferische Kraft entstanden sien

Kann die Erde ohne eine intelligente schöpferische Kraft entstanden sien?

Sogar zu komplex für unsere Technik

Gehen wir weiter:

Wollten wir Menschen eine ähnlich perfekte Bildübertragung mit unseren technischen Möglichkeiten erzeugen, müssten wir einen schier unvorstellbaren Aufwand betreiben. Wir müssten ein Hochhaus bauen, mit rund einer Million Stockwerken, die jeweils eine Million Zimmer hätten. In jedem Zimmer würde einer der momentan leistungsfähigsten Computer stehen, die wir besitzen. Alle wären über die besten Datenverarbeitungskabel mit einander vernetzt, die wir kennen. Dann, und nur dann hätten wir vielleicht eine Chance, eine ähnlich genaue Darstellung unserer Umgebung zu erhalten, wie es unser Auge, der Sehnerv und unser Gehirn können. Und trotz alledem sind wir noch immer so naiv zu glauben, dass etwas derartiges durch reinen Zufall und ohne einen Schöpfer entstanden sein könnte. Kommt euch das nicht schon fast lächerlich vor?“

Obwohl das Universum so komplex ist dass wir es nicht begreifen glauben wir dass es durch reinen Zufall entstand

Obwohl das Universum so komplex ist dass wir es nicht begreifen glauben wir dass es durch reinen Zufall entstand

Wo finden wir die richtigen Antworten?

Nachdem er dies vor einigen Jahren für sich erkannt hatte, konnte er seinen Beruf nicht länger ausüben. Alles erschien ihm vollkommen falsch zu sein. Fast so, als würde man ganz bewusst einer Lüge folgen und dabei behaupten, es ginge einem um Wahrheitsfindung. So hatte er schließlich alles hingeworfen und war ins Priesterseminar eingetreten. Seit zwei Jahren war es nun Pfarrer und versuchte, die Wahrheit in den Worten Gottes zu finden. Doch natürlich war ihm auch hier längst klar, dass viele der Antworten, die ihm die Kirche gab, nicht weniger hanebüchen waren, als die der Wissenschaftler zuvor. Irgendwo galt es, einen eigenen Weg der Wahrheitsfindung zu entdecken. Aber dafür war man ja aschließlich auch hier her auf die Erde gekommen.

Bietet und die Bibel am Ende mehr Antworten als die Wissenschaft oder entscheiden wir uns nur zwischen zwei Irrwegen

Bietet uns die Bibel am Ende mehr Antworten als die Wissenschaft oder entscheiden wir uns nur zwischen zwei Irrwegen?

Mehr zum Thema "Irrtümer der Evolutionstheorie und der Genforschhung"

 
  Spruch des Tages: Wir wissen nicht nur einfach nichts! Wir wissen, dass das einzige, was wir zu wissen glauben, definitiv falsch ist.   1. Tagesetappe: Distanz: 38 km; Höhenmeter: 150 m; Ziel: Pfarrhaus, Sant`Ilario del Jonio, Italien 2. Tagesetappe: Distanz: 17 km; Höhenmeter: 66m; Ziel: Konvent, Bianco, Italien 3. Tagesetappe: Distanz: 23 km; Höhenmeter: 130 m; Ziel: Pfarrhaus, Brancaleone, Italien 4. Tagesetappe: Distanz: 21 km; Höhenmeter: 60 m; Ziel: Gemeinschaft der Salisiani, Bova Marina, Italien 5. Tagesetappe: Distanz: 22 km; Höhenmeter: 70 m; Ziel: Leerstehende Privatwohnung, Saline Joniche, Italien

Il Cammino dell'Adriatico – Pilgern an der italienischen Adria-Küste

Für alle Pilger unter euch haben wir gute Nachrichten! Es gibt demnächst einen neuen Pilgerweg durch Italien, der sich direkt an der Adria-Küste entlang schlängelt. Passend dazu trägt er auch den naheliegenden Namen „Il Cammino dell‘Adriatico“, also Pilgerweg an der Adria-Küste. Das schöne ist, dass hierfür der alte Bahndamm ausgebaut und in einen Wander- und Fahrradweg verwandelt wird. Es ist also nicht einfach nur eine Pilgerroute, für deren Ausbau man in ein paar Schildchen investiert hat, sondern ein komplett neuer weg, mit dem man sowohl die extremen Steigungen dieser Region als auch die unschönen Hauptstraßen umgehen kann. Zurzeit funktioniert dies leider nur zum Teil, doch wir konnten bei unserer Wanderung sehen, dass die Bauarbeiter bereits fleißig am Werk sind. Bald also wird dem ungehinderten Wandern und Radeln nichts mehr im Wege stehen.

Maskottchen des neuen Wanderweges

Wir selbst stießen zufällig auf diesen Weg. Oder besser gesagt, der Weg stieß auf uns. Denn genaugenommen wandern wir ja schon seit Venedig fast permanent an der Adria-Küste entlang. Nur eben ohne einen fest vorgeplanten Weg. Heute aber trafen wir dabei drei Wanderer, die mit Kartenmaterial, Fotoapparat, Flyern und allerlei anderen Dingen ausgerüstet waren. Sie sprachen uns an und erzählten uns, dass sie gerade dabei waren, Material für eine PR-Kampagne für diesen neuen weg zu sammeln. Das Stück, das gerade ausgebaut wird, erstreckt sich über die gesamte Küste von Abruzzen. Es beginnt also im Norden an der Grenze nach Marken und endet im Süden an der Grenze zu Molise. Die drei waren diese etwa 130km in der letzten Woche zu Fuß gewandert und wollten nun darüber Berichten, um weitere Pilger anzulocken. Da kamen wir natürlich gerade Recht und ehe wir uns versahen, gaben wir wieder einmal ein Interview in einer Sprache, die wir nicht beherrschten. Damit waren wir dann auch gleich eine Art Maskottchen für den neuen Weg, der nun noch vor seiner offiziellen Eröffnung sogar schon von Fernreisenden getestet wurde.

Franz Bujor am Kapuzinerkloster

Franz Bujor am Kapuzinerkloster

Die Geschichte des Adria-Pilgerweges

Der Verlauf des Weges geht laut unseren Pilgerweg-Vorbereitern auf eine Geschichte um drei Pfarrer zurück. Diese kamen einst aus dem Norden, möglicherweise sogar aus Deutschland und wanderten gen Süden in Richtung Apulien. Für eine lange Zeit hatten sie damit also den gleichen Plan wie wir gerade. Allerdings wollten sie später nach Griechenland abbiegen um dann weiter nach Israel zu pilgern.

Unweit des Ortes, an dem unser kleines Treffen stattfand, machten sie eine Rast und bauten ihr Nachtlager auf. Dabei hing einer der Pfarrer seinen Rucksack an einen kleinen Baum, damit er nicht im Dreck liegen musste. In der Nacht jedoch geschah ein Wunder, wenn auch eines, das den Pfarrer nicht so besonders freute. Denn während er schlief war das kleine Bäumchen zu einem echten, beeindruckenden Baum herangewachsen. Damit hing sein Rucksack nun oben in der Krone. Nur durch eine gewagte Kletter- und Angel-Aktion gelang es ihm sein Reisegepäck wieder zu gewinnen.

Die berühmte Wandmalerei in der Chiesa di Santa Maria di Propezzano

Die berühmte Wandmalerei in der Chiesa di Santa Maria di Propezzano (Quelle: Di Infinitispazi - Opera propria, Pubblico dominio)

Heute steht an dieser Stelle eine Kirche mit dem Namen Santa Maria di Propezzano. Darin gibt es einige Fresken, die die Geschichte der drei Priester und des Baumes erzählen. Sie gelten als die ältesten Aufzeichnungen über die Benutzung der Route als Pilgerweg nach Israel.

Kultur und Sehenswürdigkeiten entlang des Weges

Der Pilgerweg selber verlief natürlich nicht nur durch Abruzzen, sondern an der gesamten italienischen Adria-Küste entlang. Doch bis alles ausgebaut sein würde, vergingen sicher noch Jahre. Die 130km die jetzt neu gemacht wurden, boten aber auch für sich genommen schon einiges an Sehenswürdigkeiten und Attraktivität. Zu aller erst muss man hierbei natürlich das Meer mit den vielen Sandstränden hinzuzählen. Denn das schöne am Pilgerweg ist, dass man dank ihm nicht nur die ganzen Massenstrände sondern auch die kleinen, einsamen, idyllischen zu Gesicht bekommt.

Wem aber nicht so nach brutzeln sondern eher nach Sightseeing ist, der findet auf der anderen Seite des Weges sein Glück. Denn hier gibt es alle paar Kilometer ein neues Heiligtum, eine neues Kloster oder ein anderes Kulturgut. Spannenderweise hatten wir viele dieser Sehenswürdigkeiten in den letzten Tagen sogar schon selbst bereits besucht.

Pescara Hafen

Pescara Hafen

Santuario Maria Santissima dello Splendore

Dies ist ein altes Kapuzinerkloster, das während des Erdbebens von 2016/2017 größtenteils zerstört wurde. Lediglich der neugebaute Teil hat unbeschadet überstanden und wirkt nun, durch die alten, halb verfallenen Gebäude im Hintergrund noch imposanter als er eigentlich ist. Schön sind vor allem die farbenfrohen Fresken im Eingangsbereich und die Aussicht vom Vorplatz über die Stadt und das Meer. Am meisten hat uns dabei der Kreuzweg beeindruckt, der unten vom Ortszentrum steil den Berg hinauf bis vor die Klostertüren führt. Auch ohne ein Kreuz hat man hier eine gute Vorstellung davon, wie anstrengend dieser letzte Weg für Jesus gewesen sein musste. Die einzelnen Stationen sind dabei mit schön ausgearbeiteten und imposant großen Bronzestatuen dargestellt.

Die Mönche selbst waren leider etwas unentspannt, nahmen uns nach einiger Überredung aber dennoch auf. Allerdings übernachteten wir nicht im Kloster selbst, sondern in einem verlassenen Konferenzraum oberhalb der Kirche, der noch zu den alten Gebäuden gehörte. Er war jedoch nicht einsturzgefährdet, keine Angst. Mehr Informationen findet ihr hier: http://www.madonnadellosplendore.it/

Abbazia di Santa Maria di Propezzano (Motto d‘Oro)

Dies ist die Kirche, mit dem Fresko von den drei Pfarrern und ihrem Baum-Problem. Da wir sie selber nicht besucht haben, können wir leider nicht allzu viel darüber sagen. Außer, dass es heute eine Benediktiner-Abtei ist. Hier findet ihr die Internetseite: www.valledelleabbazie.it

Chiesa di Santa Maria di Propezzano

Chiesa di Santa Maria di Propezzano (Quelle: Di Infinitispazi - Opera propria, Pubblico dominio)

Basilica della Madonna die Sette Dolori (Pescara)

In Pescara haben wir in einem Franziskanerkloster übernachtet. Es war ein riesiger Komplex und wurde zu einem großen Teil von sehr alten, freundlichen und dementen Brüdern bewohnt, denen wir unsere Geschichte immer und immer wieder erzählten. Es war schon hart mitzuerleben, denn viele von ihnen waren noch so gut beieinander, dass man niemals vermutet hätte, ihnen könnte etwas fehlen. Ein bisschen niedlich war es allerdings auch, wie sehr sie sich jedes Mal wieder darüber freuten, dass sie Besuch bekommen hatten, den sie noch nicht kannten.

Da unser Kloster direkt am Strand lag und wir bei der Hitze nicht allzu motiviert für lange Erkundungstouren waren, kann ich euch nichts über die Basilica erzählen. Das Meer an dieser Stelle ist aber klasse, das haben wir getestet!

Hier findet ihr aber auch zur Kirche mehr Informationen: www.settedolori.pe.it

Basilica dei Sette Dolori in Pescara

Basilica dei Sette Dolori in Pescara (Quelle: Wikipedia, CC BY-SA 2.5)

Santuario del Miracolo Eucaristico di Lanciano

Dieses Heiligtum wiederum haben wir uns angeschaut. Es ist jedoch nicht das spannendste, das wir je gesehen haben. Die Geschichte dahinter ist interessant und mysteriös, weshalb wir ihr noch einmal einen eigenen Artikel gewidmet haben. Aber zum Anschauen gibt es nicht wirklich viel. Auch die Stadt Lanciano selbst bietet im Vergleich zu vielen anderen im Umkreis nur wenig sehenswertes.

Übernachten durften wir hier in einem Kloster von brasilianischen Nonnen. Dies wiederum ist empfehlenswert, denn es sind unglaublich freundliche und herzliche Frauen, deren Gastfreundschaft die ihrer italienischen Schwestern und Brüder soweit in den Schatten rückt, dass man sie kaum mehr erkennen kann.

Und hier direkt zu deren Internetseite: www.miracoloeucaristico.eu

 

Abbazia di San Giovanni in Venere (Fossocesia)

Auch über diese Abtei können wir nicht viel sagen. Nur dass die ansässigen Mönche aufgrund ihrer strickten Weigerung uns zu helfen beinahe gelyncht worden wären. Denn trotz Empfehlung von mehreren Pfarrern und Brüdern aus der Umgebung waren sie nicht bereit, auch nur einen Finger zu krümmen, um uns aufzunehmen. Da sie nicht die ersten waren, die so handelten, sondern nur eine weitere Gemeinschaft in einer ganzen Reihe von Mönchen und Pfarrern, die irgendwie ihre Grundprinzipien vergessen hatten, regten wir uns schon fast gar nicht mehr richtig darüber auf. An dieser Stelle möchte ich kurz auf die Ironie hinweisen, dass gerade die dementen Mönche, die sich nicht an ein Gespräch erinnern konnten, das eineinhalb Minuten zurück lag, diese Grundsätze nicht vergessen haben!

Auf jeden Fall suchten wir aufgrund der Absage im nahegelegenen Ort nach einer Alternative. Leider sah es hier zunächst nicht besser aus, da der örtliche Pfarrer mit einer Schülergruppe ins Feriencamp gefahren war. Daher fragte ich in einer Bar um Hilfe. Immerhin war es ja möglich, dass jemand seine Handynummer hatte. Sofort riet man uns, die Mönche aufzusuchen, da jeder Sicher war, dass diese uns beherbergen würden. Als wir von der Absage erzählten, schlug die Stimmung um. Plötzlich war jeder der Anwesenden wütend auf die Mönche und wollte sie zur Rede stellen. Kurz darauf erfuhren sie, dass auch die örtlichen Nonnen uns nicht helfen wollten. Spätestens jetzt hing jeder am Telefon und machte Druck. Innerhalb von einer halben Stunde, hatte die Bevölkerung ihre Geistlichen dann soweit, dass wir ein komplettes, Gemeindehaus zur Verfügung bekamen.

Hier die Webseite der Abtei: www.sangiovanninvenere.it

Abbazia di San Giovanni in Venere bei Fossacesia

Abbazia di San Giovanni in Venere bei Fossacesia (Quelle: Wikipedia: Di Zitumassin - Opera propria, Pubblico dominio)

 

Santuario della Madonna die Miracoli di Casalbordino

Die Wunder, von denen im Namensteil Miracoli (Nein es ist keine Kirche, die nach einer Firma für Tomatensauce benannt wurde) angespielt wird, gehen schon auf das 6. Jahrhundert nach Christi zurück. Seit etwa 100 Jahren gibt es hier zudem ein Benediktiner-Kloster, in dem man als Pilger ebenfalls recht herzlich aufgenommen wird. Leider wurde die alte Kirche inzwischen abgerissen und durch eine neuere und vor allem größere ersetzt, die bei weitem nicht mehr so schön ist. Erhalten ist nur noch ein Altar. Dennoch ist das Kloster aufgrund seiner Größe recht beeindruckend. Offen gestanden war es jedoch der Garten, der es uns am meisten angetan hat. Dies lag vor allem an dem reichen Angebot an frischen und extrem saftigen Früchten, die nach unserem Aufstieg auf die Anhöhe wie eine Erlösung wirkten.

Chiesa della Madonna della Penna (Vasto)

Auch auf diese Kirche konnten wir nur einen flüchtigen Blick im Vorbeigehen werfen. Denn heute war einer der heißesten Tage des Jahres und uns lief derart der Schweiß von der Stirn, dass wir nur noch durch einen Wasserfall auf die Straße blicken konnten. Ich fühlte mich wie ein Schneemann, den es irgendwie in die Karibik verschlagen hatte.

Zum übernachten waren wir im Institut der Saliziani eingeladen worden, jenem Orden, der in Italien nahezu die gesamte Kinder- und Jugendarbeit übernimmt. Da hier gerade Sommerferien sind, sind außer uns heute auch gut 300 Schüler hier, die ein umfangendes Animationsprogramm von mehr als 70 freiwilligen Jugendbetreuern bekommen. Da sag noch einer, Jugendarbeit sei nicht lukrativ! Denn sie Saliziani gehören zu den reichsten Orden der katholischen Kirche. Wenn man bedenkt, dass hier nun drei Wochen lang 300 Kinder betreut werden, deren Eltern alle für die Aufnahme zahlen, während die Betreuer grundsätzlich Freiwilligenarbeit leisten, leuchtet das auch ein. Nicht, dass sie keine gute Arbeit machen würden und dass man es ihnen nicht gönnt. Ich will nur sagen, dass man hier durchaus mit der Jugendförderung auch reich werden kann.

Falls ihr aber zusätzlich auch noch etwas über die berühmte Kirche erfahren wollt, findet ihr hier ihre Website: www.vastospa.it

Santa Maria di Punta Penna Vasto

Santa Maria di Punta Penna in Vasto (Quelle: Wikipedia: Di Zitumassin - Opera propria, CC BY-SA 3.0)

Fazit zum Pilgerweg "Il Cammino dell'Adriatico"

Alles in allem ist der Cammino dell‘Adriatico ein sehr empfehlenswerter Weitwander- bzw. Pilgerweg, der die Vorteile der Küste mit denen des hügeligen Innenlandes vereint und der eine gute Alternative, bzw. Ergänzung zu den bekannten Jakobswegen darstellt.

Weitere Informationen zum Weg und seiner Entstehungsgeschichte findet ihr hier : www.paliurus.it

  Spruch des Tages: Viele Wege führen nach Rom, aber eben doch nicht alle. 1. Tagesetappe: Abstellkammer im Santuario della Madonna dello Splendore, Guilanova, Italien 2. Tagesetappe: Pfarrheim, Roseto degli Abruzzi, Italien 3. Tagesetappe: Pfarrheim, Pineto, Italien 4. Tagesetappe: Von Nonnen geführtes Hotel, Silvi, Italien 5. Tagesetappe: Franziskanerkloster "San Antonio", Pescara, Italien 6. Tagesetappe: Pfarrheim, Francavilla al Mare, Italien

7. Tagesetappe: Indische Gemeinde, Ortona, Italien

8. Tagesetappe: Leerstehendes Pfarrhaus, Frisa, Italien 9. Tagesetappe: Nonnenkloster, Lanciano, Italien 10. Tagesetappe: Pfarrhaus, Fossacesia, Italien

Gibt es Geister wirklich? Und was sind Geister überhaupt?

 

Sind Geister nur ein Mythos oder gibt es sie wirklich?

Im Laufe unserer Reise sind wir immer wieder aus verschiedensten Gründen auf das Thema Geister gekommen. Stets tauchten dabei die gleichen zentralen Fragen auf: Gibt es Geister? Gibt es Geister wirklich? Und wenn ja: Was sind Geister dann? Sind es Monster aus einer anderen Welt oder die verlorenen Seelen unserer Toten? Wie entstehen Geister? Warum gibt es manche Orte, an denen es regelrecht spukt und andere an denen man sich eine Existenz von Geistern nicht einmal vorstellen kann?

Geschichten, Erzählungen und Legenden rund um das Thema Geister und Gespenster gibt es seit vielen Jahrtausenden in allen Kulturen überall auf der Erde. Auch heute noch berichten Menschen immer wieder, dass ihnen Geister begegnet sind oder dass sie Kontakt zu verstorbenen Personen aufnehmen konnten. Gleichzeitig gibt es Untersuchungen von Toten mit der sogenannten Kilian-Fotografie, bei der man den Energiekörper des Menschen sichtbar machen kann. Dadurch wird es in gewisser Weise möglich, die Seele eines Menschen zu beobachten. In den Versuchen konnte man feststellen, dass sich diese bei einem natürlich gestorbenen Menschen recht schnell entfernt. Innerhalb weniger Stunden ist daher nichts mehr erkennbar. Bei einem tragischen Unfall dauert es hingegen Tage und bei Mord oder Selbstmord sogar Wochen. All dies deutet darauf hin, dass es tatsächlich Wesen gibt, die auch ohne einen physischen Körper noch immer auf der Erde verweilen und die durchaus in der Lage sind, mit uns zu kommunizieren.

Gibt es Geister wirklich? Wenn ja, wie wird man ein Geist?

Gibt es Geister wirklich? Wenn ja, wie wird man ein Geist?

Was sind Geister?

Wenn wir nun also davon ausgehen, dass es so etwas wie Geister gibt, dann stellt sich als nächstes die Frage, was genau ein Geist ist. Auch hierzu findet man verschiedene Theorien, Ansätze und Geschichten. Wir haben uns daher einmal daran gemacht, die Frage nach Geistererscheinungen in unterschiedlichen Kulturen zu beleuchten. Dabei haben wir festgestellt, dass es immer wieder Punkte gibt, an denen sie sich einig oder fast einig sind. Im folgenden Artikel haben wir euch einmal die Punkte zusammengestellt, in denen die meisten Religionen und Philosophien übereinstimmen.

Natürlich muss dass, was hier steht nicht der Wahrheit entsprechen, denn wir behandeln hier immerhin ein Gebiet, das von den meisten Menschen nicht wahrgenommen werden kann und für dass es nur wenig faktische Beweise gibt. Es ist viel mehr eine Skizze davon, wie die Geisterwelt aller Wahrscheinlichkeit nach aussehen könnte, wenn sich die Gelehrten und spirituellen Meister nicht irren. Wenn ihr selber Erfahrungen oder interessante Fakten zu diesem Thema habt, freuen wir uns auf eure Kommentare.

Was geschieht nach dem Tod?

Während unser physischer Körper nach unserem Tod zerfällt und in andere Energieformen umgewandelt wird, kehrt unser feinstofflicher Körper wieder zur Urquelle, also zu Gott zurück. Dort gelangt er in eine Art Waschstraße. Er wird also von unseren Erinnerungen an unsere früheren Leben gereinigt. Die Energien und Lebensthemen aus dem Diesseits werden abgewaschen, während wir unser Leben noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten können. Was genau dabei passiert ist jedoch abhängig von der Art und Weise, wie wir gestorben sind. Haben wir unsere Lebensaufgabe erfüllt und sind im Frieden mit uns selbst von der Erde gegangen, starten wir ein freies, neues Leben. Haben wir unsere Aufgabe jedoch nicht erfüllt und waren bei unserem Tod zum überwiegenden Teil in Nichtliebe, so bekommen wir durch den Tod die Möglichkeit für einen Neustart. Dies bedeutet, dass wir das gleiche Thema nun noch einmal auf eine andere Weise angehen zu können.

Über das Leben nach dem Tod gibt es viele Vorstellungen und Legenden, aber was geschieht wirklich?

Über das Leben nach dem Tod gibt es viele Vorstellungen und Legenden, aber was geschieht wirklich?

Werden wir für unsere Sünden bestraft?

In vielen Religionen wird dies als eine Art Strafe angesehen, weil wir nicht „gut“ oder nicht „richtig“ gelebt haben. Dies ist jedoch ein Irrglaube. Alles ist Liebe und es gibt keinen alten, bärtigen Mann im Himmel, der rachsüchtig ist und uns für unsere Sünden bestraft. Der Tod ist viel mehr eine Unterstützung, die wir bekommen, wenn wir uns zu sehr in eine Richtung verrannt haben, aus der wir keinen Ausweg mehr sehen. Wären wir unsterblich, würden wir unter umständen bis in alle Ewigkeit gegen ein und die selbe Wand rennen, ohne je eine Lösung zu finden. Der Tod ermöglicht es uns jedoch aufzuwachen und die Dinge noch einmal von Oben zu betrachten. So können wir erkennen, dass diese Wand nicht besonders hilfreich ist.

Neues Leben, neues Glück

Anschließend können wir dann über andere Wege versuchen die Aufgabe zu lösen, so dass wir einfacher ans Ziel kommen können. Dies ist vor allem bei Selbstmord der Fall. Also dann, wenn wir selbst die Notbremse ziehen, weil wir im aktuellen Leben mit den uns gestellten Aufgaben nicht mehr zurecht kommen. Von unserer jetzigen Perspektive aus sehen wir keinen anderen Ausweg mehr, als das Leben zu beenden und noch einmal ein neues zu beginnen. Dadurch bleibt uns die Lösungsfindung natürlich nicht erspart, aber wir können es noch einmal auf andere Weise versuchen.

Gibt es wirklich so etwas wie die Hölle, in der wir für unsere Sünden bestraft werden?

Gibt es wirklich so etwas wie die Hölle, in der wir für unsere Sünden bestraft werden?

Ungelöste Aufgeben mit ins neue Leben nehmen

Haben wir uns zum Zeitpunkt unseres Todes sehr weit von der Liebe entfernt kann es sein, dass wir in unserem nächsten Leben gleich von Anfang an sehr starke Liebesboten und Wegweiser mitbekommen. Diese können die Form von Behinderungen oder angeborenen, chronischen Krankheiten haben. Sie können aber auch in Form von extremen Familiensystematiken, wie extremer Armut, schlagenden oder vergewaltigenden Elternteilen oder ähnlichen Rahmenbedingungen auftreten, die wir oft als ungerecht empfinden, wenn wir sie nicht verstehen.

Des gibt jedoch noch eine weitere Möglichkeit, die Themen der letzten Leben zu bearbeiten und hier kommen wir nun wieder zu den Geistern zurück.

Wie wird aus einer Seele ein Geist?

Warum wird ein Mensch zum Geist?

Warum wird ein Mensch zum Geist?

Wenn wir uns im Jenseits dazu entscheiden, dass wir nicht bereit sind, ein neues, irdisches Leben anzutreten, dann kann unser feinstofflicher Körper zu einer Art Geist werden. Die offenen Lebensthemen, die Verhaftung in der Nichtliebe und die Teile unseres Seins, die wir uns zuvor aberkannt haben, werden nun präsent und versetzen unseren feinstofflichen Körper in eine niedrigere Energieschwingung, so dass dieser schwarz wird. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir dadurch nun böse, teuflisch oder dämonisch sind, wir befinden uns lediglich auf einer anderen Stufe des Lernens.

Gründe für eine Geisterexistenz

Diese Geisterexistenz ist dann besonders wahrscheinlich, wenn wir zu unserem Tod noch viele unerfüllte Wünsche hatten, deren Erfüllung wir uns selbst verweht haben. Wenn wir hauptsächlich in negativen Gedanken gelebt und uns daher eine negative Welt mit negativen Erfahrungen erschaffen haben, kann dies ebenfalls ein Grund für eine Geisterexistenz sein. Das gleiche gilt für Fälle, in denen wir anderen Leid zugefügt und uns so mit Schuld beladen haben.

Auch im gegenteiligen Fall, also wenn wir uns selbst für andere aufgeopfert und uns die Selbstliebe verweht haben, kann es passieren, dass wir nicht bereit für den Schritt ins Jenseits sind. Ebenso kann es aber auch sein, dass wir uns in all unseren vergangenen Leben so sehr in unseren Aufgaben und Lebensthemen verrannt haben, dass wir nun nicht glauben können, dass uns ein weiterer Versuch helfen würde. Wir sind uns bewusst, dass wir in einem neuen Leben wieder in die gleichen Sackgassen rennen würden und entscheiden uns daher, es einmal auf ganz andere Weise zu versuchen.

Lernen als Geist

Als Geist haben wir nun die Möglichkeit, die Lernschritte im Jenseits zu gehen, die wir im Diesseits nicht gehen konnten. Dafür brauchen wir jedoch einen Menschen oder ein anderes Wesen, das uns dabei als Spiegelpartner hilft.

Um lernen zu können benötigt der Geist also einen Menschen, der nun im Diesseits ebenfalls Lebensthemen hat, die er nicht auflösen kann und die zu denen des Geistes passen. Diese Zusammenkunft zwischen dem Geist und dem Menschen nennen wir dann Besetzung. Es handelt sich dabei jedoch weder um eine Strafe noch um einen Angriff, sondern um eine Lernpartnerschaft, die jedoch nur dann funktionieren kann, wenn wir sie verstehen.

Spiegelpartnerschaft zwischen Geist und Wirt

Dabei funktioniert die Spiegelpartnerschaft zwischen einem Geist und einem Menschen ganz ähnlich wie die zwischen zwei Menschen. Angenommen wir haben ein großes Thema mit fehlendem Vertrauen und leben in ständiger Angst, verlassen zu werden, so werden wir immer wieder Menschen in unser Leben ziehen, die uns genau diese Angst deutlich machen und vor Augen führen. Wir haben Freunde, auf die wir uns nicht verlassen können, ziehen Partner an, die untreu sind oder die uns so Eifersüchtig machen, dass wir durchdrehen könnten. Vielleicht verlassen uns auch unsere Kinder oder wir verlieren immer wieder den Kontakt zu den Menschen, die uns wichtig sind.

Die Schuld-Perspektive

Nun haben wir zwei Möglichkeiten, wie wir damit umgehen können. Wir können die Situation aus der Perspektive von richtig und falsch, Schuld und Unschuld, gut und böse betrachten und uns fragen, was mit diesen ganzen Arschlöchern los ist, dass sie uns immer wieder im Stich lassen. Passend dazu können wir uns natürlich auch selbst verurteilen und fragen, was mit uns nicht stimmt, dass uns jeder Mensch hasst, weil wir einfach nicht liebenswert sind.

Die Spiegelperspektive

Die andere Möglichkeit ist es, die Situation aus der Perspektive der Spiegelgesetze zu betrachten und zu fragen, welche Reiz-Reaktions-Mechanismen hier am Werk sind. So schmerzhaft die Erfahrungen für uns auch sein mögen, sie dienen nicht dazu, uns zu verletzen, sondern uns dabei zu helfen, die versteckte Verlustangst ausfindig zu machen, sie wahrzunehmen, anzuerkennen und in Urvertrauen zu transformieren. So ist jeder Mensch, der uns je in unserem Leben begegnet, ein Spiegelpartner, der uns auf unsere eigenen ungelösten und unbewussten Ängste, Blockaden und Lebensthemen hinweist. Je mehr wir einen Menschen dabei als unangenehm, eklig oder abstoßend empfinden, desto größer und zentraler ist das Thema auf dass er uns hinweist.

Spiegelpartnerschaft mit Geistern

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch eine Spiegelpartnerschaft mit einem Besetzergeist. Natürlich ist eine Besetzung oftmals alles andere als angenehm, ähnlich wie auch ein Schnupfen, ein gebrochenes Bein oder ein nervender Nachbar nicht gerade angenehm sind. Dennoch dienen alle unserer eigenen, persönlichen Entwicklung. Weder der Schnupfen, noch das gebrochene Bein, noch der Nachbar noch der Geist, noch wir selbst sind dabei gut oder böse. Sie sind Boten, Partner und Wegbegleiter auf unserem Weg zur Ausdehnung der bedingungslosen Liebe. Dabei bekommt jeder stets die Wegweiser, Partner und Hinweisschilder, die ihm in diesem Moment die größte Wahrscheinlichkeit eines Lernerfolges bringen.

Das gilt auch für die Beziehung zwischen Geistern und Besetzten. Wenn ich beispielsweise ein Leben mit einer unausgeglichenen, lieblosen Sexualität geführt habe, dann komme ich möglicherweise als Geist zu einem Menschen, der sich die Sexualität aberkennt und sie überhaupt nicht leben will. Auf diese Weise können Geist und Mensch von einander lernen, so dass eine liebevolle Sexualität entstehen kann. Mehr zum Thema Besetzungen findet ihr außerdem in unseren Artikeln „Was sind Besetzungen?“ und „Woran erkennt man eine Besetzung?“

Poltergeister halten ein Haus besezt

Poltergeister halten ein Haus besezt

Unterschiedlich starke Geister

So wie es bei den Menschen auch unterschiedlich starke gibt, so gibt es auch unterschiedlich mächtige Geister. Diese können dementsprechend auch unterschiedlich stark in das Leben der Menschen eingreifen. Keiner dieser Geister, auch nicht der mächtigste, ist böse. Dennoch können sie durchaus unterschiedlich gefährlich für uns Menschen sein. Es ist wie im Tierreich. Es gibt keine bösen Tiere, aber es gibt Tiere, die für einen Menschen durchaus gefährlich werden können, wenn er nicht weiß, wie er mit ihnen umgehen kann. Auch bei uns Menschen ist es ja nichts anderes. Wenn ich aufgrund meiner Lebensthemen, meiner Gedankenausrichtung und meiner Glaubenssätze beispielsweise einen psychopathischen Killer anziehe, dann bedeutet das nicht, dass dieser Mensch böse ist. Er ist ebenso in seinen Lebensthemen verstrickt wie ich in meinen und auch er folgt nur dem Gesetz der Anziehung und des Spiegelns. Dennoch kann eine Begegnung mit ihm sehr wohl tödlich enden.

Ausgleich zwischen der Stärke des Geistes und des Menschen

Nichts anderes ist es auch mit Besetzern und Geistern, wenngleich es hier aufgrund der Spiegelgesetze einen Mechanismus gibt, der dazu führt, dass es keine allzu große Gefahr gibt. Um das zu verstehen, kann man die Besetzungen ein bisschen mit einem Computerspiel vergleichen. Dabei gibt es beispielsweise eine Kraftstufenskala von 1-10. Ein Mensch, der sich noch nie mit der bedingungslosen Liebe beschäftigt hat, weder bewusst noch unbewusst und daher auch kaum Macht über sein eigenes Bewusstsein hat, befindet sich auf Stufe eins. Ein Meister in Sachen Liebe und Gottesverständnis hingeben besitzt die Stufe zehn. Die gleiche Stufenverteilung gibt es auch bei den Geistern, die einen Menschen besetzen können. Dabei benötigt jedoch jeder Geist stets den passenden Spiegelpartner, also einen Partner, der sich auf der gleichen Stufe befindet, wie er selbst.

Ein Geist der Stufe 10 würde einen Menschen der Stufe eins sofort töten, ähnlich wie ein Bär, der ein Kind mit seiner Pranke erwischt. Doch keiner von beiden hätte einen Lernerfolg daraus. Der Geist müsste sich sofort einen neuen Partner suchen und der Mensch müsste sein Leben noch einmal von vorne beginnen. Andersherum hätte ein Geist der Stufe 1 kaum eine Chance auf eine längere Besetzungspartnerschaft bei einem Menschen der Stufe 10, da dieser ihn sofort erkennen und abschütteln oder von vornherein abblocken würde.

Weil wie sie nicht vertehen, sind Besetzungen durch Geister für uns oft angsteinflößend.

Weil wir sie nicht verstehen, sind Besetzungen durch Geister für uns oft angsteinflößend.

Unterschiedliche Wellenlängen

Ähnlich ist es ja auch bei Menschen. Wenn wir auf andere Personen treffen, die sich beispielsweise tierisch über etwas aufregen, dass uns wie eine Lappalie vorkommt, dann interessieren wir uns dafür genauso wenig, wie wenn es dabei um ein Thema geht, dass zu hoch für uns ist, so dass wir es nicht verstehen. Wir sagen dann, wir sind einfach nicht auf einer Wellenlänge und daher gibt es auch keine echte Begegnung. Und genau das ist es auch. Wir befinden uns auf unterschiedlichen Wellenlängen, also auf unterschiedlichen Energieleveln und kommen uns daher nicht in die Quere. Nur wenn wir im gleichen oder ähnlichen Feld schwingen, kommt es zu einer Begegnung. Es sei denn natürlich, dass wir genau diese Erfahrung anziehen und dass unser Lernerfolg im tödlichen Ausgang der Situation liegt. Aber wenn das der Fall ist, dann war die Begegnung mit dem Spiegelpartner aus der Gesamtperspektive betrachtet ja ebenfalls erfolgreich.

Wie entstehen starke, mächtige Geister?

Wenn die Macht eines Wesens von seiner Fähigkeit zu lieben sich mit dem Gottbewusstsein zu verschmelzen abhängt, dann dürfte es ja eigentlich keine mächtigen Geister geben, da jeder, der seinen Geist in seinem irdischen Leben gestärkt hat ja automatisch zu einem Lichtwesen werden müsste. Denn jede Art der Magie, der Heilung und der Entwicklung funktioniert ja nur dann, wenn sie der Liebesausdehnung dient.

Um das zu verstehen, muss man zunächst einmal erkennen, dass es zwei unterschiedliche Arten der Liebesausdehnung gibt.

Direkte Liebesausdehnung

Der erste Weg ist der des Heiligen, aber auch der aller Tiere und Pflanzen, also die natürliche, ursprüngliche Art der Liebesausdehnung. Der Heilige erkennt, dass er ein Teil der Schöpfung und damit auch ein Teil Gottes ist. Er gibt sich der bedingungslosen Liebe hin, was bedeutet, dass er sein eigenes Ego auflöst, alles gleich liebt und all seine Wünsche und sein Handeln auf das Wohl des Kollektivs ausrichtet, weil er weiß, das er selbst auch dieses Kollektiv ist. Er strebt danach ein Paradies für alle zu erschaffen von dem er ein Teil ist und in dem er leben kann.

Indirekte Liebesausdehnung

Der zweite Weg ist der des Hexers, des Magiers oder Manipulators. Er entsteht dadurch , dass wir bereits einen Teil unseres Urvertrauens und unserer Gottesverbindung verloren haben. Der Hexer erkennt, dass er Gott ist, gibt sein eigenes Ego aber nicht auf. Stattdesen versucht er ein Paradies für sich selbst zu erschaffen. Er weiß, dass er allmächtig ist, fühlt sich aber dennoch getrennt vom Rest der Schöpfung. Somit lebt er nicht in dem Vertrauen, dass die anderen ebenfalls in der Lage sind, das Paradies zu erschaffen. Daher nutzt er seine Fähigkeit nicht im Sinne des Allgemeinwohls, sondern versucht die Welt so zu gestalten, wie sie seiner Meinung nach ideal wäre.

Macht gemischt mit Angst

Er handelt als Gott, aber nicht wie Gott. Seine Handlungen dienen seinem eigenen Vorteil und er ist im Verstand von den anderen getrennt. Um sein eigenes Paradies zu schützen, kann es sein, dass er sehr viel Leid verursacht und andere Wesen nur als Werkzeuge und Bausteine ansieht. In seinen Augen sind sie Wesen, die er manipulieren und nach seinen Vorstellungen verdrehen muss. Dies rührt jedoch nicht aus einer Bösartigkeit her. Es ist viel mehr die Unfähigkeit, darin zu vertrauen, dass die anderen ebenfalls ein Paradies erschaffen können, dass mit dem eigenen im Einklang steht.

Sein Beitrag zur Liebesausdehnung besteht aus zwei indirekten Beiträgen, die er zum Gesamtkonzept beiträgt. zum einen darin, dass er anderen Wesen die Chance gibt, ihn trotz des Leides zu lieben, dass er durch sein Ego-Paradies verursacht. Zum anderen gibt es aber auch große Bereiche in seinem Leben, in denen er bedingungslos vertrauen und lieben kann, so dass ihm die Erschaffung seines eigenen Paradieses überhaupt möglich ist.

Mächtige Geister entstehen meist durch die Kombination von Macht und Angst.

Mächtige Geister entstehen meist durch die Kombination von Macht und Angst.

Gegenseitiges Lernen und Lehren

In beiden Varianten gibt es schwächere und stärkere, die auf ihre Art lernen und die sich gegenseitig unterstützen können, so dass ein vollkommenes Paradies entsteht.

Ein großer Magier, der es versteht, wahnsinnig viel zu erschaffen und die ganze Menschheit zu lenken, hat sehr viel von den Gesetzen der Liebe verstanden. Das einzige, was ihm fehlt ist die Einsicht, diese Fähigkeit für die Erschaffung eines Paradieses und nicht die einer Hölle zu nutzen. Ein „Heiliger“ also ein Mensch, der sich der Liebe verschrieben hat, aber nicht weiß, wie man so viel Kraft für die Heilung entwickeln kann, um so machtvoll zu werden, der kann viel von ihm lernen. Ebenso wie umgekehrt. Daher begegnen sich möglicherweise beide als Geist und Besetzter um sich gegenseitig zu lehren.

Ob jemand ein Geist oder ein Besetzter wird hängt davon ab, wo für ihn ein Lernerfolg am wahrscheinlichsten ist.

Immer größere Schritte

Je weiter man auf seinem Weg zum Liebesausdehner und Heiler ist, desto offener wird man auch für den Kontakt mit den Geistern, desto höher ist also die Chance, besetzt zu werden. Und desto mächtiger werden die Geister, die einen besetzen wollen. Je stärker wiederum die Besetzungen sind, desto größer sind auch die damit verbundenen Lernerfolge in dem Fall, dass man sie annehmen und lösen kann. Daher wird die Entwicklung auch immer schneller und größer.

Bewusstes Entscheiden

Wenn man sich bewusst für ein Leben als Liebesausdehner entscheidet, steigt dadurch auch die Offenheit für Geistesbesetzungen. Denn in diesem Fall sagt man ja bewusst, dass man sich Lernpartner und Liebesboten wünscht um weiter zu kommen. Es ist ein bisschen, wie wenn man sich zu einem Lehrgang anmeldet. Dadurch, dass man die Bereitschaft zum Lernen nach außen gegeben hat, wird einem diese auch in Form von Lektionen gespiegelt, an denen man wachsen kann. Darin steckt jedoch auch eine gewisse Gefahr. Denn dies kann bedeuten, dass man ein sehr leidvolles Leben hat, wenn man nicht weiß, wie man damit umgehen soll. Wenn man beispielsweise ein Akupunkteur oder ein Energieheiler sein möchte, der tiefer in die Heilkünste eintauchen will, kann es sein, dass man sich für die Begegnung mit Geistern öffnet, ohne dass es einem bewusst ist.

Lektionen für das eigene Wachstum

Dadurch zieht man dann Besetzungen an, ohne sie zu verstehen und ohne dass einem klar wird warum sie da sind. Ähnliches kann übrigens auch mit Krankheiten passieren. Wenn man sich dafür öffnet, den eigenen Lebensweg zu gehen und seine Lebensaufgabe anzunehmen, dann wird man dafür von Universum jede Unterstützung bekommen, die man benötigt. Dies kann jedoch bedeuteten, dass man deutlich mehr Hinweise vom eigenen Körper gespiegelt bekommt als zuvor. Sowohl bei den Krankheiten als auch bei den Besetzungen handelt es sich um Geschenke. Es sind Hilfsangebote, die einem das Wachstum überhaupt erst ermöglichen oder zumindest deutlich erleichtern. Dennoch kann es sein, dass man diese Geschenke nur schwer als etwas Positives annehmen kann. Daher bekommen wir dann das Gefühl, vom Leben bestraft zu oder ungerecht behandelt zu werden.

Wer sich bewusst für das Wachstum entscheidet, läd dabei manchmal auch Geister als Lernpartner ein.

Wer sich bewusst für das Wachstum entscheidet, läd dabei manchmal auch Geister als Lernpartner ein.

Man ist immer stark genug

Wichtig ist jedoch zu verstehen, dass man immer nur die Aufgaben bekommt, die man auch schaffen kann. Egal welche Art der Besetzung oder der Krankheit also in unserem Leben auf uns zukommt, sie sind immer so gewählt, dass wir den Lernerfolg durch die erlangen können. Gleichzeitig ist aber auch ein mögliches „Scheitern“ kein Grund zur Sorge. Denn selbst im Falle unseres Scheiterns kommen wir einfach zurück zum Vater, bzw. zum Allbewusstsein. Von dort können wir alles aus der übergeordneten Perspektive betrachten und es anschließend noch einmal versuchen. Es gibt also keine Gefahr. Die Angst die wir verspüren und die uns den Umgang mit den Besetzungen oder Krankheiten so schwer macht, hat nichts mit der Gefahr an sich zu tun, sondern lediglich mit unseren Gedankenkonzepten vom Tod.

Wir empfinden den Tod als beängstigend, weil wir ihn für endgültig halten. Wir können uns nicht vorstellen, was uns dort erwartet. Daher glauben wir oft, dass der Tod etwas Negatives ist, wodurch wir krampfhaft an unserem Leben festzuhalten. Erst wenn wir erkennen, dass unser jetziges Leben nur ein Kapitel in einem Buch der Unendlichkeit ist und dass mit unserem Tod nichts vorbei ist, können wir loslassen und in den Prozess vertrauen. Und nur wenn wir dieses Vertrauen haben, können wir auch wirklich lernen.

In der Entwicklung heimisch fühlen

Um also zu verhindern, dass unser Leben durch die Entscheidung lernen zu wollen zu einem immerwährenden Leidensweg auf Krankheit und Besetzung wird, müssen wir in diesem Entwicklungsprozess heimisch werden. Wie in allem gilt auch hier: Der Weg ist das Ziel!

Wenn wir nur die Erleuchtung gefunden haben wollen, den Weg dorthin aber nicht lieben und uns darüber nicht freuen können, dann werden wir keinen einzigen Schritt schaffen. Unser Leben wird uns als einziger Kampf erscheinen, in dem wir uns immer wieder behaupten müssen. Dadurch wird der Entwicklungsweg jedoch zur Arbeit und früher oder später verbrauchen wir unsere Energie so sehr, dass wir erschöpft und ausgebrannt sind. Wir landen im Burn-Out und kommen auf unserem Weg nicht mehr voran. Wir müssen uns also in diesem Prozess zu hause fühlen und es uns hier gemütlich machen. Nur wenn wir mit Spaß und Begeisterung dabei sind und uns über jeden kleinen Schritt freuen können, dann können wir auch die Erfüllung in unserem Lebensweg finden.

Wie genau funktionieren Besetzungen durch Geister?

Am einfachsten ist es, das Thema anhand eines Beispiels zu erklären. Nehmen wir dafür einmal ein, Ute hat in sich den Glaubenssatz verankert oder von ihren Eltern übernommen, dass Sexualität Sünde ist. Für sie ist jede Art der körperlichen Lust, der Ekstase und der Begierde etwas negatives, teuflisches, das sie vollkommen ablehnt. Ihren eigenen sexuellen Drang verneint sie und sie kann keine Form der lustvollen Sexualität ausleben. Auch wenn sie selbst glaubt, dass sie dadurch besonders Rein und edel ist, bringt sie dieser Glaube jedoch von ihrem eigenen Gottsein und damit auch von der Liebe weg. Denn sie erkennt sich selbst einen wichtigen Teil ihrer Persönlichkeit ab. Sie vernein einen Teil ihrer göttlichen, schöpferischen Kraft und gerät so mit sich selbst in Unfrieden. Sie hat sich selbst so sehr in dieser Prinzip verbohrt, dass sie keine Möglichkeit mehr hat, ihre Sexualität auszuleben und sich mit diesem Teil ihrer Selbst auszusöhnen.

Der Lernweg mit der größten Erfolgschance

Die göttliche Kraft des Universums will ihr dennoch die Möglichkeit geben, zu lernen und mit diesem Aspekt ihrer Persönlichkeit frieden zu schließen. Aus diesem Grund kann sie nun mit einem Besetzergeist in Kontakt kommen, der ihr genau diese Lernmöglichkeit gibt. Natürlich gibt es auch noch viele andere Möglichkeiten, mit der sie lernen kann. Beispielsweise durch einen menschlichen Spiegelpartner, durch bestimmte Situationen in die sie gerät oder auch durch Krankheiten. Doch wenn die Chance auf einen Lernerfolg durch eine Besetzung am höchsten ist und sie sich gleichzeitig vor einer solchen Besetzung nur schwer schützen kann, dann wird sie wahrscheinlich einen Geist als Spiegel- und somit Lernpartner bekommen.

Bei einer Besetzung über nimmt der Geist ganz oder zeitweilig die Kontrolle.

Bei einer Besetzung über nimmt der Geist ganz oder zeitweilig die Kontrolle.

Gegensätzliche Probleme ziehen sich an

Dieser Geist hat beispielsweise das Problem, dass er seine Sexualität in früheren Leben zu exzessiv ausgelebt hat. Daher ist er in einer anderen Richtung aus dem Gleichgewicht geraten. In dem Moment, in dem er sich in Utes Körper einnistet, kann er je nachdem wie stark er ist und wie sehr sich Ute selbst schützen kann, die Kontrolle über ihr Bewusstsein übernehmen. Es kann sein, dass sie nun vollkommen unter der Kontrolle des Geistes steht. In diesem Fall sieht sie sich selbst nur noch als eine Art stiller Beobachter. Es kann aber auch sein, dass sie zunächst gar nichts merkt. Dann aber, immer mal wieder in bestimmten Situationen verliert sie die Kontrolle und tut Dinge, die sie selbst nie tun würde.

Hinterher kann sie sich dann nicht erklären, wie es dazu kommen konnte. Ihr eigener Verstand und ihre Entscheidungsgewalt wurden ausgeschaltet und die Handlungen werden direkt von dem Besetzer übernommen. Dabei werden die Dinge, die sie zuvor verneint hat nun überdeutlich gemacht und ausgeführt, so dass sie ganz klar erkennen muss, was vor sich geht. Ihr Lebensthema mit der Sexualität wird dadurch überspitzt und so deutlich gemacht, dass es leicht verständlich wird.

Gegenseitiges Annähern

Gleichzeitig nimmt auch der Geist die Gefühle und Gedanken von Ute wahr, sodass auch er zu einer Erkenntnis kommen kann. Man kann sich die Situation ein bisschen wie bei diesen Komödien vorstellen, bei denen zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, aus irgendeinem Grund zusammengesteckt werden, so dass sie von nun an miteinander auskommen müssen. Im Idealfall kracht es dabei zunächst eine ganze Weile, bis beide erkennen, dass sie viel von einander lernen können und dass sie sich gegenseitig ergänzen. In den Filmen werden die beiden Streithammel dann am Ende oft unzertrennliche Freunde.

Automatisches Lösen der Verbindung

Bei den Besetzungen ist es eher so, dass die Verbindung aufgelöst wird, sobald einer oder beide ihre Lektion gelernt haben. Kommt nur der Geist zu seiner Erkenntnis, so kann es sein, dass er den Körper von Ute einfach wieder verlässt. In diesem Fall muss Sie nicht einmal etwas dafür tun. Wenn sie ihr Thema mit der Sexualität dabei jedoch nicht auflöst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie schon bald wieder einen Geist anziehen wird. Löst Ute ihr Thema auf, der Geist jedoch nicht, so kann es sein, dass er sich nicht mehr in ihr halten kann, und verschwindet um sich einen neuen Menschen zu suchen.

Wenn die Lebensaufgaben gelöst wurden, löst sich die Besetzung durch den Geist wieder.

Wenn die Lebensaufgaben gelöst wurden, löst sich die Besetzung durch den Geist wieder.

Schutz vor Geistern durch positive Routinen

Es kann aber auch sein, dass man sich trotz eines starken Lebensthemas so sehr vor Besetzungen schützt, dass einem diese Spiegelpartner kaum geschenkt werden können. Angenommen Ute hat ihr Thema mit der Sexualität nie angeschaut und hat auch nicht vor, es zu lösen. Dafür aber umgibt sie sich sehr stark mit Licht und übt sich in bedingungsloser Liebe. Sie hegt viele positive Gedanken, nimmt lichtreiche Nahrung zu sich, achtet stets auf ihre Bedürfnisse. Sie hört stets auf ihre innere Stimme, solange es dabei nicht um Sexualität geht. Dadurch hat sie sich selbst eine sehr lichtstarke Aura erschaffen, die sie vor Besetzungen schützt. Sie ist auf ihre Art also mit einem gut trainierten Sportler zu vergleichen, der durch seinen optimalen Muskelaufbau deutlich besser vor Verstauchungen und Zerrungen geschützt ist, als ein untrainierter Stubenhocker.

Schaffung von Lernchancen

Damit Ute das Thema dennoch angehen kann, wird sie zunächst in eine heikle Situation kommen. Diese dreht sich dabe genau um ihr Kernthema der Sexualität. Nutzt sie diese Situation um das Thema aufzulösen, so ist sie einen Schritt weiter. Eine Besetzung in diesem Bereich ist dann also nicht mehr nötig. Reagiert sie jedoch im alten Muster und fällt damit wieder in die Ablehnung ihrer Sexualität zurück, so schwächt dies für einen Moment ihre Aura. Dadurch spricht sie gewissermaßen eine Einladung aus,so dass eine Besetzungsmacht eindringen und die Führung übernehmen kann. Dies tut der Geist jedoch nicht aus Böshaftigkeit um Ute zu schädigen. Er tut es um sie zu schützen. Und um ihr die Möglichkeit des Lernens zu offerieren, da sie andernfalls stagnieren würde.

Ohne die Kontrollübernahme des Besetzers würde Ute auch weiterhin in ihre alten Muster zurückfallen. Dadurch würde sie sich selbst immer weiter schwächen, bis sie schließlich in ernste Gefahr gerät. Ihre Moralvorstellungen sind wie ein Käfig, aus dem sie einfach nicht ausbrechen kann. So sehr sie es sich vielleicht auch wünscht. Durch die Besetzungen werden diese eigenen Moralvorstellungen, die eigenen Grenzen, Blockaden und Hürden jedoch außer Kraft gesetzt. So handelt sie darüber hinaus, ohne dass sie es kontrollieren kann. Auf diese Weise kann sie sehen, was sich hinter ihren Grenzen befindet. Sie erfährt, was passiert, wenn die Moralvorstellungen außer Kraft gesetzt werden und auf diese Weise kann sie zu völlig neuen Erkenntnissen kommen.

Geist und Besetzter können sich gegenseitig helfen ins Licht zu gelangen.

Geist und Besetzter können sich gegenseitig helfen ins Licht zu gelangen.

Weitere Informationen zum Thema Geister

Wenn ihr mehr über Geister und Besetzungen erfahren wollt, könnt ihr einen Blick auf unsere Artikel „Was sind Besetzungen?“ und „Wie erkennt man Besetzungen?“ werfen. Um noch tiefer einzutauchen haben wir euch hier einige hilfreiche Bücher zusammengestellt: