Funktionierende Beziehungen: So gelingen sie!

Heiko Gärtner
02.09.2014 19:31 Uhr

Tag 244: Funktionierende Beziehungen

 

Heute war der heißeste Tag des Jahres. Im Schatten hatten wir 42°C und auf unserem Weg haben wir wahrscheinlich mehr als 10 Liter aufgeschwitzt.

Von unserem Schlafplatz aus ging es 17,5km durch die Steppe, wobei wir neben Wein und Melonenfeldern heute zum ersten Mal auch an Zwiebelfeldern vorüber kamen.

Es war der Wahnsinn! Auf dem Feld stapelten sich die Kisten voller Zwiebeln, die von einem Traktor übereinander geschichtet wurden. Ein LKW fuhr mitten aufs Feld und holte die Kisten ab. Das war der Vorteil an einem Boden, der so hart ist wie Beton. Man konnte sogar mit einem LKW einfach aufs Feld fahren, ohne einzusinken. Bei uns wäre das unvorstellbar.

Wirklich krass war jedoch, wie die Zwiebeln in die Kisten kamen. Zunächst waren sie mit einem Traktor aus der Erde herausgerissen worden und lagen dann oben auf dem Feld. Für die weitere Arbeit brauchte man Arbeitskräfte, die zäh, genügsam und billig waren und die mit den auslaugenden Temperaturen kein Problem hatten. Was konnte es da besseres geben, als die Marokkaner, die über die Meeresenge von Gibraltar eh nach Spanien einwandern wollten. Zwischen zehn und zwanzig Arbeiter und Arbeiterinnen klaubten die Zwiebeln vom Feld und kippten sie in die Holzkästen, während in ganz Spanien Siesta herrschte und sich kaum ein Einheimischer aus dem Haus wagte. Wir hatten unsere Hüte, die uns schützten, wir konnten in unserem eigenen Tempo wandern und wir wussten, dass wir nach 17,5 Kilometern wieder irgendwo in einem Schatten ankommen würden. Doch diese Männer und Frauen hatten nicht einmal eine Kopfbedeckung und ackerten den ganzen Tag bei 42°C im nicht vorhandenen Schatten. War das etwas anderes als moderne Sklaverei? Wenn ja, konnten wir den Unterschied nicht erkennen.

Ungefähr die Hälfte der Zwiebeln blieb auf dem Feld zurück, weil sie wieder einmal die falsche Form oder Größe hatten, oder weil sie durch den Flug des Traktors verletzt worden waren. Irgendwo in einem Zeitungsartikel zu lesen, dass mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel auf dem Feld zurückbleibt ist eine Sache, doch zu sehen, dass in den Holzkisten gerade einmal so viele Zwiebeln liegen wie daneben, ist eine andere. Es ist kaum zu beschreiben, deshalb müsst ihr euch die Bilder anschauen. Vor allem das, wo das abgeerntete Feld neben dem unbearbeiteten zu sehen ist. Ist das nicht ein Wahnsinn?

Für die Weinernte sind hier neben den noch immer unbekannten vollerntern übrigens ebenfalls die Gastarbeiter aus Afrika zuständig. Besser gesagt sind es überwiegend Gastarbeiterinnen. Als wir ihnen eine Weile bei der Arbeit zusahen, zollten wir ihnen unseren größten Respekt. Wir hätten uns so eine Arbeit bei der Hitze nicht zugetraut, weder die von den Weinbauern, noch die von der Zwiebelernte. Kurz darauf sahen wir dann einen Güterzug vorbeirauschen. Er hatte 21 Tanks mit Wein geladen von denen jeder zwischen 40.000 und 50.000 Liter fasste. Der ganze Zug transportierte also gut und gerne 1 Million Liter Wein. Langsam gehen die Mengen echt in eine unvorstellbare Höhe!

Auf dem weiteren Weg sprachen Heiko und ich vor allem über das Thema Beziehungen, das Heiko im Moment sehr stark beschäftigt. Die Gedanken, auf die wir dabei gekommen sind, haben wir euch hier einmal zusammengefasst.

Partnerschaften sind fast immer eine komplizierte Angelegenheit, die uns Menschen seit nunmehr Jahrtausenden intensiv beschäftigt. Bereits der Philosoph Platon stellte damals die Theorie auf, dass ein Mensch erst dann vollständig sein könnte, wenn er sein Gegenstück in Form eines Partners gefunden hätte. Seiner Ansicht nach waren die Menschen früher eine perfekte Einheit aus einem männlichen und einem weiblichen Aspekt in ihrem Dasein. Weil jedoch die Götter Angst um Ihre Vormachtstellung hatten, teilten Sie die Menschen in zwei gleich große Hälften, nämlich eine männliche und eine weibliche, die fortan Zeit ihres Lebens damit beschäftigt waren, ihr passendes Gegenstück zu finden. Erst wenn ihnen dies gelang, wurden sie wieder zu einem vollständigen göttlichen Wesen. Wir können nur hoffen, dass Platon sich bei dieser These irrte, denn wenn es für jeden tatsächlich nur einen einzigen perfekten Partner auf der Welt gäbe, dann würde es nahezu unmöglich sein, ihn unter den 8 Milliarden Kandidaten zu finden. Seine Geschichte zeigt jedoch überdeutlich, dass die Menschen bereits im antiken Griechenland, das Gefühl in sich trugen, nicht ohne Gegenpart vollständig zu sein und die einzigartige Verbindung finden mussten, um sich dann endlich selbst anerkennen zu dürfen. Die dadurch verursachte anormale Vorstellung unsere eigene Ganzheit nur in einer anderen Person finden zu können, verursachte jedoch eine Menge Leid. Selbst die geschriebenen Liebestragödien der Geschichte sind auf diese wahnwitzige These ausgelegt. Erst wenn der Prinz um die Prinzessin kämpft kann nach viel einhergegangenem Drama ein Glücksmoment eintreten. Selbst Hollywood zeigt nur Liebesfilme in denen ein Part nach einem anderen sucht um endlich glücklich und vollkommen zu werden. Dass zuvor natürlich einiges schief gehen muss und der Blockbuster nur bis zum Glücksmoment des Zusammenfindens gezeigt wird, versteht sich von selbst. Drama gehört in unserer Gesellschaft zur Liebe, wie Blaukraut als Beilage zur Weihnachtsgans. In den angeblich magischen Erzählungen über die Liebe liegt immer der gleiche absurde Gedankenkern verborgen. Da ich mich unvollständig und damit minderwertig fühle, gebe ich durch das aufgezwungene Glaubensdogma der Gesellschaft die Verantwortung für mein eigenes Wohl an meinen Partner ab und sage indirekt: „Du musst mich glücklich machen.“ Plötzlich trägt nun mein Partner das Joch meines Verlangens nach Vollkommenheit auf seinen Schultern. Der Glaubenssatz: „Du musst mich glücklich machen, heißt nichts anderes als: ‚Ich bin mit mir unglücklich, weil ich es nicht vermag mich selbst zu lieben und deswegen gebe ich nun die Verantwortung ab und erwarte von meinem Partner, dass er mich glücklich macht.“ Doch ist Glück nicht nur eine Momentaufnahme die so schnell geht, wie sie gekommen ist? So ist man am einen Tag unsäglich glücklich, weil man sich nun endlich das heiß ersehnte Traumauto kaufen konnte. Und plötzlich am nächsten Tag, ist man über beide Ohren frustriert und unglücklich, weil das neue Traummobil einen Kratzer von einem unachtsamen Ausparker abbekommen hat. Es geht mitnichten um Glück in einer Beziehung sondern um ein harmonisches und friedliches Zusammenleben, das auf ein gemeinsames Ziel zusteuert. Wenn eine Beziehung kein gemeinsames Lebensziel verfolgt, wird sie keinen Bestand haben. Denn nur wenn der Lebensweg der gleiche ist, kann man auch in Frieden nebeneinander laufen, um das anvisierte Ziel zu erreichen. So sollte die Baseline, also die Grundstimmung in einer Beziehung Friede sein und nicht von der Erwartungshaltung des Glücklichseins geprägt sein. Das bedeutet: Wenn man den immerwährenden Wunsch in sich trägt andauernde Glücksmomente durch den Partner zu bekommen, öffnet man Zeitgleich das Tor für Drama und nährt somit den inneren Schmerzkörper. Denn man kann nur das Highlight des Glücks verspüren, wenn man im gleichen Verhältnis spürt, was unglücklich Sein bedeutet. So ist es wie beim Bergwandern. Erst wenn man das Tal der Tränen durchlaufen hat, weiß man die Aussicht auf dem Gipfel des Glücks zu schätzen. Doch die gigantische Aussicht auf der Berghütte auf halber Höhe des Berges verspricht am meisten Ruhe, Harmonie und Friede. Es muss nicht immer das Beste sein, zu meist reicht es völlig aus, wenn man die Talente die einem die Schöpfung mitgegeben hat nutzt und dem Schöpfungsplan gerecht wird. So ist der Senner auf der Alm zufriedener als der Extrembergsteiger, der jeden 8000der der Welt bestiegen haben muss, nur um zu verstehen das nicht Glück, sondern Herzensfrieden das Ziel ist. Denn die Sekunde des Triumphs ist vergänglich, doch die friedvolle Aussicht und das Gefühl etwas erschaffen zu haben bleibt dem Senner auf ewig. So kämpft der eine gegen den Berg und der andere lebt im Frieden mit ihm. Und was glauben sie, wer wird am Schluss den längeren Hebel haben? Richtig, der Berg. Wenn wir nun unserem Partner wegen unserer fehlenden Selbstliebe das Joch des Glücksboten auferzwingen nur weil wir uns selbst nicht lieben und uns unvollständig fühlen, erschaffen wir automatisiert einen Menschen der uns in unserem Leben Leid bringen muss. Denn nur der, der aus freiem Herzen gibt, wird erhalten. Der, der aber nur empfangen will, ohne zu geben, dem wird noch das genommen, was er bis dahin besessen hat. Das der Partner außerdem unter dieser immensen Last zusammenbrechen muss, versteht sich ja wohl von alleine. Denn auf einmal darf er nicht mehr nur noch Mensch sein, sondern hat indirekt die Aufgabe auferlegt bekommen mich glücklich zu machen und muss von nun an Sorge dafür tragen, dass ich mich durch seine Anwesenheit endlich selbst lieben kann. Eine solche Grunderwartungshaltung in Gesellschaftsbeziehungsformen kann jedoch kein Mensch erfüllen. Obwohl sich dessen die meisten Menschen bewusst sind, hört man oft die Sätze: „Wenn man liebt, muss man eben Kompromisse eingehen, sonst kann eine Beziehung einfach nicht auf Dauer funktionieren. Denn wenn man nicht verzichten kann, ist eine innige Liebe auf Dauer unmöglich.“ Doch was bedeutet es eigentlich Kompromisse einzugehen? Heißt es nicht viel mehr, dass man die innere Stimme des Herzens bewusst überhört? Denn was macht man Schluss endlich, wenn man nicht auf sein Verlangen hört? Da man seinen Partner aus Verlustangst nicht verlieren möchte, handelt man unbewusst gegen seine Herzstimme. Wegen dem Herzensverstoß, wird man natürlich durch Krankheit, Leid oder Seelenschmerz abgestraft. Sie fragen sich warum? Ist es wirklich ein sinnvoller Gedanke, gegen die eigene Seele zu handeln? Nein und nochmal nein. Und wäre der Schöpfer nicht ein absoluter Pfuscher, wenn er sie nicht durch den gezielten Einsatz des Leidenskörpers wieder auf den rechten Weg des Herzens zurück geleiten würde, so dass sie wieder ihm wahren Herzenswohlstand leben können. Dieser wahre Herzensreichtum ist nämlich für jedes Wesen, was die Schöpfungsregeln einhält, vorgesehen. Schluss endlich heißt das nichts anderes als, wenn ich in meinem Herzen verspüre das meine Entscheidung Verzicht für mich bedeutet, dass mein Handeln gegen meine eigene Selbstliebe ausgerichtet ist. Dieser Verstoß gegen das eigene höhere Selbst, muss natürlich von der Schöpfung geahndet werden, so dass sie wieder auf den Weg des wahren Herzenswohlstandes im Urvertrauen zurück finden können. Denn durch die fehlende Verbindung zur Schöpfung konnten sie nun nicht mehr als zivilisierter Homo sapiens darin vertrauen, dass alles gut wird. Ihr Plappermann in Form ihres Verstandes hat sie wahrscheinlich solange mit Gesellschaftsglaubensmustern zugetextet bis sie nicht mehr ihrem Herzen vertrauen konnten und auf Grund der Verlustangst ganz bewusst gegen die innere Stimme ihres höheren Selbst gehandelt haben. Somit hat nun der Verstand das Ruder in der Hand und gibt die Richtung des Lebensweges an. Doch wohin soll solch ein Weg voller Existenzangst und Anerkennungswahnsinn führen. Kann es nicht vielleicht sogar sein, das wir schlicht und ergreifend Angst davor haben, mit der eigenen Unvollkommenheit alleine dazustehen? Natürlich haben wir keine Lust uns mit dem Thema Selbstliebe und Göttlichkeit im eigenen Kern zu beschäftigen. Warum auch? Wir würden nur erkennen, dass wir nicht mehr der zivilisierte Homo sapiens sein könnten, der im vollem Bewusstsein als einziges Lebewesen auf der Welt die Mutter die sie nährt in Form der Erde nicht mehr ausbeuten und zerstören könnte.

Denn bedingungslose Liebe zu erlernen, bedeutet zwar im absolutem Urvertrauen und Selbstliebe zu leben aber auch das man alles auf der Welt gleich liebt. Denn wenn man ein Objekt mehr liebt als das andere oder den Kinderschänder hasst, produziert man indirekt Unfrieden. Und was keinen Frieden erzeugt, erschafft automatisch einen Nährboden für Wut, Hass, Groll, Streit, Kämpfe und Kriege. Also kann keine Partnerschaft daraus ausgerichtet sein, einen einzelnen Partner all seine Liebe zu schenken nur das er endlich glücklich wird. Vielmehr ist es ein erkennen, das es ein magisches Einhorn gibt, das in seinem vollkommenen Sein lebt und den gleichen Lebensweg verfolgt und sich somit die Chance ergibt miteinander großes zu erschaffen. Denn durch die Kraft der Liebe und das addieren der Talente ist alles möglich. Oft ist es aber auch so, das der Darmapartner genau die entgegengesetzten Talente oder Eigenschaften in sich trägt, so dass überhaupt ein Erfolg eintreten kann. Man könnte es ein wenig wie mit einem auseinandergebrochenen Zahnrad vergleichen. Erst wenn alle Teile zusammengefunden haben, können sie in der Spieluhr des Lebens ihren Dienst vollführen. Ja, sie haben richtig gehört! Das Zahnrad kann zwei Teile aber auch hundert oder mehr Teile haben. Es ist lediglich die Aufgabe die wir im Herzen tragen die uns zusammenschweißt. Man kann die gemeinsame Darmaliebe mit den Schweißnähten auf dem Zahnrad erklären. Es ist faktisch der Kitt der die Beziehung zusammen hält. Das soll natürlich nicht heißen, das es nicht auch genügend Zahnräder gibt die alleine ihren Schöpfungsauftrag erfüllen können oder sogar sollen. Nur wenn wir in den schöpferischen Plan vertrauen und im Urvertrauen der bedingungslosen Liebe leben, ziehen wir automatisiert wie ein Magnet die passenden Teile an, um unserer Aufgabe erledigen zu können. Eine weitere berechtigte aber auch noch offene Frage ist: Warum leben wir eigentlich Monogam, wenn sich doch unser Naturinstinkt in Form unserer Triebhaftigkeit etwas vollkommen anderes wünscht und es von den Darmaregeln der Naturgesetze nicht einmal vorgesehen ist? Kann es hierbei vielleicht nicht sogar sein, das wir ganz bewusst durch Gesellschaftsindoktrinationen unsere wahre Identität als Säugetier verleugnen, weil wir schon seit ewiger Zeit eingebläut bekommen haben das wir etwas Besseres als die Naturgeschöpfe sind. Kann es sogar der Grund sein, das wir deshalb nicht mehr erkennen können, dass wir durch unsere geistige Haltung unbewusst das Göttliche in uns ausschließen. Richtig, sie haben es schon richtig verstanden, wir gehen aus einer inneren Verlustangst absurde Kompromisse ein und verzichten dabei freiwillig auf unseren wahren Herzenswohlstand. Ich wiederhole es nochmal, weil es so wichtig ist. Weil wir Angst haben etwas zu verlieren, verlieren wir unsere Zufriedenheit, unsere Gunst frei lieben zu können und unseren wahren Herzenswohlstand. Soll das wirklich unser Ziel sein? Schnürt einem nicht solch ein Korsett aus Regeln und Verzichtserklärungen gegen das Herzbewusstsein die Luft ab? Und ja, wir machen das nur weil wir Angst davor haben, irgendwann alleine zu sein. Doch ist es überhaupt möglich irgendwann alleine zu sein? Nein, natürlich nicht! Wir sind andauernd mit allen Lebewesen und Geschöpfen der Mutter Erde und von Vater Universum direkt oder indirekt verbunden. Es ist ihre eigene innere Einstellung und geistige Haltung die sie vereinsamen lassen kann. Natürlich können wir ab und an alleine sein, obwohl das nicht ganz richtig ist, denn gerade in diesem Augenblick befinden sich knapp 1500 Parasiten auf ihrer linken Augenbraue. Man kann faktisch nur ohne menschliche Begleitung sein. Doch ob sie sich einsam fühlen, entscheiden sie ganz alleine in ihrem Herzen. So verleugnen wir durch solch eine absurde Reaktionsweise unsere wahre Herzensidentität und können zu allem Überfluss auch nur noch zum kleinen Teil der Schöpfung dienen. Doch nur der, der dem großen ganzen mit freiem Herzen dient, wird erhalten, so dass er im wahren Herzenswohlstand leben kann. Denn auch hier gilt der alte Spruch meines Mentors: „Geben ist bekommen.“ Wer nicht in Form der Erfüllung seiner Lebensaufgabe der Schöpfung bewusst dient, kann auf gar keinen Fall verlangen, dass ihn Mutter Erde und Vater Universum reichhaltig beschenken soll. Nur ein Objekt das dem System dient, wird vom System gespeist. Doch der Mensch dient dem System des Geldes und der Machtbesessenheit. Ist es hier nicht absolut verständlich, warum alle Hochkulturen auf der Welt bis jetzt gefallen sind und die einheimischen der Natur alle Gezeiten in Liebe zur Schöpfung überdauert haben? So hörte ich damals bei einem Besuch in einem Naturstamm die Worte eines Ältesten: „Da wir es selbst nicht glauben können gut genug zu sein, benötigen wir von Dritten die Bestätigung, dass wir gut genug sind. Alle Welt muss uns nun zwingend mitteilen, dass wir vollkommen sind, so dass wir es selbst irgendwann zum Teil glauben können.“ Wir sind nun plötzlich wie Crackabhängige die ihre tägliche Dosis Anerkennung und Bestätigung benötigen, um selbst glauben zu können, dass sie ein wertvolles Wesen sind. Das klappt natürlich nur dann, wenn uns andauernd sehr viele Menschen Anerkennung schenken und zu uns sagen, dass wir richtig sind wie wir sind, obwohl wir natürlich noch immer nicht unserem Schöpfungsplan folgen und uns im vollsten Bewusstsein gegen unsere Seele entschieden haben. Sobald wir aber nicht mehr gelobt werden, verhalten wir uns wie ein Drogenabhängiger der im Entzug feststeckt und nach Liebe und Anerkennung von außen bettelt. Wir leben nun auf eine indirekte Art und Weise nach dem Lebensleitsatz: „Wenn ich nicht vollkommen bin, habe ich es unter keinen Umständen verdient, das ich von der Schöpfung alles zur rechten Zeit erhalte.“ Das bedeutet natürlich im Umkehrschluss auch, dass ab diesem Zeitpunkt der Glaubenssatz, dass alles im Leben etwas kosten muss, fest in unserem Körper verankert ist. Durch diese Konditionierungen, muss ich nun, wenn ich Anerkennung haben möchte, Kompromisse eingehen, so dass ich mich für einen kleinen Augenblick selbst lieben kann. Nur ein braver Hund der in der Gefangenschaft pariert bekommt vom seinem Herrchen ein Leckerli zur Belohnung.

Doch Schluss endlich bedeutet das nur: Solange wir ein Gefangener unserer eigenen Sucht nach Anerkennung sind und von der Leckerliabgabe eines Drittens in Form eines Kompliments, einer Zuneigung oder eines nettes Satzes abhängig sind, sind wir noch lange nicht in der bedingungslosen Liebe zu uns selbst zurückgekehrt. Da wir aber in unseren Beziehungsformen nur noch den domeszierten Haushund mimen, leben wir durch die verblasste Selbstliebe in einer billigend in Kauf genommenen Gefangenschaft die auf Anerkennungssucht aufgebaut ist. Trotz der selbst erzeugten Abhängigkeit nach Seelenbalsam in Form von netten Worten und Anerkennungshunger, hat der Hund jedoch zu keiner Zeit vergessen, das er von Natur aus ein Wolf sein sollte und ihm Freiheit bedeutend wichtiger ist, als sein selbst erschaffenes Gefängnis, das auf den Ziegelsteinen des fehlendem Urvertrauens in die Schöpfung aufgebaut ist. Natürlich spürt er andauernd im Herzen das er ein Wolf ist und trotzdem ist die Angst so groß was passieren würde, das er den Käfig in Form der Wohnung des Herrchens nicht verlassen kann. Andauernd pulsiert in ihm die Frage: „Wie würde ich mich fühlen, wenn mich niemand mehr mit Anerkennungsleckerlis füttern würde? Würde ich dann sterben? Bin ich durch die Gedankendomeszierungen überhaupt noch in der Lage frei zu leben? Kann ich überhaupt noch darauf vertrauen, dass ich selbstständig Beute reißen kann, so dass ich nicht verhungere?“ Hier entsteht plötzlich die Frage, ob er noch frei im Urvertrauen leben kann? Wahrscheinlich hat er durch die Gesellschaftskonditunierungen das Vertrauen in die Schöpfung vollens verloren und muss deshalb im Gefängnis verweilen und sich mit dem Kampf des Lebens abfinden! Ist es vielleicht nicht sogar möglich, dass wir auf Grund dieser leidbringenden Ängste in den Beziehungen verweilen, obwohl sie für uns Schmerz, Frust, Langeweile, Liturgie und fehlenden Lebenssinn beinhalten? Fehlt es uns wirklich so sehr an dem Glauben, dass uns Mutter Erde und Vater Universum alles zur rechten Zeit schenken wird, wenn wir ihrem Auftrag folgen, dass wir nicht mehr aus dem geistigen Gefängnis der Gesellschaftskonditionierungen ausbrechen können. Kann es nicht sogar sein, dass wir ab und an in den Spiegel blicken und nicht mehr erkennen wer wir sind? Sehen wir nicht mehr einen Homo sapiens, ein Säugetier das Triebe und Wünsche hat aber eben auch einen Lebenssinn den es von der Schöpfung erhalten hat! Sind wir vielleicht sogar wie der besagte Dackel der einfach nicht mehr daran glauben kann, dass er irgendwann ein freies wildes Wesen war, das in seiner Urkraft der bedingungslosen Selbstliebe gestanden hat? Durch den Identitätsverlust kommt in uns nun ununterbrochen das Gefühl auf, das wir nicht vollkommen sind und deswegen nicht alleine im Frieden leben können. Alleine können wir nach unserem Empfinden nicht existieren und brauchen deshalb nun zwingend den richtigen Partner. Wir brauchen aber keinen Darmapartner der uns hilft unsere Lebensaufgabe zu erfüllen sondern ein Herrchen, das uns schützt und uns das Gefühl gibt wertvoll und nützlich zu sein, obwohl wir ohne darmatischen Ursprungssinn leben. Da wir uns in der ausgesuchten Hunde-Herrchen-Beziehung unwohl fühlen, glauben wir das richtige Herrchen noch nicht gefunden zu haben, nur weil wir die erhoffte Perfektion auch in der gegenwärtigen Partnerschaft der unbewussten Gefangenschaft noch immer nicht erreicht haben. Nach dem erlebtem Trauerspiel beschließen wir dann in unserem Verstand, dass das Herrchen an unserem Unglück schuld sein muss, weil es uns ja angeblich in der Beziehung nicht genügend Aufmerksamkeit und Lob geschenkt hatte. Wir kommen dabei nicht einmal auf die Idee in uns hineinzuhorchen um überrascht festzustellen, dass wir uns selbst nicht lieben können und es paradox ist zu glauben, dass uns jemand anderes mit freiem Herzen lieben kann, wenn wir es nicht einmal selbst schaffen. So ist unser Hundehalsband zwar mit Strass-Steinen besetzt und trotzdem will uns der Schmuck der Liebesbezeugung einfach nicht glücklich machen. Kann es vielleicht sogar sein, das wir unbewusst spüren, dass ein Geschenk sehr häufig an eine Gegenerwartung gekoppelt ist? Wenn ich dir so ein schönes Halsband kaufe, so dass ich dich an der Leine der Monogamie führen kann und ich dir ja beweise wie wertvoll du mir bist, habe ich doch nun wirklich das Anrecht dich zu besitzen. Wenn du aus einem unerfindlichen Grund weglaufen willst, nur weil du deiner wahren Natur des freien Wolfes folgen willst so das du deiner Bestimmung folgst, halte ich dich voller Egoliebe einfach an der Leine fest und du wirst mit Sicherheit irgendwann spüren, das es unsinnig ist wenn man durch das ziehen in die Freiheit sich selbst Stranguliert. Genau das unterscheidet eine Beziehung die auf Offenheit basiert und eine Partnerschaft die auf ‚Ich will besitzen!‘ begründet ist. Ich bin dein Herr, wenn du Anerkennungsleckerlies von mir möchtest, musst du mir folgen. Dein Lebensweg ist mir dabei herzlich egal. So bekomme ich zwar als Hund andauernd kleine Leckerlies von meinem Partner aber es macht mich trotzdem weder glücklich, noch fühle ich mich vollkommen! Auch die täglichen Kuscheleinheiten und die automatischen Speisungen unterbrechen nicht den Naturhunger nach der wahren Herzensidentität und der Lebensbestimmung. Kann es hier nicht vielleicht sogar sein, das selbst ein Kockerspanier noch zu 100% weiß, das er im Herzen ein Wolf ist und es nicht auf die Anerkennung von außen ankommt, sondern das man zu seiner wahren Identität steht und somit auch zu seiner Lebensaufgabe, die man direkt oder indirekt von der Schöpfung erhalten hat? Das Ergebnis dieser äußerst verfahrenen Situation ist, dass wir andauernd chronisch unzufrieden mit uns selbst und mit unserem Partner sind. Wir fühlen uns nicht verstanden, bellen ununterbrochen laut und kritisieren unseren Partner solange bis er davon läuft oder an dem Kritikleid verstirbt. So schreit das Herrchen, weil der Hund einfach nicht hören will und der Hund bellt, weil er einfach kein Gefangener seiner Anerkennungssucht sein will. So reißt der kläffende Rebel sich von der Leine los und wird verfolgt, weil es doch nicht sein kann, dass man in der Freiheit in seiner Identität leben will. Jeder ist angenervt und der Leidenskörper wächst mit jedem Tag an. So ist das Herrchen sauer, weil der Hund nicht hören will und ständig die Freiheit sucht und der Hund ist genervt, weil er andauernd abgestraft und stranguliert wird. Doch saure, wütende Gedanken produzieren Leid und Krankheit. Ist das wirklich sinnvoll? Natürlich gibt es auch funktionierende Beziehungen in denen einem von beiden das Rückgrad in Form seines Willens gebrochen wurde und er nur pariert. Es gibt somit einen Gewinner und einen Verlierer oder besser gesagt einen der gesund bleiben darf, weil seine Belange erfüllt werden und einer der krank werden muss. Wenn man es faktisch betrachtet, funktioniert die Beziehung so gut, dass der perfekte Mord entsteht. Es gibt den Mörder, der dem Opfer das Rückgrat in Form seines Willens gebrochen hat. Doch da die Krankheit erst nach Jahren eintritt, glaubt niemand, dass es der tyrannische Partner verursacht hat. Ob dies das Herrchen war, das dem Hund nun alles durchgehen hat lassen oder der Hund aufgegeben hat, um sich seinem Schicksal zu fügen, spielt dabei keine Rolle. Denn nur eins ist sicher! Kritik erzeugt mehr Kritik und hat rein gar nichts mit einer Darmapartnerschaft die auf die Erfüllung der Lebensaufgabe und der bedingungslosen Liebe ausgerichtet ist gemein!

Wie aber ist es in Naturvölkern? Gibt es überhaupt Menschen die freie Darmapartnerschaften eingehen?

Witzig dabei ist, dass es bei den Einheimischen in der Natur nicht einmal die Vorstellung gibt vom Rest des Universums abgetrennt und damit einsam und unvollständig zu sein. Nach ihrem erlebten Naturglauben ist jeder Mensch ein göttliches und somit vollkommenes Wesen, genau wie jedes Tier, jede Pflanze, jeder Stein und jedes Naturphänomen. Alle stehen in ihrer Kraft und sind nicht von der Anerkennung oder der Bewunderung anderer abhängig. Da jeder von ihnen im Augenblick der Gegenwärtigkeit lebt und an das allgegenwärtige Wissen und die bedingungslose Liebe des Universums glaubt und angeschlossen ist, existieren weder Sorgen, Eifersucht, Einsamkeit oder Enttäuschung. Wenn sich zwei Wesen begegnen, so begegnen sich ihre Herzen und ihre Seelen, nicht jedoch ihre Egos oder ihr Verstand die durch Neid und Angst oft unbewusst Grenzen erschaffen würden. Durch das wahrhaftige verbinden der Herzen können freie tiefe Verbindungen entstehen, die für beide Partner eine Bereicherung darstellen und keinerlei Verpflichtungen mit sich führen.

Am einfachsten lassen sich die Unterschiede zwischen der ursprünglichen, natürlichen Form der Partnerbeziehung und unserer entfremdeten, zivilisierten Egobeziehung anhand eines Sinnbildes erklären.

Die Menschen, die sich im Einklang mit sich selbst, mit der Natur und mit der Schöpferkraft des Universums befinden, lassen sich mit Einhörnern vergleichen. Einhörner sind kraftvolle, edelmütige Tiere, die bedingungslos lieben und niemanden Pflichten auferlegen wollen, da auch sie die Freiheit lieben. Ihr langes, gerades, weißes Horn, das direkt aus dem dritten Auge erwächst, zeigt deutlich ihre starke Verbindung zum göttlichen und zur geistigen Ebene des Kosmos an. Ihre Ausstrahlung verrät sowohl Stärke und Wildheit, als auch Sanftmut, Mitgefühl, Einfühlungsvermögen und Güte. Ein Einhorn lässt sich weder zähmen, domeszieren, noch gefangen nehmen und zweifelt zu keiner Zeit an seinen eigenen Fähigkeiten und Stärken. Es besitzt kein Ego und hat kein Verlangen danach etwas oder jemand anderen zu besitzen oder einzuengen. Auch sein Körper spiegelt diese innere Vollkommenheit wieder. Es ist ästhetisch, anmutig und voll von Schönheit und Attraktivität.

In dem Maße, in dem wir uns von einem Naturvolk hin zu einer Hochkultur entwickelt haben, haben wir auch unsere Verbindung zur Natur und somit zum Göttlichen verloren. Wir haben aufgehört uns selbst als göttliche Wesen zu betrachten und haben eine Grenze zwischen uns und allen anderen Wesen im Universum aufgebaut. Ab diesem Moment kam in uns das erste Mal ein Gefühl von Einsamkeit auf, was uns seither als immerwährende Grundangst verfolgt. Durch die unbewusste oder bewusste Abschottung von der Schöpfung und ihren Gesetzen haben wir auch den direkten Bezug zum göttlichen verloren. Anstatt jederzeit selbst mit allem verbunden zu sein, benötigten wir nun Religionen und Glaubenskonstrukte, die das göttliche in uns auf ein äußeres Prinzip projizierten, so dass wir an eine andere neue Kraft glauben konnten. Wichtig dabei war, dass wir sie nicht kontrollieren konnten und das es Schicksal war, ob es uns gut geht oder nicht. Die Grundsaat des fehlenden Urvertrauens für Krieg, Hass und Gewalt war durch unsere Entfremdung zu Mutter Erde und Vater Universum gepflanzt worden. In unserem Beispiel mit den weißen Einhörnern war dies der Zeitpunkt an dem wir unsere Hörner in Form der Verbindung zum Universum verloren hatten und zu „gewöhnlichen“ Pferden wurden.

Doch auch als Wildpferde hatten wir noch immer viele Qualitäten der Einhörner, trotzdem war ein Teil unserer Freiheit und unserer Unbeschwertheit plötzlich verschwunden. Da wir keine direkte Verbindung mehr zum Universum spürten, kam das erste Mal Angst auf, da wir nicht mehr das Urvertrauen besaßen, das wir auf Schritt und Tritt vom Universum behütet werden, wenn wir dem Plan der Schöpfung folgen. Die aufkommende Angst resultierte schließlich aus dem fehlendem Vertrauen und der fehlenden Liebe in die Schöpfung. Wer zu jedem Zeitpunkt seines Lebens weiß, dass er ein Teil der Schöpfung ist und das so etwas wie Negativität nicht existiert, kann zu keiner Zeit eine Angst verspüren. Doch aus irgendeinem Grund haben wir übersehen oder verlernt das geben bekommen bedeutet. Wenn ich die Schöpfung liebe, ehre und dabei achte und ihr in Dankbarkeit diene, kann ich nur erhalten. Aus welchem Grund sollte mich meine Mutter verhungern lassen, wenn ich durch meinen Dienst dafür Sorge das die Welt weiter in Leichtigkeit leben kann. Schluss endlich bin ich ein kleines Rad im großen System das dazu führt, dass die Lebensuhr richtig laufen kann. Aus welchem Grund sollte die Uhr mich für meinen Dienst an der Schöpfung bestrafen, wenn ich doch mein Darma erfülle? Ist es nicht viel logischer das ich durch liebevolle Hinweise durch Träume, besondere Begegnungen, Krankheiten und Leid darauf hingewiesen werde das ich den Weg der Sinnhaftigkeit in der Spieluhr des Lebens verloren habe? Ist es nicht sogar die Pflicht der Schöpfung all die Zahnräder zu eliminieren, die die Schöpfung ansonsten zerstören würden? Nach dieser Regel können wir sehr leicht erklären, warum unsere Hochkultur von Krankheiten und Leid durchseucht waren und sind. Und das alles nur, weil wir plötzlich nicht mehr spürten, dass wir durch die Kraft der Energie mit allem verbunden waren und alles eins ist. Wir fühlten uns nun als eine getrennte Einheit, die die anderen nicht beeinflussen konnten. Vielleicht wurden wir auch so vermessen und glaubten das wir andauernd nur nehmen konnten, ohne dafür abgestraft zu werden. Faktisch verloren wir durch unseren Irrweg das Wissen, das alles wie ein überdimensioniertes Spinnennetz miteinander verbunden ist. Handelt ein Mensch gegen die Schöpfung schwingt der Faden der Menschenlinie natürlich am stärksten und beeinflusst somit diesen am stärksten. Trotzdem schwingt durch die Vernetzung auch der Faden der Tiere, Pflanzen und der Steine. Selbst der Faden des Kosmos schwingt sanft und leise mit. Durch die Indoktrination der falschen Glaubensmuster war nun unser Urvertrauen fast vollständig ausgelöscht worden. Durch die aufkommende Angst nicht alleine existieren zu können, schlossen wir uns in immer größeren Gemeinschaften zusammen. Innerlich hatten wir die Hoffnung, dass wir durch dieses Verhalten, die verlorene Sicherheit die wir durch das abkapseln von der Schöpfung verloren hatten, wieder zurückbekommen. Mit der Zeit vergaßen wir natürlich vollends, wie es war, ein Einhorn zu sein. Plötzlich erzählten wir in unserer Gesellschaft dass die Theorie der Einhörner nur ein Märchen sei. Die Kinder glaubten selbstverständlich den weißen Erwachsenen und so wurde das Gedankenkonstrukt als kollektives konditioniertes Bewusstsein erschaffen. Doch der tiefe Wunsch in unserem Herzen, zu dieser vollkommenen Daseinsstufe zurückzukehren erlosch nie. Der Funke flackert noch heute so hell, dass wir ihn nur schwer übersehen können. Vom ersten Erkennen gilt all unser Streben uns wieder wie ein Einhorn zu fühlen. Wir wurden zu keiner Zeit müde, andauernd neue und kluge Strategien zu entwickeln, um dieses natürliche Ziel zu erreichen. Als wäre es nicht schon schlimm genug das Urvertrauen in die Schöpfung verloren zu haben, redeten wir uns zu allem Überfluss auch noch ein, wieder Vollkommenheit erreichen zu können, wenn wir nur besonders reich, beliebt oder berühmt sein könnten. Wir unterlagen noch immer den Irrglauben, dass wir Einhörner werden würden, wenn wir das größte Auto der Stadt hätten, eine Villa am Strand besitzen würden oder Macht über möglichst viele andere Menschen ausüben könnten. Andere glaubten sogar, dass Sie das vollkommene Glück dann erhalten würden, wenn sie möglichst hart arbeiteten, sich für andere aufopferten oder möglichst genau das taten, was man ihnen gesagt hatte. Ich muss sozial sein und möglichst alle Regeln befolgen, so dass mich alle mögen. Dieser Leitsatz war nun eingebrannt. Wieder andere versuchten ihrem Leben einen Sinn zu geben, indem sie sich permanent Highlights verschafften und von einem Adrenalinkick zum nächsten jagten, nur um zu spüren, das sie noch lebten. Erst durch den Blick in das Antlitz des möglichen Todes, gelang es den meisten Menschen Gegenwärtigkeit zu verspüren und das Ego und der Verstand verblasste. Manch andere lenkte sich durch Bücher, Filme, Computerspiele, Fernsehsendungen oder andere Medieneinflüsse ab, so dass sie den stummen Schrei der Seele nach Vollkommenheit im göttlichen Dasein nicht mehr spüren mussten. Doch nichts davon konnte den Hunger nach Urvertrauen und bedingungsloser Liebe stillen. Andauernd versuchen wir also durch kreierte Highlights einen indirekten Ersatz für unsere erloschene Herzensverbindung zum Universum zu finden. Nie jedoch sind wir wahrhaftig auf der Suche nach der Herzensverbindung zum großen ganzen so dass wir uns wieder im Vertrauen anschließen könnten.

Am stärksten belastet uns bei dem Debakel jedoch der Verlust unserer eigenen Herzensstärke in unseren Beziehungen zu Menschen, unseren Ahnen, Partnern und Eltern. Da wir uns selbst nun nicht mehr vollkommen fühlen und uns nicht mehr akzeptieren und zu 100% lieben können, leben wir in der ständigen Angst, von unseren Mitmenschen nicht mehr geliebt zu werden. Aus diesem Grund entsteht in uns der sehnlichste Wunsch, andere an uns zu binden, da wir nun nicht mehr glauben können, dass sie auch freiwillig bei uns bleiben wollen. Faktisch haben wir den Glauben an uns und die Schöpfung zeitgleich verloren. So wie im Innen auch im Außen. Aus diesem Grund wollen wir nun einen Garantieschein, wie zum Beispiel einen Ehevertrag erschaffen, so dass der Partner per Gesetz dazu verpflichtet ist uns für immer und ewig zu lieben und zu ehren. Im Prinzip heißt das nichts anderes als, das wir uns wünschen, dass uns der Partner auch dann noch vollends liebt, wenn wir sogar für die Schöpfung und uns selbst eine Gefahr darstellen.

So machen wir nicht nur durch das fehlende Gottvertrauen unserem Partner das Leben zur Hölle da wir ihn in einen Käfig einsperren und er unser Sklave der Anerkennungsbezeugung geworden ist, sondern sind auch für die Schöpfung eine Gefahr, da wir durch den Egowahn nur andauernd Anerkennung erhalten wollen ohne der Schöpfung zu dienen. Ja, viel mehr noch, wir schwimmen sogar Fluss aufwärts und Pfeifen auf die Lebensaufgabe die uns die höhere Macht zugeteilt hat. Was will die Schöpfung machen, wenn wir nicht mehr als Zahnrad in der Lebensuhr funktionieren und alle Arbeitsabläufe mit der uneingeschränkten Arroganz unseres Egos und unseres Verstands blockieren und trotzdem verlangen das uns die Schöpfung und der Partner reich beschenken soll! Ist es nicht vermessen zu glauben, das man als Zahnrad das keine Zähne mehr besitzt und von vorne bis hinten verbogen ist, nicht ausgetauscht wird, so dass das gesamte System nicht zum erliegen kommt? Ein Teil das dem System nicht dient, muss entfernt werden. Natürlich gibt man ihm Hinweise und viele liebevolle Aufrufe um berufen zu werden so das man seine Berufung annehmen kann, aber irgendwann ist auch bei dem göttlichen Aspekt Schluss, obwohl wir von ihr und ihm bedingungslos geliebt werden. Doch wenn ein von zehn Wolfsjungen die Zitzen abbeißt, muss die Mutter das eine Wolfsjunge mit bedingungsloser Liebe töten, wenn es auf die Warnungen nicht reagieren wollte. Ein Lebewesen das auf Zerstörung ausgelegt wird zieht automatisch durch die Kraft der Anziehung Selbstzerstörung in sein Leben. Trotz alledem verlangen wir noch immer von unserem Partner das er uns das Versprechen der monogamen Liebe abgeben soll, auch wenn wir noch so entartet sind und eher einem domeszierten Pferd mit Räude, Rachendasseln und Hinkebein gleichen. Unser Geist ist dabei zu meist genauso deformiert wie unser Körper selbst. Wir gleichen zu Hauf nicht mal im Ansatz dem Bild eines gesunden Homo sapiens. Hier entsteht doch die Frage: Warum können solche kranken Lebewesen auf unserer Mutter Erde überhaupt solange überleben? Richtig, wir haben uns eine Sekundärwelt wie eine Matrix erschaffen, so dass der Natur entartete Homo Sapiens ohne Anbindung zur Schöpfung nicht mehr gejagt werden kann. Wir haben uns aus Angst vor den wilden Tieren und der gefährlichen Natur eine Komfortblase unter einer Glaskugel erschaffen, so dass wir kein Urvertrauen haben müssen. Doch was hat es uns gebracht? Wir leben fast keimfrei und leiden trotzdem mehr den je. Wir haben mehr Freizeitaktivitäten als jemals zu vor und uns ist ununterbrochen langweilig und wir wollen einfach kein Glück spüren. Wir haben große Häuser, Autos, Unmassen an Nahrung und trotzdem stellt sich kein Gefühl des Dankes und des Friedens ein! Warum? Richtig, da wir die Mutter die Erde die uns nährt und speist nur durch die Glaskuppel betrachten, ist sie für uns zu einem gefährlichen und krankheitsbringenden Fremdkörper verkommen, den wir eben wohl oder übel brauchen um nicht zu verhungern. Wir betrachten den Plantagenwald in Form der Vorgärten der Zivillisationssiedlungen als Urwald und sagen egodurchtrieben: Schau hin die Wildtiere werden doch auch krank. Richtig. Sie leben mit uns unter der Kuppel des Schöpfungsausschlusses. So bringen wir den Faden der Vernetzung so sehr ins Schwingen, das auch die Tiere und Pflanzen unter unserem fehlenden Urvertrauen leiden. Natürlich können wir durch das Fenster die Schöpfung sehen, doch durch den Schutzwall können wir sie nicht mehr durch das dicke Panzerglas spüren. Da wir durch den Glaskäfig nicht mehr fühlen können, dass wir Mutter Erde und Vater Universum vollends vertrauen könnten, sehen wir das Gefängnis des Leidenskörpers und des Unfriedens als sinnvoller an, als die Freiheit. Und das alles nur, weil wir nicht mehr wissen was Natur ist. Durch das, das wir noch nie aus der Matrix ausgebrochen sind und wissen was Natur ist, haben wir ein verschobenes Realitätsbild von uns selbst und der Natur. So glauben wir, dass die Natur gefährlich ist und unser Feind ist und das wir mit unseren Bierbäuchen, überdimensionierten Pferdehintern und unserer fehlenden göttlichen Ausstrahlung vollkommen normal sind. Schau dich doch mal an lieber Partner, die anderen sehen doch genauso krank und unnatürlich aus wie ich. Im internationalen Vergleich der Gesellschaftslemminge habe ich mich doch, durch gezielte Kleidung und Pflegemittel, ganz gut gehalten. Klar die Cellulitis müsste nicht unbedingt sein und der Krebs und der Herzinfarkt waren auch nicht ohne. Aber weißt du das kann man mir echt nicht ankreiden nur weil ich innerlich zerfressen war weil ich der Schöpfung nicht vertrauen konnte, muss man mir doch nicht gleich eine Krankheit schicken. Und ja ich hab meiner Herzenstimme nie vertraut, aber warum muss mich auch die höhere Macht wieder auf den Weg bringen? Es muss doch auch ein paar Faulenzer geben die nur Anerkennung bekommen und nicht dienen müssen. Weißt du ich würde das schon als perfekt erachten. Aber was soll´s ein paar Fehler hat jeder, wer will schon göttlich vollkommen sein, so wie es von der Schöpfung vorgesehen war. Wo sollte auch sonst unser Drang nach Perfektion herrühren, der uns mürbe macht und zerstört. Wenn man mal alles weg lässt bin ich doch ansonsten ein toller Partner, der es doch verdient hat so geliebt zu werden, wie ich es mir einbilde. Wisst ihr, ich kann gar nicht verstehen, warum noch so viele nach einem Einhorn suchen, ein Anerkennungssklave ist doch viel besser. Da muss man sich nicht verändern, man muss niemanden vertrauen und man wird andauernd bedient ohne etwas zugeben. Klingt doch perfekt. Warum muss da der göttliche Aspekt was dagegen haben? Verstehe ich nicht! Klar ich falle unter Einhörner auf wie ein Mastschein unter Wildschweinen aber komm mach mal einen Punkt, ich hab es doch wirklich verdient geliebt zu werden. Klar ich zerstöre wissentlich Mutter Erde und meinen Partner und pfeife auf meinen Schöpfungsauftrag, aber das heißt doch noch lange nicht das man mir einen Leidenskörper schenken muss. Ist es nicht vermessen zu glauben, das wir von unserem Partner geliebt werden müssen, auch wenn wir uns noch so weit von der Natur entfernt haben und eher einem Pferd mit unzähligen Krankheiten gleichen als einem majestätischen Einhorn? Die in uns implizierte Verlustangst gilt sowohl für familiäre und freundschaftliche Beziehungen, als auch für Liebes- und Sexualpartner. Doch kein Vertrag oder noch so großes Versprechen der Welt kann einen eine Garantie der Liebe bescheinigen. Denn nur ein freier Vogel kommt mit offenem Herzen immer wieder zurück. Wenn man eine Seife zu stark in der Hand quetscht, rutscht sie automatisch durch die Finger und fliegt auf den Boden. Doch durch die Verlustangst die durch das fehlende Urvertrauen in uns geboren wurde, setzen wir uns ununterbrochen unter Druck. „Wenn ich meine Mutter verärgere, liebt sie mich nicht mehr.“ „Wenn ich mich nicht so verhalte, wie meine Freunde es von mir erwarten, dann wollen sie nicht mehr mit mir befreundet sein!“ „Wenn ich meinen Partner nicht glücklich mache, dann wird er mich verlassen!“

Gleichzeitig begegnen wir unseren Mitmenschen jedoch mit der gleichen Erwartungshaltung. Doch wenn wir etwas erwarten, können wir enttäuscht werden, wenn das Erreichte nicht dem Erwarteten entspricht. Sobald ich somit in der Spirale der Erwartungshaltung lebe erschaffe ich automatisch Lebensprobleme. Lebe ich andauernd in dieser Grundhaltung erzeuge ich eine lebenslange Lebenskrise die einem Kampf und einem Krieg ähnelt. Sehr ähnlich entstehen auch die wahren Kriege und Mordschauplätze unserer Erde. Zwei Erwartungshaltungen kollidieren und führen zu einem Streit. Ähnlich wie sich liebende Partner fast zerfetzen, wenn die erdachten Erwartungshaltungen nicht erfüllt werden. Wussten sie, dass das Risiko vom Ehepartner getötet zu werden doppelt so hoch ist wie wenn man nicht verheiratet ist? Richtig, wenn wir den Partner nicht erhalten, den wir erwartet haben, macht uns das sauer und kann sogar bis zum Mord führen. Eigentlich dachten wir doch, dass er uns endlich vollkommen machen würde und wir durch seine Anwesenheit endlich glücklich werden könnten. Und jetzt! Was ist jetzt? Plötzlich macht uns dieser Mensch noch unglücklicher wie zuvor. Durch die abgeschmetterte Erwartungshaltung spürt man urplötzlich, dass man nicht ans göttliche angebunden ist und sich noch einsamer fühlt wie zuvor. Auch wenn wir versuchen es mit allen Verstandsmitteln zu leugnen, steckt trotzdem tief in uns der Wunsch ein Einhorn als Partner zu besitzen. Da wir jedoch keines finden können, weil sie in unserer zivilisierten Welt nun mal ausgestorben sind, müssen wir uns Schluss endlich mit einem normalen Pferd zufrieden geben, das uns dann sehr direkt vor Augen führt, das wir einsam sind und schon lange nicht mehr im Urvertrauen sondern in der Verlustangst verhaftet sind. Ab und an begegnen wir natürlich gut maskierten Pferden, die auf uns den Eindruck machen, Einhörner zu sein. Wir verlieben uns Hals über Kopf in sie, sind vollends begeistert, dass sich das magische Einhorn ausgerechnet uns als Partner ausgewählt hat und glauben, dass es uns von nun an bis in alle Ewigkeit glücklich machen wird. Klar ist es komisch das ein Einhorn einen dürren Kläpper der kaum mehr auf den Beinen stehen kann lieben soll, aber darüber wollen wir uns als degenerierte Zivilisationsmenschen keinen Kopf machen. Die rosarote Brille sitzt so fest auf der Nase, das wir weder erkennen, das wir kein Einhorn sind noch das unser Partner eine lustige Pappmaché-Maske mit einem langen weißen Horn trägt. Wir sehen und fühlen nicht, dass es weder Urvertrauen noch seine Bestimmung gefunden hat. Hauptsache er macht uns glücklich. Schließlich geht es ja nicht um meinen Partner, sondern um mich. Denn ich fühle mich einsam und spüre keinen schöpferischen Sinn in meinem Leben. Aus diesem Grund schnappen wir uns die Mogelpackung und schweben die ersten Monate auf Wolke sieben. Doch nach einer geraumen Zeit stellen wir mit frustriertem Entsetzen fest, dass es sich bei unserem vermeintlichen Einhorn doch auch nur wieder um ein Pferd handelt, das genauso viele Schwächen hat, wie wir selbst. Unzufriedenheit macht sich breit und wir beginnen in der Beziehung, uns heimlich nach Einhörnern umzusehen. Vielleicht tun wir es nicht bewusst, weil wir unseren Partner ja nicht verletzen wollen. Vielleicht gestehen wir es uns aber auch selbst nicht ein, weil wir dann gezwungenermaßen zugeben müssten, dass wir eine innere Unzufriedenheit verspüren würden. Doch niemand kann verhindern, dass sich die Bilder von echten Einhörnern in seine Gedanken, Träume, Phantasien und Wünsche einschleichen. Aus diesem Grund sind wir andauernd zwischen unserer anerzogenen Moralvorstellung von Treue, Monogamie und definierter Partnerschaft auf der einen und unserem Wunsch nach einer bedingungslosen Herzensverbindung zu einem Einhornpartner gefangen. Natürlich haben wir Angst davor verlassen zu werden und trotzdem suchen wir schon in der Beziehung unaufhörlich nach einem besseren Partner, der einen dann Schluss endlich doch glücklich und vollkommen machen könnte.

Durch unsere steten Versuche uns Ersatzbefriedigungen für unsere verlorene Gottesverbindung zu beschaffen, haben wir uns im Laufe der Zeit immer weiter von der natürlichen Daseinsform der Einhörner entfremdet. Aus Wildpferden wurden nun domestizierte Pferde, die in einer selbstgewählten Gefangenschaft lebten und blind dem Willen anderer gehorchten, nur um sich sicherer zu fühlen. Unsere Herzensstimme ist durch die Angst vor angeblichen Risiken so leise geworden, dass wir sie kaum mehr wahrnehmen können. Plötzlich konnten wir nur noch im absoluten Komfortbereich der Gesellschaft leben. Wir haben Schluss endlich unser Gehirn an der Pforte zur Zivilisation abgegeben. Jegliche Verantwortung wurde abgegeben. Der Arzt soll mich gesund machen, die Nahrungsindustrie soll mir gesunde Nahrung liefern, die Politiker sollen mir Sicherheit bieten, so dass mir nichts passieren kann. Der Ehevertrag soll mir Sicherheit geben das mein Partner nicht davon laufen kann. Die Religion ist dafür zuständig dass ich an das richtige glaube und in den Himmel komme egal wie ich meine Mutter die Erde verletzt habe. Es spielt natürlich auch keine Rolle ob ich mein Darma erfüllt habe. Schluss endlich zählt nur, dass ich der Sekte so viel Geld wie möglich gebracht habe. Andauernd erwarten wir, dass uns andere glücklich machen sollen. Der Arzt soll uns heilen, die Politiker sollen uns ein leichtes Leben bescheren, die Lehrer sollen unsere Kinder erziehen, der Partner soll uns glücklich machen. Warum sind alle anderen an unserem Leid schuld nur nicht wir selbst. Kann es vielleicht sein, dass wir gar nicht mehr erkennen, dass wir in einem Gefängnis aus Geldfanatismus feststecken? So ist Geld in unserer Zivilisation zum Austauschgott für die Schöpfung geworden. Durch unsere Angst vor dem wahren Leben haben wir uns einsperren lassen und glauben, dass wir frei sind. Ein Adler der in einer Foliiere sitzt und täglich mit den fettesten Ratten gefüttert wird, spürt trotzdem das er nicht frei ist. Natürlich sind seine Überlebensbedürfnisse abgedeckt, doch der Lebenssinn als Bote der Freiheit ist verloren und wird ihn früher oder später zermürben. Auch wir schauen noch immer sehnsüchtig über den Zaun unserer Koppel in die Ferne, die einst unsere Heimat war. Doch schon seit langer Zeit fehlt es uns an Urvertrauen in die Schöpfung, so dass wir einfach das Gatter mit der Nase aufstoßen könnten. Die Natur, deren Kinder wir sind ist uns so fremd geworden, dass wir sie fürchten und verachten. Die permanente Unterdrückung unserer eigenen Seelenstimme macht uns dabei krank und von der einstigen Stärke der magischen Einhörner ist schon seit langer Zeit nichts mehr übrig geblieben. Nicht einmal mehr wilde Pferde sind wir noch. Unsere Pferdekörper sind deformiert und haben den größten Anteil an unserer Schönheit und Attraktivität verloren. Natürlich spiegelt unser Körper dabei unsere innere Unzufriedenheit und Zerrissenheit nach außen. So bekommen wir Wucherungen, Tumore, Akne, Cellulitis und allerlei andere Krankheiten und beginnen bereits in jungen Jahren zu zerfallen. Wie auch bei allen anderen wildlebenden Tierarten ähnelt auch der Körperbau des Einhorns wie ein Ei dem anderen. Jedes war von Natur aus attraktiv und anziehend, so dass niemand nach einem anderen Partner Ausschau halten musste, der vielleicht noch schöner sein könnte. Nicht die Attraktivität war bei den Einhörnern der ausschlaggebende Punkt, warum man sein Leben teilen wollte, sondern der gemeinsame Lebensweg. Wenn das Lebensziel das gleiche war, konnte sich der Weg zwar ab und an trennen, aber man fand durch den gemeinsamen Lebenssinn immer wieder zusammen. So ging es nicht um das Aussehen, sondern um eine gemeinsame Lebensvision die einen wie ein festes Band zusammenschweißte. Es ging nicht im Geringsten um Treue oder um Attraktivität. Man brauchte keine Regeln oder Sicherheitsabsprachen, weil man Angst davor hatte, verletzt zu werden. Jeder Einhornpartner wusste und war sich zu 100% sicher, das man die gleiche Lebensaufgabe im Herzen trug und erledigen sollte. So spürten sie andauernd eine Kordel des Lebensmagnetismus der sie in der Vollführung des Darmas verband. Wer weiß, dass er durch einen Darmapartner seine Aufgabe leichter lösen kann, stellt sich nicht die Frage, warum er nicht einen gemeinsamen Weg des wahren Wohlstands in Leichtigkeit mit seinem Darmapartner gehen sollte? Aus diesem Grund gab es bei beiden Einhörnern zu keiner Zeit einen inneren Zweifel, warum man den Lebensweg nicht miteinander teilen sollte. Denn es war nicht das Aussehen und die Hobbys die einen verband, sondern der höhere Sinn. Warum sonst sollte man genau die Talente die man benötigte um sein Darma zu erfüllen in die Wiege gelegt bekommen haben? Es ging mitnichten um sexuelle Treue oder das man niemanden anderen attraktiv finden durfte. Man brauchte keine Gesetze, keine Grenzen und keine Einschränkungen. Es gab ja auch kein Ego oder die frappierende Verlustangst, sondern man lebte im gegenseitigen Urvertrauen, das alles gut war. Schluss endlich wusste man, dass man den Partner nicht wegen der Triebauslebung auserwählt hatte, sondern um seinem Leben einem Sinn zu geben. Es ging darum den Schöpfungsauftrag zu erfüllen, so dass die Welt in Frieden und Harmonie im vollkommenen Herzenswohlstand leben konnte. Es ist wie mit einer Spieluhr. Nur wenn jedes Zahnrad, in Form von allen Lebensformen auf dieser Welt, seinen schöpferischen Auftrag in Form seines Lebensinns im Urvertrauen nachkommt, kann die Spieluhr laufen und den Zuschauern Freude und Fröhlichkeit schenken. Nur wenn wir im Geist uns sicher sind, dass uns der Schöpfer alles zur rechten Zeit schenken wird, um unsere Lebensaufgabe zu vollführen, werden wir bereit sein eine Darmapartnerschaft, die auf den Lebenssinn beruht, eingehen zu können, so dass wir als Erschaffungsteam positives entstehen lassen können. Wenn wir diese Form der Partnerschaft erreichen könnten, bräuchte niemand Angst haben verlassen zu werden, da uns nicht das Aussehen oder die Sexualität verbinden würde, sondern die Seelenaufgabe. Da wir unserer Lebensaufgabe jedoch keine Bedeutung schenkenund uns zu allem Überfluss uns nur einen Partner wünschen der uns glücklich machen soll, so dass wir durch ihn endlich ganz werden, haben wir urplötzlich eine riesige Angst davor nicht attraktiv genug zu sein. Der Blick in den Spiegel zeigt meistens überdeutlich, dass wir nur noch bedingt wie einheimische in der Natur aussehen und die Fettzellen und die degenerierten Muskeln überhand genommen haben. Was aber auch natürlich kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass der Durchschnittsdeutsche am Tag gerade einmal 800 Meter freiwillig läuft. Logischerweise ist die Angst des Verlassens nicht ganz unbegründet, da wir ja weder Einhörner, noch Pferde sind die eine anziehende Figur und eine leuchtende, energetische Aura, sowie einen freien Geist besitzen. Und ja es sollte sehr wohl verständlich sein, das ein göttliches Einhorn, das in seiner Kraft steht auch bewusst ein Einhorn als Partner wählt, um seine Lebensaufgabe mit Sicherheit erfüllen zu können.

Ob dies ein guter Freund oder Freundin ist oder doch ein Partner mit dem man auch Sexualität teilt, spielt hierbei keine Rolle. Es geht um eine Darmapartnerschaft und nicht um unseren sexuellen Trieb der uns von der Schöpfung mitgegeben wurde, so dass die Rasse Mensch nicht ausstirbt. Oft unterliegen wir jedoch dem Irrtum, dass Sexualität zwangsläufig etwas mit Liebe zu tun haben muss. Um es genauer auszudrücken ist es triebhaftes Grundbedürfnis, das uns dazu anstachelt uns zu vermehren. Trotzdem gibt es hinter dem Schleier der Triebhaftigkeit bei uns Menschen eine höhere Bedeutung in der heiligen Sexualität. Es ist eines der wenigen Rituale die der Mensch vollführen kann, wodurch er sich energetisieren kann, um zusätzliche Lebenszeit zu gewinnen. Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, das es keinen Sinn macht, mit so vielen Personen wie möglich zu schlafen, sondern die hohe Kunst der Liebe zu zelebrieren. Denn nur wenn beim Geschlechtsakt die Energie der Ejakulation der Frau und des Mannes in sich zurückgezogen wird und man die Kraft der Energieschlange im Rückrad erweckt, kann man ein Holzscheid zum Vorratsspeicher an Feuerholz für den Lebensofen gewinnen. Durch diesen Zusammenhang sollte es nur allzu verständlich sein, das es nur wenige Partner gibt, mit denen man diese Form des energetisierenden heiligen Sexes erreichen kann. Trotzdem heißt es nicht im Geringsten, das wir nur einen Menschen lieben können oder nur mit einem Sex haben sollten. Natürlich benötigt solch ein lebensverlängerndes Ritual der Energetisierung viel Zeit, wenn nicht sogar Jahre des Trainings, um diesen Zustand zu erreichen. Allein durch diesen Zusammenhang sollte man erkennen, dass Eifersucht in der Sexualität absolut unbegründet ist. Denn wenn sich zwei Einhörner gefunden haben und den heiligen lebensverlängernden Sex zelebrieren können, wären sie doch doof, wenn sie diesen Partner verlassen oder verstoßen würden. Doch heißt das noch lange nicht, dass der Mensch ein monogames Wesen ist. Nur durch die männliche Maximalverbreitung des Erbguts kann ein Überleben der Rasse Mensch gesichert werden. Aus diesem Grund haben Männer sehr wohl das Bedürfnis ihren Samen zu verteilen und Frauen haben eher die Fähigkeit sich auf einen Kundalinipartner für den heiligen Sex einzustellen. So fällt es den Frauen bedeutend leichter temporär monogam zu leben wie den Männern. Ihr Schöpfungsauftrag ist die Rasse Mensch zu erhalten. Der Auftrag der Frauen lautet, das stärkste Einhorn zu finden. Hat die Frau dieses Einhorn gefunden, muss sie logischer Weise nicht mehr suchen. Wenn wir jetzt noch zusätzlich bedenken, das es auf der ganzen weiten Welt nur vereinzelt sozial monogame Wesen gibt, sollten wir doch langsam den Glaubenssatz aus der Zeit der romantischen Schriftsteller vergessen, die uns durch ihre Gedankenmanipulation nur Leid und Drama gebracht haben. Aber was bedeutet sozial Monogam überhaupt? Das wohl treueste Tier auf dieser Welt ist der Singschwan. Trotzdem ist er dem gewandten Seitensprung nicht abgeneigt und aus diesem Grund ist jedes siebte Kind von ihm ein Kuckukskind. Wenn also das treuste Tier wegen dem Selbsterhaltungstrieb nicht die Latschen bei sich halten kann, wie soll es dann der dauer geile Mensch schaffen, der ähnlich wie die Bonobos (eine Schimpansen Art) auch zur Energetisierung Sex haben kann. Obwohl diese Fakten in jeder Enzyklopädie über die Säugetiere nachzulesen sind, halten wir mit stringenter Hand an dem Glauben fest, das wir nur einen einzigen Menschen wahrhaft lieben können und deswegen die Treue schwören müssen. Aber sollten wir uns nicht lieber freuen, wenn es zwei oder mehrere Darmapartner gibt, die uns dabei unterstützen unsere Lebensaufgabe zu vollführen? Nur durch den indoktrinierten Glaubenssatz, das uns unser Partner nicht mehr lieben kann, wenn er einen anderen liebt, erschaffen wir einen Partnerschaftskäfig und ersticken dabei unseren Partner und uns selbst mit unserer Verlustangst. Doch wenn es nicht um die körperliche Anziehung geht und nicht um die sexuelle Verbindung, sonder um das Darma, ist es sehr wohl möglich oder sogar sehr wahrscheinlich das man mehrere Darmapartner lieben kann, die einem helfen die Lebensaufgabe zu vollführen. Ist es nicht vollkommen logisch, das mehr Hände mehr erreichen können? Wäre der Schöpfer nicht ein absoluter Pfuscher, wenn er solch eine immens wichtige Aufgabe nur in ein Paar Hände geben würde, wenn das Versagen zum Stillstand der Lebensuhr führen könnte? Aus diesem Grund gibt es auf dieser Welt keine lebenslängliche Zwangsmonogamie die weder Leid, noch Krieg in einer Paarbeziehung erschafft. Der Einzige der uns mit aller Gewalt dazu zwingt monogam zu leben ist unser Ego. Andauernd schreit es: „Ich hab Angst meinen Partner zu verlieren.“ Was denken sie was wird eintreten? Nach dem Gesetz der Anziehung, muss das Ego den Partner verlieren. Denn das Universum sagt: „Dein Wunsch ist mir Befehl.“ Wie Aladin in der Wunderlampe erfüllt das Nirwana unsere Wünsche. Natürlich gibt es einige Darmapartnerschaften in denen Sexualität eine große Rolle spielt und man ohne Zwang treu bleiben kann. Man hat sein Einhorn gefunden mit dem man den heiligen Sex der Lebensverlängerung zelebrieren möchte. Natürlich ist der Arterhaltungstrieb noch im Mann fest verankert, aber er ist nicht mehr vordergründig, da man seinen Hafen der Energetisierung und des Darmas gefunden hat. Der große Unterschied besteht jedoch darin, dass kein Partner den anderen kontrolliert oder Angst davor hat seinen Darmapartner an jemanden anderen zu verlieren. Denn sie sind sich beide darüber gewahr, das sie nicht der Sexualakt an sich verbindet, sonder die Lebensaufgabe die ihnen geschenkt wurde und natürlich die Liebe zum gemeinsamen Lebenssinn. So sollte es eher eine Freude sein, wenn einem mehrere Darmapartner begegnen, so dass man die Lebensaufgabe in Leichtigkeit und Frohsinn in der Gemeinschaft erfüllen kann. Sobald wir jedoch in die Falle rutschen und glauben wir müssten uns für einen einzigen Seelenverwandten entscheiden, richten wir uns automatisch gegen den schöpferischen Plan und schließen dabei heilkräftige Helfer für das Erdenheil aus. Sind wir wirklich so vermessen, das wir glauben, dass der Schöpfer ein Pfuscher ist und nicht weiß, warum er gerade uns mehrere Seelenverbündete für die Darmaerfüllung geschickt hat? Doch durch die anerzogenen Sexualitätsparadigmen glauben wir, dass wir uns für einen einzigen Menschen entscheiden müssten und kreieren dadurch Stress, Unzufriedenheit, Leid und sogar Krieg. Nach unseren ganzen Gedankenquerelen bleibt zu guter letzt auch noch das Darma auf der Strecke und so entsteht nicht nur im Kleinen, sondern auch im großen Rahmen des Gedankenkollektives Seuchen, Unfrieden, Krieg und gewaltvolle Kämpfe die durch die Verlustangst einzelner Egos ausgelöst wurden.

Hierbei zeigt unser Zivilisationskörper wie eine Kristallkugel eines Wahrsagers, was in Zukunft auf uns zu kommt. Abnormitäten unseres Antlitzes und Krankheitsbilder zeigen wie es um unser Seelenleben und unserer Verbindung zum Schöpfungsplan bestellt ist. Je weiter wir uns von unserem schöpferischen Lebensweg entfernen und nicht nach den Gesetzen der Natur leben, desto stärker muss der Schöpfer durch den inneren Schmerz- und Leidenskörper eingreifen, das wir wieder auf den Weg der Tugend des Dienens zurück finden. Natürlich zündetet das höhere Selbst nicht sofort eine nukleare Rakete, sondern versucht sie durch Träume, Magengrummeln, Schnupfen und allerlei andere Umleitungsschilder aufmerksam zumachen. Doch wer nicht hören will, muss fühlen. So bekommen wir zunächst kleine Falten, Fettdepots, Cellulitis, Hängebrüste und vieles mehr um zu zeigen, den Weg den du gerade eingeschlagen hast, kann nicht richtig sein. Erst wenn wir uns als beratungsresistente Darmaverweigerer outen, muss der Schöpfer zu drastischen Mitteln greifen. Selbst im Tod, haben wir noch die Möglichkeit zu lernen, so dass wir wieder als freie Seele geboren werden und nicht mit einer Anfangsbehinderung gezeichnet werden. Das Krankheit und Leid kein Zufall sein kann, sollte hier mehr als nur deutlich erkennbar sein. Solange wir gegen den Strom der Lebensbestimmung schwimmen und nur durch unsere Ängste geprägt gegen den Schöpfungsplan handeln, brauchen wir uns nicht wundern, wenn der Schöpfer durch gezielte Umleitungsschilder in Form von Krankheiten, Drama, Leid und Herzschmerz uns indirekt auf den rechten Weg des Darmas höflich zurück geleiten will. So ist zwar die Entfremdung von unserem göttlichen Kern für jeden Außenstehenden an unserer entarteten Figur und unserem gebrechlichen Körper deutlich zu erkennen, doch niemand sagt zu uns offen und ehrlich, dass solch eine Figur oder so ein Lebensstil nur Leid in unser Leben ziehen kann. Da wir jedoch auch selbst indirekt spüren, dass uns unsere darmaentfremdete Lebensweise krank machen wird, wir jedoch nichts dagegen tun, schaffen wir es zu guter letzt nicht einmal mehr, uns selbst zu lieben. Wir sind unzufrieden mit uns selbst und erkennen im Spiegel eine Person die es nach seiner Ansicht nicht verdient hat geliebt zu werden, weil sie ja für jeden offensichtlich nicht sinnvoll und hilfreich für das Erdenheil ist. Die Frage die sich hier aber aufdrängt ist eine besondere. Wie will uns jemand anderes lieben, wenn wir es nicht einmal selbst schaffen? Richtig, das kann niemand. Es liegt jedoch in der Natur aller Geschöpfe, sich immer den stärksten und gesündesten Sexualpartner zur Zeugung von Nachfahren auszusuchen. Außerdem sind wir auf der Suche nach dem kraftvollsten Lebenspartner um das gemeinsame Darma zu erfüllen. So suchen wir stets weiter, wenn wir an eine Mogelpackung geraten sind. Genau aber aus diesem Wissen resultierend versprechen auch wir oft das blaue vom Himmeln und tragen wunderschöne Einhornmasken, so dass wir anziehend für das andere Geschlecht wirken und gaukeln dem Wunschpartner vor ein göttliches Wesen zu sein. Aber nicht nur wir schummeln beim werben um den Partner. So ist die die Partnerwahl zu einem Schauspielstück aus Lügen, Intrigen und vortäuschen falscher Tatsachen geworden, nur um sein Ziel zu erreichen. Schlicht und ergreifend versuchen wir mit allen betrügerischen Methoden ein vermeintliches Einhorn abzugreifen. Doch ein Einhorn braucht ein Einhorn und keinen Fake, um sein Darma zu erfüllen. Es braucht eine Person, die das gleiche Lebensziel vor Augen hat und es genauso wie man selbst anpacken will. Erst solch ein Partner gibt einen die wahre Sicherheit dass man den Lebensweg gemeinsam verbringen kann und man in allen Lebenslagen zueinander stehen wird. Denn der Magnet, in Form des gemeinsamen Schöpfungszieles, schweißt wie eine Einheit zusammen.

Was aber machen wir in einer Gesellschaft, in der es leider keine starken und gesunden Partner mehr gibt? In solch einer Zivilisation können wir uns nur für das geringste Übel entscheiden und uns zusätzlich einreden, dass wir als intelligente Homo sapiens auf diese niederen Triebe und die Erfüllung des Darmas nicht mehr angewiesen sind. Wir können zwar unseren Wunsch nach einem Einhornpartner des gemeinsamen Lebensziels im Verstand leugnen, doch unser Herz können wir zu keiner Zeit unseres Lebens davon überzeugen. So sucht der Selbsterhaltungstrieb andauernd nach einem Partner mit einem gesunden, kräftigen, leistungsfähigen Körper und Geist, der das Potential hat, uns gesunde und starke Nachfahren zu schenken.

Das gilt auch dann, wenn wir keine eigenen Kinder haben wollen. Unser Darmaich hingegen sucht ebenfalls nach einem göttlichen Einhorn, jedoch eines mit dem es seine Lebensaufgabe vollführen kann. Denn nur ein Einhorn das seine Göttlichkeit spürt und sich von ganzem Herzen selbst liebt, ist durch die bedingungslose Liebe im Stande sein Darma zu erfüllen. Aus diesem Grund sucht man sich zum einen ein Einhorn für die Jungenaufzucht und zum anderen ein oder mehrere Einhörner, die ebenfalls das gleiche Schöpfungsziel in sich tragen. So ist es bei weitem leichter einen Einhornerzeuger zu finden, als ein oder mehrere Einhörner, die den gleichen Magnetismus der Lebensaufgabe in sich tragen. Auf den ersten Blick mag diese Ansicht oberflächlich klingen. Doch wie es so schön heißt, kommt es ja vor allem auf die inneren Werte an. Doch da unser Körper in erster Linie das Abbild unserer Seele ist, ist diese Trennung zwischen inneren und äußeren Werten künstlich. Ein Einhorngeist lebt eben auch in einem Einhornkörper, während ein kranker Geist und eine kranke Seele selbst den gesündesten Körper zerstören würden.

Wenn wir nun alle nach unserer Herzensstimme leben würden, wären wir also auch im Vollbesitz unserer geistigen und körperlichen Kräfte. Wir wären somit alle Einhörner und könnten frei den Darmapartner auswählen der den gleichen Lebenssinn in sich tragen würde. Wenn alle attraktiv und vollkommen wären, müsste man keine Angst haben, dass man seine Zwillingsseele verlieren könnte. Es gäbe somit keinen einzigen Grund, mit unserem Partner oder uns selbst unzufrieden zu sein. Als Wesen, die mit dem Universum verbunden sind, bräuchten wir außerdem kein Ego. Ohne dies würde es keine Gefühlsverletzungen geben, wenn unser Partner außer uns auch weitere Wesen liebt und vielleicht sogar mit ihnen Sexualität teilt. Denn was wäre ich für ein Partner, wenn ich nicht möchte, dass mein Partner durch die Kraft der Sexualität sein Leben verlängern könnte und dabei Fröhlichkeit empfinden würde. Was wäre ich für ein Seelenpartner, wenn ich es nicht zulassen kann, dass mein Partner in Freiheit Fröhlichkeit leben kann. Er liebt ja keinen anderen Menschen, weil er mich verletzen will, sondern weil er einen anderen Menschen liebt. Das bedeutet: Wenn wir nicht alles gleich und offen lieben, erschaffen wir automatisch Unfrieden, da wir durch unser Ego in Form unserer Verlustangst einer anderen Person Fröhlichkeit und Lebensfreude aberkennen wollen, so das wir aus fehlendem Urvertrauen keine Angst verspüren müssen. Faktisch heißt das, wir wollen ein Einhorn werden das im Urvertrauen lebt.

Wir wollen ein Egowesen sein, das andere kontrolliert und einsperrt. So entsteht Neid, Unzufriedenheit und Schluss endlich Krieg. Keine einzige Spezies auf unserem ganzen Planeten lebt permanent monogam. Dennoch leben wir in dem aberwitzigen Glauben, der uns von Kindheitsgebeinen indoktriniert wurde, dass wir Menschen unser Leben lang nur einen Partner haben sollten. Nur dann würden wir keine Sünde begehen. Es ist per Gebot falsch, mehrere Menschen zu lieben und sein Darma zu erfüllen. Ohne diese anerzogenen Moralvorstellungen der Glaubensparadigmen wären viele andere Beziehungsformen denkbar und auch möglich. Als Einhörner wären wir so stark mit unserer Herzensstimme verbunden, dass wir intuitiv wüssten, welche Beziehungsform für uns die richtige wäre. Als domestizierte Pferde hingegen sind wir so sehr in den Gesellschaftsmustern der Indoktrination gefangen, dass es neben der Monogamie keine Alternativen mehr geben darf. Selbst wenn wir andere Formen für uns in der Seele als erfüllender empfinden würden, lassen sie sich kaum verwirklichen, da wir andauernd darüber nachdenken und Angst davor haben, was die anderen Leute von uns halten würden. Andauernd befinden wir uns in der Spirale des Egowahnsinns nach Anerkennung und Zuneigung. Was wäre, wenn mich die anderen nicht mehr mögen würden, nur weil ich eine andere Beziehungsform wählen würde? Früher oder später schalten sich durch diese Egofragestellungen unsere Glaubenssätze, unsere Verlustangst und unsere Egostimme ein, die Schuld, Scham, Eifersucht, Neid, Gier oder Enttäuschung in uns auslösen. Um also glückliche und bereichernde Beziehungen, zu einem oder mehreren Partnern haben zu können, müssen wir uns selbst, unsere Partner und alle anderen Wesen im Universum bedingungslos Lieben. Erst wenn wir alles gleich lieben und unsere Beziehungen vom Lebenssinn, also von unserem Darma, dem Schöpfungsziel abhängig machen, haben wir die Möglichkeit erfüllende Beziehungen in Leichtigkeit und Fröhlichkeit zu führen. Zu guter Letzt dürfen wir keine Verlustangst und keine Besitzansprüche oder Erwartungshaltungen mehr haben. Wenn wir dies in uns erschaffen haben, ist unser Geist wieder der eines Einhorns und damit auch bereit, tiefe ehrliche Herzensverbindungen einzugehen, die auf wahrer bedingungsloser Liebe basieren.

In Villarrobledo stellte sich die Schlafplatzsuche als ähnlich komplex heraus, wie an den letzten Tagen. Es schien, als wollte uns die Gegend hier vor allem in Akzeptanz und Hingabe trainieren. Man konnte nichts mehr planen, sich auf nichts wirklich verlassen, aber irgendwie kam man immer durch. Das gleiche war es auch mit den inneren Prozessen. Heikos Ohren schwankten in letzter Zeit wieder stärker und es kostete ihn einiges an Hingabe, in den Prozess zu vertrauen. Denn dass es ein Prozess der Heilung war, das wusste er, doch diese Gewissheit machte es deshalb nicht unbedingt leichter.

Schließlich erreichte ich einen Pfarrer über die Telefonnummer, die über einer geschlossenen Kirche stand. Er bot uns einen Gemeindesaal an, in dem wir übernachten dürfen und brachte uns sogar Feigen und Walnüsse. Und wir haben sogar eine Klimaanlage hier. Auch wenn es zwischenzeitlich trübe aussah, war das doch ein schönes Ende.

Spruch des Tages: Liebe ist mehr als nur ein Gefühl

Höhenmeter: 10 m Tagesetappe: 17,5 km Gesamtstrecke: 4833,97 km  
Heiko Gärtner
Heiko Gärtner ist Wildnismentor, Extremjournalist, Survivalexperte, Weltreisender und einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Antlitz- und Körperdiagnostik. Nachdem er einige Jahre als Agenturleiter und Verkaufstrainer bei einer großen Versicherungsagentur gearbeitet hat, gab er diesen Job auf, um seiner wahren Berufung zu folgen. Er wurde Nationalparkranger, Berg- und Höhlenretter, arbeitete in einer Greifenwarte und gründete schließlich seine eigene Survival- und Wildnisschule. Seit 2014 wandert er zu Fuß um die Welt und verfasste dabei mehrere Bücher.

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