Tag 372: Wettlauf gegen die Zeit

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Tag 372: Wettlauf gegen die Zeit

Tag 372: Wettlauf gegen die Zeit

Die Italiener sind nicht gerade dafür bekannt, die Schnellsten zu sein. Das bestätigte auch noch einmal einer der Pfarrer aus dem Priesterseminar, wenngleich er es nicht auf eine besonders Charmante Weise machte. Als er uns den Weg nach draußen Zeigte hing ich ein wenig hinterher und er meinte zu Heiko: „Dein Freund ist ein richtiger Italiener, so langsam, wie er ist. Sicher, dass er keine italienischen Wurzeln hat?“

Auf der einen Seite war das recht entspannend und gemütlich, auf der anderen Seite konnte es einem aber auch ganz schöne Probleme bereiten. Zum Beispiel dann, wenn man auf ein Paket wartet und die Post ebenfalls versucht einen Rekord in Sachen Langsamkeit zu brechen. Unser Paket mit der Ersatzdeichsel wurde am 24.12. in Postbauer-Heng abgeschickt und befindet sich laut Angaben der Paketverfolgung bereits seit dem 30.12. in der Verteilerstelle in Italien, wo es nun darauf wartet, in die angegebene Postfiliale gebracht zu werden. Langsam wird die Strecke bis dorthin immer kürzer und so müssen wir versuchen unsere Tagesetappen daher so gering wie Möglich zu halten. Gestern bedeutete dies, das wir gerade einmal drei Kilometer zurück legten und dann direkt hinter der Grenze zur nächsten Ortschaft die erste Kirche aufsuchten. Dort konnten wir auch bleiben, mussten jedoch bis um 15:30 Uhr warten, bis wir in den Raum konnten. Bis dahin wanderten wir im Ort herum und versuchten einen Supermarkt aufzutreiben. Die Stadt war ähnlich wie die Städte in Zentralspanien und bot nichts, das irgendwie sehenswert gewesen wäre. Spannend war lediglich, wie sehr die Menschen hier in den Supermärkten betrogen wurden. Bei uns ist es ja schon ein Wahnsinn, welche Schummelpackungen wir vorgesetzt bekommen, doch es gibt immerhin noch einige Gesetze, die das Maß der Trickserei zumindest ein bisschen begrenzen. Hier fanden wir jedoch Mandelpackungen mit einem Inhalt von gerade einmal 70g, die auf die dreifache Größe ausgelegt waren und hauptsächlich Luft enthielten. Bei den Chips war es sogar noch härter. Es gab drei verschiedene Packungsgrößen mit komplett unterschiedlichen Preisen, die jedoch alle drei gen gleichen Inhalt hatten.

Schließlich klarte der Himmel etwas auf, der bis dahin dicht verhangen gewesen war und wir konnten noch ein kleines Schläfchen in einem Park neben einem Fluss machen. Der Fluss war nur ein Rinnsal, doch vor nicht allzu langer Zeit musste hier ein gewaltiger Schwall heruntergekommen sein. Denn die gesamte Uferböschung war weggespült worden. Sogar die Straßenlaternen hatte es umgerissen und der Fahrradweg war zu großen Teilen abgerutscht. Besonders tragisch sah die Stadt das nicht. Reparaturarbeiten gab es keine, dafür wurden aber zur Sicherheit der Passanten rote Flatterbänder aufgehängt.

Unter einer Brücke begegnete uns ein Schwarm grüner Papageien, der offensichtlich dort wohnte. Warum er dort lebte und wie er hier hergekommen war konnten wir nicht herausfinden.

Pünktlich um halb vier machten wir uns auf den Heimweg zu unserem Pfarrhaus, wo es leider wieder keine funktionierende Heizung gab. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir daher eingekuschelt in unsere Schlafsäcke, denn die Sonne war nun wieder verschwunden.

In der Nacht wurden wir immer wieder aus dem Schlaf gerissen. Etwa alle zwanzig Minuten rauschte hinter unserem kleinen Gemeinderaum die Bahn vorbei. Sie war so laut, dass wir jedes Mal reflexartig die Beine anzogen, weil wir Angst hatten, sie würde uns sonst über die Füße fahren. Um halb sechs begann dann das Glockenleuten der Kirche. Ich war hatte eh schon so unruhig geschlafen und geträumt, dass ich bereits vollkommen nassgeschwitzt war. Doch jetzt was es, als stünde jemand mit einer riesigen Pauke direkt neben meinem Kopfkissen und schlüge darauf herum, als gäbe es kein Morgen mehr. Vor Schreck saß ich aufrecht auf meiner Isomatte und wusste nicht was los war. Heiko links neben mir war ebenfalls aufgeschreckt und das obwohl er seine Ohropacks bis zum Anschlag in die Ohren geschoben hatte. Eigentlich hätte sein Trommelfell allein deswegen schon keinen Schall mehr aufnehmen dürfen, weil die Ohrstöpsel so da gegen drückten, das jede Schwingung unmöglich war. Doch die Kirchenglocken waren stärker. Hatte uns der sympathische Pfarrer hereingelegt und uns direkt in der Kirchenglocke schlafen lassen? Das würde jedenfalls einiges erklären.

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Das fieseste war, dass es sich nicht um einen einmaligen Schlag handelte, sondern um das zehnminütige Dauerleuten zu Beginn einer Messe. An Schlaf war nun nicht mehr zu denken. Als das Bimmeln schließlich vorbei war, dösten wir dann doch wieder ein, um dann eine halbe Stunde später erneut vom Lärm der Glocken aus unseren wirren Träumen gerissen zu werden.

Was war das mit diesem Lärm? Warum musste in unserer Gesellschaft alles immer so laut sein?

Über diese Fragen machten wir uns heute auf unserem weiteren Weg noch einige Gedanken. Wir haben uns bereits viel mit der Frage beschäftig, was unsere Nahrung für Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat. Auch den Giftstoffen in Kleidung, Kosmetikartikeln, in der Luft in unseren Wohnräumen und an unserem Arbeitsplatz hatten wir uns bereits gewidmet. Es gibt wissenschaftliche Studien über die Strahlenbelastung, die von Handys, kabellosem Internet, Funkmasten, Mikrowellen und der gleichen ausgeht. Es gibt genaue Untersuchungen zu den Belastungen mit Pestiziden, Herbiziden, Fungiziden und Düngemitteln in unserer Nahrung, wenngleich diese Studien gerne versteckt gehalten werden. Doch irgendwie sind uns all diese Gesundheitsrisiken zumindest teilweise bewusst. Nur über die allgegenwärtige Belastung mit Schallwellen macht sich so gut wie niemand Gedanken. Autolärm in unseren Städten, brummende Kühlschränke in unseren Küchen und in den Restaurants in denen wir abends romantisch Essen gehen, laute Staubsauger, ratternde Züge vor unseren Türen und rauschende Flugzeuge über unseren Köpfen, all das ist für uns bereits so normal geworden, dass wir es nicht einmal mehr wahrnehmen. Wann habt ihr das letzte Mal bewusst darauf geachtet, welche Hintergrundgeräusche euch permanent begleiten. Probiert es einmal aus! Schließt für einen Moment die Augen und horcht einmal nach, ob es wirklich so etwas wie Stille gibt, an dem Ort, an dem ihr gerade sitzt. Ich würde mich fast zu wetten trauen, dass 90% von euch irgend ein Rauschen im Hintergrund haben. In meinem Fall höre ich gerade die Heizung, die Autos, die vor meinem Fenster vorbeifahren und noch irgendein anderes, undefinierbares Brummen, das wahrscheinlich von der Lampe an der Decke kommt.

All diese Geräusche sind künstlich. Sie kommen in der Natur nicht vor und haben daher auch nichts mit unserem natürlichen Lebensrhythmus zu tun. Al Heiko auf seinem Weg als Steinzeitpilger durch Spanien war, traf er einen Reisenden Schamanen aus der Mongolei. Er war ähnlich wie wir ebenfalls mit einer Forschungsfrage aufgebrochen und seine Aufgabe war es herauszufinden, was alle Religionen der Welt gemeinsam hatten. Die Antwort, die er damals fand lautete:

„Stille!“

Der Bestsellerautor Eckard Tolle sagte einmal in einem seiner Vorträge: „Das Wort Gottes ist Stille, alles andere ist eine schlechte Übersetzung. Stille ist es, was die Zen-Buddhisten in der Meditation erreichen wollen, Stille ist die Kernessenz der Gebete von Christen, Juden und Moslimen und um Stille drehen sich auch alle Riten der unterschiedlichsten Völker und Kulturen auf dieser Welt. Die Praxis um dorthin zu gelangen kann sehr unterschiedlich sein und oft werden sogar Musik, Worte oder andere Geräusche benutzt um sich eine Krücke zu bauen. Doch im Zentrum geht es immer darum, so still zu werden, dass man seine eigene innere Stimme, sein höheres Selbst, seine Intuition und vor allem die Stimme des Göttlichen in sich hören kann. Stille bedeutet auch Frieden, Harmonie und Gleichklang. Das heißt nicht zwangsläufig, dass überhaupt keine Geräusche mehr da sein dürfen. Auch in der Natur ist es in der Regel nicht absolut geräuschlos. Doch es gibt eine ruhige Grundstimmung, eine Baseline, die nur dann durchbrochen wird, wenn etwas Außergewöhnliches Stattfindet. Fast alle Tiere können Laute von sich geben, doch außer Singvögel schweigen die meisten von ihnen den Großteil der Zeit. Es wird dann gesprochen, wenn es etwas zu sagen gibt. Wenn eine Notwendigkeit besteht. Nur der Mensch schnattert am liebsten den ganzen Tag. Und Tiere, die in Gefangenschaft leben, wie beispielsweise Wachhunde. Wie oft sind wir bereits an Grundstücken vorbeigekommen, von denen uns die eingesperrten, angeketteten Hunde wie verrückt angekläfft haben. Zeitgleich standen andere Hunde frei auf der Straße und beschnupperten uns neugierig, ohne ein Wort zu sagen.

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Wie kommt es jedoch, dass wir uns eine Welt erschaffen haben, in der Ruhe ein Fremdwort ist? Fast alle unsere modernen Erfindungen verursachen Geräusche, die so in der Natur nicht vorkommen und die uns daher aus unserer inneren Mitte bringen. Wer einmal für nur eine Stunde durch einen Wald wandert, der vollkommen abgeschieden von jedem Zivilisationslärm ist, der wird spüren, dass er mit jedem Schritt auch innerlich mehr zur Ruhe kommt. Das innere Stressgefühl nimmt ab, der Gedankenstrom im Kopf wird ruhiger, der Kreislauf wird harmonischer, die Schritte verlangsamen sich und man kommt automatisch mehr in den gegenwärtigen Augenblick. Geht man die gleiche Zeit jedoch an einer Hauptverkehrsstraße entlang, an der ununterbrochen die Autos an einem vorbeirasen und ständig ein lautes „Wuschhhh“-Geräusch von sich geben, wird der umgekehrte Effekt eintreffen. Der Kreislauf beschleunigt sich, wir werden hektischer, fühlen uns gehetzt, gestresst, wollen möglichst schnell irgendwo ankommen und hängen nach kurzer Zeit nur noch in Gedanken.

Dass die permanente Lärmbelastung nicht ohne Wirkung bleibt kann man an unzähligen Beispielen erkennen. Vor allem in hohem Alter gibt es kaum noch Menschen, die keine Hörprobleme haben. Tinnitus wird mehr und mehr zu einer Volkskrankheit und dass wir eine chronisch gestresste Gesellschaft sind, bei der kaum mehr jemand jemals zur Ruhe findet brauche ich wohl niemandem mehr zu erzählen. Und doch machen wir uns über die Lautstärke in unserer Umgebung nur dann Gedanken, wenn sie ein Ausmaß erreicht, das unerträglich ist. Wer mit einer Kettensäge arbeitet bekommt einen Gehörschutz. Wer neben einer Autobahn wohnt nicht. Lärm ist etwas, an das man sich eben einfach gewöhnt. Man muss sich damit arrangieren, weil er allgegenwärtig ist. Ähnlich wie Funkstrahlung.

Dabei müsste unsere Welt gar nicht so laut sein, wie sie es ist. Seit Jahrzehnten gibt es einen sogenannten Flüsterasphalt, der den Geräuschpegel der Autos um gut die Hälfte reduzieren würde. Er wird an einigen Autobahnabschnitten eingesetzt, sonst aber so gut wie gar nicht. Warum? Warum ist es nicht längst Standard, zumindest alle neuen oder renovierten Straßen damit zu belegen? Wenigstens in Wohngegenden oder Innenstädten müsste der leise Straßenbelag vorgeschrieben sein. Auch gibt es Autos und Motorräder, die mit einem Bruchteil der üblichen Lautstärke die gleiche Leistung erzielen, doch statt uns darüber zu freuen, dass wir mehr ruhe haben, meiden wir diese Fahrzeuge und suchen uns lieber einen mit einem anständigen Sound. Auf unserer Reise haben wir vor allem in den Mittelmeerregionen unzählige Mofas und Motorroller gesehen und gehört, deren Motoren die Leistung zu 90% direkt in Lautstärke umgesetzt haben. Die Zweiräder tuckern mit einer Geschwindigkeit von 30km/h an uns vorbei und machen dabei mehr Lärm als ein vollbeladener LKW. Wie kann das sein? Warum gibt es Umweltplaketten für große Städte, die Autos das Hineinfahren verbieten, wenn sie zu viele Abgase ausstoßen, aber keine Lärmplaketten, mit denen die Dezibelrate begrenzt wird? Ist es nicht mindestens genauso belästigend und gesundheitsschädlich für einen Passanten, wenn ein Motorrad mit 120db an ihm vorbeirauscht, wie wenn er gezwungen ist, die Abgase eines Fahrzeugs ohne Katalysator einzuatmen?

Doch aus irgendeinem Grund haben wir uns an die lauten Störgeräusche bereits so sehr gewöhnt, dass wir fast süchtig danach sind. Wir können die Stille nicht mehr ertragen und wenn wir wirklich einmal einen ruhigen Flecken finden, dann machen wir sofort den Fernseher oder das Radio an um die Stille zu durchbrechen. Warum?

Vor einiger Zeit hat eine Firma, die Staubsauger herstellt, ein Model entworfen, das fast Geräuschlos ist. Es wurde jedoch direkt wieder vom Markt genommen, weil es niemand kaufen wollte. Die Lautstärke war in den Köpfen der Kunden bereits so stark mit der Saugleistung verbunden, dass sich niemand vorstellen konnte, dass dieser Staubsauger wirklich funktioniert. Die Firma brachte dann das gleiche Model noch einmal auf den Markt, baute dieses mal jedoch einen künstlichen Geräuschverstärker ein und sofort wurde das Gerät gekauft. Nichts anderes ist es bei Kettensägen, Laubbläsern und allen Arten von technischen Geräten, die dafür bekannt sind, dass sie viel Lärm verursachen. Es ist absolut möglich, sie so zu konstruieren, dass sie geräuscharm funktionieren, doch es wird nicht gemacht. Nur wenn es ordentlich brummt ist es auch gut.

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Auf diese Weise haben wir uns eine ruhelose Welt erschaffen und wundern uns darüber, dass auch wir ruhelos geworden sind. Wir sehnen uns nach Ruhe und Entspannung, fahren dann aber wieder an Urlaubsorte, in denen es noch lauter ist, als an unserem Arbeitsplatz. Wie wollen wir uns so wieder richtig spüren? Wie wollen wir unsere innere Balance finden? Was ist, wenn uns die permanente Lärmbelastung weitaus mehr zusetzt, als wir es selber glauben? Ist es wirklich ein Zufall, dass Menschen die in nie schlafenden Großstädten leben, so viel öfter unter Stresssyndromen und Burnout leiden als Menschen an ruhigen Orten?

Unsere Herzensstimme ist eine leise Stimme, tief in unserem Inneren, die uns sagt, was für uns gut ist und was nicht. Sie gibt uns bescheid, wenn wir uns überlasten, wenn wir uns selbst ausbeuten und wenn wir uns auf eine Art und Weise verhalten, die uns selbst schadet. Doch wie oft finden wir noch so viel Ruhe, dass wir sie wirklich wahrnehmen können?

Unsere Ohren sind ein wichtiger Teil unseres Frühwarnsystems. In der Natur wären sie die Sinne, die uns darauf hinweisen, dass sich ein großes oder giftiges Tier nähert, dass wir mit unserem Kanu auf einen Wasserfall zusteuern, dass ein Wetterumschwung kommen wird oder dass wir uns aus einem anderen Grund in Gefahr bringen. Doch durch die permanente Reizüberflutung in unserer Zivilisation können wir uns nicht mehr auf sie verlassen. Sie sind darauf trainiert, alles zu überhören und auszublenden, das keinen unmittelbaren Bezug zu uns hat. Nur so ist es überhaupt noch möglich in einer Großstadt zu überleben, ohne wahnsinnig zu werden. Doch der Verlust der vollen Sinneswahrnehmungsfähigkeit ist ebenfalls eine Krankheit. Eine, die so normal geworden ist, dass wir sie nicht mehr wahrnehmen, solange sie nicht übermäßig stark ist. Dann verpassen wir der betreffenden Person ein Hörgerät und damit ist dann in unseren Augen wieder alles in Ordnung.

Doch wie kann man dieser Lärmverschmutzung entgehen?

Ihr permanent den Rücken zuzukehren ist heute wahrscheinlich genauso schwierig, wie der Versuch einer Funkstrahlung zu entkommen. Spätestens wenn man einen Supermarkt betritt ist man von lauten Geräuschen umgeben, die ihren Höhepunkt im hohen Piepen der Registrierkassen finden. Auch dieses Piepen ist dabei deutlich lauter als es sein müsste, denn eigentlich geht es ja nur um die Bestätigung der Kassiererin, dass sie den Strichcode richtig erwischt hat.

Schon oft haben wir uns auf unserer Reise vorgenommen, laute Orte zu vermeiden, doch die Welt ist so voll davon, dass es einfach nicht möglich ist. Zumindest nicht in Europa. Hier bleibt nur die Möglichkeit, immer wieder auf Ruheoasen auszuweichen und sich unter den lauten Plätzen den leisesten zu suchen.

Aber vielleicht geht es ja gerade auch darum. Wieder sensibel zu werden und zu spüren, was einem alles gut tut und was nicht. Aufmerksam zu werden, für die unterschiedlichen Störfaktoren, die zwischen uns und unserer Gesundheit stehen. Und je mehr Menschen diese Sensibilität besitzen und dadurch nach Gleichklang, Ruhe und akustischer Friedlichkeit streben, desto Ruhiger kann unsere Welt auch wieder werden. Es ist wie mit einem Stau. Wir stehen nicht drin, wir sind ein Teil davon.

Spruch des Tages: In der Ruhe liegt die Kraft.

Höhenmeter: 60m

Tagesetappe: 12km bis in den nächsten Ort und dann noch einmal 6km im Kreis

Gesamtstrecke: 6870,37 km

Wetter: Bewölkt und Windig

Etappenziel: Opera Madonnina Del Grappa, 16039 Sestri Levante, Italien

Bewertungen:

 
Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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