Container entladen im Akkord

von Shania Tolinka
24.12.2020 17:42 Uhr

Nachdem wir uns von Tobias verabschiedet hatten, machten wir uns an eine erste Inspektion unseres neuen Containers, um diesen zu entladen. Noch hatte der große Stahlklotz in unserem Garten wenig mit einem Wohncontainer zu tun, allein schon deshalb, weil er noch so voller Material war, dass man ihn nicht einmal betreten konnte. Unser erstes großes Projekt im arktischen Winter lautete also Container entladen! Und damit mussten wir uns ran halten, denn seit einigen Tagen wollte es nun kaum mehr aufhören zu schneien. Je dicker die Schneeschicht wurde, desto schwieriger war es, das Material sicher vom Container ins Haus oder in unseren Lagerschuppen zu transportieren.

Container Innenraum befüllt

So sah der große Raum des Containers befüllt aus.

 
Innenraum Container befüllt

Der zweite Innenraum des Containers war ebenso bis fast an die Decke mit Material befüllt.

 

Container entladen in Dauerschleife

In den kommenden Tagen, aber war genau das unsere Hauptaufgabe. Nein, um ehrlich zu sein, war es unsere einzige Aufgabe. ‚Container entladen‘ war das erste, woran ich dachte, wenn ich in der Früh aufstand und das Letzte, was mir noch im Kopf herumspukte, bevor ich einschlief. Wo konnten wir welche Sachen so verstauen, dass wir jederzeit wieder herankamen, wenn wir sie zum Renovieren brauchten? Was konnte im Schuppen gelagert werden, weil es unempfindlich gegenüber der Kälte war? Was musste auf den Dachboden, um kalt, aber nicht zu kalt aufbewahrt zu werden? Für welche Materialien und welche Nahrung eignete sich der Keller am besten? Und welche Bereiche des Kellers konnten wir voll stellen, ohne dass es uns gleich wieder beim Renovieren störte?

Shania beim Tragen der Glaswolle

Beim Tragen der Glaswolle hieß es das Gleichgewicht zu bewahren

Getzner Rolle wird entladen

Die Getzner Rollen hatten ein beachtliches Gewicht dabei

 

Ein System zum Container entladen entwickeln

Mit der Zeit gelang es uns jedoch, mehr und mehr ein System zum Entladen des Containers auszutüfteln. Der Dachboden wurde unser Nahrungslager, wobei wir hier alles unterstellten, das kein Problem mit leichten Minus-Temperaturen hatte. Dieser Plan erwies sich bereits einige Zeit später als hilfreich, denn obwohl der Raum nebenan als Wohnraum beheizt wurde, kam es im tiefsten Winter doch immer wieder dazu, dass und die Lebensmittel hier einfroren. Den Konservendosen wie auch den Milchpaketen machte dies aber zum Glück nichts aus und alle frischen Lebensmittel wie Kartoffeln und Zwiebeln hatten wir vorsichtshalber im Keller untergebracht.

Der Keller wurde auch zu unserem großen Material- und Werkzeuglager. Hier verstauten wir alles, was wir direkt für die Renovierung des Hauses brauchen würden. Angefangen beim Tapetentisch bis hin zu Farben, Vinylfußboden und Klebefolien.

Der Schuppen hingegen wurde vor allem für die Materialien reserviert, die wir später für den Containerausbau brauchen würden.

Umzugskartons mit Küchenutensilien, Kleidung, Haushaltsgegenständen und Wellnessequipment wurde direkt in der Küche und im Wohnzimmer untergebracht. Und alles, was wir nicht zuordnen konnten, kam erst einmal im Keller in den Vorraum. Damit schafften wir es, zumindest erst einmal eine große Ordnung in unser Materialchaos beim Container entladen zu bekommen. Praktischerweise gab es auch ein paar Dinge, die wir sofort nutzen konnten, wie beispielsweise zwei große Apothekerschränke von Weber Büroleben oder effektive Elektroheizkörper von der Thermotec AG, die wir jeweils als B-Ware bekommen hatten.

Lebensmittel Lager auf dem Dachboden

Jede Ecke wurde zur Unterbringung gebraucht. Unser Lebensmittel-Lager fand auf dem kühlen Dachboden seinen Platz.

 
Der Keller funktionierte als Lagerraum

Der Keller funktionierte nach dem Entladen des Containers als Lagerraum für alle Pakete, die ausgepackt und inspiziert werden mussten.

 

Werkzeuge und Baustoffe vom Feinsten

Bei all dem Material, was wir so nach und nach vom Container entladen durften, fühlte ich mich ein bisschen wie ein kleines Kind an Weihnachten, das ständig neue Geschenke unter dem Baum entdeckt. Daher möchte ich mich an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich im Namen aller Lebensabenteurer für die großartige Unterstützung bedanken, die wir von allen Seiten bekommen haben.

Heiko beim Aufräumen mit Werkzeug Koffer

Heiko fand die Werkzeug-Koffer einfach super, hier trägt er den robusten Koffer in unseren Werkzeugraum.

 

Hochwertiges Material für Isolierung und Schallschutz

Schon in all den Wochen, in denen unser Container einfach nicht hier ankommen wollte, habe ich mich sehr darauf gefreut, die verschiedenen Baumaterialien zu inspizieren, die wir für unser Mobilheim bekommen hatten. Denn hier ging es ja nun um wirklich hochwertige Baustoffe, mit denen der alte Container ein vollwertiges Haus verwandelt werden sollte. Ein Haus, das man beispielsweise dank der Habito-Schallschutzplatten von Rigips und der speziellen Mineralwolle von ISOVER, auch neben der Autobahn parken können würde, ohne sich durch den Lärm belästigt zu fühlen. Vor allem da wir jetzt dank der Endkopplungsmatten von getzner auch zugleich eine Trittschalldämmung hatten und die gemeinsam mit unserem Spezialkleber von Sika zudem verhindern konnten, dass unser Container selbst zu einem Klangkörper wurde, der Schall nach innen eintragen konnte. Hinzu kamen noch unsere Schallschutzvorhänge von Hofa-Akustik, unsere ultra- stabile Spezial-Eingangstür von Sturm, unsere Isolierglasfenster von Schüco und unsere Raumakustik Bilder von der Schallfrei Raumakustik GmbH.

Der alte Kaminofen durfte mit

Der alte Kaminofen musste unbedingt mit, auch wenn er doch ein bisschen schwer war.

 

Profi-Werkzeuge von höchster Qualität

Besonders glücklich macht mich auch das Entdecken und Auspacken der verschiedenen Werkzeuge, mit denen wir unser Projekt umsetzen werden. Zunächst noch einmal ein dickes Dankeschön und eine Umarmung an meinen Vater, der einen Teil seiner eigenen Ausrüstung, sowie einen nagelneuen Akkuschrauber beigesteuert hat. Hinzu kam ein hochwertiges Werkzeugsortiment, bei dem so ziemlich alles enthalten war, was man sich als Heimwerker nur wünschen kann. Außerdem gab es noch ein buntes Sortiment an Werkzeugen, sowie einen Lötkolben, verschiedene Elektrowerkzeuge und Gartenwerkzeuge wie Schaufeln und Schneeschippen. Und nicht zuletzt freute ich mich natürlich auch über unsere Elektro-Kettensäge von Husqvarna, die wir ja bereits bei der Container-Anlieferung einweihen durften.

Unsere neuen Bioteaque Tassen

Sogar unsere neuen Bioteaque Tassen fanden nach dem Container entladen einen passenden Platz in der Küche.

 

Möbel und Einrichtungsgegenstände für alle Belange

Einen Großteil des Gepäcks, dass wir vom Container entladen durften, machten unsere Möbel aus, die zum Teil für das Haus und zum Teil für den Wohncontainer gedacht waren. Dazu zählten die großartigen und platzsparenden Klappstühle von Klappmöbel.de, ein Klapptisch von Skötbordspecialisten, zwei Apothekerschränke, und eine Trockentrenntoilette von Kildwick. Zusätzlich eine ganze Reihe an speziell gefertigten Vorhängen, die meine Mutter genäht hatte und verschiedene praktische Möbel, die wir über eBay-Kleinanzeigen bekommen haben.

Handwerker Heiko und Shania

Eine kleine Pause zur Stärkung brachte uns neue Kraft zum weiteren Auspacken.

 

Vollverpflegung zum Renovieren

Und schließlich war da natürlich noch der große Berg an Lebensmitteln und Baumaterialien, die wir von den regionalen Bauern und vom Sonderpreis Baumarkt bekommen hatten. Auf den ersten Blick nach dem Container entladen wirkte es ein wenig so, als könnten wir all dies niemals verbrauchen, aber man darf natürlich auch nicht vergessen, dass wir noch immer nicht sagen konnten, wie lange wir wirklich an diesem Ort bleiben würden. Fest stand, dass es mindestens ein Winter sein würde. Ein Winter, in arktischer Kälte, bei den Herausforderungen auf uns zukamen, die wir noch nicht einmal im Geringsten abschätzen konnten. Was war, wenn wir eingeschneit wurden und jeglichen Kontakt zur Außenwelt verloren? Dann waren es die Lebensmittel in unserem Speicher und die Holzreserven im Schuppen, die uns das Leben retten konnten.

Shania Tolinka
Shania Tolinka ist Reflexzonentherapeutin, Altenpflegerin und Blog-Autorin. Das Erwecken und Annehmen der eigenen Weiblichkeit, der Umgang mit traumatischen Erlebnissen, sowie die Frage, wie man bereichernde, erfüllende Beziehungen zu sich, seinem Partner und der Natur aufbauen kann, sind Themen, die ihr besonders am Herzen liegen. Aber auch im Bereich von gesunder Ernährung, Heilmassagen und Heilkräutern ist sie Expertin. Seit 2020 ist sie als Vollzeitmitglied der Lebensabenteurer-Herde dabei.

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