Tag 1512 bis 1515: Wandern in der Eifel

von Heiko Gärtner
21.05.2018 05:59 Uhr

28.-30.11.2017

In den folgenden Tagen führte uns unser Weg mitten durch die Eifel in Richtung Norden. Zunächst folgten wir dabei weiterhin der Kyll auf dem Kyll-Radweg, der bis zum Schluss gut ausgebaut und schön gelegt ist. Bitburg selbst, die Geburtsstadt des berühmten deutschen Bieres ließen wir dabei weitgehend aus und streiften sie nur am Rande. Dafür machten wir unseren Weg durch Kyllburg und einige weitere Kleinstädte die aufgrund ihres speziellen Eifel-Charmes definitiv einen Besuch wert sind.

Am schönsten sind die einsamen Pfade, die durch die verschneite Eifel führen.

Am schönsten sind die einsamen Pfade, die durch die verschneite Eifel führen.

Mit unseren Übernachtungsmöglichkeiten lief es nun immer besser, Einmal bekamen wir Zimmer in einem Hotel, das über den Winter geschlossen hatte. Ansonsten entpuppten sich die Ortsbürgermeister als optimale Adresse. Und wenn nicht sie, dann gab es zumeist einen Stellvertreter, den man um Hilfe bitten konnte. Das war auch wichtig, denn der Sommer, dessen Präsenz wir dieses Jahr so gut wie gar nicht gespürt hatte, war nun endgültig vorbei und der Winter war hereingebrochen. Es lag sogar bereits der erste Schnee.

Die Innenstadt von Kyllburg ist weitgehend ausgestorben.

Die Innenstadt von Kyllburg ist weitgehend ausgestorben.

In unserer Erinnerung spielte die Eifel eine spezielle Rolle, hatten wir hier doch unzählbar viele Stunden mit Schulklassen und anderen Gruppen im Wald gewesen. Dennoch fühlte sich die Gegend nur wenig vertraut an. Nichts desto trotz ist sie ein schöner Ort um Wandern zu gehen und um die Seele baumeln zu lassen. Wichtig ist dabei nur, dass man sich so gut wie möglich von den Hauptstraßen fern hält, denn diese sind hier fast ebenso schlimm befahren, wie im Ruhrgebiet.

Der zweite Punkt, der uns bei dieser Wanderung durch die Eifel zum ersten Mal richtig auffiel war, dass viele der kleinen Ortschaften nahezu ausgestorben wirkten. Selbst Kyllburg, ein Städtchen, das so malerisch gelegen war, dass es eigentlich eine beliebte Touristenattraktion sein müsste, kam uns mehr wie eine Geisterstadt vor. Anscheinend macht die Tendenz, dass sich alles immer mehr in immer größeren Städten ballt auch vor der Eifel nicht halt.

 

Spruch des Tages: Im Zweifel immer die Eifel (Beliebter Spruch der Region)

 

Höhenmeter 75m / 25m / 44m / 163m

Tagesetappe: 20km / 14km / 19km / 28km

Gesamtstrecke: 28.310,27km

Wetter: Kalt und Windig, Schnee

Etappenziel 1: Altes Pfarrhaus, Saeby, Dänemark

Etappenziel 2: Gemeindehaus der Kirche, Skuldelev, Dänemark

Etappenziel 3: Pfarrhaus, Gerlev, Dänemark

Etappenziel 4: Privates Gästezimmer, Frederikssund, Dänemark

Heiko Gärtner
Heiko Gärtner ist Wildnismentor, Extremjournalist, Survivalexperte, Weltreisender und einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Antlitz- und Körperdiagnostik. Nachdem er einige Jahre als Agenturleiter und Verkaufstrainer bei einer großen Versicherungsagentur gearbeitet hat, gab er diesen Job auf, um seiner wahren Berufung zu folgen. Er wurde Nationalparkranger, Berg- und Höhlenretter, arbeitete in einer Greifenwarte und gründete schließlich seine eigene Survival- und Wildnisschule. Seit 2014 wandert er zu Fuß um die Welt und verfasste dabei mehrere Bücher.

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