Tag 757: Oliven-Lepra

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Tag 757: Oliven-Lepra

Tag 757: Oliven-Lepra

Plötzlich schreckten wir aus dem Schlaf auf. Draußen vor unserem Fenster war ein Tumult, als würde gerade eine Horde Seeräuber zum Galgen geführt. Es klang wie ein Aufmarsch mitsamt einer Kapelle, die einen schnellen lauten Marsch spielte. Moment, nein! Eigentlich waren es nur Trommler. Es klang wirklich wie bei einer Hinrichtung oder wenigstens wie beim Einmarsch eines Soldatenregiments. Wir sprangen aus den Betten und schauten aus dem Fenster. Das wollten wir uns schon einmal genauer ansehen. Doch als wir die Ursache des Radaus ausgemacht hatten, waren wir nicht mehr sicher, ob wir enttäuscht oder überrascht sein sollten. Es war nur ein einziger Mann, der mit seiner Trommel die Straßen auf und ablief und dabei eine Art Privatkonzert gab, mit dem er jeden aus dem Schlaf riss. Von hier oben sah der Trommler ein bisschen aus wie Luigi, doch ob er es wirklich war konnten wir nicht mit Gewissheit sagen.

Eigentlich hätten wir am Morgen noch gemeinsam mit den Mönchen frühstücken sollen, die extra einen deutschsprachigen Nachbarn einladen wollten, der uns etwas mehr über das Kloster erzählen sollte. Doch als wir unser Zimmer verließen, konnten wir niemanden entdecken. Das ganze Kloster war wie ausgestorben und nirgendwo erblickten wir auch nur die Spur eines Mönchs. Einen Moment lang versuchten wir noch jemanden ausfindig zu machen, dann gaben wir es auf und machten uns auf den Weg.

Die Straße führte wieder einmal stetig rauf und runter und wie sonst auch konnten wir dafür keinen plausiblen Grund erkennen. Am Ende erreichten wir eine kleine Ortschaft, in der Gerade die Messe abgehalten wurde. Wir setzten uns in die Sonne, schälten ein paar Mandarinen und trotzten dabei den skeptischen und misstrauischen Blicken der Anwohner.

„Wo kommta her?“ diese Frage wurde in der kurzen Zeit sicher fünf Mal gestellt. Jedes Mal lautete die Antwort: „Deutschland!“ und damit war das Gespräch dann wieder vorbei. Glücklicherweise, denn wirkliches Interesse an einer Unterhaltung hatten wir eigentlich nicht. Die einzige Ausnahme stellte ein Mann da, der lange Zeit in Deutschland gelebt hatte und sich daher auf Deutsch mit uns unterhalten konnte. Er durfte seine Mitmenschen im Anschluss über uns informieren und nachdem er erkannt hatte, dass wir keine Wegelagerer, Diebe, Banditen, Obdachlose oder Terroristen sind, schenkte er uns sogar eine Flasche Wasser und einige Orangen. Heiko freute sich nur mäßig über dieses Geschenk, denn wenn wir eines momentan wirklich im Überfluss hatten, dann waren es Mandarinen und Orangen. Täglich fuhr er auf seinem Wagen rund fünf bis sechs Kilo davon spazieren und immer wenn er glaubte, dass wir den Vorrat soweit aufgebraucht hatten, dass sein Wagen wieder angenehm leicht wurde, kam jemand und schenkte uns ein paar neue.

Nach der Messe begab ich mich in die Sakristei um auf den Pfarrer zu warten. Außer mir standen noch vier weitere Menschen im Warteraum. Einer von ihnen war ein Mann um die vierzig mit einer Beatles-Frisur, den wir später als Antonio kennen lernten. Die anderen drei waren seine Kinder. Die beiden Mädchen waren Zwillinge und eine von ihnen hieß Lucia. Dies war auch der Grund, weswegen die vier hier waren, denn heute war der Tag der heiligen Lucia und damit Namenstag des Mädchens. Der Vater wartete auf den Pfarrer, damit dieser seine Tochter segnen konnte.

Santa Lucia war aber auch die Schutzheilige des Stadt und vielleicht sogar der ganzen Region. Daher hatte der Pfarrer nur wenig Zeit, denn er musste zu einer Feier in einer anderen Ortschaft fahren und würde erst am Abend wiederkehren. Bis dahin überließ er uns einen kleinen Unterrichtsraum und gab uns in die Obhut von Antonio, der sich um unser leibliches Wohl kümmern sollte.

Antonio selbst musste noch etwas erledigen, weshalb er seine beiden älteren Töchter beauftragte, uns zu seinem Haus zu führen. Er und seine Frau hatten insgesamt fünf Kinder und lebten außerdem gemeinsam mit seiner Mutter in einem Haus. Da die Mutter nicht mehr gut laufen konnte hatten sie die Garage zu einer Art Wohnzimmer umgebaut und dort versammelten wir uns nun alle gemeinsam.

Seit unserer Überfahrt nach Italien waren nun bereits mehr als zwei Monate vergangen und noch immer hatten wir unseren Ernährungsplan nicht wieder umgestellt. Da uns die ständigen Nudeln, die es hier wirklich zu jedem Essen gab, langsam zum Hals heraushingen hatten wir beschlossen, endlich einmal damit anzufangen. Deshalb baten wie Antonios Frau darum, statt der üblichen Pasta auf Reis auszuweichen. Wenn wir jedoch gewusst hätten, was wir damit für einen Aufwand auslösten, dann hätten wir das lieber gelassen. Als wir in Wohnzimmer eintrafen stand die Sauce bereits auf dem Herd und war so gut wie fertig. Es war eine Tomatensauce mit kleinen Mettbällchen und Fleischstückchen darin, die ein Wenig an Goulasch erinnerten. Nudeln zu Kochen und aufzusetzen hätte von diesem Moment an rund zehn Minuten gedauert. Mit Reis wären es vielleicht fünfzehn gewesen, doch mehr Zeit hätte auch das nicht in Anspruch genommen. Aber wir waren noch immer in Italien. Derart abstrakte Sonderwünsche wie Reis anstatt Pasta zur Sauce, brauchten eine genaue Umorientierungsphase und so verschob sich das Mittagessen um gut eineinhalb Stunden. Die Wartezeit nutzte Antonio um mal wieder etwas Abstand von seiner Familie zu bekommen und um seinen Gästen die Sehenswürdigkeiten seiner Heimat zu zeigen. Er war ein sehr freundlicher, ruhiger und liebenswerter Mensch, der sich alle Mühe gab, uns die Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Leider gab es in der Gegend absolut nichts zu sehen, so dass dieses Unterfangen etwas schwieriger wurde, als zunächst gedacht.

Als erstes führte er uns in seinen Garten und schenkte uns frische Orangen und Mandarinen vom Baum.

„Stopp, Stopp, Stopp!“ rief Heiko, der sich selbst schon wieder unter der Last des Obstes schwitzen sah, „das reicht, ich muss ja auch alles tragen!“

Aber er hatte keine Chance. Antonio wollte uns eine Freude machen und suchte von allen Bäumen die schönsten Früchte zusammen. Am Ende wog die Tüte wieder lockere sechs Kilo.

Dann verfrachtete er uns in ein kleines, klappriges Auto und fuhr uns in der Gegend herum. Erst besuchten wir einen Bauern, der eine kleine Schweine-Herde hatte, die er unter ökologischen Gesichtspunkten aufzog. Er musste etwas außerhalb der Ortschaft wohnen, denn offensichtlich gab es in Italien die Regel, dass man keine Nutztiere näher als 200m an einer Wohnsiedlung halten durfte. Dumm schien diese Regel nicht zu sein, doch sie überraschte uns ehrlich gesagt etwas. Denn normalerweise scherte sich hier niemand um den Schutz der Anwohner, wenn es um Lärm- und Geruchsbelästigung ging. Sämtliche Formen von industrieller Verarbeitung oder Produktion durfte man direkt in die Siedlungen bauen, egal wie viel Lärm, Abgase, Gestank oder Gifte sie ausstießen. Nur eben keine Tiere.

Die zweite Station war das Haus einer anderen Familie, die gerade beim Essen saß. Bis zum Schluss erfuhren wir nicht, warum wir sie beim Essen störten. Der einzig sichtbare Grund war, dass wir einige Fenchelknollen mit auf den Weg bekamen.

Im Garten des Familienhauses standen einige Olivenbäume und hier erfuhren wir dann doch noch ein paar spannende Details über Oliven, die wir zuvor nicht gekannt hatten.

Erst heute Vormittag hatten wir bei unserer Wanderung durch die Olivenhaine eine Entdeckung gemacht, die uns verwirrte. Die Olivenbauern hatten überall unter ihren Bäumen große Netze verteilt, mit deren Hilfe sie die herabfallenden Früchte leichter einsammeln konnten. Doch fast überall waren die Oliven in den Netzen vollkommen vertrocknet. Wir probierten einige von ihnen und stellten fest, dass sie durchaus essbar waren. Sie hatten sämtliche Bitterstoffe verloren, schmeckten ganz normal nach Olive und hatten die Konsistenz von Trockenpflaumen. War es also eine besondere Art der Olivenzubereitung, die Früchte einfach auf dem Feld vertrocknen zu lassen? Oder hatte man nur vergessen sie einzusammeln und jetzt war ihre Zeit einfach vorbei? Wenn ja, warum machten sich die Bauern dann die Mühe, erst die Netze zu verteilen, wenn sie ihre Ernte dann doch nicht einholen wollten?

Wir fragten Antonio danach und bekamen eine Antwort, mit der wir nicht gerechnet hatten. Die Oliven waren krank. Sie vertrockneten bereits am Baum, bevor sie richtig reif wurden. Diesem Problem hatte man hier den dramatisch klingenden Namen Oliven-Lepra gegeben und es war ein Umstand, der vielen Bauern größte Sorgen bereitete. Früher war dieses Klima hier perfekt gewesen für die Olivenernte. Es war weder zu heiß noch zu kalt, noch zu nass oder zu trocken und man konnte die Oliven bis in den April hinein ernten. Dann aber hatte sich das Wetter gewandelt. Die Winter waren immer kälter und nasser geworden und hatten der Ernte stark zugesetzt. Heute regnete es hier teilweise in einem einzigen Monat so viel wie früher in einem ganzen Jahr. Angefangen hatten die Wetterveränderungen in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Seit dem war es immer schlimmer geworden und dieses Jahr schien zumindest vom Regen her ein neues Rekordjahr zu werden. Dies war auch der Grund, warum die Gebäude alle so ein enormes Feuchtigkeitsproblem hatten. Sie waren nie darauf ausgelegt gewesen, einem längeren oder heftigeren Regen standzuhalten. Auch die kalten Temperaturen waren unbekannt, weshalb es in den Häusern auch nur so schlechte Heizsysteme gab. Auf der einen Seite halfen uns die Erzählungen von Antonio dabei, die Menschen hier etwas besser zu verstehen. Auf der anderen Seite musste man aber natürlich auch sagen, dass seit Beginn der Wetterveränderungen bereits 25 Jahre vergangen waren. Das war eine lange Zeit und langsam konnte man die Ausrede „Wir sind diese Temperaturen und diese Feuchtigkeit einfach nicht gewohnt“ nicht mehr wirklich gelten lassen. Wenn drei Jahre hintereinander ein Nässe- und Kälteeinbruch kommt, der untypisch für eine Region war, dann konnte man nichts dagegen sagen. Bei fünf oder sechs Jahren ließ man es sich auch noch eingehen. Aber fünfundzwanzig Jahre lang abzuwarten und darauf zu hoffen, dass alles von alleine wieder besser wurde, während man selbst fror und das Haus um einen herum zu schimmeln begann, das hatte nichts mehr mit gesundem Menschenverstand zu tun. Dass man bei den alten Häusern, die keine Isolierung hatten und die teilweise direkt an den Felsen gebaut worden waren, durch den das Wasser nun von hinten in die Wand drückte, nicht mehr viel machen konnte, war nachvollziehbar. Doch warum baute man dann die neuen Häuser wieder genau wie die alten, ohne sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen?

Auffällig an der ganzen Geschichte war auch, dass die Olivenbauern gerade hier in der Bergregion von Kalabrien immer besonders Stolz auf ihre natürliche Anbauweise waren. Die Bäume wurden hier weder gespritzt noch gedüngt noch sonst irgendwie behandelt. Seit dem der Wetterumschwung den Bäumen zu schaffen macht und sich das Oliven-Lepra immer mehr ausbreitet, ist diese natürliche Bewirtschaftung jedoch kaum noch möglich. Die Bauern, die es versuchen haben stets enorme Ernteeinbußen, so dass immer mehr auf chemische Hilfsmittel zurückgreifen. Antonio konnte natürlich keine Namen nennen, doch der Verdacht liegt nahe, dass hier wieder einige namenhafte Saatgut-, Dünge- und Spritzmittelhersteller ihre Finger im Spiel haben, von denen durchaus bekannt ist, dass sie gerne hin und wieder mit dem Wetter herumspielen.

Spannend fanden wir im Nachhinein auch die Krankheitsbezeichnung Oliven-Lepra. Denn im Grunde schien es sich dabei nicht wirklich um eine Krankheit zu handeln, sondern viel mehr um eine Schwächeerscheinung des Baumes. Die Olivenbäume wurden so gezüchtet, dass sie einen maximalen Ertrag leisten, das heißt sie gehen mit der Produktion ihrer Früchte an ihre eigenen, existenziellen Grenzen. Solange die klimatischen Bedingungen optimal sind und der Baum genug Nährstoffe und Sonnenlicht bekommt, ist das kein Problem, doch sobald es eine Einbuße gibt, muss er sich selbst vor einer Überbelastung schützen. Da er seine Blätter nicht abwirft, ist es ein durchaus sinnvoller Weg, die Energie aus den Oliven abzuziehen um das Überleben des Mutterbaumes zu schützen. Wenn das so ist, dann sind die trockenen Oliven nicht krank, sondern einfach nur trocken. Doch das klingt natürlich weit weniger spektakulär und angsteinflößend als Oliven-Lepra und es bewegt sicher auch nicht so viele Bauern dazu, seine Bäume mit chemischen Mitteln zu schützen. Rein aus werbetechnischer Sicht hätte man den Namen Oliven-Lepra kaum geschickter wählen können.

Unser letzte Station auf unserer kleinen Rundreise war ein verwildertes Grundstück direkt an einem kleinen Wasserfall. Hier zeigte uns Antonio den Baum, an dem eine grapefruitähnliche Frucht wuchs, die ich zuvor in seinem Wohnzimmer gesehen hatte. Ich hatte nach dem Namen gefragt, jedoch nicht damit gerechnet, dass ich deshalb gleich den Baum präsentiert bekam. Auch hier erzählte uns Antonio aber einige Details, die sich in letzter Zeit verändert hatten. Früher war das Wasser immer gleichmäßig vom Berg ins Tal hinunter geflossen. Dann hatte man jedoch oberhalb der Ortschaft ein Wasserkraftwerk errichtet, das dafür sorgte, dass manchmal sehr viel und manchmal gar kein Wasser mehr hier ankam. Dadurch hatte sich das komplette Mikroklima um den Wasserfall herum vollkommen verändert. Tier die zuvor hier gelebt hatten, waren verschwunden und neue waren an ihre Stelle getreten. Darunter auch Unmengen an Mücken, die das Leben hier nun fast unerträglich machten.

Ich weiß nicht, ob Antonio noch weitere Stationen geplant hatte, doch nun rief seine Frau an, um uns mitzuteilen, dass das Essen nun bereit stehe. Wir kehrten zu seinem Haus zurück und setzten uns an den Tisch.

Ich möchte Antonios Familie wirklich nicht schlecht machen. Es waren super liebe Menschen und es war eine großartige Sache, dass sie uns trotz der Familiengröße und ihrer eher begrenzten Mittel eingeladen haben. Sie sind wahrscheinlich einige der großherzigsten Menschen, die wir auf unserer Reise getroffen haben. Dennoch gab es einiges, was ich nicht verstehen und nachvollziehen konnte und das ich hier erwähnen muss, wenn ich das Essen wirklich wiedergeben möchte.

Als wir das Haus verlassen hatten, stand ein großer Topf mit Sauce und besagten Mettklößen und Fleischstückchen darin auf dem Herd. In unserer Abwesenheit hatte die Hausfrau jedoch fein säuberlich die Sauce abgesiebt, so dass kein Fleisch mehr darin war. Dieses wurde nun in einer großen Plastikschüssel gesondert auf den Tisch gestellt. Wenn ein Vegetarier anwesend gewesen wäre, dann hätte man das vielleicht verstehen können, doch das war nicht der Fall und auch nicht der Grund. Es ging darum, das Essen zu trennen. Erst gab es für jeden eine Portion mit Reis und Sauce, dann gab es das Fleisch ohne eine Beilage als zweiten Gang. Reis gab es reichlich, doch die Sauce was für so viele Personen eher gering, so dass jeder nur einen kleinen Klecks bekam. Um den ansonsten trockenen Reis trotzdem irgendwie Schmackhaft zu machen, streute sich dann jeder bergeweise Parmesankäse auf den Teller. Wie kam man auf eine solche Aufteilung, vor allem wenn man nur wenig Geld zur Verfügung hatte? Die Sauce kostete im Laden nur ein paar Cent und ließ sich locker mit Wasser und Mehl soweit strecken, dass man sich einen Überfluss erschaffen konnte, ohne viel ausgeben zu müssen. Der Käse hingegen kostete ein Vermögen, denn es war kein fertig abgepackter Tüten-Parmesan sondern ein frisch geriebener Hartkäse, wie man ihn nur an der Käsetheke bekommt.

Noch mehr irritierte uns dann aber der zweite Gang mit dem Fleisch, denn hierzu wurde nun Brot gereicht, das so hart und trocken war, dass man es mit den Fingern zermahlen konnte. Um es überhaupt essbar zu machen, stellte die älteste Tochter eine Schüssel mit Wasser auf den Tisch, in die das Brot dann eingetaucht wurde, bevor man es sich in den Mund schob.

Kaum hatten die kleinen Zwillinge ihren Teller geleert, begannen sie eine Blaskapelle zu imitieren, die sogar noch unseren Trommler aus der Früh vor Neid erblassen ließ. Sie marschierten um den Tisch herum und stießen dabei Töne aus, die man ihnen zuvor gar nicht zugetraut hätte. Die Mutter versuchte sie ruhig zu stimmen, doch die beiden kleinen Rabauken wussten genau, dass sie das Zepter in der Hand hatten. Wir waren daher nicht böse, dass noch einiges an Arbeit auf uns wartete und wir uns in unser eigenes Zimmer zurückziehen konnten.

Am Abend bekamen wir dann Besuch von unserem Pfarrer. Er brachte einen jungen Seminaristen und vier Pizzen mit uns führte uns in eine kleine Gästewohnung über seiner eigenen. Gemeinsam setzten wir uns im Wohnzimmer zusammen und plauderten noch bis tief in die Nacht hinein. Es war durchaus ein lustiger und netter Abend, wenn es doch nur nicht so kalt gewesen wäre.

Spruch des Tages: Was hat sie nur mit dem leckeren Essen gemacht?

Höhenmeter: 90 m

Tagesetappe: 17 km

Gesamtstrecke: 13.471,27 km

Wetter: kalt aber sonnig

Etappenziel: altes Pfarrhaus, 85030 San Pietro al Tanagro, Italien

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Bewertungen:

 
Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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