Tag 819: Griechisches Festessen

von Heiko Gärtner
31.03.2016 01:35 Uhr

22.03.2016 Die Landschaft in Griechenland ist einfach herrlich! Von der Infrastruktur ist es noch immer schwierig und ich bin unsicher, ob es auf einem normalen Wege bei einer Reise mit Geld überhaupt bereisbar ist, wenn man sich nicht in der Nähe der Touristenregionen aufhällt. Aber abgesehen davon ist es das absolute Wanderparadies. Schönere Wanderwege und ruhigere Straßen wird man auf der Welt wahrscheinlich nur wenige finden!

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Hin und wieder sahen wir auch einige kuriose Dinge, die wir auf diese Weise noch nie gesehen hatten. Eine Kuhherde, die oben auf einer Klippe balancierte zum Beistpiel. Wir waren fasziniert davon, wie geschickt sie so nah am Abhang grasen konnten, ohne abzustüzen. Kurz darauf mussten wir dieses Konpliment jedoch noch einmal zurück nehmen. Denn nicht alle Kühe waren so geschickt gewesen. Unterhalb des Felsens lag tatsächlich eine, die es nicht geschafft hatte. Sie musste das Gleichgewicht verloren haben und einfach hinab in die Tiefe gestürzt sein. So tragisch das für die Kuh war, so großartig war es für einen wilden Straßenhund, der sie entdeckt hatte und nun das Festmahl seines Lebens feierte. Dementsprechend unentspannt reagierte er als wir uns der Kuh näherten um sie noch einmal genauer zu betrachten. Als er jedoch merkte, dass wir nur schauten und ein paar Fotos machten, aber nicht an ihr herumknabbern wollten, hörte er mit dem Knurren auf uns ließ uns machen. So verlockend die Idee mit dem Saftigen Rindersteak auch war, der brechreizerweckende Aasgeruch wollte einfach keinen Appetit in uns wecken. Am Nachmittag erreichten wir eine Kleinstadt. Nach Igouminitsa war es die größte Stadt, die wir bislang in Griechenland besucht hatten. Schön war sie nicht, eher so im italienischen Standartbereich, aber dafür bekamen wir hier eine großartige Übernachtungsmöglichkeit. Die Bürgermeisterin, die wir persönlich leider nicht mehr erreichten, spendierte uns eine Hotelübernachtung im Eleatan Hotel in einem Nachbarort. Wir wurden vom Besitzer des Hotels abgeholt, durften ausgiebig im Restaurant essen und bekamen ein nettes Einzelzimmer mit Dusche. Besser hätte es also nicht laufen können! Vor allem, weil das Essen absolut großartig war. Langsam verstehen wir wieder, warum die Griechische Küche so berühmt ist! Es gab einen knackigen, griechischen Salat mit deftigem Feta-Käse und Oliven und im Anschluss Pommes mit einem gefüllten Bifteki. Wir waren so überfüllt, dass wir am Abend keinen Bissen mehr hinunter brachten und den Rest des Tages glaubten, wir würden Platzen. Aber es fühlte sich gut an!

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Während wir in unserem warmen Zimmer oder unten im Restaurant vor dem Kamin saßen, begann es draußen heftig zu regnen. Gut das wir nun nicht im Freien waren. Mit dem schönen Wetter war es wohl erstmal vorbei.

Spruch des Tages: Endlich mal wieder schlemmen bis man platzt

Höhenmeter: 130 m Tagesetappe: 16 km Gesamtstrecke: 14.531,27 km Wetter: sonnig, regnerisch und bewölkt im Wechsel Etappenziel: orthodoxes Kloster, bei 45500 Loggades, Griechenland

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Heiko Gärtner
Heiko Gärtner ist Wildnismentor, Extremjournalist, Survivalexperte, Weltreisender und einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Antlitz- und Körperdiagnostik. Nachdem er einige Jahre als Agenturleiter und Verkaufstrainer bei einer großen Versicherungsagentur gearbeitet hat, gab er diesen Job auf, um seiner wahren Berufung zu folgen. Er wurde Nationalparkranger, Berg- und Höhlenretter, arbeitete in einer Greifenwarte und gründete schließlich seine eigene Survival- und Wildnisschule. Seit 2014 wandert er zu Fuß um die Welt und verfasste dabei mehrere Bücher.

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