Tag 1219: Aussteigen aus den Lebensfilmen

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Tag 1219: Aussteigen aus den Lebensfilmen

Tag 1219: Aussteigen aus den Lebensfilmen

Fortsetzung von Tag 1218:

Doch der Mann war nicht bereit, eine Aussage zu geben. „Wenn Sie zuvor angerufen hätten, dann wäre es kein Problem gewesen, aber so kann ich leider nichts machen.“ sagte er in einem scheißfreundlichen Tonfall, der einem die Rückenhaare aufstellte. Dies war für Heiko zu viel. Seine Gesichtsfarbe wechselte auf rot und er begann, dem Mann seinen Missmut kundzutun. Wie konnte es sein, dass dieser dahergelaufene Einfallspinsel, der nichts, aber auch gar nichts zu sagen oder zu bestimmen hatte, sich hier aufspielte als wäre er der Papst persönlich, uns keinerlei Respekt oder Freundlichkeit entgegen brachte und uns dann auch noch immer mehr Zeit stahl, obwohl es bereits kurz vor Sonnenuntergang war? Wir bekamen nichts angeboten, obwohl es in diesem Ort Pfadfinder, eine Kirchenhalle, einen Gemeindesaal und sogar ein Hotel gab. Wir wurden im Gespräch abgewürgt und dann warf er uns vor, dass er ja nichts über uns wisse. Und für all dies ließ er uns eine halbe Stunde warten, obwohl seine Meinung von Anfang an festgestanden hatte. Und normal: Der Mann hatte keinen Posten inne und durfte selber nichts entscheiden. Aber sowohl die Pastorin als auch der aktuelle Verwalter waren solche Duckmäuser, dass sie nichts dagegen sagten, sondern die Meinung astrein übernahmen.

Die Höhe war jedoch, dass er als einen der Gründe für seine Ablehnung aufführte, dass der Bischof vor einigen Jahren eine ähnliche Reise gemacht habe, bei der er ebenfalls von Kirche zu Kirche gezogen war. Aber er wäre sicher, dass sich der Bischof zuvor angekündigt habe, und wenn uns das nicht möglich war, dann konnten wir eben auch nicht bleiben.

Heiko war nun so sauer, dass er den Mann am liebsten in den Boden gerammt hätte. Er verzichtete jedoch darauf und machte seinem Ärger verbal Luft, bevor wir den Platz verließen und unser Glück noch einmal andernorts versuchten. Auch in mir brodelte es wie in einem Wasserkocher und ich bereute es fast ein bisschen, dem Mann nicht auch noch einiges an den Kopf geworfen zu haben.

Wieder kamen wir nun an eine Autobahn, die dem inneren Aufruhr nun noch einen äußeren hinzu fügte. Kurz darauf erreichten wir eine kleine Kapelle auf einem Hügel. Direkt daneben befand sich eine Einrichtung, die sich selbst als christliches Heilungszentrum bezeichnete. Hier fanden wir zum ersten Mal freundliche Menschen an diesem Tag. Wir bekamen ein Abendessen und eine Einladung, in der Kirche zu schlafen, sowie das Internet und einen Gemeinschaftssaal zu nutzen und der Messe beizuwohnen. Später wurde der Plan dann noch einmal geändert, weil die Kirche nicht direkt zum Heilungszentrum gehörte. Man stand also schon wieder vor dem Problem, dass man keine zuständige Person erreichen konnte. Dieses Mal wäre es nicht schlimm gewesen, da die Kirche immer offen stand und ohnehin niemand mehr kommen und nach dem Rechten sehen würde, doch zum einen fühlten sich unsere Gastgeber wohler, wenn wir es nicht darauf ankommen ließen und zum anderen schien es in dem angebotenen Raum wärmer zu sein. Einziger sichtbarer Haken: Wir mussten warten, bis die Messe vorüber war und die ging bis um 22:00 Uhr.

Es war also bereits halb elf, bis wir aufgebaut uns, gewaschen und geduscht und einigermaßen eingerichtet hatten. Mit unserem täglichen Training, einem Fernsehabend zum abschalten und ein klein bisschen Arbeit an den Projekten war es bereits 1:00 Uhr ehe wir ins Bett gingen.

Und keine fünf Stunden später war die Nacht wieder vorbei! Vollkommen unvermittelt stand nun ein Mann vor uns, der erklärte, dass heute Wahlen waren und er diesen Raum als Wahllokal vorbereiten müsse. So aus dem Schlaf gerissen packten wir unsere Sachen zusammen und verschwanden. Als wir auf der Straße standen was es sieben Uhr und unser Etappenziel erreichten wir um kurz nach halb zehn. Autobahnen gab es heute nicht mehr in der Form, aber dafür wehte uns ein Sturm entgegen, der fast genauso laut war, wie der Verkehrslärm.

Der Ort, den wir erreichten lag idyllisch in einem Tal am Fluss und bestand nur aus Villen im Wert von mehreren Millionen. Einen so reichen Ort hatten wir noch nie besucht, doch auch hier zeigte sich, dass Reichtum nicht unbedingt einen guten Charakter ausbildet. Die Kirchenverwalterin sagte uns zu, dass wir in der Kirche nächtigen können. Es gäbe sogar ein kleines Häuschen nebenan, das wir nutzen könnten, wenn sie einen Verantwortlichen auftrieb. Doch als rund zwei Stunden später die Tür aufging, kam nicht die Frau herein, sondern zwei Polizisten, die man auf uns gehetzt hatte, um zu kontrollieren, ob wir vertrauenswürdig waren. Ob es die Kirchenverwalterin selbst war, der wir diesen Besuch verdankten oder der Pastor wissen wir nicht genau, aber ein Akt der Freundlichkeit war es jedenfalls nicht.

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Die Polizisten selbst hingegen waren die ersten, die wirklich freundlich und hilfsbereit waren. Es war ihnen unendlich peinlich, dass sie uns befragen und überprüfen mussten, aber sie freuten sich, einiges von uns und unserer Reise zu hören. Anschließend wollten sie dann die Kirchenverwalterin noch einmal aufsuchen und überreden, uns ein Abendessen zu machen.

Stattdessen bekamen wir aber später ein weiteres Mal Besuch von einer unverhofften Seite. Dieses Mal war es die Frau des Pfarrers, die uns mitteilte, dass wir leider doch nicht hier schlafen könnten, da sich ihr Mann damit nicht wohl fühle. Das war alles. Ihr Mann fühle sich damit nicht wohl.

Dieses Mal ließen wir uns aber nicht so leicht abwimmeln. Erstens hatten wir die offizielle Erlaubnis der Verwalterin, deren Autorität in diesem Fall über der des Pfarrers lag. Es war also wieder einmal ein Mann, der nichts zu sagen hatte, der uns einen Strich durch die Rechnung machen wollte. Dabei war er nicht einmal ein echter Pfarrer, sondern betreute die Kirchen und Gottesdienste nur als Ehrenamt. Und dennoch. Die Kirchenverwalterin machte auch dieses Mal wieder einen Rückzieher und nahm ihre vorherige Zusage zurück. Es kostete uns einiges an Mühe und Überzeugungsarbeit um zu erreichen, dass wir doch bleiben konnten, mit der Option in das Gemeindehaus zu wechseln, wenn hier ein Kontakt gefunden wurde. Eine definitive Aussage bekamen wir jedoch nicht. Wahrscheinlich war es Ok, aber es kann noch immer passieren, dass uns der Pfarrer am Abend vertreibt. Menschlich betrachtet ist dies so ziemlich das letzte, was wir auf der gesamten Reise erlebt haben. Es ist ein Dorf, das vor Reichtum nur so überquillt und alles was wir bislang angeboten bekommen haben waren zwei Bananen, sowie eine feste Zusage, die dann wieder zurückgezogen wurde und eine Anzeige bei der Polizei. Von Christlichkeit oder einer feinen, englischen Art ist hier mal nichts zu spüren. Am härtesten finde ich jedoch gerade, dass wir hier im reichsten Land Europas in einem der reichsten Orte des Landes sitzen und zum ersten Mal auf der Reise wirklich hungern.

All dies veranlasste uns dazu, noch einmal genauer über das Thema mit den Filmen und der Matrix nachzudenken. Es musste schließlich einen Grund haben, warum die letzten beiden Tage so gelaufen waren, wie sie gelaufen waren. Zufall konnte es nicht sein, dazu war es einfach zu viel auf einmal. Es musste also ein Lehrinhalt darin stecken und um diesen herauszufinden, nahmen wir uns noch einmal die Zeit für einige Muskeltests. Das Ergebnis war eindeutig. Gerade einmal 0,000001% von dem, was wir erlebt hatten war real. Der Rest war ein Film, der sich vor unseren Augen und Ohren abgespielt hat. Je mehr wir uns mit dem Thema beschäftigten, desto intensiver und härter wurden die Filme und dies hatte den Grund, dass wir nun langsam erkennen sollten, wie wir aus dem Filmleben aussteigen und zu unserem wahren Sein finden können. Es waren Tage voller Hinweise gewesen, die uns auf immer mehr Zusammenhänge aufmerksam machen wollen. Bislang konnten wir dabei die folgenden Punkte herausfinden können:

Alles ist eins, alles ist Licht und alles ist Liebe. Das bedeutet, dass es natürlich niemanden geben kann, der die Filme für uns erschafft oder der eine Matrix für uns baut, mit der wir dann zurechtkommen müssen. Wir sind das alles, also sind wir auch die Schöpfer unserer Filme und die Schöpfer der Matrix. Als Alles sind wir ein bisschen wie die Sonne, die in jede Richtung hin nach außen strahlt. Das, was wir als Menschen von unserem Allbewusstsein wahrnehmen können ist ein Sonnenstrahl. Um die Liebe ausdehnen zu können, muss es drei Arten von Sonnenstrahlen geben. Die ersten sind und bleiben in ihrem Gottbewusstsein. Sie sind sich also jederzeit über ihre Allpräsenz bewusst und wissen, dass ihre physische Form nur eine Rolle in einer Geschichte ist. Diese Sonnenstrahlen sind diejenigen, die anderen dabei helfen können, ins Gottbewusstsein zurückzufinden. Es sind in erster Linie Tiere, Pflanzen und Steine, aber auch einige Menschen, die zu dieser Sorte gehören. Die zweite Sorte, zu denen auch Heiko, Shania und ich gehören sind diejenigen, die zu Beginn ihres Lebens verwirrt werden, so dass sie vergessen, wer sie sind und deren Aufgabe es ist, zu ihrem Gottbewusstsein zurückzufinden. Die dritte Sorte sind jene, deren Aufgabe es ist, für die Verwirrung zu sorgen. Man kann zwischen diesen Rollen innerhalb der Lebensgeschichte nicht wechseln. Wenn man ein Verwirrer ist, bleibt man ein Verwirrer, genau wie man immer ein Rückführer bleibt, wenn dies seine Aufgabe ist. Es kann jedoch sein, dass es ein Wesen in einem Film gibt, das aussieht wir wir selbst und dass wir deshalb für uns selbst halten. Wir sind dieses Wesen aber nicht. Wir sind und bleiben und waren schon immer real, auch wenn unsere Filmrolle bislang durch eine Illusion eingenommen wurde.

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Wären alle Sonnenstrahlen erleuchtet, also in ihrem Gottbewusstsein, dann kännte keine Liebesausdehnung stattfinden, da es ja nichts zu tun gibt. Wären alle Verwirrt, würde niemand mehr den Weg zurück finden. Und wenn alle Verwirrer wären, gäbe es niemanden mehr, den man Verwirren könnte. Es funktioniert also nur im Zusammenspiel mit allen drei Rollen.

Um uns in die Verwirrung zu bringen, senden wir uns als Gott selbst die Filme, die uns ein Leben vorspielen, das nicht real ist.

In einen laufenden Film können wir nicht eingreifen. Wenn er erst einmal ins Rollen gekommen ist, dann läuft er so ab, wie er ablaufen soll, also wie wir ihn selbst zuvor als Gott geplant haben. Das einzige, was wir tun können ist, dass wir den Film ausschalten und so ins Erwachen kommen, oder ihn durch einen neuen ersetzen.

Dabei besteht unsere Hauptaufgabe als verwirrte Wesen darin, zu erkennen, was real ist und was nicht. Was gehört zu uns als göttliche Lichtwesen und was nicht? Dies ist der Grund, warum es so viele Filme über Leid gibt. Da alles Liebe und alles Gott ist, kann es kein Leid geben. Jede Form des Leides ist also immer eine Illusion, weshalb Leidvolle Filme am meisten helfen, um die Irrealität des Systems zu erkennen. Solange wir glauben, dass der Film real, also unser Leben ist, leiden wir mit allem mit, das uns in den Filmen gezeigt wird. Wir glauben, dass der Schmerz echt ist und dass wir daran zerbrechen können. Wenn andere leiden, tut es uns Leid und bringt uns sogar zur Verzweiflung. Nicht anders ist es, wenn wir selbst leiden.

Wenn wir hingegen erkannt haben, dass es ein Film ist, bedeutet dies noch nicht zwangsläufig, dass wir nicht mehr mitleiden. Das Mitleid wird nun häufig zu einem Mitgefühl, ähnlich wie wir es auch kennen, wenn wir uns im Kino oder Fernsehen einen Film anschauen. Wir wissen natürlich, dass nichts im Film real ist, aber trotzdem fühlen wir uns in die Figuren ein und nehmen einen Teil ihrer Geschichte als unsere eigene an. Wir glauben noch immer, dass da etwas externes ist, das passiert und wir fiebern bei dieser Geschichte mit.

Dieses Mitfühlen oder Mitleiden ist es, das 100% unseres eigenen Leidens auslöst. Das mag erst einmal komisch klingen, da niemand vermuten würde, das Mitgefühl etwas negatives ist. Es ist ja auch nicht negativ, da es weder gut noch böse, weder richtig noch falsch gibt. Es ist jedoch ein Konzept, das uns vollkommen von unserem eigenen Gottbewusstsein abhält. Mitzufühlen bedeutet, dass wir uns noch immer bewusst als getrennt wahrnehmen und nicht anerkennen, dass wir die Liebe sind. So lange wir mitfühlen oder gar mitleiden sagen wir indirekt: Ja, es gibt Schmerz, Leid und Ungerechtigkeit. Nein, nicht alles ist Liebe! Nein, nicht alles ist gut und sinnvoll und Teil einer großen phantastischen Geschichte.

Wenn wir erkennen, dass wir das Licht, also die Liebe sind, erkennen wir auch, dass wir nicht Leiden oder Mitleiden, nicht Fühlen oder Mitfühlen können. Wir sind einfach. Es geht also darum, anzuerkennen, was man ist und dies einfach zu sein: Liebe! Wenn ich selber das Licht bin, kann ich mich an eine Feuer nicht verbrennen. Mache ich mir jedoch Sorgen um jemanden, oder Leide ich mit ihm mit, sorge ich mich um eine Fiktion. Es ist ein bisschen, als würde ich im Kino Romeo und Julia sehen und verhindern wollen, dass die beiden am Ende sterben. Es kann nicht funktionieren, aber weil ich mich hinein steigere, nehme ich nun genau das Leid auf mich, das ich in den anderen sehe. Es gibt nur mich. Innen ist Außen. Je mehr ich glaube, dass es im Außen Leid gibt, desto mehr Kraft gebe dieser Illusion und da ich das Außen bin muss ich es zwangsläufig auch zu spüren bekommen. Das gleiche ist es auch mit religiösen Überzeugungen. Wenn ich beispielsweise glaube, dass Jesus das Leid der Welt auf sich genommen hat, um die Menschen zu erlösen, dann klingt das im ersten Moment nach einer sehr positiven, hoffnungsvollen und liebevollen Überzeugung. Dennoch führt dieser Glaube zu Leid, denn der Schein trügt. Zu glauben, Jesus habe das Leid auf sich genommen, bedeutet auch dass ich glaube, dass dieses Leid existiert. Jesus hat sich geopfert und zeigt damit allen Menschen, dass Leid real ist und dass nicht einmal Gott davon befreit ist. Die gleiche Geschichte könnte aber auch anders lauten: Jesus konnte sich ohne Probleme mit Dornen krönen und ans Kreuz schlagen lassen, weil er wusste, dass es kein Leid gibt und dass er dadurch somit auch keines erfahren konnte. Würden wir Jesus also nicht als Opfer sondern als Meister der Erleuchtung und des Gottbewusstseins wahrnehmen, könnte uns der Glaube an ihn wirklich vom Leid befreien, anstatt uns weiter darin festzuhalten. Auf die gleiche Weise lässt sich wohl auch ein anderer vielzitierter Satz aus der Bibel verstehen: „Das Leben ist Leid.“ Wir gehen davon aus, dass dies bedeutet, dass wir uns auf ein Leben voller Leid einstellen müssen. Was aber, wenn eigentlich gemeint ist, dass Leid an die Idee vom Leben gebunden ist. Wenn wir erkennen, dass dieses Leben gar nicht existiert, sondern dass wir die Allliebe sind, kann es auch kein Leid mehr geben.

Als Gott können wir natürlich auch weiterhin die Filme anschauen, denn immerhin haben wir sie ja selbst erschaffen. Sie beeinflussen uns nun aber nicht mehr und da wir wissen, dass wir der Schöpfer sind, gibt es nun für uns auch keine überraschenden Wendungen und Unvorhersehbarkeiten mehr. Wir sind die Autoren, das heißt, wie wissen stets über alles bescheid. Damit gibt es also auch nichts mehr zum mitfühlen oder mitleiden. Ich weiß, dass der Film genau so verläuft, wie er verlaufen sollte, was also sollte man bedauern oder bemitleiden? Und genau hier kommen wir zum Kernpunkt, den es zu lernen gilt. Vom Leid über die Geschehnisse im Film wächselt man zur Freude über den Clou, den man selbst geschaffen hat. Es ist wie in einem guten Kinofilm auch. Beim ersten Mal, wenn man ihn nicht kennt, fiebert man meist mit den Charaktären mit. Kennt man den Film jedoch und schaut ihn immer wieder, dann verschwindet dieses Gefühl und man empfindet vor allem Freude und Begeisterung über die genialen Kniffe, mit denen die Macher die Story ausgearbeitet und umgesetzt haben. Es geht also darum, mit Freude zu Träumen, bzw. die Filme mit Freude zu betrachten und sich über die genialen Wendungen zu freuen, wissend, dass einen der Film nicht schädigen kann. Je stärker uns dies gelingt, desto geringer wird unser Leid. Das bedeutet im Umkehrschluss: In dem Maß, in dem wir den Film nicht als sein Schöpfer sondern als real glaubender Teilnehmer oder mitfühlender Zuschauer ansehen, in dem Maß existiert auch Leid in unserem Lebensfilm.

Als Gott können wir alles erschaffen, was bedeutet, dass wir uns nicht zwangsläufig mit Filmen umgeben müssen, die Leidvoll sind. Wenn wir unser Gottsein erkannt haben, können wir zukünftige Filme verändern und uns fröhliche, freudvolle Filme zeigen. Die filme, die bereits laufen können wir hingegen nicht mehr verändern. Wir träumen ja bereits oder sitzen bereits im Kino. Um hier auszusteigen können wir nur erkennen, dass es Filme sind und die Show genießen, egal wie leidvoll die Bilder auch sein mögen. Diese leidvollen Filme haben wir uns ja ganz gezielt erschaffen, um sie als Filme entlarven zu können. Könnten wir sie im Film einfach verändern, würen wir aus ihnen nich erwachen wollen, sondern es uns darin so gemütlich machen, dass wir unsere wahre Natur niemals erkennen würden. Dennoch gefallen uns als Liebe, also als Gott romantische, schöne, angenehme und fröhliche Filme deutlich besser als Leidvolle. Einen Film mit übertrieben lauten Autobahnen erschaffe ich also nur, um die Liebe auszudehnen und um Hinweise zum Erwachen zu legen. Wenn ich erwacht bin, gibt es also keinen Grund mehr, Leid in den Filmen zu zeigen. Es sei denn ich möchte es.

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Spruch des Tages: Es liegt an uns, ob wir erkennen, dass wir in einem Film sitzen, oder ob wir ihn für bare Münze nehmen

Höhenmeter: 260 m

Tagesetappe: 42 km

Gesamtstrecke: 22.371,27 km

Wetter: Sonnig, später bewölkt und windig

Etappenziel: Christliches Heilungszentrum, Harnhill, England

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About the Author:

Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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