Tag 1536 bis 1539: Städtetrip nach Aachen

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Tag 1536 bis 1539: Städtetrip nach Aachen

Tag 1536 bis 1539: Städtetrip nach Aachen

12.-14.12.2017

Bis wir Aachen ereichten verliefen die Tage relativ ereignislos. Es war eben eine typische Winterzeit im Norden von Deutschland, also Nieselregen, Ungemütlichkeit und Einheitsgrau in nahezu jeder Lebenslage.

Das Kloster Kornellimünster war unser letzter Schlafplatz bevor wir Aachen erreichten.

Das Kloster Kornellimünster war unser letzter Schlafplatz bevor wir Aachen erreichten.

Auch Aachen begrüßte uns auf diese Weise. Ich kannte die Stadt bereits aus meiner Unizeit, da wir damals mehrere Museen und Kulturveranstaltungen besucht hatten. Tatsächlich musste ich jedoch feststellen, dass ich mich an nichts erinnern konnte und dass ich nicht das Geringste über die Stadt wusste. Abgesehen von der Innenstadt rund um den Dom ist Aachen auch nicht unbedingt eine schöne Stadt. Vor allem aber ist sie bedeutend größer als ich es vermutet hätte und hat daher natürlich auch alle Großstadteigenschaften, die wir ja bekanntlich so schätzen.

Große Hauptstraßen führen mitten durch Aachen.

Große Hauptstraßen führen mitten durch Aachen.

Trotzdem lohnte sich der Besuch, denn der Dom, die Innenstadt und vor allem auch die Domschatzkammer sind definitiv einen Blick wert.

Der Marktplatz im Aachener Zentrum im Winter.

Der Marktplatz im Aachener Zentrum im Winter.

Als wir das Zentrum erreichten, flüchteten wir uns zunächst erstmal in das Domzentrum, wo es nicht nur warm und trocken war, sondern auch wertvolle Informationen über die Stadt und mögliche Schlafplätze gab. Die Mitarbeiter waren sehr bemüht, konnten aber zunächst niemanden erreichen, weshalb wir uns kurz darauf selbst aufmachten um die von ihnen herausgesuchten Adressen abzuklappern.

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Weihnachtsmarkt in Aachen

Weihnachtsmarkt in Aachen

 

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Das Eingangsportal des Aachener Doms

Das Eingangsportal des Aachener Doms

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Gleich der zweite Versuch war erfolgreich. Es war ein Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, das immer noch einen kleinen Bereich hatte, der den Brüdern selbst als Kloster zur Verfügung stand. In der Nacht zuvor hatten wir bereits ebenfalls in einem Kloster übernachtet. Auch dieses Kloster war nur noch spärlich besetzt gewesen, doch es war geradezu groß gegen das der Barmherzigen Brüder.

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Die Kathedrale in Aachen

Die Kathedrale in Aachen

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Die aachener Innenstadt

Die aachener Innenstadt

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Der Dom bildet mit einigen weiteren Kirchen eine Art Zentrum des Glaubens in Aachen

Der Dom bildet mit einigen weiteren Kirchen eine Art Zentrum des Glaubens in Aachen.

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Zurzeit lebten hier drei Mönche, von denen einer aber nur ein Gast aus Kornellimünster, also aus unserem Kloster von gestern war. Einer von ihnen, Bruder Damian lud uns zum Mittagessen in die Kantine ein, in der die Brüder auch eine Speisung für Obdachlose und sozial schwache Mitbürger anboten. Er erzählte uns, dass die Barmherzigen Brüder eigentlich ein sehr reicher Orden sind, der direkt dem Vatikan untersteht und daher unabhängig von den Entscheidungen des örtlichen Bischofs ist. Bis heute gehören ihm unzählige Gebäude auch hier in Aachen, doch da kaum noch Brüder existieren, werden sie nach und nach verkauft.

Eines von vielen Museen in Aachen

Eines von vielen Museen in Aachen

Nach dem Essen machten wir uns an die Erkundung der Stadt. Zunächst besuchten wir den Dom, sowie einige weitere Kirchen im Zentrum, darunter auch eine äußerst beeindruckende orthodoxe. Eine kleine Gruppe aus Griechenland war hier gerade anwedend. Sie machte eine Art spirituellen Kurzurlaub in Aachen und hielten in der Kirche daher eine kleine Zeremonie ab.

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Als sie uns sahen, hießen sie uns sofort willkommen und auch wenn wir kaum ein Wort miteinander sprechen konnten, spürte man doch eine herzliche und einzigartige Verbindung, die wir bis dato in dieser nasskalten, grauen Region noch nicht erlebt hatten.

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Dank unserer Kontakte an der Touristeninformation durften wir im Anschluss auch den Domschatz kostenlos besichtigen. „Die attraktive junge Dame am Schalter ist meine Frau!“ sagte der Mann, am Informationsstand, „sagt ihr einfach ihr kommt von mir, dann ist das klein Problem!“

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Aachen selbst hatte das Glück, dass man hier bereits vor mehr als 2000 Jahren runs 65 heiße Quellen fand, die die Stadt vor allem beim Adel und bei den Einflussreichsten Gesellschaftsschichten sehr beliebt machte. Daher kamen immer wieder Könige in die Stadt, die jedes Mal auch einen Teil ihrer Schätze hier ließen. Der Klosterschatz, der heute im Dommuseum besichtigt werden kann geht zurück bis zu Karl dem Großen und ist tatsächlich einen Besuch wert.

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Heute ist der alte Prunk der Stadt aber zu vielen Teilen dem natürlichen Alltagsgrau gewichen. So ist Aachen nun vor allem laut, wuselig und voll vom üblichen Stress einer Gesellschaft, die permanent hinter allem hinterher rast. Lediglich die Zigeuner und die Obdachlosen, die überall an den Straßenrändern sitzen und auf eine kleine Spende hoffen scheinen noch einigermaßen entspannt zu sein und finden teilweise sogar die Zeit, einen anzulächeln. Wir beschlossen, dass es durchaus wert war, diese immense Frustrationstoleranz zu würdigen und verschenkten die Maronen, die wir zuvor geschenkt bekommen hatten an einen Bettler.

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Pünktlich zum Abendessen kehrten wir wieder von unserem Kurztrip in unser Krankenhauskloster zurück. Einen Besuch im berühmten Kuhrbezirk mit ausgedehntem Saunagang, der unseren Städtetrip durch Aachen in einen echten Wellnessurlaub verwandelt hätte, brachten wir leider nicht mehr unter.

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Weihnachtsshopping in Aachen

Weihnachtsshopping in Aachen

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Die Arcaden in Aachen

Die Arcaden in Aachen

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Weihnachtsbaum im Einkaufszentrum

Weihnachtsbaum im Einkaufszentrum

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Spruch des Tages: Ein Kurzurlaub in Aaren auf den Spuren der Könige

 

Höhenmeter 150m / 180m / 120m / 90m

Tagesetappe: 13km / 18km / 17km / 10km

Gesamtstrecke: 28.708,27km

Wetter: Heiter bis Wolkig, Temperaturen knapp über Null Grad, Schnee am Wegesrand

Etappenziel Tag 1536: Gemeindehaus der Kirche, Borgstena, Schweden

Etappenziel Tag 1537: Gemeindehaus der Kirche, Annelund, Schweden

Etappenziel Tag 1538: Kapelle, Faglavik, Schweden

Etappenziel Tag 1539: Gemeindehaus der Kirche, Larv, Schweden

Bewertungen:

 

About the Author:

Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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