Unterwegs als Pilger und Wandermönch – Eine Pilgerreise um die Welt

/, Religions-Wiki, Spiritualitäts-Wiki/Unterwegs als Pilger und Wandermönch – Eine Pilgerreise um die Welt

Unterwegs als Pilger und Wandermönch – Eine Pilgerreise um die Welt

Hape Kerkeling und Paulo Cheolo machten es vor. Sie zogen in die Welt und erfanden sich neu. Natürlich konnte man im Buch von Hape deutlich mehr lachen und doch fand er ähnliche Parallelen wie Paulo Choelo. Aber was genau ist eine Pilgerreise überhaupt? Was motiviert einen, aufzubrechen und eine Wallfahrt, also eine spirituelle Reise zu bedeutungsvollen, ja heiligen Orten zu machen? Wo befinden sich diese Orte? Was macht sie besonders? Was versprechen sich die Pilger von ihrer Reise? Welche Arten von Pilgers gibt es? Was unterscheidet einen Wandermönch von einem gewöhnlichen Pilger? Und gibt es so etwas wie Wandermönche und Bettelmönche heute überhaupt noch?

Seit dem ersten Januar 2014 sind wir nun bereits als Wandermönch und Lebenspilger unterwegs und machen eine spirituelle Reise um die Welt. In dieser Zeit, in der wir uns nun bereits auf unserer Wallfahrt befinden, konnten wir tief in das Thema Pilgern und Pilgerreisen einsteigen. Daher möchten wir euch hier nun Antworten auf diese und weitere Fragen geben.

Was ist ein Pilger?

Als Pilger oder Pilgerin bezeichnet man eigentlich eine Person die sich an einen bestimmten, für sie bedeutungsvollen Ort begibt, um für sich dabei gewisse Lebensfragen zu klären, um eine Spirituelle Verbindung aufzubauen, um zu wachsen oder um eine Erkenntnis zu finden. Man macht also als Pilger eine Walfahrt. Heute stimmt diese Definition jedoch nicht mehr ganz, da es auch viele Pilger gibt, die ohne eine solche Fragestellung aufbrechen und die Wallfahrt als einen Urlaub nutzen. Ursprünglich bedeutete Pilgern, dass man dabei zu Fuß unterwegs war. Heute hingegen gibt es Autopilger, Buspilger, Pilger die zu Fuß gehen und welche die mit dem Fahrrad pilgern. Vereinzelt gibt es auch noch Pilger, die mit einem Lasttier wie einem Esel oder Maultier unterwegs sind oder die ihre Wallfahrt als Reiter auf dem Rücken eines Pferdes bestreiten.

Im Mittelalter kam es auch häufig vor, dass Menschen auf eine Pilgerreise aufbrachen um Buße zu tun und auf diese Weise die Absolution ihrer Sünden zu erhalten. Angelehnt an diese Tradition gibt es auch heute noch an einigen Pilgerzielen den Brauch, dass man als Pilger seine Sünden erlassen bekommt, wenn man die Reise zu einem bestimmten Zeitpunkt und nach bestimmten Regeln antritt.

Was ist ein Wallfahrtsort?

Walfahrtsorte sind offiziell anerkannte und von vielen genutzte Pilgerziele. Natürlich kann man überall hin pilgern um eine interessante Reise zu machen oder eine Lebensfrage zu klären. Auf diese Weise erreicht man ein individuelles, persönliches Pilgerziel. Ein Walfahrtsort ist es jedoch nur dann, wenn er von vielen Menschen als Pilgerziel genutzt wird. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Orte, die aufgrund von besonderen, spirituellen Ereignissen berühmt geworden sind oder an denen bedeutsame, spirituelle Gegenstände, sogenannte Reliquien aufbewahrt werden.

Dabei kann es sich zum Beispiel um besondere Kunstwerke wie Gandenbilder, Mariengemälde oder Heiligenstatuen handeln. Es können aber auch historisch bedeutsame Gegenstände und Artefakte wie ein Teil vom Kreuze Jesu sein. Am häufigsten handelt es sich jedoch um die Gebeine oder um einzelne Knochen verstorbener Heiliger, wie beispielsweise dem heiligen Jakob in Santiago de Compostela, oder dem heiligen Franziskus in Assisi. Viele dieser Orte haben auch sehr berühmte, große und kunstvolle Kirchen, bzw. Kathedralen. In den meisten Fällen sind diese jedoch erst aufgrund des aufkommenden Pilgerstroms gebaut worden.

Beispiele für Orte mit besonderen, spirituellen Ereignissen, sind unter anderem Lourdes und Medjugorje, an denen jeweils die Jungfrau Maria erschienen ist. Weitere sind der Mount Saint Michelle vor der nordfranzösischen Küste und der Monte Sant Angelo in Süditalien, an denen es Erscheinungen des Erzengel Michael gegeben hat.

Welche berühmten Pilgerziele gibt es?

Weltweit gibt es fast unzählbar viele Orte, die als Pilgerorte und Wallfahrtsziele dienen. Denn jede Glaubensgemeinschaft und jede Religion hat ihre eigenen Pilgerziele, die aus eigenen Gründen für sie bedeutsam und wichtig sind.  In unseren Breiten beziehen wir uns jedoch fast ausschließlich auf christliche Pilgerziele, da die mehrheit der Pilger in Europa einen christlichen Hintergrund hat. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es sich bei allen Pilgern um gläubige Christen handelt. Auch viele Anhänger anderer Religionen machen sich auf die Pilgerschaft zu christlichen Heiligenstätten, da sie auch interreligiös häufig eine große Bedeutung als Kraftplätze haben. Andere Orte wie beispielsweise Israel spielen gleichzeitig für mehrere verschiedene Religionen eine besondere Rolle. In diesem Fall ist es zum einen das geheiligte Land, in das Moses die Juden führte, als auch die Geburtsstätte von Jesus Christus.

Hier ist nun eine Liste der wichtigsten Pilgerziele aus europäischer Sicht:

Santiago de Compostela (Spanien)

Lourdes (Frankreich)

Fátima (Portugal)

Rom (Italien)

Assisi (Italien)

Medjogorje (Bosnien und Herzegowina)

Nazareth (Israel)

Jerusalem (Israel)

Mekka (Saudi-Arabien)

Altötting (Deutschland)

Kevelar (Deutschand)

Trontheim (Norwegen)

Monte Saint Angelo (Italien)

San Giovanni Rotonda (Italien)

Mount Saint Michelle (Frankreich)

Santo Toribio de Liébana (Spanien)

Flüeli Ranft (Schweiz)

Le Puy en Valle (Frankreich)

Maria Bistrica (Kroatien)

Sinj (Kroatien)

Kalwaria (Polen)

Máriapócs (Ungarn)

Warum sind wir so fasziniert von Pilgerorten?

Der Grund, warum viele Menschen zu diesen Pilgerzielen aufbrechen ist zum einen die Reise selbst, die für viel Klarheit und innere Ausrichtung sorgen kann. Zum andern ist es aber auch die Hoffnung, am Pilgerort Heilung, Seelenbefreiung, Vergebung oder Läuterung zu erfahren. Aus diesem Grund entstehen bei vielen Pilgerorten bestimmte Rituale, die einem bei der Erfüllung dieser Wünsche helfen sollen.

In Fátima ist es beispielsweise Tradition, auf einem bestimmten Weg einmal auf den Knien über den Gesamten Platz des Heiligtums zu kriechen, um so die Demut zu zeigen und Heilung für sich oder einen geliebten Menschen zu erlangen. Auch in Lourdes gibt es viele Fälle in denen von Wunderheilungen berichtet wird. Hier ist es jedoch vor allem das Wasser aus dem Heiligtum, dem man heilende Kräfte zusagt. Medjugorje hingegen ist ein Sammelpunkt für Menschen mit Besetzungen, die hier auf Erlösung hoffen. Daher haben sich dort inzwischen mehr als hundert Priester mit einem Schwerpunkt auf Exorzismus angesiedelt, die den Pilgern helfen ihre Geister und Dämonen loszuwerden.

Wie kam es dazu das Heiko Gärtner ein Dauerpilger bzw. ein Lebenspilger wurde?

Heiko entschloss sich vor über 5 Jahren ein Pilger auf Lebenszeit zu werden. Zuvor hatte er bereits eine Pilgerreise als Steinzeitpilger gemacht, bei der er wie Ötzi zu Fuß nach Santiago lief. Bereits nach wenigen Stunden hatte er dabei ohne jeden Zweifel gespürt: „Pilgern ist mein Ding! Ich will ein Ziehender sein!“

Zu keiner Zeit hatte er so viel geistige Einkehr erlebt wie auf dieser Pilgerreise. Nie zuvor hatte er sich so frei und gesund gefühlt. Es gab so viel Klarheit und damit auch so viel Zufriedenheit und Wachstum, dass er teilweise das Gefühl hatte, zum ersten Mal seit seiner Geburt wirklich am Leben zu sein. Dementsprechend groß war die Trauer, als er schließlich das Ende der Welt erreicht hatte und wieder in das gewohnte Alltagsleben zurückkehren musste. Doch nach dieser Reise wurde es nie wieder wie zuvor. Die Flamme des Lebenspilgertums in seinem Herzen war entfacht worden und brannte nun immer stärker und klarer. Irgendwann gab es dann keinen Zweifel mehr, wie der weitere Weg aussehen musste. Und so fiel die Entscheidung letztlich leicht, alles hinter sich zu lassen und zu Fuß um die Welt zu pilgern

Wie kam es dazu, dass Tobias nun mit Pilgerrobe durch die Welt zieht?

Tobias entschloss sich Franz, und damit ein Bettelmönch zu sein. Mit dieser Entscheidung bekannte er sich offiziell zu einem Leben, das er auch zuvor schon seit vielen Jahren unbewusst gelebt hatte. Bei einem Schulausflug in die Stadt mit der Grundschule hatte er das erste Mal den Gedanken im Kopf, ohne Geld zu leben. Es war damals kein Wunsch oder keine bewusst Entscheidung, sondern viel mehr eine Feststellung. Die Lehrerin erklärte, dass Geld in unserer Gesellschaft ein zentraler Faktor sei, auf den man nicht verzichten könne. Und sofort tauchten die Gedanken in Tobias Kopf auf, die sagten: „Für euch mag das sein, für mich gilt das nicht!“

Tatsächlich verlebte er die nächsten Jahre seiner Kindheit fast ohne einen Cent seines Taschengeldes anzurühren. Einfach weil er nicht das Gefühl hatte es zu brauchen. Später in der Universität bewohnte er stets Zimmer, die in etwa der Größe einer Mönchszelle entsprachen. Und als er schließlich nach Neumarkt zog um Teil der Wildnisschule Heiko Gärtner zu werden, lebte er vier Jahre lang auf einer Couch und besaß lediglich eine kleine Sporttasche mit Kleidung und Gepäck.

Im Grunde lebte er also schon seit jeher im Armutsgelübde.

Wieso wurde Tobias Krüger zum Wandermönch Franz von Bujor?

Franz alias Tobias kam erst peut a peut darauf wer er in Wahrheit war. Zunächst stellte er fest das er schon in seiner Jugend wie ein Mönch lebte. Seine Studentenbude, war kleiner als Mönchszelle. Er hatte auch nur wenig Kleidung und lebte von 100€ im Monat. Armut und Gehorsam zum göttlichen Aspekt waren im sehr wichtig. Erst als wir über den Beruf näher mit Mönchen in Verbindung traten wusste er das könnte mein Weg werden. Je mehr er jedoch erfuhr, desto schneller wurde ihm bewusst das er für das „normale“ Mönchsleben nicht gemacht war.

Sein Keuschheitsgelübde vor dem Schöpfer abzulegen war für ihn eine Bereicherung. Es war in ihm kein Gefühl von, ich gebe etwas auf. Viel mehr fühlte es sich in ihm an als würde er ein Geschenk erhalten. Da Brüder in Klöstern jedoch nicht frei um die Welt ziehen dürfen, war der Eintritt in einen Orden unmöglich. Lange beschäftigte er sich mit der Frage ob Gott einen Unterschied mache, ob er nun eine offizielle Urkunde habe ein Mönch zu sein, oder ob ihm das Leben selbst zu einem Bettelmönch machen würde. Als er dann von der Geschichte von Franz von Assisi erfuhr wusste er, welcher Name der seinige sein sollte.

Was sind Wander- und Bettelmönche?

Doch was zeichnet einen Wandermönch aus? Worin unterscheidet sich ein Bettelmönch von einem normalen Mönch?

Tobias hatte ein sehr ähnliches Leben wie Franz, auch er wurde von der Familie verstoßen. Auch er war zunächst ein Lebemann und weder Keusch noch zurückhaltend. Auch er spürte irgendwann den Ruf Gottes. So wuchs Tobias in guten Verhältnissen auf. Er war überbehütet und doch durfte er seine eigene Gefühlswelt nicht leben.

Als er die Schriften des heiligen Franz von Assisi lass spürte er, dass es ihm auch so ergangen war und dass auch er genau deswegen aus der Familie ausbrechen musste. Das was Tobias am meisten faszinierte war, dass die „minderen Brüder“, also die Weggefährten von Franz von Assisi keine offiziellen Mönchen waren die unter dem Pabst standen. Sie waren lediglich eine lockere Gruppierung, die in Kartoffelsäcken gewandet mit einer Kordel um den Bauch Zeit teilten und beteten. Sie hatten keine Häuser lebten von Almosen und beteten in einer kleinen Kapelle. Wenn schlechtes Wetter war, schliefen sie auch dort um nicht nass zu werden.

Wie wurde aus den wandernden Brüdern des Franziskus ein regulärer, sesshafter Orden?

Mit der Zeit wurden die minderen Brüder immer bekannter, da sie gute Heiler waren und mit der Natur kommunizieren konnten. Dies war dem Vatikan ein Dorn im Auge, da der Papst für sich beanspruchte, das direkt von Gott eingesetzte Bindeglied zwischen dem Göttlichen und den Menschen zu sein. Darauf begründete er seine Macht und seinen Reichtum. Nun kamen so ein paar dahergelaufene Jungs und begannen überall zu predigen, dass der direkteste Weg zur Kommunikation nicht über den Vatikan sondern über die Natur, ein einfaches, enthaltsames Leben und den Verzicht auf irdischen Reichtum bestand. Viel direkter hätten sie die Macht des Papstes kaum infrage stellen können. Und der Vatikan ging zu jener Zeit nicht gerade glimpflich mit Kontrahenten um.

Hexen und Ketzer werden verbrannt

So verbrannte man zu dieser Zeit ohnehin schon die Kräuterfrauen, die von der Kirche damals mit dem Namen Hexen gebrandmarkt wurden. Doch was waren diese Hexen? Es waren die Personen, denen das Volk vertraute, dass diese sie mit Naturtinkturen heilen konnten. Damit waren sie aus Sicht der Kirche sogar noch dreister als die minderen Brüder, denn sie waren zu allem Überfluss auch noch Frauen. Frauen, die mehr Wissen, Heilkraft und Anerkennung besaßen als Männer! Das konnte man natürlich nicht zulassen. Und so führte man die Inquisition ein, die alles vernichten sollte, das die Macht der Kirche in Frage stellte. Offiziell handelte es sich dabei natürlich um eine Institution, die die Interessen des Volkes schützte, da alle verfolgten natürlich vom Teufel waren und Böses im Schilde führten.

Die Kräuterfrauen standen dabei sowohl dem Vatikan als auch der „modernen“, besser gesagt der studierten Medizin im Wege. Wie konnte es sein, dass man diesen wilden Frauen mehr vertraute als den Gelehrten? Gleich, ob es nun Gelehrte der Medizin oder der Kirche waren.

Die Kirche fühlt sich bedroht

Ähnlich erging es auch Franz. Da er mit Tieren kommunizieren konnte und viele Heilungen vollführte, kam er ins Kreuzfeuer der Kirche. Die Kirche selbst wurde in dieser Zeit immer reicher und mächtiger. Sie war schon damals die mächtigste Institution der bekannten Welt und der Papst beanspruchte für sich, das einzig echte Sprachrohr zwischen Gott und den Menschen zu sein. Darauf bauten auch seine Macht und sein Reichtum aus. Und plötzlich kam so ein Einsiedlermönch auf die Idee, dass man durch Armut deutlich schneller zu Gott kommen sollte, als mit Hilfe des Vatikans. Was würde denn passieren, wenn sich solch ein „Irrglaube“ verbreiten würde. Der Papst sah sich bedroht und versandte einen Boten, der Franz ein Ultimatum stellen sollte. Entweder seine Gruppierung ordnete sich dem Vatikan unter und sprach von nun an nur noch im Namen des Papstes. Oder aber sie würde geschlossen und ausnahmslos der Ketzerei verurteilt und verbrannt.

Eine schwere Entscheidung

Da sie nicht die einzige Gruppe in Europa waren, die auf diese Art lebte und andere Gruppen schon Todesopfer durch Verbrennen zu beklagen hatte, entschloss sich Franz mit schwerem Herzen einen offiziellen Orden zu gründen. Natürlich wusste er, dass durch eine solche Unterordnung viel des eigentlichen Zwecks der Gemeinschaft verloren ging. Er wollte jedoch unter keinen Umständen, dass seine Brüder und Schwestern aufgrund seiner Sturheit sterben mussten. So stellte er einige Regeln auf die unumstößlich für einen Orden sein sollten und ging damit nach Rom. Wenn diese Regeln fest im Fundament des neuen Ordens verankert würden, dann konnte er der Gründung zustimmen. Der Papst stimmte zu und der Orden der Franziskaner, basierend auf den Grundpfeilern der Gastfreundschaft bzw. Nächstenliebe, der Enthaltsamkeit und Armut sowie des Gehorsams gegenüber Gott wurde gegründet.

Die Ideale gehen verloren

Doch schon nach rund zwei Jahren konnte Franz genau das sehen was zuvor befürchtet hatte. Er erlebte nun an seinem eigenen Orden, was er auch zuvor schon nach seinem ersten Entschluss Mönch zu werden bei allen anderen erlebt hatte. Damals war er von Orden zu Orden gegangen und hatte geschaut, welche spirituelle Arbeit diese machten. In jedem Orden spürte er, dass hinter den Toren das Geld regierte und nicht der Glaube an Gott. Er kam für sich selbst zu dem Schluss, dass alle Orden korrupt waren. Aus diesem Grund schloss er sich ganz bewusst keinem vorhandenen Orden an und gründete die minderen Brüder.

In seinen Augen war Gott der Vater und somit mussten alle Menschen Brüder und Schwestern sein. Wie also konnte sich ein Mann über alle erheben und sich selbst ebenfalls Vater nennen?

Leben nach den Idealen des heiligen Franziskus

Auch Tobias wollte ein Bruder werden. Und auch er hatte das Gefühl das man in der heutigen Zeit als Bettelmönch nur noch außerhalb eines Klosters leben kann. Er war von der Geschichte so fasziniert das er nicht aufhören konnte zu forschen. Als er dann noch entdeckte, dass Franz indirekt nach einigen Jahren aus seinem eigenen Orden „austrat“ wusste er es. Auch ich will ein minderer Bruder sein. Es ist nicht die offizielle Anerkennung die ihn reizt. Es ist das Gedankengut, das in fasziniert ein Wandermönch zu sein. Da Franz damals nicht offiziell austreten konnte fragte er den Papst, ob es in Ordnung sei, dass er für den Rest seiner Tage als Eremit auf einem der umliegenden Berge leben dürfe, da er sich in seinem eigenen Orden nicht mehr wohl fühle. Der Papst gewehrte ihm den Wunsch, wenn er jedoch nicht aus dem Orden austreten würde.

Was bedeutet es, ein Mönch zu sein?

Was bedeutet nun dieses althochdeutsche Wort „munih“, zu dem man im vulgärlateinischen monachus sagte? Seinen Ursprung hat das Wort jedoch im griechischen Wort „monachós“, was soviel wie „Alleiniger“ bedeutet und auch mit Einsiedler übersetzt werden kann, bzw. in dessen Wortstamm „mono“ = alleine. Ein Mönch war in seinem Ursprung also stets ein Mensch, der beschlossen hatte, alleine und somit als Einsiedler zu leben. Ein Einsiedler ist ein einsam abgekapselter Mensch, der für sich und seine Überzeugungen lebt. Er ist also ein Eremit.

Ein Eremit ist ein Mensch der aus religiösen Gründen von der Welt abgeschieden lebt. Man bezeichnet solche Menschen auch als Klausner. Griechisch eremós bedeutet: einsam, verlassen. Zu sich finden in der Abgeschiedenheit. Mónus = allein. Ein Mönch soll also nach seiner Namensherkunft mit sich alleine sein. Er soll in sich die ganze Welt des EINS seins entdecken. Tobias erinnerte sich an die Verse die er in vielen heiligen Büchern fand: Alles ist eins. Alles ist Gott. Alles ist Liebe. Er sollte also in sich, das Alles-Prinzip entdecken.

Warum ist Heiko „nur“ ein Langzeitpilger und Franz ein Bettel-Mönch?

Die enge Verbindung zum Leben nach den Regeln des alten Mönchstums ist etwas, das speziell Franz für sich entdeckt hat. Heiko reist auf ähnliche Weise, hat jedoch andere Schwerpunkte, die seinen Weg zur Erkenntnis und Erleuchtung ausmachen. So ist ein wichtiger Teil seiner Lebensreise die heilige Partnerschaft mit Shania Tolinka. Im Laufe unseres bisherigen Wanderlebens haben wir herausgefunden, dass es zwei äußerst unterschiedliche Wege zur Erleuchtung gibt. In beiden Fällen geht es darum, zu erkennen und zu fühlen, dass alles eins ist. Der erste Weg dorthin führt über die Enthaltsamkeit und die Konzentration auf die spirituelle Arbeit mit sich alleine im Gebet. Man lässt dabei im Grunde möglichst alles weg, das einen ablenken und zerstreuen könnte, so dass man den Fokus auf das Wesentliche halten kann.

Im zweiten Fall gelangt man in die Erkenntnis und das Eins-Bewusstsein durch das vollständige Verschmelzen mit seinem Partner. Dabei geht es um die Ausübung der sogenannten heiligen Sexualität, bei der sich beide Partner gegenseitig mit Lebensenergie auffüllen. Der Partner ist dabei stets zugleich auch ein Spiegel, in dem man sich selbst erkennen kann. Nimmt man ihn an, kann man viel über sich selbst lernen und gerade dadurch in die Erkenntnis kommen. Heikos und auch Shanias Lebensweg führen über diese Variante. Der Weg von Franz besteht aus der anderen.

Wie kann man überhaupt Mönch werden?

In der Regel tritt man dazu in ein Kloster ein und durchläuft eine Art Ausbildung, die einen auf das Klosterleben vorbereitet. Häufig ist diese auch mit einem Theologiestudium und einer Ausbildung zum Priester verbunden. Das Problem dabei ist jedoch, dass es heute so gut wie keine Wandermönche und Bettelmönche mehr gibt. Die Struktur der sesshaften Orden ist zudem nicht mehr auf Wandermönche ausgelegt. So darf man in den meisten Orden nur für wenige Wochen sein Kloster verlassen und muss dann wieder zurückkehren, oder gänzlich austreten.

Wenn man ein sesshafter Mönch bzw. ein Klosterbruder werden möchte ist das natürlich kein Problem. In diesem Fall sucht man sich ein Kloster, das einem zusagt und fragt an, ob es möglich ist, dort einzutreten. In vielen Fällen muss man dann zunächst einmal in einem Kloster leben, in dem Novizen ausgebildet werden und kann dann in das Wunschkloster wechseln. Dies ist aber von der Ordensstruktur abhängig. Es gibt durchaus auch Orden, in denen die Wahl des Klosters einzig und allein vom Bischof bestimmt wird, während man selbst kein Mitspracherecht hat. Bei Frauen, ist dies allerdings noch etwas härter als bei Männern, da die meisten Schwesternorden ihre Mitglieder alle ein oder zwei Jahre in ein neues Kloster versetzen. Auch hier haben die Nonnen in der Regel kein Mitspracherecht.

Kann man auch ein Mönch sein, ohne im Kloster zu leben?

Leider ist das alte Brauchtum der Wander- und Bettelmönche nahezu ausgestorben und ihre besondere Form der Lebensweise wird heute nicht mehr unterstützt. Somit war es Franz nicht möglich, Mitglied in einem Männerorden zu werden. Obwohl er sich bei einigen bewarb lehnte ihn doch jeder Orden freundlich ab, da Wandermönche eben leider nicht mehr in ihrer Ordenskultur vorhanden wären. Irgend wann dachte sich Tobias, das auch er keinen direkten Orden brauche. Warum sollte er ein Konto, Versicherungen oder ähnliches haben, wenn es doch darum ginge ins Urvertrauen zu kommen.

Für ihn war es widersprüchlich in einem Kloster abgesichert zu sein und ins Urvertrauen zu kommen. Natürlich besuchen wir sehr gerne Brüder und Schwestern und wir ehren sie auch zu tiefst. Ihre Arbeit ist wundervoll und doch spürte Tobias das er nur dann ins tiefe Vertrauen kommen kann, wenn er all die Annehmlichkeiten von einem Kloster aussparen würde. Jeden Tag aufs Neue nach Essen betteln, nach einem Schlafplatz zu fragen und vertrauensvoll zu Wissen, dass genau das richtige kommen wird. Obdachlos zu sein, ist nicht immer einfach. Hier braucht man viel Vertrauen, das Gott über einen wacht.

Wie werde ich ein Wandermönch?

Um heute noch Wandermönch zu werden, muss man hingegen unkonventionellere Wege gehen. Die Frage, die ihr euch dabei zunächst stellen müsst laute, ob es euch wichtig ist, mönch nach irdischen Kriterien zu sein, oder für euch selbst und für Gott. Ein offizielles Mitglied eines Ordens als Wandermönch zu werden ist nicht einfach und braucht einiges an Planung und diplomatischem Gespür.

Eure eigene Bestimmung als Wandermönch zu finden und euch an den Idealen und Traditionen früherer Wandermönche zu orientieren, ohne offiziell Mitglied eines Ordens zu werden, ist hingegen eine Sache, die ihr mit euch ausmachen müsst. Tobias hat sich für diesen Weg entschieden und sein Mönchsgelübde in einem Ritual auf dem Weg selber für sich abgelegt. Der Vorteil dabei ist, dass ihr außer Got und eurem eigenen Herzen niemandem Rechenschaft schuldig seit. Der Nachteil ist, dass ihr keine offizielle Unterstützung durch einen Orden auf eurem Weg bekommt und dass ihr häufig nicht als „echter Mönch“ anerkannt werdet. Dennoch haben wir für uns selbst die Erfahrung gemacht, dass einen die meisten Klöster trotzdem herzlich aufnehmen und einen unterstützen.

Als Wandermönch Mitglied in einem Laienorden werden

Ein Zwischenweg, der bei den Franziskanern funktioniert, wenn man frühzeitig über seine Pläne und seine Berufung bescheid weiß, führt über den sogenannten dritten Orden. Dies ist ein Laienorden, also eine Gemeinschaft aus Brüdern und Schwestern, in der man auch dann offiziell Mitglied werden kann, wenn man nicht in einem Kloster lebt. Vorraussetzung ist jedoch, dass man regelmäßig am Gemeinschaftsleben teilnimmt. Das bedeutet, dass ihr noch mindestens ein oder zwei Jahre sesshaft sein müsst, wenn ihr in den dritten franziskanischen Orden eintretet.

In dieser Zeit werdet ihr dann ähnlich wie die Brüder des ersten und die Schwestern des zweiten Ordens ein Noviziat mit verschiedenen Lehrinhalten und Prüfungen durchlaufen. Wenn ihr dann ein offizielles Mitglied seit, könnt ihr im Anschluss als Wandermönch zu eurer Lebenspilgerschaft aufbrechen und seid dennoch Teil eines Franziskanerordens. Der Vorteil dabei ist, dass der Orden inzwischen Mitglieder auf der ganzen Welt hat, die sich zumindest in der Theorie zu gegenseitiger Unterstützung verpflichtet haben.

Wie wird man zum Eremit?

Ein Eremit ist eigentlich die ursprünglichste Form eines Mönches. Er ist derjenige, der wirklich alleine, abseits der Menschen in der Natur lebt. Einige Eremiten haben sogar ein Schweigegelübde abgelegt. Andere hingegen, wie beispielsweise Bruder Klaus, der Schutzpatron der Schweiz, wurden regelmäßig von Gläubigen oder Hilferuchenden konsultiert, die sich ihren Rat einholten. Auch unter den Eremiten gibt es einige Wandermönche, die immer wieder an neue Orte reisen.

Die meisten jedoch sind Platzhüter, die abgeschieden im Wald, in den Bergen oder in Schluchten ihren Platz für sich gefunden haben und dort nur mit sich, der Natur und Gott leben. Auch sie haben in der Regel ein Armutsgekübde abgelegt und versuchen, ihr Leben so einfach wie möglich zu halten. Das was sie zum Leben brauchen finden sie zum Teil in der Natur. Einen weiteren Teil bauen sie sich in der Regel selbst an und zusätzlich werden sie meist noch von den Menschen aus der Umgebung versorgt.

Moderne Eremiten haben wir auf sehr unterschiedliche Weise kennen gelernt. Einige haben dabei so minimalistisch wie möglich gelebt und zudem auf jede Form von Technik verzichtet. Sie hatten weder strom noch fließendes Wasser oder eine Heizung, die über eine Feuerstelle hinaus ging. Andere hingegen waren recht Modern und haben sich selbst über Solarsegel mit Strom versorgt. Wir haben sogar Eremiten getroffen, die in Wohnwagen oder Campingmobilen lebten.

Was zeichnet einen Pilger aus?

Anders als Eremiten und Wandermönche verschreiben sich Pilger nicht, ihr Leben der spirituellen Arbeit zu widmen, sondern unterbrechen ihr „normales“ Leben lediglich für eine Weile, um sich auf die Pilgerschaft zu begegnen. Auch heute noch sind die Selbstfindung und das geistige, seelische und spirituelle Wachstum dabei die Hauptmotivationen für den Aufbruch. Viele die sich einen Pilgerpass holten und auf Pilgerschaft gingen berichteten das gleiche. Irgendwann spürten sie in sich die Frage auftauchen: „Wer bin ich wirklich?“ Auch Tobias spürte das er der werden muss, der er in Wahrheit ist. Die Antwort darauf kann jedoch sehr unterschiedlich ausfallen und es gibt auch auf einer Pilgerreise keine Garantie, sie wirklich zu finden. Vor allem heute ist das Problem, dass viele sich zu wenig Zeit geben um für diese Frage wirklich tief genug in sich hinein spüren zu können.

Die Gefahr der Ablenkung

Hinzu kommt, dass vor allem der Jakobsweg in Spanien, so beliebt geworden ist, dass er als Weg der inneren Einkehr kaum noch funktionieren kann. Dafür trifft man einfach zu viele Leute, die sich alle in der Schwebe zwischen dem leichten Weg der Ablenkung und dem herausfordernden der Selbsterkenntnis befinden.

Eigentlich wollte ich ja für mich sein und mich meinen Schattenseiten und unangenehmen Lebensthemen stellen. Aber das ist so anstrengend und hier sind so nette Leute. Da könnte man ja auch erst einmal ein Bier zusammen trinken und nett plaudern…

Versteht uns nicht falsch! Die Kontakte, die man auf dem Pilgerweg knüpft können großartig sein und es passiert nicht selten, dass wahre Freundschaften und tiefe Beziehungen daraus entstehen. Man muss sich jedoch der Gefahr bewusst sein, von einer Ablenkung in die andere zu ruschen und dabei seinen Kernfragen keinen Schritt näher zu kommen. Denn man muss bedenken, dass die anderen sich ja ebenfalls davor drücken wollen, sich selbst ehrlich zu betrachten. Da passiert es leicht, dass man zu Leidensgefährten wird, die glauben, sich gegenseitig zu unterstützen, während sie sich in Wirklichkeit gegenseitig von ihrer Entwicjluung abhalten.

Erkenntnis braucht Zeit

Die meisten Pilger, die sich auf den Weg nach Santiago machen, teilen sich ihre Strecke in kleine Etappen von ein bis zwei Wochen ein, oder starten direkt an der Spanischen Grenze. Dies ist auf jeden Fall schon einmal ein erster, wichtiger Schritt um überhaupt wieder ein bisschen zu sich zu finden. Man darf jedoch nicht zu viel erwarten, denn Erkenntnisse kommen nicht auf Knopfdruck oder Befehl. Sie brauchen Zeit und vor allem die Bereitschaft, wirklich loszulassen.

Auch bei Tobias reichten die 3.300km nach Santiago nicht aus, um zu erkennen, dass er im Herzen ein Wandermönch ist. Es reichte für die ersten Schritte, bei denen er beispielsweise erkannte, dass er ein Leben im Zölibat leben wollte. Er erkannte jedoch nicht, warum dies zu ihm gehörte. Dies kam erst zwei Jahre später. Dann erst legte er den Namen Tobias ab und nahm den Namen von Franz seinem Vorbild an. Er wollte ihn durch seine Pilgerschaft ehren. Denn auch auch Franziskus von Assisi und seine Brüder streiften viele Jahre durch die Lande, besuchten Jerusalem und Santiago und selbst Großbritannien war vor ihnen nicht sicher.

Pilgern ohne Geld: Geht das überhaupt?

Auch der traditionelle Pilger reiste normalerweise ohne Geld. Genau aus den gleichen Gründen wie die Wander- und Bettelmönche und die Eremiten. Der Verzicht auf die irdischen Reichtümer hift dabei, ins Urvertrauen zu kommen und sich von Gott zu seiner Seele geleiten zu lassen. Natürlich gibt es heute auch einen modernen Pilgertourismus und dieser muss auch gegen Bezahlung geregelt werden und doch gibt es Pilger die bewusst kein Geld verwenden.

Kostenlos pilgern ist das nicht frech?

Viele Pilgereinsteiger fragen sich oft, ob es überhaupt erlaubt ist ohne Geld zu reisen. Liegt man nicht dann der Allgemeinheit auf der Tasche? Nutzt man hier nicht ein System aus? Wer es ausprobiert, wird sehr schnell merken, dass diese Bedenken unnötig sind. Jeder Mensch der dir auf deinem Pilgerweg begegnet offeriert dir Essen, Trinken und einen Schlafplatz aus freiem Willen, oder er lässt es bleiben. Es ist gibt keine Verpflichtung dich einzuladen. Niemand kann dir vorschreiben, ob du einen Reisenden einlädst oder nicht. Somit kann man auch niemanden ausnutzen. Im Gegenteil, es wird sehr schnell deutlich, dass man stets auch immer etwas zurück gibt, auch wenn dies nicht mit Geld bemessen wird. Und ja, oft empfinden die Gastgeber den Pilgerbesuch als äußerst bereichernd. Häufig haben sie sogar das Gefühl, dass sie dir gar nicht so viel zurück geben können, wie du ihnen mit deinen Worten und Taten gegeben hast.

Das mag am Anfang für einen Pilgerneuling komisch klingen und doch ist deine geistige Einkehr für andere Menschen oft ein Anstoß auch in sich selbst zu schauen.

Rucksack oder Pilgerwagen?

Die zweite große Frage die Neulinge im Bereich pilgern in sich tragen, ist in der Regel weitaus praktischer Natur. Sie lautet: Wie soll ich denn den ganzen nötigen Ballast tragen, den ich auf meiner Reise brauche?

Wer Probleme mit dem Rücken hat sollte auf jeden Fall einen Wanderanhänger einen sogenannten Salkey ins Auge fassen. Solche Pilgeranhänger sehen ein bisschen wie ein Fahrradanhänger aus. Wenn sie gut auf der Hinterachse austariert sind, muss der Ziehende nur noch ein Drittel des Gepäcks tragen. Natürlich kann man so deutlich leichter und beschwingter reisen. Der Nachteil ist nur, dass die Beschaffenheit des Weges eine größere Rolle spielt und dass man nicht mehr so gut auf Trampelpfaden oder holprigem Untergrund zurecht kommt.

Weitere Informationen über Pilgerorte, Pilgerwege und Pilgerausrüstung

Wenn ihr mehr über Pilgerorte, Pilgeranhänger, Pilgerwege, die passende Ausrüstung und nützliche Tipps zum Pilgern wissen wollt, dann seid ihr auf unserem Pilger Wiki gut aufgehoben. Hier verraten wir euch unter anderem:

  • Wo ihr die besten und schönsten Pilgerwege findet
  • Wie ihr an gutes Kartenmaterial für Pilger kommt
  • Welche Pilgerziele einen Besuch wert sind.
  • Welche Vorteile ein Pilgeranhänger hat
  • Was ihr in eurem Pilgergepäck dabei haben solltet
  • Und vieles mehr.

Herzliche Grüße

Heiko der Pilgernomade

Franz der Bettelmönch

Noch mehr zum Thema Wandermönche und spirituelle Reisen

Wenn ihr euch noch tiefer in die Thematik der Bettel- und Wandermönche einlesen oder mehr über spirituelle Reisen zum wahren Ich erfahen wollt, können wir euch dafür die folgenden Bücher empfehlen:

Bewertungen:

 
32
By | 2019-03-15T08:19:07+00:00 März 15th, 2019|Categories: Pilger-Wiki, Religions-Wiki, Spiritualitäts-Wiki|Tags: , , , |0 Comments

About the Author:

Translate »