Tag 357: Ein Tag wie jeder andere…

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Tag 357: Ein Tag wie jeder andere…

Tag 357: Ein Tag wie jeder andere…

Heute ist nun also Weihnachten. Zumindest sagt das unser Kalender, denn sonst gibt es keine wirklichen Anzeichen dafür. Die Leute gehen ihren normalen Tätigkeiten nach, die Supermärkte haben bis 19:00 Uhr geöffnet und auch sonst deutet nichts auf eine Besonderheit hin. Der Pfarrer von unserer kleinen Ortschaft hat uns um 23:30 Uhr zur Mitternachtsmesse eingeladen. Aber das war dann auch schon alles. Wir haben einen normalen Schlafplatz in einem Gemeindehaus, bei dem über der Toilette die Decke einstürzt. Es ist also wirklich ein Platz, wie jeder andere auch.

Der einzige Unterschied ist, dass die Menschen heute noch gestresster sind als normal, was es fast unmöglich macht, an Essen zu kommen. Ich hätte nicht gedacht, wie ablehnend die Menschen gerade an Weihnachten sein können. Sollte es nicht eigentlich das Fest der (Nächsten-)Liebe sein? Davon war nicht viel zu spüren.

Um 13:00 Uhr kommt noch eine Gruppe mit Pfadfindern in unser Gemeindehaus, die um 00:00 Uhr das Krippenspiel aufführen werden. Der Pfarrer meinte, dass wir sicher bei ihnen mitessen können. Der Pfadfinderleiter, der uns gerade auf dem Gang begegnet ist, war was das anbelangte eher skeptisch eingestellt. Er sei sich sehr unsicher, ob wir etwas zu Essen abhaben könnten und was die Küche anbelangte, so war sie für uns nicht zugänglich, weil sie von den Pfadfindern gebraucht wurde. Ob wir unser letztes Gemüse kochen können ist damit dann auch eher fraglich. Offenbar hatte der Mann seine gute Tat heute schon hinter sich und mehr als eine war wohl auch an Weihnachten nicht drin.

Das Gute ist, dass meine Deichsel erst einmal wieder für eine Weile halten dürfte. Rund 250km muss sie schaffen, dann kommt das Paket mit der neuen an. Hoffen wir also dass es klappt.

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Und wie sieht unser Weihnachten nun aus?

Nachdem wir den Ort nun schon erkundet und als nicht sehenswert eingestuft haben, werden wir uns wohl mit einem weihnachtlichen Recherchethema beschäftigen. Dann einen Fernsehabend machen und um 23:30 zur Messe gehen. Bei den dünnen Fenstern und der niedrigen Außentemperatur werden die Schlafsäcke schon bald unsere besten Freunde sein.

Auch wenn der heilige Abend hier nicht besonders heilig ist, wünschen wir euch jedoch allen ein richtig schönes Fest mit viel Ruhe und Besinnlichkeit, leckerem Essen, einer netten und fröhlichen Familie und tollen Geschenken! Möget ihr all das bekommen, das wir euch wirklich von Herzen wünscht!

Und danke noch einmal an all die kleinen und großen Weihnachtsmänner und Christkinder, die uns das ganze Jahr über so toll unterstützt haben. Danke an alle Freunde, an unsere Familien, an alle Leser, Bekannten, Wegbegleiter und natürlich auch an unsere Sponsoren, an alle Gastgeber, Hotels, Pfarrer, Brüdern und Schwestern und an alle Essens- und Mutspender! Ohne euch hätten wir es nie soweit geschafft!

Danke an Mutter Erde, Vater Universum, die Schöpfung, an alle Götter, Geister und Spirits, die uns auf unserem Weg begleiten. Danke an die Sonne, das Meer, die Berge, die Wälder und alle die unseren Weg zu dem gemacht haben, der er geworden ist.

Spruch des Tages: Frohe Weihnachten!

 

Höhenmeter: 120 m

Tagesetappe: 10 km

Gesamtstrecke: 6633,37 km

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About the Author:

Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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