Tag 845: Die Erdöllüge

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Tag 845: Die Erdöllüge

Tag 845: Die Erdöllüge

Die Wanderung durch das gigantische Kohleabbaugebiet ließ uns noch für längere Zeit nicht los und brachte uns wieder auf ein Thema zurück, dass wir uns ohnehin schon lange einmal genauer anschauen wollten. Dass sich in unserer heutigen Welt alles direkt oder indirekt um Öl und Kohle dreht ist ja hinreichend bekannt. Auch dass in diesem Bereich nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht und dass wir hier oft für dumm verkauft werden ist kein Geheimnis. Doch schon lange beschäftigte uns die Frage, wie viel wir eigentlich wirklich über das schwarze Gold wissen und wie viel Unwahrheiten darüber verbreitet werden. Denn eines ist klar, wer heute das Öl und die Kohle kontrolliert, der kontrolliert die Welt. Ein mächtigeres Mittel gibt es zur Zeit nicht.

Auf die ersten Ungereimtheiten kamen wir vor ein paar Jahren eigentlich eher zufällig, als wir und mit ungewöhnlichen Fällen aus dem Bereich der Archäologie beschäftigten. Immer wieder sind wir auf Fälle gestoßen, bei denen von Menschen produzierte Artefakte in Kohlemienen gefunden wurden. Goldketten, verzierte Metalltafeln, Nägel, Krüge und andere Alltagsgegenstände. Die meisten dieser Funde wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts gemacht, doch auch später kamen weitere hinzu, die jedoch meist sehr diskret behandelt wurden. Nach der gängigen Datierungsmethode mussten diese Artefakte Millionen von Jahren alt sein. Sie stammten also aus einer Zeit, in der es eigentlich noch keine Menschen hätte geben dürfen. Jedenfalls nicht, wenn man den Meinungen der Paläontologen glaubt. Das ließ nur zwei Schlussfolgerungen zu. Entweder die Menschheit existierte deutlich länger als angenommen, oder Kohle entsteht viel schneller als behauptet. Vielleicht war sogar beides der Fall. Wir wollten daher herausfinden, aus welcher Zeitperiode der Erde Kohle wirklich stammte und wie sie entstand. Angeblich handelte es sich dabei um abgestorbenes, organisches Material, das unter hohem Druck und über einen sehr langen Zeitraum hinweg in Kohle verwandelt wurde. Bei der Frage, wie plausibel diese Annahme wirklich war, stießen wir auf den zweiten Fossilien Brennstoff, der eine enorme Bedeutung für unsere moderne Zeit hat. Die Rede ist von Erdöl.

Angeblich entstand Erdöl über Millionen von Jahren hinweg, aus abgestorbenem Pflanzenmaterial, das unter hohem Druck und bei großer Hitze nach und nach in Öl und Gas umgewandelt wurde. Demnach dauert es auch Millionen von Jahren, bis sich wieder neues bilden kann. Die aktuellen Ölvorräte sind also äußerst begrenzt und wenn wir sie verbraucht haben, dann schauen wir mit unserer modernen ölabhängigen Lebensweise ganz schön in die Röhre. Diese gängige Theorie wirft jedoch ein paar Fragen auf. Wie gelangte das tote Pflanzenmaterial der Urzeitbäume oder der Meerespflanzen in eine Tiefe von drei bis dreizehn Kilometern? Wuchsen die Wälder damals unterirdisch? Oder fielen sie in tiefe Erdspalten, die sich danach wieder verschlossen? Wurden sie vielleicht durch komplexe Erdbeben umgegraben, so dass sich eine dreikilometerdicke Erdschicht mit der Oberseite nach unten drehte und die Wälder unter sich begrub? Oder lagerten sich Stück für Stück immer mehr Gesteinspartikel über den Pflanzen ab, bis schließlich eine dreitausend Meter dicke Schicht entstand?

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Doch dann stellt sich wiederum die Frage, warum die Pflanzen mit ihrer Verwesung so lange gewartet haben, bis diese Schicht fertig war. Hätten sie nicht längst kompostiert sein müssen? Wo außerdem wäre das Material für diese Schicht hergekommen? Unsere Erde wird im Laufe ihrer Geschichte kaum an Masse zugenommen haben, von ein paar Asteroiden einmal abgesehen. Demnach müsste die Schicht also an einer anderen Stelle fehlen. Ölfelder werden aber in der Regel nicht unter Hochplateaus, sondern unter Tälern oder Ebenen gefunden. Demnach müssten dort vor Urzeiten bewaldete Täler oder Schluchten mit einer Tiefe von drei bis 13 Kilometern gewesen sein. Wenn ein solches Tal entsteht, würde es innerhalb kürzester Zeit mit Wasser volllaufen. Wir nennen es dann See oder Meer. Demnach müsste es sich bei den Zutaten des Erdöls um Wasserpflanzen handeln. Doch auch hier stellen sich wieder jede Menge Fragen. Wie konnten Pflanzen in so großen Mengen an einer Stelle verschüttet werden? Wenn wir uns die Pflanzenbestände in einer Tiefe von 3000 Metern unter dem Meeresspiegel anschauen und uns vorstellen, sie würden unter einer gewaltigen Gesteinsschicht mit hohem Druck zerquetscht werden, dann wäre der Öl-Ertrag, der dabei herauskäme, mehr als nur erbärmlich. Es müsste sich also immer wieder neues Pflanzenmaterial abgelagert haben, was uns wieder zu der Frage führt, warum es nicht einfach verrottet ist. Nächster Punkt: Viele Ölquellen befinden sich nicht nur viele Kilometer unter der Erdoberfläche, sondern viele Kilometer unter dem Meeresgrund. Wie gelangte das Pflanzenmaterial in diese Tiefe? Warum gibt es in den Regionen direkt um die Öllagerstätten so gut wie keine Fossilien? Müsste dort nicht alles voll davon sein? Gegenfrage: Warum deuten große Fossilienvorkommen nicht auf Öllagerstätten hin? All dies sind Fragen, die wir mit der gängigen Theorie nicht beantworten können.

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Seit kurzem gibt uns die NASA zudem noch einige weitere Rätsel auf. Bei Messungen mit Weltraumsonden wurde Methangas auf dem Mars, dem Pluto und dem Saturnmond Titan gefunden. Auf allen drei Himmelskörpern gibt es keinerlei Anzeichen für organisches Leben. Methangas entsteht der Theorie nach aber ebenso ausschließlich auf organischem Weg, wie Erdöl. Wie kam es also auf den Mars, den Pluto oder den Titan? Gab es vielleicht in grauer Vorzeit so gewaltige Erdbeben oder Vulkanexplosionen, das ganze Wälder von unserer Erde ins All geschleudert wurden, wo sie dann auf anderen Monden und Planeten landeten um sich dort in Erdgas zu verwandeln? Oder gab es vielleicht eine so heftige Sonneneruption, dass große Mengen des Erden-Erdöls verdampften, durchs All trieben und auf dem Mars herabregneten? Ihr merkt bereits, diese Erklärungsversuche sind eher lächerlich. Die einzig plausible Antwort, die man auf all diese Fragen geben kann, ist die folgende: ‚Die Theorie der organischen Entstehung von Erdöl und Erdgas ist schlicht und ergreifend falsch. Es handelt sich dabei nicht um fossile Rohstoffe, sondern um Stoffe, die durch einen chemischen Prozess erzeugt werden. Die NASA hat derweil beschlossen, mit den Neuigkeiten über Methanvorkommen auf anderen Planeten eher diskret umzugehen, um unliebsame Diskussionen zu vermeiden. Offiziell wurde zugegeben, dass Methan, als Hauptbestandteil von Erdgas vielleicht doch anorganisch entstehen könnte. Dies läge aber daran, dass es eine einfache Kohlenwasserstoffkette ist. Bei komplexeren Verbindungen sei das hingegen unmöglich. Solche Verbindungen seien auf dem Mars ja auch nicht gefunden worden. Mit dem letzten Punkt haben sie Recht. Es wurde tatsächlich noch nicht gefunden. Das ist aber auch kein Wunder, wenn man bedenkt, wie schwierig es ist, Erdölvorräte auf der Erde zu finden. Unsere Marssonden sind nicht viel mehr als motorisierte Werkzeugkästen, die Versuchen mit Zahnstochern und Pinzetten Gesteinsproben zu untersuchen. Wie sollten sie Bohrungen in eine Tiefe von mehreren Kilometern vornehmen, die bereits auf der Erde ein schwieriges Unterfangen sind? Das Methan ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass Kohlenwasserstoffe ohne organisches Leben entstehen können und ein deutlicher Hinweis darauf, dass es auf anderen Planeten noch weitere derartige Verbindungen gibt. Dies bedeutet aber auch, dass die als Fakt angesehene Entstehungsdauer von vielen Millionen Jahren, keine wissenschaftliche Grundlage hat.

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Soll das nun also bedeuten, dass Erdgas und Erdöl auch viel schneller nachgebildet werden könnte?
Ganz genau! Es handelt sich dabei ebenso um einen nachwachsenden Rohstoff wie bei Holz. Nur das Holz wahrscheinlich sogar deutlich länger braucht. Die ersten Zweifel an der Theorie der Fossilen Brennstoffe kamen in Russland auf. Zwischen dem Uralgebirge und der Wolga befindet sich eines der größten Ölreservoirs der Welt, das Romashkino-Feld. Ihr müsst dazu wissen, dass ein viertel des Weltweiten Öl-Bedarfs aus nur 30 Großlagerstätten stammt, sogenannten Elefantenfeldern. Die meisten davon befinden sich in der Hand von amerikanischen Großkonzernen. Ende der 90ger Jahre war die russische Großquelle Romashkino schließlich aufgebraucht. Es wurde nur noch Wasser ans Tageslicht gefördert, was für die Russen natürlich dramatische Folgen hatte. Jetzt aber kommt das erstaunliche an der Geschichte. Seit 2002 fördern die Pumpen plötzlich wieder Öl. Nach der gängigen Theorie ist das unmöglich. Es konnte sich in so kurzer Zeit unmöglich ein neuer fossiler Brennstoff gebildet haben. Bis heute förderte das Ölfeld mehr als 3 Billionen Liter zu Tage, das sind vier Mal mehr, als es nach der fossilen Entstehungstheorie überhaupt hätte geben dürfen. Und noch etwas ist auffällig. Das Öl, das nach 2002 gefördert wurde, hatte eine andere Konsistenz als das Öl vor der Pause. Anders als die Amerikaner, die von der weltweiten Ölknappheit profitieren, waren die Russen sehr daran interessiert, mehr über den Vorfall herauszufinden. Die Forscher stellten fest, dass das Romashkino-Ölfeld in einer Zone mit einer großen, tektonischen Instabilität lag. Das bedeutet nichts anderes, als dass es darunter Erdspalten gab, die bis zum Erdmantel, also in eine Tiefe von 120 bis 240 Kilometern herunterreichten.

Fortsetzung folgt…

Spruch des Tages: Wie kommt das Metangas auf den Mars?

Höhenmeter: 250 m
Tagesetappe: 11 km
Gesamtstrecke: 14.918,27 km
Wetter: sonnig, abends eiskalt
Etappenziel: Zeltplatz vor dem Dorf, 57017 Karteres, Griechenland

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About the Author:

Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

2 Comments

  1. Verena Meiser 6. Juni 2019 at 22:24 - Reply

    Genial recherchiert. Ich beschäftige mich mit diesem Thema schon über drei Jahre und es ist wahrlich ein Wahnsinn an was wir glauben und was an sich klar ersichtlich ist.

    Danke für eure Arbeit.

    Ich werde euch treu weiter folgen.

    Gruß Verena

  2. Heinrich Kübel 6. Juni 2019 at 23:08 - Reply

    Spannende Daten, ich selbst habe mich schon mal gefragt, wie es sein kann, das die Ölfelder bis heute noch nicht kartiert sein sollten. Ich selbst arbeite mit der unterirdischen Kartierung und kann es mir nicht vorstellen, das solche riesigen Ölfelder bis heute noch nicht entdeckt worden sein sollen. Naja es bleibt ein Rätsel, jedoch ist es spannend darüber zu philosophieren.

    Gruß Heinrich

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