Tag 834: Wintersportparadis Metsovo

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Tag 834: Wintersportparadis Metsovo

Tag 834: Wintersportparadis Metsovo

30.03.2016

Nach einer kurzen Wanderung entlang der Autobahn schraubten wir uns wieder in die Berge hinauf. Die Autobahn verlief nun teilweise unter uns durch den Berg und tauchte dann plötzlich mit einem gewaltigen Straßenwirrwar wieder auf. Hier befand sich die Auffahrt, die dann in den nächsten Ort führte. Kurz bevor wir ihn erreichten wurden wir von einem Auto angehalten. Es wurde von einem Pärchen gefahren, das sich in der Gegend ein wenig verirrt hatte. Sie stammten aus Frankreich, lebten aber in Kanada.

Zu unserer eigenen Überraschung konnten wir ihnen mit dem Weg sogar wirklich helfen. Es wurde ein kurzes aber sehr angenehmes Gespräch und es tat gut, sich mal wieder mit Menschen zu unterhalten, die ein wirkliches Interesse an einem hatten und nicht nur ein paar Fakten sammelt wollten um später prahlen zu können. Nachdem wir uns verabschiedet hatten kamen sie sogar noch einmal zurück und schenkten uns dreißig Dollar. Es wird noch eine Weile dauern, bis wir in die Verlegenheit kommen, dieses Geld auszugeben, aber wenn wir eines Tages in Amerika landen, sind wir schon einmal vorbereitet.
Die nahegelegene Stadt hieß Metsovo und war ein bekannter und beliebter Wintersportort. Sein Problem war nur, dass es hier schon seit Jahren nicht mehr geschneit hatte. Später trafen wir einen deutschen Geologen, der hier her gekommen war, um Fahrradwege auszuarbeiten, damit die Region auch außerhalb der Wintersportarten einen Anziehungspunkt bekam.

Während Heiko einen Basispunkt im Stadtpark errichtete, machte ich mich auf die Suche nach dem Rathaus. Dort stieß ich auf den stellvertretenden Bürgermeister, der uns mit unserer Schlafplatzsuche begeistert und erfolgreich weiterhalf. Seine Familie besaß ein Hotel im Ort und er bot uns an, dass wir dort übernachten konnten. Wenn ich es richtig verstanden hatte, waren wir dabei Gäste der Stadt. Unser Besuch half also allen, sowohl uns, als auch dem Hotel. Das Hotel trug den Namen Bitounis und war wirklich kein schlechter Ort zum Übernachten.

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Am Nachmittag drehten wir noch einmal eine Runde durch den Ort, um uns alles anzusehen. Dabei wurden wir von einer freundlichen, älteren Dame in ihr Restaurant eingeladen. Sie reichte uns die Speisekarte und erlaubte uns, alles zu bestellen, was immer wir wollten. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen! Es gab einen griechischen Salat mit Oliven, Tzazikki und Schafskäse sowie frisch geröstetes Brot als Vorspeise und Hähnchenfilets in einer Champignon-Rahmsauce mit Pommes als Hauptgericht. Beides war absolut erstklassig und wann immer ihr nach Metsovo kommt, solltet ihr auf jeden Fall mal einen Happen im Apokentro Restaurant riskieren.
Den Rest des Tages verbrachten wir damit, unseren Blog wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Durch die Phase, in der die Seite offline war, hatten sich gut 30 Tagesberichte angesammelt. Es wartete also eine Menge Arbeit auf uns…

Spruch des Tages: Wer hätte gedacht, dass wir hier in ein Skigebiet kommen?

Höhenmeter: 90 m
Tagesetappe: 12 km
Gesamtstrecke: 14.776,27 km
Wetter: sonnig
Etappenziel: Halle für Pilatestraining, 50006 Pyrgoi, Griechenland

Hier könnt ihr uns und unser Projekt unterstützen. Vielen Dank an alle Helfer!

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About the Author:

Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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