Tag 1154: Ungewöhnliche Waschplätze

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Tag 1154: Ungewöhnliche Waschplätze

Tag 1154: Ungewöhnliche Waschplätze

01.03.2016

Über heute gibt es eigentlich nur drei Dinge zu berichten. Zum einen, dass uns das Wetter gerade vor eine wirklich große Herausforderung stellt, ein bisschen so, als wolle es noch einmal fragen, ob wir es mit unserem Weg wirklich ernst meinten oder doch lieber einfach zurück ins warme Wohnzimmer der Zivilisation kehren wollten. Was das anbelangt können wir dem Wettergott jedoch ganz klar sagen: „Vergiss es! Wir machen weiter!“
Zum zweiten möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Armin Torbecke für die Spende bedanken, die er uns gerade überwiesen hat und die schon einmal einen wichtigen Teil zu unserer Überfahrt nach England beiträgt! Vielen herzlichen Dank!

Das dritte ist eine Besonderheit bei unserer Wohnsituation. Aufgrund des fieses Regens kehrten wir bereits einen Ort früher ein, als wir es eigentlich geplant hatten und bekamen dort einen kleinen Besprechungsraum neben dem Rathaus. Er war recht simpel gehalten und bestand nur aus vier Wänden, einem Dach, einem Tisch und zwei Heizkörpern, die den Raum vor allem dadurch erwärmten, dass sie immer kurz davor waren, in Flammen aufzugehen. Sanitäre Einrichtungen hingegen gab es hier nicht. Das einzige war ein Toilettenhäuschen auf dem Platz, zu dem aber kein Waschbecken gehörte. Die einzige Wasserquelle war daher ein Gummischlauch, den man aus dem Spülkasten heraus gelegt hatten und der gerade lang genug war, um bis zur Kloschüssel zu reichen. Dies machte unsere Abwaschsituation ein wenig einzigartig und obwohl wir schon auf viele und sehr rustikale Arten unser Geschirr gespült hatten, war es doch etwas befremdlich, Messer, Gabeln, Teller und Töpfe direkt über der Kloschüssel zu waschen.

02.03.2016

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Heute war es wieder etwas freundlicher und zwischenzeitig schien sogar etwas die Sonne. Zum übernachten bekamen wir dieses Mal die Umkleidekabine eines Fußballstadions, die sogar noch etwas rustikaler war, als der Saal vom Vortag. Immerhin gab es hier nun aber wenigstens einen Wasserhahn, an dem wir unser Geschirr auch ohne die Gefahr abwaschen konnten, dass es bei einer falschen Bewegung im Klo landet.

Spruch des Tages: Das könnte hier leicht ein Griff ins Klo werden!

Höhenmeter: 50 m
Tagesetappe: 18 km
Gesamtstrecke: 21.168,27 km
Wetter: bewölkt, kalt und regnerisch
Etappenziel: Küche des Veranstaltungssaals, 17160 Gibourne, Frankreich

Hier könnt ihr uns und unser Projekt unterstützen. Vielen Dank an alle Helfer!

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About the Author:

Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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