Pilgerwägen

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Pilgerwägen

Wer eine längere Reise zu Fuß machen will, hat meist einiges an Gepäck dabei. Gerade wenn dieses etwas schwerer ist, kann ein Rucksack auf Dauer zur wahren Tortur werden, die einem die Freude am Reisen sehr schnell verleidet. Ein Pilgerwagen ist daher eine gute Alternative zum bekannten Backpacking. Er hat den Vorteil, dass man nur noch einen geringen Teil des Gewichtes, das man dabei hat, auch wirklich trägt. Die größte Last liegt auf der Achse auf und muss dadurch nur vorwärts bewegt werden. Auf gerade und fester Strecke spürt man daher bei einem Pilgerwagen mit zwei Rädern nicht mehr als ein bis zwei Kilo auf der Hüfte. Vorausgesetzt natürlich, man hat sein Gepäck gut ausbalanciert. Alles, was direkt auf der Achse aufliegt, ist für den Ziehenden nicht spürbar. Alles, was zwischen der Achse und dem Ziehenden liegt, wirkt sich auf das Gewicht aus, während jedes Gramm, das hinter der Achse lagert sogar eine Erleichterung verschafft. Bei Steigungen wird das Gewicht des Wagens natürlich deutlicher Spürbar, da man nun alles gegen die Erdanziehungskraft anziehen muss. Dennoch ist es gegenüber einem Rucksack auf den meisten Strecken eine Erleichterung.

Rund achtzig Prozent aller Wege, die man als Pilger zurücklegt sind leicht begehbar, so dass man sie mit einem Pilgerwagen gut überwinden kann. Damit auch die übrigen Strecken nicht zum Problem werden, sollte man darauf achten, dass der Wagen große Reifen hat, mit denen man über Hindernisse hinwegrollen kann, ohne dass der Wagen aus dem Gleichgewicht gerät.

Alternativ zu einem zweirädrigen Pilgerwagen gibt es auch Wägen mit nur einem Rad. Diese haben den Vorteil, dass man auch sehr schmale Wege mit ihnen passieren kann. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass sie das Gewicht nicht vollständig neutralisieren, sondern nur einen Teil der Last abnehmen. Dadurch kann man mit ihnen nur kleine Mengen an Gewicht sinnvoll transportieren. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass sie nicht so stabil hinter dem Wanderer herlaufen. Man muss sie daher selbst mit den Händen ausbalancieren.

Egal ob man sich für einen einrädrigen oder einen zweirädrigen Pilgerwagen entscheidet, sollte man darauf achten, dass er mit einer freischwingenden Aufhängung an einem Hüftgurt befestigt werden kann. Ohne einen Hüftgurt muss man ihn die ganze Zeit in den Händen halten und damit stellt er keine Erleichterung mehr da. Ist es fix am Gurt befestigt, führt das dazu, dass man jede Erschütterung und jede Unregelmäßigkeit im Rollen des Wagens in der Hüfte spürt. Wird der Wagen jedoch über ein System mit der Hüfte verbunden, bei dem er frei schwingen kann, so ist der Komfort für den Wanderer ideal.

 

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2015-09-06T14:21:02+00:00

About the Author:

Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.
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