Tag 1343: Das Zisterzienser-Kloster

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Tag 1343: Das Zisterzienser-Kloster

Tag 1343: Das Zisterzienser-Kloster

Fortsetzung von Tag 1342:

Ziel unserer Reise war heute das Zisterzienser Kloster von Roscrea, von dem uns bereits einige Pfarrer erzählt haben. Es war ein gewaltiger Komplex, zu dem unter anderem auch eine Eliteschule und ein Gästehaus gehörten. Zum ersten Mal in Irland bekamen wir hier ohne irgendwelche Komplikationen einen Schlafplatz, da das Gästehaus speziell zu diesem Zweck geschaffen wurde.

Klosterfriedhof

Klosterfriedhof

Unsere Gefühle beim Betreten des Komplexes waren dennoch etwas gemischt, denn mit unserer Vorstellung von einem Kloster hatte dies mal wieder sehr wenig zu tun. Vor allem irritierte uns der viele Verkehr, denn obwohl der Tag nicht gerade ruhig gewesen war, fuhren hier auf dem Klostergelände mehr Autos an uns vorbei, als auf der ganzen Strecke zuvor. Die meisten von ihnen waren Luxuskarossen, die auf ein eher gehobeneres Klientel schließen ließen. Später fanden wir heraus, das heute gerade Tag der offenen Tür im College war, an dem sich die potentiell zukünftigen Schüler und deren Eltern ihre neue Schule zeigen lassen konnten.

Klosterhof

Klosterhof

In diesem Rahmen gab es auch eine kleine Klosterführung, die vom Abt veranstaltet wurde und an der auch wir teilnehmen durften. Dabei erzählte er uns einige spannende Hintergründe über das Leben als Mönch und die Entstehun des Mönchstums an sich, die wir für euch im Artikel „Geschichte der Mönche“ zusammengefasst haben. Lustigerweise kam er dabei auch auf das Thema des Aufweichens der Regeln und die Probleme zu sprechen, die es mit sich brachte, wenn ein Kloster zu reich wurde. Er erzählte es als ein Problem aus der Vergangenheit, beschrieb damit aber genau den gegenwärtigen Zustand seines Klosters. Er erwähnte aber auch, dass nicht nur die Franziskaner, sondern alle Orden, die auf den heiligen Benedikt zurück ginge, Gastfreundschaft als einen festverankerten Grundsatz hatten.

Der Speisesaal des Klosters

Der Speisesaal des Klosterss

Jeder Gast, so stand es im Regelwerk festgeschrieben, sollte empfangen werden, als wäre er Christus selbst. Und dies unabhängig davon, welchen Glauben und welche Einstellung er hatte oder aus welchem Grund er eine Unterkunft suchte.

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Spruch des Tages: So ist das mit den guten Vorsätzen.

Höhenmeter. 40 m

Tagesetappe: 14 km

Gesamtstrecke: 25.344,27 km

Wetter: windig, aber trocken und leicht sonnig

Etappenziel: Gemeindesaal der Stadt, Daon, Frankreich

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About the Author:

Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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