Tag 847: Die Wahrheit über die Ölkrise

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Tag 847: Die Wahrheit über die Ölkrise

Tag 847: Die Wahrheit über die Ölkrise

Fortsetzung von Tag 846:

Und noch etwas kommt hinzu. Seit Beginn der industriellen Nahrungsüberproduktion hat sich auch unsere weltweite Bevölkerungszahl verdoppelt. Je mehr wir produzieren können, desto mehr Menschen werden wir auch. Das ist ein ganz natürlicher Prozess. Jede Population passt sich automatisch ihren Nahrungsvorräten an. Das gilt für Mäuse und Goldfische ebenso wie für Menschen. Wenn unsere Produktion weiter steigt wird auch die Zahl der Menschen weiter zunehmen. Dies wird schließlich unser Untergang sein.
Wir glauben immer, dass wir mehr Nahrung produzieren müssen, weil wir uns so stark vermehrt haben. Aber das ist natürlich quatsch. Wir können uns nur deshalb so stark vermehren, weil wir so viel Nahrung haben. Dass es sich dabei um derart minderwertige, energielose Nahrung handelt, führt natürlich auch dazu, dass wir mehr tot als lebendig sind. Ebenso, wie wir die Massen an Pflanzen und Tieren für unsere Nahrung auf kosten der Qualität erzeugen, werden wir auch selbst zu einer Massenzucht, bei der kaum mehr Lebensqualität für den einzelnen übrig bleibt.

Gleichzeitig sind wir dadurch auch noch zu wahren Öl-Junkies geworden. Ohne den schwarzen Schmierstoff können wir die aktuelle Bevölkerung nicht mehr ernähren. Wenn uns das Öl wirklich ausgehen würde, würde dies den sicheren Hungertod für etwa die Hälfte der jetzt lebenden Menschen bedeuten. Wenn man das aus Sicht der Natur betrachtet, ist das nicht schlimm, denn dadurch würden wir wieder deutlich mehr ins Gleichgewicht kommen. Aus ethischer Sicht, ist es natürlich ein Dilemma, denn wer will entscheiden, wer weiterleben darf und wer nicht. Auch wenn jeder weiß, dass wir viel zu viele Menschen sind, so will doch keiner zu denjenigen gehören, die für andere Platz machen. Daher ist die Panikmache mit der Ölknappheit auch so wirkungsvoll. Wer das Öl kontrolliert, der kontrolliert alles, denn er darf über Leben und Tod entscheiden. In unserer Gesellschaft ist er damit Gott! Er ist ebenso mächtig, wie die ägyptischen Pharaonen, wahrscheinlich sogar mächtiger. Diese gottgleiche Macht, liegt fast völlig in der Hand von einigen amerikanischen Ölfirmen und Ölinvestmentbanken. Für sie wäre es daher eine unvorstellbare Katastrophe, wenn bekannt würde, dass es unbegrenzte Ölvorräte gibt. Zumindest dann, wenn sie die neuen Vorräte nicht auch kontrollieren.
Deswegen forschen auch vor allem die Russen in diesem Bereich, weil sie hoffen, sich auf diese Weise eine Scheibe vom Kuchen der Macht abschneiden zu können. Sie wollen zurück ins Geschäft. Dennoch sind auch sie natürlich nicht daran interessiert, die Ölpreise für immer in den Keller zu schicken. Ihnen geht es viel mehr darum, Wege zu finden um neue, eigene Elefantenfelder zu erschließen. Doch bislang liegt die Macht dabei ganz klar bei der Elite der Wallstreet und der City of London.

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Falls ihr euch fragt, was die City of London ist, braucht ihr keine Angst haben. Dazu schreiben wir zu gegebener Zeit auch noch etwas mehr. Hier nur soviel: Die City of London ist ein kleiner, autarker Stadtteil in London, in dem sich die größten Banken der Welt angesiedelt haben. Rechtlich gesehen ist es sogar ein eigener, unabhängiger Staat, der nicht zu England dazu gehört. Es ist eine der größten Machtmetropolen dieser Erde, und es werden dort wahrscheinlich wesentlich mehr Entscheidungen über den weiteren Verlauf der Menschheitsgeschichte getroffen werden, als in sämtlichen Parlamenten unseres Planeten zusammen. Eine der Banken, die einen festen Sitz in der City of London hat, ist Goldman Sachs, die größte und mächtigste Öl-Investmentbank der Welt. Wie mächtig sie und ihre Freunde aus der Öl-Industrie sind, zeigt sich besonders deutlich an der Ölkrise von vor acht Jahren. Ihr erinnert euch wahrscheinlich, dass es 2008 zu einem globalen Engpass kam, bei dem jeder dachte, jetzt sei es mit dem Öl endgültig vorbei. Die Benzinpreise waren eine Katastrophe und in einigen Regionen gab es gar keinen Sprit mehr. In dieser Zeit erreichten die Ölpreise ihr Rekordhoch. Die Ölfirma Exxon-Mobil konnte dadurch den höchsten Gewinn erwirtschaften, den jemals ein Unternehmen in der Geschichte zustande brachte. Außer der Ölindustrie litt jedoch die gesamte Weltwirtschaft unter der Krise. Jeder brauchte Kraftstoff und somit hatte jeder mit den steigenden Ausgaben zu kämpfen. Die ganze Welt spürte deutlich, wie Abhängig sie von den sprudelnden Ölquellen war. Kurze Zeit später war die Ölkrise jedoch wieder spurlos verschwunden. Ohne erkennbaren Grund fielen die Preise von 147 Dollar pro Barrel in nur vier Monaten auf 40 Dollar zurück und keiner Sprach mehr ein Wort darüber.
Ganz klammheimlich war die Ölkrise wieder von unserer Tagesordnung verschwunden. Das kann nur bedeuten, dass alles nichts als eine Inszenierung war!

Die Krise war nichts weiter als eine globale Machtdemonstration. Jeder sollte wissen, wer hier die weltwirtschaftlichen Hosen anhat. Vor einiger Zeit haben wir uns einmal mit einem Börsenexperten darüber unterhalten, der einiges an Insiderwissen aus der Ölbrange hatte. Seine Erläuterungen waren sehr aufschlussreich. Bis zum Jahr 2000 wurden die Ölpreise an der Börse auf der Basis von öffentlich zugänglichen Marktdaten bestimmt. Dann wurde jedoch ein Gesetz erlassen, dass den Ölmarkt von Grund auf veränderte. Offiziell sollte dieses Gesetz den Handel vereinfachen, aber der wahre Grund liegt bei der guten Lobbyarbeit der Ölbanken verborgen. Seit der Gesetzesänderung wird nicht mehr mit realem Öl, sondern mit sogenannten Öl-Futures gehandelt, also mit Berechtigungsscheinen für die noch vorhandenen Ölquellen. Es dreht sich also um einen rein fiktiven Wert, der direkt zwischen den Großbanken hin und hergeschoben wird. Auf diese Weise ist es nichts anderes als ein Glücksspiel mit gewaltigen Gewinn- und Verlustchancen und noch größeren Möglichkeiten zur Manipulation. Denn der Ölwert hat nun nichts mehr mit dem realen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage zu tun. 2006 wurde es dann nochmals eine Stufe härter. Der Amerikanische Finanzminister erließ eine Ausnahmeregelung, nach der alle Ölsorten ohne jede Kontrolle vom Staat oder der Börsenaufsicht auf einer digitalen Handelsplattform gedealt werden dürfen. Diese Handelsplattform gehört den Öl-Großinvestoren, zu denen auch Goldman Sachs zählt. Wenn ihr euch fragt, warum der Finanzminister solch eine Regelung umsetzt, die dem Staat die Kontrolle nimmt, nun dann ist diese Frage sehr leicht zu beantworten. Der Finanzminister war vor seiner Amtszeit der Chef von Goldman Sachs. Durch diese Regelung weiß nun außer den Großinvestoren niemand mehr, wie viele Ölfutures es überhaupt gibt. Jeder, der mit Öl spekuliert ist damit der Willkür und den Machtspielchen dieser Finanzgiganten ausgeliefert. Wie erfolgreich das ganze war, zeigte sich deutlich am Ölpreis, der sich von da an bis zur Ölkrise verdoppelte. 2008 hieß es dann plötzlich, die Produktion in den 30 erschlossenen Elefantenfeldern, die ein Viertel der weltweiten Fördermenge ausmachen, sinke bereits jährlich um 6,7%. Ebenso die Produktion in knapp 800 weiteren wichtigen Ölfeldern. Um den Bedarf zu decken müssten angeblich täglich 5 Millionen Barrel neues Öl gefunden werden. Jedes Jahr wäre es eine neue Ölprovinz von der Effektivität des Irans oder Iraks. Wäre Öl wirklich ein fossiler Brennstoff, wäre das faktisch unmöglich.

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Dass Erdöl ständig neu gebildet wird ist den Ölchefs also durchaus bekannt. Deswegen halten sie alles so undurchsichtig wie möglich. Der größte Fehler den wir Menschen immer und immer wieder machen ist der, dass wir die Machthaber unterschätzen. Wir halten sie für dumme, rücksichtslose, geldgeile Säcke, denen es um nichts geht, als den schnellen Profit. Die Sache mit der Rücksichtslosigkeit und der Geldgeilheit stimmt ja vielleicht auch, aber es sind vor allem geniale Strategen, die über weit mehr Informationen verfügen als jeder andere Mensch. Dumme, geldgeile Säcke landen im günstigsten Fall mit einem Ferrari und einer Villa an irgendeinem Karibikstrand, niemals aber in den Chefetagen der Weltbanken oder der Industriegiganten. Jährlich geben die Ölfirmen insgesamt 400 Milliarden Dollar für die Instandhaltung und den Ausbau der Ölproduktion aus. Davon fließt ein nicht unwesentlicher Teil in die Bemühungen neue fossile Ölfelder zu erschließen. Das sieht für jeden Außenstehenden so aus, als würden sie wirklich fest an diese Theorie glauben. Denn warum sollte jemand Milliarden in ein Projekt investieren, von dem er weiß dass es sinnlos ist?
Nur deshalb, weil er sich mit dieser Investition vor einem noch größeren Verlust schützen kann. Wenn mit diesen Milliarden erreicht werden kann, dass die ganze Welt an einen Ölmangel glaubt, dann ist diese Investition mehr als nur gut angelegt. Es sind Peanuts gegen das, was die Verknappung an Gewinnen bringt. Die Ölkrise von 2008 zeigt das sehr deutlich. Hätte sie etwas mit realen Öl-Engpässen zu tun gehabt, hätte der Preis pro Barrel nicht innerhalb von ein paar Monaten wieder um gut 100 Dollar fallen dürfen. Denn weder die Nachfrage noch das Angebot haben sich in dieser Zeit deutlich verändert. Wie sich im Nachhinein herausstellte, waren es die Ölfirmen selbst, die den Engpass von 2008 erzeugt haben. Sie hatten alles überschüssige Öl, dass sich im Umlauf befand aufgekauft und in ihren Tankern spazieren gefahren.

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Spruch des Tages: Es geht doch nichts über eine gute Inszenierung

Höhenmeter: 240 m
Tagesetappe: 11 km
Gesamtstrecke: 14.941,27 km
Wetter: sonnig, abends starker Regen und Gewitter
Etappenziel: Verlassene Umkleide der Schule, 57017 Evaggelistria, Griechenland

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About the Author:

Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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