Tag 348: Atmen zur Hingabe und zur vollkommenen Öffnung

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Tag 348: Atmen zur Hingabe und zur vollkommenen Öffnung

Tag 348: Atmen zur Hingabe und zur vollkommenen Öffnung

Vor einigen Tagen hatte ich euch ja bereits einmal von Heikos neuer Lektüre erzählt, die er zurzeit immer liest, wenn ich mich auf die Suche nach einem Schlafplatz begebe. In Saint Raphaël gestaltete sich die Schlafplatzsuche wieder schwieriger und so hatte er genügend Zeit zum Lesen. Hätten wir beim verlassen der Stadt nicht zufällig noch ein kleines evangelisches Pfarrhaus entdeckt in dem uns ein lustiger, italienischer Pfarrer empfing, hätten wir heute wohl auch wieder eine Zeltnacht einlegen müssen. Denn in der Stadt selbst gab es kaum eine Chance. Nicht einmal ein einziges Hotel das wir entdecken konnten hatte geöffnet und von Seiten der Stadt konnten wir ebenfalls keine Hilfe erwarten. Wir waren wieder am Strand und so beeindruckend das Meer auch war, so viele Probleme brachte es wieder einmal mit sich. Denn hier herrschte nun wieder der Tourismus. Das ist im Sommer ein Problem, weil es dann nur so vor Urlaubern wimmelt und es ist im Winter ein Problem, weil dann alles geschlossen hat. Ironischer Weise haben wir von einem vietnamesischen Restaurantbesitzer am Mittag nicht nur ein leckeres Essen sondern auch noch 100€ geschenkt bekommen. Wir konnten es kaum glauben, als er uns die Scheine in die Hand drückte. Doch wie um uns zu zeigen, dass Geld nicht alles ist, schickte das Schick-sal uns dann in eine Stadt, in der wir uns nicht einmal eine Unterkunft hätten mieten können, wenn wir es gewollt hätten. So war der Pastor aus Italien schließlich unsere Rettung. Und hier in seinem Pfarrhaus berichtete mir Heiko beim Essen von den neuen Erkenntnissen, die er beim Warten gelesen hatte. Es war spannend und so beschlossen wir, sie mit euch zu teilen:

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Die höchste Form der Sexualität ist das grenzenlose verschmelzen miteinander, ein absolutes Eins-Werden in uneingeschränkter Offenheit. Auf diese Weise erstrahlt die Liebe in uns und wir können neue Lebensenergie hinzugewinnen.

Doch wie oft kommt es wirklich zu einer solchen Vereinigung zwischen Mann und Frau?

Nahezu nie. Denn in der Regel setzten wir uns selbst Grenzen und blockieren damit unsere Fähigkeit, einander wirklich zu lieben. Wir haben Angst davor, uns wirklich zu öffnen, weil wir fürchten, dass wir verletzt werden könnten. Es ist das gleiche Problem, das uns auch in allen anderen Lebenslagen in die Quere kommt. Wir haben Angst davor, unser wahres Sein zu zeigen und tragen deshalb lieber eine Maske. Selbst dann, wenn die Maske hässlich ist und noch mehr Verletzungen anzieht, als es unser wirkliches Selbst machen würde. Wir sind einfach davon überzeugt, dass wir uns nicht vollkommen öffnen und so geben können, wie wir nun einmal sind. Wir versuchen also stets etwas darzustellen, von dem wir glauben, dass wir dieses Bild von uns aufrecht erhalten müssen. Doch wie wollen wir uns mit einer solchen Maske vor dem Gesicht entspannen und fallen lassen?

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Täglich sehnen wir uns danach, uns wirklich zu öffnen und die bedingungslose Liebe in uns nach außen strahlen zu lassen, doch unsere Angst ist größer. Es ist unsere Aufgabe auf dieser Welt, in unserem wahren Sein zu leben und mit der Erfüllung unseres Darmas dem Universum zu dienen. Doch die Angst hält uns davon ab und so verstecken wir uns lieber hinter unseren Masken und lenken uns mit künstlichen Highlights vom wahren Leben ab, obwohl wir uns so sehr danach sehnen.

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Und nirgendwo wird dieses Dilemma deutlicher als in der Sexualität. Denn hier bekommen wir unsere Weigerung und zu öffnen direkt und unmittelbar gespiegelt. Allein schon dadurch, dass wir uns durch sie einen Großteil unserer eigenen Lust nehmen. Genau wie Essen und Trinken ist auch die Sexualität ein Urinstinkt, der tief in uns verwurzelt ist und der uns durch die direkte körperliche Erfahrung wieder nahe mit uns in Verbindung bringt. Hier sollten wir unser Sein also besonders deutlich spüren und daher werden uns auch die Blockaden besonders deutlich, die uns im Weg stehen.

Auf der einen Seite wollen wir uns unserem Partner hingeben und uns ganz fallen lassen. Auf der anderen Seite haben wir jedoch lauter Konzepte im Kopf, wie wir uns geben müssen, damit wir den anderen nicht enttäuschen. Wir haben Angst davor, zu versagen, Angst davor unattraktiv zu sein, etwas falsch zu machen oder verletzt zu werden. Also verkrampfen und verspannen wir uns und blockieren damit jede wirkliche Verbindung. Was übrig bleibt, ist nichts weiter als der Versuch, sich eine kurze Befriedigung zu verschaffen, oder verschaffen zu lassen, die einen ähnlich wie ein Glas Bier von den Strapazen des alltags ablenkt. Doch die ersehnte Erfüllung tritt nicht ein, weil wir nicht wir selbst sind, sondern lediglich eine schlecht gespielte Darstellung eines Abklatsches von uns. Doch das Original verstecken wir lieber im Keller. Wir weigern uns, wirklich zu vertrauen. Wir sehnen uns danach, alle Schutzschichten abzulegen und uns wirklich zu offenbaren. Sowohl vor dem Partner, als auch vor uns selbst. Doch die Angst ist größer und lässt es nicht zu.

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Auf diese Weise wird unser Sexualleben zu einem Frustspiel. Die Blockaden, die zwischen uns und unserem wahren Sein stehen, kommen in allen Lebenslagen zum Vorschein und wir spüren sie immer dann, wenn etwas schief geht oder wenn wir mit uns selbst unzufrieden sind. So auch in der Sexualität. Aus diesem Grund nimmt auch der Sex im Alter immer mehr ab. Wir sehnen uns permanent nach der Erfüllung und der Energetisierung durch den direkten Kontakt mit unserem inneren Selbst, doch diese treffen nicht ein und so bleibt immer eine Unzufriedenheit zurück. Diese produziert im Körper dann wiederum Säuren durch die unverarbeiteten Gefühle und auf Dauer entstehen Krankheiten. Dabei ist es gleich, ob man sich dafür entscheidet, viel Sex zu haben, der einen nicht Befriedigt oder ob man sich sogar die Versuche verweigert und gar keinen Sex mehr hat. Das Bewusstsein, dass man sein wahres Sein Aufgrund der Ängste nicht leben kann bleibt und führt weiter zu einem Anstieg des Säurespiegels im Körper. Somit trägt die Sexualität also indirekt auch zu unseren Krankheiten bei, wobei Krankheiten hier wieder als Wegweiser gesehen werden müssen. Denn sie drängen uns darauf, unsere Ängste abzubauen und unser Sein doch noch anzunehmen.

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Woher aber kommen die Ängste?

Es ist die Angst, die wir unser ganzes Leben lang gelernt haben. Sie beginnt bereits bei unserer Zeugung, bei der sich unsere Eltern aus der gleichen Angst heraus auch nicht in bedingungsloser Liebe hingeben konnten. Wir übernehmen das fehlende Urvertrauen unserer Vorfahren und im Laufe unseres Lebens sammeln wir dann noch eine ganze weiterer traumatischer Erfahrungen, die zusätzliche Angst schüren. Vielleicht kam es in der Kindheit zu Gewaltsituationen oder zu Missbrauch, vielleicht wurden wir in der Schule dafür gehänselt, dass wir versuchten, wie selbst zu sein, vielleicht haben wir frühere Partner gehabt, die uns verletzt oder sitzen gelassen haben. Und wenn nichts davon passiert ist, dann haben wir jetzt vielleicht einen Partner, der sich so schwer öffnen kann, dass wir damit ebenfalls nach dem ersten Versuch aufhören. Oder wir glauben, nicht verstanden zu werden, haben Angst davor, dass der andere uns ausnutzt oder dass er sich nicht richtig einfühlen kann.

Und es stimmt. Oftmals ist es wirklich wichtig für uns, uns körperlich und emotional zu verschließen, um uns vor Verletzungen zu schützen. Wäre dies nicht der Fall, würde unser Körper nicht mit diesen Schutzmechanismen reagieren. Doch wenn wir unser Sein wirklich leben und wenn wir wirkliche energetisierende Sexualität erfahren wollen, dann müssen wir lernen, zwischen Situationen in denen wir uns schützen müssen und solchen in denen wir uns fallen lassen können zu unterscheiden.

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Gleichzeitig müssen wir die Fähigkeit des Öffnens und des Hingebens erst einmal wieder erlernen, in dem wir die Angstmechanismen in uns verstehen und auflösen. Ob mit Hilfe unseres Partners, guter Freunde, weiser Mentoren oder Therapeuten oder auch durch eigenes Erforschen und Hinterfragen der eigenen Vergangenheit. Nur so können wir lernen, dass es unsere Entscheidung ist, ob wir uns öffnen oder verschließen wollen. Nur wir selbst haben es in der Hand. Niemand sonst. Alle Grenzen, alle Blockaden, alle Ängste und alle Einschränkungen sind in uns selbst und werden durch niemand anderen gesetzt. Auch wenn wir uns in einer Gefahrensituation schützen muss dies nicht bedeuten, dass wir unser Herz deswegen verschließen. Doch dazu müssen wir lernen Wachsam zu sein und in unsere Intuition zu vertrauen. Solange wir unser Herz jedoch verschließen und uns hinter einer Fassade verstecken, die wir nicht sind, befinden wir uns außerhalb der Liebe und damit auch außer Stande, uns einem Partner wirklich hinzugeben.

Das alles passiert jedoch nicht nur im Kopf und in der Seele, sondern ist auch körperlich spürbar.

In erster Linie spüren wir es durch die Veränderung unseres Atems. Unsere Atmung ist der direkteste Austausch mit der Lebensenergie von Mutter Erde. Über unsere Lungen nehmen wir den Sauerstoff der Atmosphäre auf, der all unsere Körperreaktionen am Laufen hält. Drei Minuten ohne Atmung reichen aus, um uns ins Koma fallen zu lassen. Unsere Nerven funktionieren nur dann richtig, wenn sie ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Jeder, dem schon einmal ein Arm oder ein Bein eingeschlafen ist, weiß das aus eigener Erfahrung.

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Wenn wir jedoch verspannen und uns nicht vollkommen öffnen können, dann schränken wir damit unsere Atmung ein. Wir verschließen uns also nicht nur vor unserem Partner, sondern auch vor unserer eigenen Lebensenergie in Form der Luft. Wenn wir Angst, Unruhe oder Unsicherheit verspüren, dann wird unser Atem flacher. Wir ziehen den Bauch ein, verkrampfen innerlich und unser Herz schnürt sich zusammen. In Schockmomenten halten wir unseren Atem sogar vollständig an. Der gesamte Energiefluss in unserem Körper wird gehemmt, die Zellen müssen langsamer Arbeiten und die Nervenenden werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Wie also wollen wir jetzt noch sensibel auf die Berührungen des Partners reagieren? Wie wollen wir uns ganz der Lust und der Sinnlichkeit hingeben, unsere Nerven auf Sparflamme laufen und nur noch einen Bruchteil der Empfindungen weitergeben. Auf diese Weise leiden wir körperlich direkt unter unserer Weigerung, uns vertrauensvoll hinzugeben und uns der göttlichen Vereinigung hinzugeben.

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Doch so wie die Ängste und Blockaden unsere Sexualität negativ beeinflussen können, so können wir mit Hilfe der Sexualität auch daran Arbeiten, die Blockaden zu lösen. Dazu braucht man natürlich Geduld, muss viel üben, doch das ist ja mit allem so, was man neu erlernen will.

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Wie kann man den Atem wieder ins Gleichgewicht bringen?

Das richtige Atmen ist der erste Schlüssel, nicht nur zu einer energetisierenden Sexualität sondern auch zu einem vitalen und kraftvollen Leben. Durch das Atmen sind wir im ständigen Fluss zwischen Aufnehmen und Abgeben, Bekommen und Loslassen. Mit jedem einatmen saugen wir neue Lebensenergie in uns ein und mit jedem ausatmen lassen wir die alte Energie wieder los. Nichts bleibt immer bei uns. Nicht einmal unsere Atome und Körperzellen behalten wir unser Leben lang. Alles ist in einem ständigen Kommen und Gehen, in einem permanenten Wandlungsprozess begriffen. Dieses Wechselspiel bedeutet Leben. Wenn es aufhört, dann ist auch unser Leben vorbei. So ist das Einatmen der lebensspendenden Luft so ziemlich das erste, was wir nach unserer Geburt machen. Und das Aushauchen des letzten Atemzuges ist unsere letzte Handlung vor unserem Tod.

Ebenso ist auch die Sexualität ein permanentes Wechselspiel zwischen dem Aufnehmen und Abgeben von Energie und mit dem Kommen und Vergehen der sexuellen Erregung ist es ähnlich wie mit dem einatmen und aushauchen des Lebens.

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So haben Männer mit Erektionsproblemen oder Frauen Vaginalschmerzen oder einer trockenen Vagina oft das Problem, dass sie nicht tief genug einatmen können. Oftmals atmen sie nicht in den Bauch, der nicht offen und nicht frei genug ist, so dass er sich nicht richtig ausdehnen kann. Durch die innere Verkrampfung aufgrund der Urängste, kann sich der Bauch als Sitz der Gefühle nicht entspannen und somit auch keine Lebensenergie in Form von Atemluft aufnehmen. Dieses Problem spiegelt sich nicht nur in den Problemen mit der Sexualität wieder, sondern auch in anderen Lebensbereichen. Viele Menschen, die zu wenig einatmen sind im allgemeinen schwächer als sie eigentlich sein müssten. Oft können sie nicht genügend Energie aufbringen, um an einer Sache konsequent dran zu bleiben oder sie sind so verkrampft dabei, ein Ziel zu verfolgen, dass sie vergessen, dass sie eigentlich in Fülle und im Fluss leben könnten. Für alle, auf die diese Symptome oder zumindest ein Teil davon zutreffen, ist es wichtig, die Einatmung zu trainieren. Wie in allem macht es hier das regelmäßige Training aus. Achtet während des Tages und natürlich ganz besonders beim Sex darauf, dass ihr stark und tief einatmet. Spürt dabei, wie die Atemluft in eurem Körper nach unten fließt und euren Bauch weit ausdehnt. Die Luft und damit auch die Lebensenergie erfüllt euren ganzen Bauchraum und fließt weiter bis in die Geschlechtsorgane. Atmet dabei so tief ein, dass ihr den Druck auf euren Genitalien spürt. Stellt euch am Besten vor, ihr wärt ein Luftballon der komplett mit Sauerstoff gefüllt wird und spürt dabei, wie die Energie auch in eure Geschlechtsorgane fließt.

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Habt ihr hingegen das Gefühl, dass ihr häufig zu viel Energie habt und dass es euch schwer fällt, zur Ruhe zu kommen, dann habt ihr wahrscheinlich ein Problem mit dem Ausatmen. In diesem Fall fällt euch das Loslassen wahrscheinlich besonders schwer, während ihr weniger Probleme damit habt, Dinge, Ideen und Energien anzunehmen. Hieraus ergeben sich zwar nicht die Probleme, dass man schwer eine Erektion bekommen oder halten kann, oder dass die Vagina beim Sex zu trocken ist und daher schmerzt, dafür sind die Orgasmen jedoch meist nur oberflächlich und kurz, so dass sie nicht richtig genossen werden können. Die Energie, die man in sich aufnimmt wird dann beim Abgeben blockiert, so dass kein richtiger Fluss entstehen kann. Die Energie, wie auch die Gefühle werden oft lange angestaut und können nicht frei abgegeben werden, so dass sich die Menschen andere Wege zum Loslassen suchen. Auf der emotionalen Ebene führt das meist dazu, dass man schnell wütend wird und gerne auch einmal explodiert. Auf der sexuellen Ebene hat es die Suche nach möglichst vielen Orgasmen zur Folge, bei der der eigentliche Sex in den Hintergrund rückt. Es geht nicht mehr um die Vereinigung, sondern nur noch um das möglichst schnelle erreichen des Höhepunktes, der dann jedoch so enttäuschend ist, dass man sofort wieder nach einem neuen sucht. Man neigt dazu, gierig zu werden, nicht nur nach Orgasmen und nach Energie, sondern auch nach Essen, Geld, Macht oder was einem sonst noch Erfüllung versprechen kann.

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Ausatmen bedeutet sich hinzugeben.

Wer also Probleme mit dem Ausatmen hat, dem fällt es oft auch schwer, sich hinzugeben und die Kontrolle über eine Situation abzugeben. Im alltäglichen Leben ebenso wie in der Sexualität. Damit ist es auch nicht in der Lage, tief empfundene Liebe zu empfangen und zu geben, denn der Fluss wird unterbrochen. Wenn einige oder alle dieser Symptome auf euch zutreffen und wenn es euch schwer fällt, einen Orgasmus hinauszuzögern, dann solltet ihr eure Ausatmung trainieren.

Atmet dazu langsam und vollständig aus, bis sich keine Luft mehr in eurer Lunge befindet. Macht euch dabei bewusst, dass eure Ausatemluft ein Geschenk ist, das ihr mit Freude gebt. Schenkt das CO2, das ihr ausatmet, den Pflanzen dieser Welt, die es zum Leben brauchen. Schenkt eure Lebensenergie eurem Partner und spürt die Freude, die euch dieses Verschenken bereitet. Gebt gleichzeitig sämtliche Kontrolle mit der Luft ab und gebt euch dem Vertrauen in die Schöpfung, bzw. beim Sex in ihren Partner hin. Achtet dabei darauf, dass ihr den Atem aus eurem ganzen Körper entweichen lasst und stellt euch vor, wie er bis aus den Zehenspitzen in eure Lunge und dann über eure Atemwege nach außen fließt. Entspannt dabei euren Bauch und eure Geschlechtsorgane vollständig und gebt euch gänzlich der bedingungslosen Liebe hin.

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Eine schlechte Einatmung hat also zur Folge, dass die Erregungsfähigkeit und die allgemeine Vitalität des Körpers singt. Eine schlechte Ausatmung hingegen blockiert den Energiefluss und führt so zu emotionalen und energetischen Staus, die einem die Fähigkeit zur Hingabe nehmen.

Wenn man das weiß, kann man mit den verschiedenen Atemtechniken auch beim Sex etwas spielen. Wenn man das Erregungsniveau steigern will, konzentriert man sich auf das Einatmen. Will man es hingegen etwas dämpfen um den Orgasmus noch etwas hinauszuzögern, konzentriert man sich auf das Ausatmen. Mit dem Einatmen öffnete man sich und erhöht die Fähigkeit, Liebe, Energie und Lebenskraft zu empfangen. Beim Ausatmen gibt man sich hin verschenkt all seine Liebe, so das nichts davon ungenutzt zurückbleibt.

Im Sex sind beide Aspekte gleichzeitig vertreten und damit stellt er eine perfekte Möglichkeit da, diesen Energiefluss zu trainieren. Wenn man es schafft, darin wirklich gut zu werden, dann kann einen die Sexualität so sehr mit Lebensenergie erfüllen, dass man es kaum mehr ertragen kann. Und was für die Sexualität gilt, gilt auch für das Leben an sich. Der Sex ist eine Gelegenheit das Fließen mit dem Lebensfluss zu trainieren. Hier kann man üben, sich ganz und gar hinzugeben und alles restlos loszulassen, wobei man ein unmittelbares Feedback bekommt, ob es klappt oder nicht. Wo also kann man es leichter üben? Mit der Zeit verbessert sich so auch ganz allgemein die Fähigkeit sich für das Leben zu öffnen und sich bedingungslos hinzugeben. Mit jedem Atemzug saugen wir das Leben in uns ein und geben all unsere Energie vollständig wieder ab. Bei jedem Mal einatmen erinnern wir uns daran, dass wir im vollkommenen Wohlstand leben und dass uns die Schöpfung mit allem Versorgt, das wir brauchen, wenn wir offen für ihre Geschenke sind. Mit jedem Mal ausatmen geben wir uns vollständig hin und verschenken all unsere Gaben, ohne auch nur einen Funken davon zurückzuhalten. Denn wir wissen, dass wir nur Sekundenbruchteile später wieder von neuem mit Energie gefüllt werden. Hierin steckt auch die Essenz von Urvertrauen.

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Doch was macht man, wenn man gerade keinen Partner zum Üben zur Verfügung hat? Oder noch dümmer: wenn man sich zumindest zeitweilig für ein Leben ohne Sexualität entschieden hat? In diesem Fall muss man sich dann wohl ein anderes Übungsfeld suchen. Wandern zum Beispiel. Dazu bietet sich ja morgen gleich wieder die Gelegenheit.

Spruch des Tages: Mit jedem Einatmen öffne ich mich für die Lebensenergie, mit jedem ausatmen gebe ich mich dem Leben hin.

 

Höhenmeter: 60 m

Tagesetappe: 14 km

Gesamtstrecke: 6461,37 km

Bewertungen:

 
2016-02-18T23:57:58+00:00 Frankreich, Tagesberichte|

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