Was man vor einer Reise in die USA wissen sollte

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Was man vor einer Reise in die USA wissen sollte

Was man vor einer Reise in die USA wissen sollte

Wie ihr ja wisst, werden wir in Kürze den zweiten Teil unseres Weltreiseprojektes starten und von Europa in die USA reisen. Damit erfüllen wir uns einen lang gehegten Traum, denn die USA sind die Heimat unzähliger Schätze, die Reisende aus aller Welt anziehen. Denn das Land beherbergt einige der malerischsten und vielfältigsten Landschaften der Welt, eine riesige Sammlung von spannenden Attraktionen und viele Wunder, Rätsel und Wissensschätze, die es zu erforschen gilt. Allerdings gibt es einige Dinge, die man vor einem Besuch in die USA beachten sollte. Eine kleine Übersicht haben wir euch hier zusammengestellt.

Blick über Chicago

Blick über Chicago – Eine für die USA typische Skyline.

Staaten und Regionen

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind in 50 Bundesstaaten und weiter in verschiedene Regionen unterteilt. Dazu gehören der Westen, der Mittlere Westen, der Nordwesten und der Süden.

Die Rocky Mountains im Nordwesten der USA

Die Rocky Mountains im Nordwesten der USA.

Jede dieser Regionen hat unterschiedliche geografische Merkmale. So ist der Nordosten beispielsweise für seine Gebirgsketten und felsigen Küstenlinien bekannt, während der Mittlere Westen oft mit großen Wäldern, Grasebenen und ausgedehnten Seen assoziiert wird.

Im Süden der USA sind solche Straßen in die Endlosigkeit keine Seltenheit

Im Süden der USA sind solche Straßen in die Endlosigkeit keine Seltenheit.

Der Süden wiederum, ist für seine weiten Ebenen und die kargen Steppen bekannt. Dies wirkt sich natürlich unmittelbar auf unseren Reisestil aus. Denn so unterwegs zu sein, wie wir es bislang in Europa gemacht haben, ist nur in einigen Regionen der Vereinigten Staaten möglich. Wenn 1000 km zwischen zwei Orten liegen, ist man mit einem Pilgerwagen definitiv aufgeschmissen. Daher werden wir uns zunächst einmal auf die Regionen konzentrieren, die klimatisch und bevölkerungstechnisch noch möglichst nahe an dem liegen, was wir von Europa her kennen. Der Rest wird dann im Anschluss nur noch mit einem Begleitfahrzeug bereisbar sein.

Kulturelle Unterschiede: Achtung Fettnäpfchen

Auch wenn wir natürlich weiterhin ohne Geld unterwegs sein werden, ist es nicht verkehrt, die kulturellen Feinheiten zu kennen, die oft auch mit dem Gebrauch von Geld in Verbindung stehen.

Trinkgeld

So ist es in Amerika üblich, Kellnern und Bedienungen Trinkgeld zu geben. Dies ist zwar auch bei uns so, doch ist es in den USA geradezu ein Fauxpas, das Trinkgeld zu vergessen. Außerdem ist es im Schnitt mit 15-20 % des Gesamtbetrages deutlich höher als in Deutschland. Das liegt daran, dass der Mindestlohn und daher auch zumeist das Kellner-Gehalt sehr niedrig ist. Mithilfe des Trinkgeldes kann also zumindest ein kleiner Ausgleich geschaffen werden. Wer also mit Geld unterwegs ist, sollte stets auf dem Schirm haben, dass es stets wichtig ist, an ein Trinkgeld zu denken. Und zwar egal, ob man sich in einem Restaurant, einer Bar oder in einem Taxi befindet. Besonders dann, wenn man mit dem Service zufrieden war.

Das Trinkgeld gehört in den USA gewissermaßen zum Gehalt von Servicekräften mit dazu

Das Trinkgeld gehört in den USA gewissermaßen zum Gehalt von Servicekräften mit dazu.

Der Preis ist höher als angegeben

Wenn es um den Kauf von Waren und Dienstleistungen in den Vereinigten Staaten von Amerika geht, ist der Preis nicht immer das, was er zu sein scheint. Das liegt daran, dass die meisten Preise, die ihr sehen werdet, ohne Umsatzsteuer sind. Wenn ihr also am Schalter oder an der Kasse ankommt, um zu bezahlen, könnt ihr davon ausgehen, dass der Kassierer einen etwas höheren Preis verlangt, als zuvor ausgezeichnet war. Da die Steuer von Bundesstaat zu Bundesstaat variiert, kann man mit einem Aufschlag von mindestens 10 % auf die Gesamtkosten rechnen. Dies gilt auch für die meisten Unterkünfte, wobei „Resort Gebühren“ üblicherweise ohnehin noch zu den ausgeschriebenen Preisen hinzukommen.

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Einreisebedingungen und Visa

Dass es nicht gerade ein Kinderspiel ist, heutzutage in die USA einzureisen, ist kein Geheimnis. Die Visabestimmungen sind streng und man muss gut aufpassen, dass man keine formellen oder sachlichen Fehler macht. Es ist also wichtig, dass sich die ankommenden Reisenden der Anforderungen einer Einreise in die USA bewusst sind und diese verstehen. Am einfachsten ist dabei eine Einreise mit dem amerikanischen Visa-Waiver-Programm. Ein Programm welches es Menschen bestimmter Länder erlaubt, bis zu 90 Tage ohne Visum in die USA einzureisen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ihr einfach ohne Papierkram in die USA reisen könnt.

Denn eine Einreisegenehmigung muss trotzdem über das sogenannte ESTA-Verfahren, ein elektronisches System für die Reisegenehmigung beantragt werden. Man braucht also in jedem Fall vor der Einreise eine Genehmigung. Für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen ist das Verfahren über das Visa-Waiver-Programm jedoch ist schnell und einfach. Für uns, die wir eine längere Zeit in den USA unterwegs sein wollen, kam dies aber leider nicht infrage. Wir haben daher über unser Projekt ein Journalismus-Visum beantragt, welches mit deutlich mehr Papierkram verbunden ist. Dennoch wurde es inzwischen genehmigt, sodass der Traum der großen Amerika-Reise nun immer greifbarer wird.

Die Einreisebestimmungen für USA Reisen sind nicht ganz Ohne

Die Einreisebestimmungen für USA Reisen sind nicht ganz Ohne.

Ein TIPP am Rande: Solltet ihr Hilfe bei der Beantragung eures Visums bzw. eurer visumfreien Einreisegenehmigung benötigen, könnt ihr einen Service wie www.esta-antragusa.de hinzuziehen. Diese Dienste Verlangen zwar eine Gebühr, stellen aber sicher, dass man nichts übersieht, vergisst oder falsch versteht. Gerade Menschen, die sich unsicher sind und die noch keine Erfahrungen in diesem Bereich haben, können sich so letztlich eine Menge Ärger und auch Geld sparen.

Rund um die Uhr Shoppen zu gehen ist bei USA Reisen normalerweise kein Problem

Rund um die Uhr Shoppen zu gehen, ist bei USA Reisen normalerweise kein Problem.

Nächtliches Shoppen ist kein Problem

Anders als in Deutschland, in dem es ein staatlich geregeltes Ladenschlussgesetz gibt, dass bestimmt, zu welchen Zeiten die Tore von Supermärkten und anderen Einrichtungen geschlossen bleiben müssen, ist in den USA ein 24/7-Betrieb normal. Es spricht also nichts dagegen, sich nachts um 02:00 Uhr noch eine Tiefkühl-Pizza zu kaufen oder um 4 Uhr noch einmal mit dem Einkauf für eine nächtliche Grillparty zu beginnen. Zumindest dann, wenn man sich in größeren Städten aufhält. In kleineren Ortschaften lohnt sich aber auch in den USA ein vierundzwanzig Stunden Betrieb nicht immer. Deshalb sollte man hier doch wieder auf die Schilder mit den Öffnungszeiten schauen. Falls man es verpasst haben sollte und doch vor verschlossenen Türen steht, nur weil es drei Uhr in der Nacht ist, ist das aber dennoch kein Grund zur Panik. Denn auch wenn man nicht mehr shoppen kann, ist in der Regel zumindest das nächste 24-Stunden-Diner nicht weit.

Im Stunden Diner kann man zu jeder Tages und Nachtzeit essen

Im Stunden Diner kann man zu jeder Tages und Nachtzeit essen

Freundlich oder höflich – Der feine Unterschied!

Die Amerikaner gelten als eines der freundlichsten und kommunikativen Völker der Welt. Gerade für uns Deutschen ist dies jedoch oft missverständlich, denn dass, was wir als Freundlichkeit verstehen, ist in Wirklichkeit eine Höflichkeitsform.

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Worin der Unterschied besteht?

Ganz einfach! Bei uns ist es höflich, einen anderen Menschen zu grüßen, wenn man ihm auf der Straße begegnet. Dazu gibt es verschiedene Formatvorlagen wie beispielsweise ein „Hallo!“, ein „Guten Tag“, „Grüß Gott!“, „Servus!“, oder auch nur ein knappes Kopfnicken.

Freundlich hingegen ist man, wenn man sich für die Gefühle und Bedürfnisse eines anderen interessiert und ihn beispielsweise nach seinem Befinden fragt oder danach, was er gerade benötigt, um sich besser zu fühlen.

Überschwengliches höfliches Begrüßen gehört in den USA auch dann dazu wenn man einander nicht mag oder sich nicht wohl fühlt

Überschwängliches, höfliches Begrüßen gehört in den USA auch dann dazu, wenn man einander nicht mag oder sich nicht wohlfühlt.

In den USA ist es hingegen Höflich, diese Fragen als reine Grußformeln zu stellen. Ein einfaches „Hi!“ wird dabei eher als unterkühlt oder abweisend empfunden, wenn man nicht mindestens ein „How are you!“ – „Wie gehts dir!“ hinterher sendet. Ich schreibe dies hier bewusst mit Ausrufezeichen am Ende anstelle eines Fragezeichens, denn es ist in dieser Situation nicht wirklich eine Frage. Es gleicht eher unserem „Servus!“ und sollte daher auch mit einem standardisierten „Fine! Thank you!“ beantwortet werden. Auch dann, wenn man sich vollkommen beschissen fühlt. Denn wenn man wirklich an einer ehrlichen Antwort auf diese Frage interessiert ist, wird man ihr noch eine Reihe weiterer Worte hinzufügen. In etwa: „Oh mein Gott, was ist denn mit dir los? Ist alles in Ordnung? Du siehst ja furchtbar aus! Komm erzähl mir was los ist!“ – Dies ist eine Aufforderung das Leid zu klagen! Alles andere ist reine Höflichkeit.

Und was ist mit dem amerikanischen Traum?

Viele Menschen, die im Laufe der Jahrhunderte von Europa nach Amerika ausgewandert sind, haben gehofft, hier das große Glück zu finden. Und auch heute noch ist der „Amerikanische Traum“ „Vom Tellerwischer zum Millionär“ ein Lebensprinzip das von vielen Verfolgt wird. Aber nein, auch in den USA liegt das Geld nicht auf der Straße und es wird einem nicht hinterhergeworfen. Aber die Hoffnung lebt in den Menschen. Denn als Land der unbegrenzten Möglichkeiten geschehen hier noch immer viele wundersame Dinge, die den einen oder anderen Lebenslauf vollkommen verändern.

Für viele Ist die USA bis heute ein Symbol für Freiheit und unbegrenzte Möglichkeiten

Für viele Ist die USA bis heute ein Symbol für Freiheit und unbegrenzte Möglichkeiten

Im folgenden Video findet ihr noch weitere typische Eigenheiten der USA, die man sonst nirgendwo auf der Welt findet. Wenn ihr jedoch in die USA reisen wollt, solltet ihr sie kennen und darauf vorbereitet sein.

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Spruch des Tages: Jedes Land hat seine Eigenheiten!

Höhenmeter: 190 m / 180 m

Tagesetappe: 21 km / 23 km

1. Etappenziel: Hotel Margaretenhof, Margaretenhof 1, 66802 Überherrn, Deutschland

2. Etappenziel: Pfarrheim St. Maximin, Dillingen an der Saar, Deutschland

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Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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