Die heiße Seite Galiziens

von Franz Bujor
12.06.2014 00:55 Uhr

 

Der Abend brachte neben der lauten Umgebung noch eine weitere unangenehme Überraschung. Unser Zelt hatte zwei kleine Löcher. Noch nichts dramatisches und an Stellen an denen man dadurch nicht nass wird, aber doch so, dass es uns beunruhigte. Sie mussten entstanden sein, als wir die Zeltplane zum Trocknen mit Steinen beschwert hatten. Das ist dann eben doch der Nachteil an den hochmodernen und extrem leichten Materialien: Sie sind auch sehr empfindlich. Notdürftig flickten wir alles mit Panzertape, aber das hielt genau eine Nacht. Langfristig brauchen wir eine Lösung mit der wir das Zelt wirklich gut flicken können. Falls jemand eine Idee hat, immer raus damit.

Am nächsten Morgen war alles wieder einmal komplett nass. Es hatte zwar nicht geregnet, aber die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind hier so hoch, dass das Kondenswasser alles durchweicht. Die Sonne in der Früh hatte leider noch nicht die Kraft, das Wasser wieder zu verdampfen und so mussten wir wieder einmal in den Sauren Apfel beißen und mehrere Kilo an Wasser mit uns mittragen.

Zum Frühstück bekamen wir einen leckeren Bocadillo geschenkt. Ja, es gibt sogar auch leckere, vor allem wenn man sie dann noch mit etwas wildem Fenchel garniert.

Der Camino Portugues gefiel uns vom Streckenverlauf deutlich besser als die meisten Passagen, die wir bisher gewandert sind, von den beeindruckenden Küstenabschnitten einmal abgesehen. Es war ein gut befestigter Weg, der sich durch schöne Natur und hübsche kleine Dörfchen schlängelte und der wirklich angenehm zu wandern war. Lange dauerte es nicht, bis die Sonne ihre volle Kraft entwickelt hatte und uns nach allen Regeln der Kunst ins Schwitzen brachte. Ich verlor dabei so viel Wasser und Salz, dass mein T-Shirt am Ende des Tages ganz weiß war. Meine Hose ebenso und sogar die Bänder meines Gurtes.

Am Mittag wurden wir von einem älteren Herren eingeladen. Er führte uns in seinen Garten, wo wir uns im Schatten der Weinranken auf eine Bank setzen konnten. Dann holte er seine Frau und ein Mittagessen. Es war sehr, sehr nett von den beiden und sie waren absolut tolle Menschen, nur kochen konnten sie leider nicht. Es gab eine Art Quiche aus trockenem Teig, der Mit Sardinen und Zwiebeln gefüllt war. Die Knochen und Greten der kleinen Fische blieben uns überall im Mund hängen und machten das Essen zu einer echten Herausforderung. Vor allem Heiko quälte sich dabei gegen einen intensiven Würgereiz an. Das schwerste war es jedoch, dabei so zu schauen, als würde es uns schmecken, denn wir wollten unsere Gastgeber schließlich nicht endtäuschen. Sie waren eh schon traurig, weil wir ihren guten, hausgemachten Wein ablehnten. Einen Kaffee und ein Eis nach der Hauptspeise konnten wir ihnen jedoch nicht ausschlagen, auch wenn wir es wirklich versuchten. Das Eis war lecker, doch wir spürten sofort, dass unser Körper darauf reagierte. Mein Magen grummelte und rumpelte, als wollte er gegen den Verstoß gegen das Zuckerverzichtsgesetz demonstrieren.

Der Mann erzählte uns, dass er vor 35 Jahren für fünf Jahre in Deutschland gelebt hatte. Damals hatte er für eine Heizungsbaufirma gearbeitet und war dafür in Berlin, Düsseldorf, Essen, Mannheim und einigen anderen Städten gewesen. Seine Frau hatte er in dieser Zeit nur im Urlaub gesehen. Er sprach noch immer ein bisschen Deutsch und dachte gerne an diese Zeit zurück. „Besonders die deutschen Frauen haben mit gefallen!“ sagte er mit einem Augenzwinkern auf Deutsch und freute sich darüber, dass seine Frau ihn in diesem Moment nicht verstehen konnte. Die beiden Rentner hatten ein großes Grundstück, auf dem sie nahezu alles anbauten, was sie zum Leben brauchten: Wein, Kartoffeln, Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Äpfel, Birnen, Pflaumen, viele exotische Früchte, die wir gar nicht kannten, Kiwis, und Kakis. Außerdem hatten sie einige Hühner und Gockel für Eier und für den Kochtopf. Hin und wieder kauften sie sich auch junge Schweine, die sie mit Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben aus eigenem Anbau aufzogen und später selbst schlachteten. Mit ihrem Garten konnten sie sowohl sich selbst als auch die Familien zweier ihrer drei Söhne versorgen. Der dritte kam alleine zurecht. Als uns der Mann durch seinen Garten führte und uns seinen Reichtum präsentierte, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Im Jahr erntete er 300kg Kakis und 500kg Kiwis. Eine Traube Wein brachte alleine ein halbes Kilo auf die Wage und er hatte bestimmt ein halbes Fußballfeld an Weinreben. Im Keller durften wir uns seine Brennerei und seinen Vorrat an Wein- und Schnapsflaschen anschauen. Es waren locker 700 bis 800 Stück. Wenn die Zivilisation in den nächsten Jahren wirklich unterging, hatten diese beiden dadurch auf jeden Fall kein Problem. Sie würden es wahrscheinlich nicht einmal merken.

Da der Preis für eine Ölheizung in Spanien unverschämt hoch ist, hat sich unser Gastgeber als alter Heizungsingenieur eine eigene Holzheizung eingebaut. Für 1l Heizöl zahlt man hier über 1€. Wenn die Heizung in den Wintermonaten 2000l pro Monat verschlingt wäre er anders also mit 2000€ Heizkosten dabei.

Zum Abschied wollte uns der Mann noch eine Flasche selbstgebrannten Schnaps mitgeben. „Wenn es abends im Zelt kalt wird, dann braucht ihr ihn vielleicht!“ meinte er. Es kostete uns einige Mühe ihn abzulehnen.

Kurz darauf kamen wir nach Padrón. Auf dem Markt bekamen wir einige Pfirsiche geschenkt, die alles in den Schatten stellten, was wie jemals an Pfirsichen gegessen haben. Verglichen mit diesen waren alle anderen nichts als aromatisiertes Wasser mit etwas Fruchtfleisch dazwischen gewesen. Plötzlich konnten wir noch weniger nachvollziehen, warum wir uns zu dem Eis hatten überreden lassen. Klar war es lecker gewesen, aber diese Früchte waren ein absoluter Traum. Und sie waren gesund. Da machte es doch keinen Sinn, seinen Körper mit Dingen zu belasten, die bei weitem nicht so gut sind!

Heiko machte einige Bilder von der Kirche, die wie so oft in Spanien unglaublich schlecht ausgeleuchtet war. Auch hier gab es wieder überall das Zeichen des Allsehenden Auges in der Pyramide. Das gleiche Zeichen befand sich in nahezu allen Kirchen und ist auch in leicht abgewandelter Form auf den Dollarscheinen zu sehen. Es ist das gleiche Zeichen, das man den Freimaurern zuschreibt und das mit allen mächtigen Organisationen verbunden wird, die die Menschheit kontrollieren. Es mag sich nach einer Verschwörungstheorie anhören, aber ein bisschen auffällig ist das schon. Wenn es sich bei diesem Auge um das Freimaurerzeichen handelt, wieso taucht es dann an Orten auf, die deutlich älter sind. Wir kamen ein wenig ins Grübeln und stellten uns selbst ein paar Fragen dazu, auf die wir noch keine Antworten haben. Menschen gewöhnen sich ungern an etwas neues, vor allem, wenn es um Symbole geht. Wäre es also möglich, dass es sich bei den mächtigsten Gruppierungen der Welt seit Jahrtausenden noch immer um die gleichen handelt? Knapp 2000 Jahre lang war die Christliche Kirche die mächtigste Institution in der damals bekannten Welt. Dann verlor sie an Macht und etwas Neues übernahm die Führung. Das zumindest glauben wir. Könnte es aber nicht genauso gut sein, dass sich nur die Oberfläche und das Aussehen geändert haben, während die Machthaber im Hintergrund noch immer die gleichen sind? Wie lange hat es gedauert, bis sich die Menschen langsam der Kontrolle der Kirche entzogen haben? Ist es nicht naiv zu glauben, dass die Machthaber dies nicht mitbekamen oder das sie tatenlos dabei zusahen, wie ihre Macht schwand? Gehen wir einmal davon aus, wir wären der König eines Landes. Oder vielleicht nicht der König, sondern der Machthaber im Hintergrund, der dem König sagt, was er tun und lassen soll. Einige Jahrhunderte klappt alles prima und wir können das ganze Volk gut kontrollieren.

Wir halten es dumm indem wir ihm das Lesen und den Zugang zu Informationen verweigern, wir halten sie beschäftigt, indem wir ihnen so viele Steuern abnehmen, dass sie rund um die Uhr arbeiten müssen, um sich am Leben zu erhalten und wir halten sie in Angst, indem wir sie glauben machen, dass sie in der Hölle schmoren, wenn sie nicht genau das tun, was wir von ihnen verlangen. Und dann, ganz langsam verändert sich etwas. Eine Unzufriedenheit kommt auf und die Menschen sind nicht mehr ganz so überzeugt von ihrem König und von der Monarchie als solches. Sie fordern einen Staat, bei dem sie mitbestimmen dürfen. All dies geschieht in unserem eigenen Land. In dem Land, in dem wir über jeden kleinen Pups informiert werden, der irgendwo geschieht. Wie also wollen wir reagieren? Warten wir, bis es zu einer Revolution kommt und wir unsere Macht verlieren? Oder geben wir den Menschen das Gefühl, das sie genau das bekommen, was sie wollen? Opfern wir unseren König und bleiben weiterhin an der Macht, jedoch unter einem neuen Namen? Ich würde mich wahrscheinlich für letzteres entscheiden. Oder nehmen wir noch einmal ein anderes Beispiel! Der Löwe gilt als König der Tiere und das vor allem deshalb, weil er ein hervorragender Jäger ist. Was würde wohl passieren, wenn nun plötzlich ein Streifenhörnchen auf die Idee käme, diesen Titel an sich zu reißen und der größte Jäger der Natur zu werden? Um das Schaffen zu können müsste er seinen Geist verändern und dann seine körperliche Konstitution. Und er müsste Waffen oder Werkzeug erfinden, die ihm diesen Sprung an die Spitze der Nahrungskette ermöglicht. Doch das wichtigste ist, er müsste all dies schaffen, ohne das der Löwe etwas davon mitbekommt. Denn wenn er die Entwicklung bemerkt, wird er sofort einen eigenen Schachzug planen, um seine Macht zu erhalten. Menschen und vor allem Menschenmengen sind bei weitem leichter zu durchschauen und zu manipulieren als ein Streifenhörnchen. Es reicht ein simpler Werbespot über einen gutaussehenden Typen, der eine Flasche mit einer braunen Flüssigkeit aus einem Eiswasser zieht und schon sind ganze Nationen süchtig nach Cola. Warum sollte das gleiche nicht auch mit allem anderen funktionieren? Die Frage, die sich also aufdrängt lautet: Gab es in der Geschichte der Menschheit jemals eine Revolution, die wirklich dazu führte, dass eine Macht durch eine andere ersetzt wurde? Oder gab es nur eine Reihe von Theatern, die das zeigten, was die Menschen sehen wollten? Wie sicher können wir uns darüber sein, dass das was in den Geschichtsbüchern steht auch wirklich passiert ist? Vor allem wenn wir bedenken, dass nicht einmal das stimmt, das in den Zeitungen über die Ereignisse von heute steht. Ich kann die Frage nicht beantworten? Wie sicher seit ihr euch, dass ihr es könnt?

Der große Nachteil, den das Wandern gegen den Strom mit sich bringt, ist dass man auch gegen die Wegmarkierung wandert. In Richtung Porto ist der Weg zwar mit blauen oder grünen Pfeilen gekennzeichnet, doch die Markierungen sind deutlich spärlicher als in Richtung Santiago. Es passiert daher leicht, dass man sich verläuft. Zu allem Überfluss ist auch noch unser Handy-Akku leer gewesen, der gleichzeitig auch unseren digitalen Wanderführer antrieb. So kam es, dass wir einem schönen Wanderweg folgten, der nach einem Kilometer auf einer Halbinsel mitten zwischen zwei Flussarmen endete. Da wir nun einmal hier waren und da der Platz recht schön war, spannten wir unser Zelt zum Trocknen auf. Inzwischen war es so heiß geworden, dass man barfuß nicht mehr auf dem Gehweg stehen konnte, ohne sich die Füße zu verbrennen.

Auch nach der Pause kamen wir noch einige Male vom Weg ab. Die beiden Rentner, die wir am Vortag getroffen haben, hatten uns erzählt, dass sie die Einheimischen entlang des Camino Portugues in Spanien noch als deutlich unfreundlicher wahrgenommen hatten, als überall sonst in Spanien. Wir hatten das zunächst für absolut übertrieben gehalten, doch heute waren einige Begegnungen dabei, bei denen wir uns nicht mehr so ganz sicher waren. Es begann wieder mit der Schlafplatzsuche, bei der im Moment irgendwie der Wurm drin ist. Eine weitere Nacht im Zelt wollten wir, wenn irgendwie möglich, vermeiden, da wir kaum noch etwas zum Essen und vor allem kaum noch Strom hatten. Das Handyakku war komplett leer und auch unsere Laptops liefen auf Reserve. Ein Mann in einer kleinen Pilgerbar, die ganz im Tempelritterstil aufgebaut war, erzählte uns von einer Herberge in drei Kilometern. Nach vier Kilometern hieß es dann, es seien von hier an nur noch 2km. Wir mussten einen steilen Berg hinauf und waren so erschöpft, dass uns das Wasser in Strömen vom Körper rann. Die Landschaft war wunderschön und erinnerte wieder einmal an einen Urwald in den Tropen, doch mit den Kräften waren wir fast völlig am Ende. Schließlich erreichten wir mit letzter Kraft eine Bar, in der ich nach etwas zu Essen oder wenigstens zu Trinken fragte.

Hinter der Theke stand eine alte griesgrämige Frau, die mir sogar einen Schluck Leitungswasser verweigerte. Sie sei krank und müsse sich außerdem um eine kranke Tochter kümmern, also könne sie nicht einfach so etwas verschenken. Ich fragte sie, was sie für eine Krankheit habe und ob wir ihr dabei vielleicht helfen konnten, doch sie wollte davon nichts wissen. Sie brauche keine Hilfe und ihre Tochter auch nicht. Als ich sie nach dem Warum fragte, lies sie mich ohne eine Antwort stehen. Ein Teil von mir sagte, dass es ihr gutes Recht war, in ihrem Leid zu leben und Hilfe weder anzunehmen noch zu geben. Doch in diesem Moment war diese Stimme sehr leise und kaum wahrnehmbar. Deutlich lauter war mein Zorn-Ich, dass dieser ekelhaften Schnepfe die Pest an den Hals wünschte. „Sollst du doch an deiner Krankheit verrecken!“ murmelte ich auf Deutsch, als ich hinausging. Draußen tat es mir dann schon wieder Leid, dass ich das gesagt hatte, denn jetzt kam mein Moral-Ich wieder durch, das mich dazu anhielt, jeden Menschen so zu lieben wie er nun einmal war. Doch soweit war ich noch lange nicht. Der Groll über die mangelnde Hilfsbereitschaft und gleichzeitig über die Engstirnigkeit hing noch lange in mir nach. Ich konnte die Frau einfach nicht verstehen. Als ich in die Bar kam, war ich so kaputt, dass ich kaum sprechen konnte. Der Schweiß lief mir in die Augen, mein Kopf war knallrot und ich musste schon von weitem so Mitleidserweckend ausgesehen haben wie ein überfahrenes Kaninchen. Doch die Frau war so Gefühllos, dass sie mir nicht einmal ein Glas gechlortes Leitungswasser geben wollte. Auf der anderen Seite hätten wir ihr wahrscheinlich sogar wirklich weiterhelfen können, wenn sie nur ein bisschen Offenheit gehabt hätte. Wahrscheinlich hätten wir sogar deutlich mehr für sie tun können, als sie für uns. Doch ihre Verbissenheit hatte es verhindert. Wie kommen diese Unterschiede in den Menschen zustande? Im Weitergehen erinnerten wir uns an eine Situation, die wir im letzten Jahr in Neumarkt erlebt hatten. Eine alte Frau war in der Innenstadt zusammengebrochen, hatte einen Schweißausbruch und Herzrasen bekommen und hatte sich dabei eingepinkelt. Fünf oder sechs Menschen hatten um sie herumgestanden, doch kein einziger hatte ihr geholfen. Heiko und ich waren die ersten, die wirklich eingriffen. Wir setzten sie auf eine Bank im Schatten und Heiko sprach beruhigend auf sie ein, hielt ihre Hand und versuchte herauszufinden, was ihr fehlte. Ich lief in der Zeit in den nächsten Laden und holte von dort aus den Notarzt. Obwohl unter den anderen Passanten Menschen waren, die sie kannten, waren Heiko und ich die einzigen, die bei ihr blieben, bis der Notarzt kam und uns ablöste. Wie können solche Situationen entstehen? Wie kommt es, das manche Menschen sofort eingreifen und dabei wirklich hilfreich sind, während andere nur tatenlos zuschauen? Was ist mit uns Menschen geschehen, das wir uns das Leben untereinander so schwierig machen?

In der nächsten Ortschaft erfuhren wir dann, dass die Herberge, die wir eigentlich gesucht hatten, bereits rund einen Kilometer hinter uns in der nähe der Bar mit der griesgrämigen Frau lag. Doch war diese Information zuverlässiger als die, die wir zuvor erhalten hatten?

Wir beschlossen ihr nicht zu trauen und wanderten weiter auf der Suche nach einem geeigneten Zeltplatz. Doch nun befanden wir uns wieder zwischen Schnellstraße und Autobahn. Irgendwo in der Nähe sollte es eine Bar geben, die auch Zimmer vermietete. Auch hier waren die Entfernungen mal wieder weit untertrieben gewesen. Doch schließlich erreichten wir die Bar Antonio und die dazugehörige Pension Sevi und stellten fest, dass sich das ganze nervenaufreibende Hin und Her doch gelohnt hatte. Der Hotelbesitzer war ein überaus freundlicher Geselle, den wir sofort ins Herz schlossen. Als wir von unserer Geschichte erzählten lächelte er bereits und meinte: „Na da habt ihr euch aber was vorgenommen!“ Dann gab er uns ein Doppelzimmer und lud uns anschließend zum Abendessen ein. Das Essen wurde der krönende Abschluss des Tages. Es gab eine Kohlsuppe als Vorspeise und ein saftiges Steak mit Pommes Frites zum Nachtisch. Allein dieser Moment und die Aussicht auf ein bequemes Bett in einem schönen Zimmer machte die Strapazen des Abends ungeschehen.

Spruch des Tages: Die Natur ist der beste Koch.

 

Höhenmeter: 320 m

Tagesetappe 21,5 km

Gesamtstrecke: 3225,47 km

 

Franz Bujor
Franz Bujor ist Wandermönch, Web-Nomade und Autor. Nach einem Studium in Kulturwissenschaften, bei dem er unter anderem bei einem Maya-Volk in Guatemala gelebt und in einem Kinderheim in Serbien gearbeitet hat, war er zunächst als Erlebnispädagoge und Wildnismentor tätig. 2014 ließ er sein bürgerliches Leben hinter sich und reist seither zu Fuß und ohne Geld um die Welt. Neben seinem eigenen Entwicklungsweg schreibt Franz besonders gerne über geschichtliche und gesellschaftliche Themen.

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