Tag 1315: Race of Legends

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Tag 1315: Race of Legends

27.07.2017

Auf den letzten Kilometern bis zu unserem gestrigen Etappenziel waren die Straßen seltsam verändert. Es begann mit ein paar Hinweisschildern und Werbeplakaten, dann kamen kleine und größere Tribünen hinzu und schließlich waren weite Teile des Straßenränder in dickes Schaumgummi eingepackt.

Blau metallisch glänzender Oldtimer

Blau metallisch glänzender Oldtimer

Zunächst dachten wir, dass wir gerade ein großes Event verpasst hatten, doch dann sahen wir Männer, die weiterhin am Aufbau der Straßenbepolzterung arbeiteten.

Als Heiko dann noch einen Blick auf ein Plakat mit der Aufschrift „Race of Legends“ erhaschte, war klar, dass wir hier auf dem zukünftigen Schauplatz des wahrscheinlich härtesten und gefährlichsten Motorradrennens Europas standen.

Mir sagte der Name nichts, aber Heiko wusste noch von früher, dass es kaum ein Motorsportevent gab, das Jahr für Jahr so viele Todesopfer forderte, wie das Race of Legends. Und wenn man sich hier einmal umsah, dann war dies auch kein Wunder. Der Routenverlauf führte über die ganz normalen Nebenstraßen, die sich kreuz und quer durch das Gelände schlängelten, vorbei an Wiesen, Wäldern, Privathäusern, Stacheldrahtzäunen, Hofeinfahrten, Baumstümpfen und vielem mehr.Die Straßenbeläge waren in einem geradezu erbärmlichen Zustand und man hatte größere Schlaglöcher sowie Gullydeckel und ähnliche Fallen einfach notdürftig mit weißer Farbe umsprayed, damit man sie leichter erkennen konnte.

Teilweise war der Asphalt zudem so rutschig und schmierig, dass wir selbst beim Wandern schon aufpassen mussten, dass wir nicht ausrutschten.

Oldtimer Cabrio

Oldtimer Cabrio

Alles was links und rechts der Straße ein Hindernis sein könnte, wurde mit den Matten umpolstert, die aber noch immer so hart waren, dass man sich weh tat, wenn man nur dagegen lief. Wie sie einem das Leben retten sollten, wenn man mit rund 250km/h dagegen prallte, war uns ein Rätsel. Aber wahrscheinlich sollte es das auch gar nicht.

Oldtimer roter Mini

Oldtimer roter Mini

Angekommen in unserem Zielort stellten wir fest, dass die Rennstrecke nicht nur für Motorradfahrer genutzt werden sollte. Am Abend fand bereits ein Oldtimer-Treffen statt, zu dem auch ein Rennen auf besagtem Parcours gehörte. Mit weniger Geschwindigkeit und deutlich geringerem Risiko natürlich.

Fortsetzung folgt…

Spruch des Tages: On the road again!

Höhenmeter: 90 m

Tagesetappe: 16 km

Gesamtstrecke: 24.846,27 km

Wetter: Erst Sonne, dann Regen

Etappenziel: Pfarrhaus, Bridgetown, Irland

Bewertungen:

 
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By | 2018-11-12T12:26:26+00:00 Januar 13th, 2018|Categories: Irland, Nordirland, Tagesberichte|Tags: , , |1 Comment

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One Comment

  1. Franka 15. Januar 2018 at 10:50

    Hallo ihr beiden Abenteurer,
    seit kurzer Zeit verfolge ich nun euren Blog und verbringe viel Zeit, von euren Erlebnissen und Weisheiten zu lesen. Ich will selber auch eine Weltreise machen,den Jakobsweg nach Santiago wandern und danach den Atlantik überqueren. Mit so wenig Geld wie möglich habe ich vor einen Teil auf dem Trans-Canada-Trail und anschließend auf dem Pacific Crest Trail oder Appalachian Trail durch die USA zu laufen. Der Weg wird mich danach wohl in den Süden führen, aber ich möchte mir die Freiheit lassen, auch während der Reise zu planen.
    Die Reise soll mich in erster Linie mehr über die Natur und meinen Bezug zur Natur lehren. Deshalb finde ich eure Berichte von den Ritualen und eure Lektionen sehr lehrreich und interessant und ich danke euch, dass ihr sie hier teilt.
    Einen kleinen Verbesserungsvorschlag für eure Website hätte ich noch: um die Tage in der richtigen Reihenfolge hintereinander zu lesen fände ich es einfacher wenn es nach dem Bericht zwei Links gäbe, die einmal zum vorigen Tag und zum darauffolgenden Tag führen. Für mich (und sicher auch für andere) ist es dann einfacher, den Überblick zu behalten und auch Zusammenhänge zu verstehen (wenn z.B. in dem Bericht noch einmal auf den vorigen Tag eingegangen wird).
    Ich wünsche euch von Herzen eine gute Weiterreise, viele wunderbare, bereichernde Erlebnisse mit Mensch und Natur und vor allem viel Spaß beim Entdecken von Irland!
    Franka

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