Gewaltprävention

///Gewaltprävention

Gewaltprävention

Gewaltprävention ist an vielen Schulen und auch im Freizeitbereich ein wichtiges Thema. Heute wurden wir Zeuge einer solchen Maßnahme, die direkt von der Polizei durchgeführt wurde. Dabei waren wir jedoch eher belustigt als beeindruckt von dem Erfolg, der dadurch entstand. Denn anscheinend waren sich bereits die Trainer nicht so ganz sicher darüber, was man tun konnte und sollte, um Gewaltsituationen so gut wie möglich zu vermeiden.

Verschneite Stadt am Fluss

Verschneite Stadt am Fluss

Unterschiede zwischen Stadt und Land

Nach der großen, unpersönlichen Großstadt landeten wir am nächsten Tag als perfekten Kontrast auf einem kleinen Bauernhof, mitten auf dem platten Land. Hier lebte eine Bürgermeisterin mit ihrem Mann und ihren Eltern. Sie hatte uns nach einem kurzen Telefonat am Vortag gleich zu sich eingeladen und als wir eintrafen stand bereits eine ordentliche Portion Blaukraut mit Kartoffeln und Kassler auf dem Tisch. Man konnte also sagen, dass es durchaus einen Unterschied machte, wo man nach einem Schlafplatz suchte.

Die Industriegebiete der Städte

Die Industriegebiete der Städte

Friedliche Morgenstimmung auf dem Land

Friedliche Morgenstimmung auf dem Land

Größer könnten die Unterschiede zwischen Stadt und Land kaum sein.

Größer könnten die Unterschiede zwischen Stadt und Land kaum sein.

Unruhige Zeiten

Ganz so urig und gemütlich ging es die nächsten Tage dann aber nicht weiter. Sowohl unsere Plätze als auch die Stimmung und das Wetter im Außen wurden zusehends kälter. Wir befanden uns nun im Zwischenraum zwischen der Weser und der Elbe, zwischen Bremen und Hamburg und zwischen Ostfriesland und Schleswig-Holstein.

Nicht nur der Traktor verteilt jede Menge Mist in der Welt.

Nicht nur der Traktor verteilt jede Menge Mist in der Welt.

Wir schliefen wieder überwiegend in Gemeindehäusern, in denen nun aber auch immer wieder Aktivitäten stattfanden. Ein Zur-Ruhe-Kommen war damit nun fast ausgeschlossen. Einmal gab es eine Hortgruppe im Raum neben uns, einmal ein Seminar zur Gewaltprävention von der Polizei und einmal einen Rentnertanzkurs. Man merkt schon deutlich, dass in Deutschland noch ein Freizeitangebot existiert, das in vielen anderen Ländern längst ausgestorben ist.

Wandern im Alten Land

Wandern im Alten Land

Fehlende Aufmerksamkeit bei der Gewaltprävention

Lustig war vor allem die Begegnung mit den Polizisten von der Gewaltprävention, da sie gegen all ihre eigenen Regeln verstießen. Der Erste Schritt um gewaltsame Auseinandersetzungen zu vermeiden ist Aufmerksamkeit. Denn durch sie gelingt es einem, gefährliche und potenzielle gewaltsame Situationen von vornherein zu vermeiden. Sie ist einer der Hauptgründe, warum Einheimische in den Wäldern Kanadas nahezu niemals Unfälle mit Bären haben. Sie wissen einfach frühzeitig wann er kommt und können einer Begegnung so aus dem Weg gehen. Die Polizistin hingegen rannte Heiko am Morgen erst einmal vollkommen über den Haufen. Anschließend reagierte die erst panisch, dann pampig und tat alles, was in einem Ernstfall zur Eskalation geführt hätte. Aber wie heißt es so schön: Wer es kann, der lebt es, wer es nicht kann, der lehrt es.

Ein gemütliches Fachwerkhaus

Ein gemütliches Fachwerkhaus

Mit der Hängebrücke setzten wir auf die andere Uverseite über.

Mit der Hängebrücke setzten wir auf die andere Uferseite über.

Die Schwebebrücke noch einmal auf der Ferne.

Die Schwebebrücke noch einmal auf der Ferne.

Spruch des Tages: Was wir können, das leben wir, was wir nicht können, das lehren wir.

 

Höhenmeter 150 m / 170 m / 120 m / 130 m

Tagesetappe: 30 km / 21 km / 19 km / 20 km

Gesamtstrecke: 29.619,27 km

Wetter: Überwiegend sonnig und warm

1620. Tag – Etappenziel: Hotel Pensionat Drottninggatan, Boden, Schweden

1621. Tag – Etappenziel: Privates Gästehaus, 3 km nördlich von Inbyn, Schweden

1622. Tag – Etappenziel: Kinderspielhaus, Niemsiel , Schweden

1623. Tag – Etappenziel: Private Gästehütte, Avafors, Schweden

Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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