Tag 838: Zwiebelanbau

///Tag 838: Zwiebelanbau

Tag 838: Zwiebelanbau

Tag 838: Zwiebelanbau

03.04.2016

Beim Frühstück erfuhren wir noch einige weitere interessante Dinge. Monika und ihr Mann pflanzten einen großteil ihrer Nahrung selber an und ernteten dabei genug, um einen Teil auch noch verkaufen zu können. Was mir zuvor nicht im geringsten Bewusst war, ist dass man mit nur 6kg Zwiebelsetzlingen in einem guten Jahr rung 200kg Zwiebeln ernten kann! Das ist ja der Knaller. Wenn man dann noch ein paar Kartoffelpflanzen hat, kann man sich schon ein komplettes Jahr ernähren, ohne dafür besonders viel Geld und Zeit investieren zu müssen. Wenn man es geschickt angeht, ist ein autarkes Leben also doch nicht so schwer und anstrengend, wie wir es uns vorstellen.

Allerdings kann es natürlich passieren, dass einem das Wetter einen tüchtigen Strich durch die Rechnung macht. Entweder von alleine, weil man einfach ein ungünstiges Jahr erwischt, oder in unseren modernen Zeiten mit etwas Hilfe von namenhaften Konzernen, die sich auf Wettermanipulation spezialisiert haben. Im letzten Sommer war der Regen hier so schlimm, dass es das komplette Gemüse aus dem Feld herausgespühlt hat. Die Kartoffeln mussten dann von der Straße eingesammelt werden, aber ein Großteil war natürlich kaputt. Doch dies war nicht die einzige Wetterveränderung in der letzten Zeit. Früher gab es in dieser Region sowohl richtige Winter als auch echte Sommer. Hier in den Bergen war Schneefall normal, teilweise sogar bis zu zwei Metern. In den letzten fünf bis zehn Jahren kam dies jedoch überhaupt nicht mehr vor. Dafür wurden die Sommer immer kälter und regnerischer. Die zweimonatige Trockenphase, die es früher regelmäßig gab, gibt es nun nicht mehr. Auch der Wind, der heute fast täglich gegen 15:00 Uhr aufkommt und für Abkühlung sorgt, wirkt nicht, als wäre er besonders natürlich. Vor allem, weil man die Uhr danach stellen kann.

Zum Abschied machten wir noch einige Erinnerungsfotos. Es ist schon lange her, dass wir dies das letzte Mal gemacht haben.
Am Morgen war es noch kühl und bewölkt, doch im Laufe des Tages wurde es immer wärmer und schwühler. Am frühen Nachmittag erreichten wir unseren Zielort. Heute hatten wir mit dem Schlafplatz weniger Glück. Am Sonntag hat hier alles geschlossen und einen Gastgeber wie am Vortag gab es hier nicht. Wir bauten unser Zelt daher in einer verlassenen Schäune auf.

Spruch des Tages: Jedes Mal wenn die Sonne aufgeht, beginnt ein neues kleines Abenteuer

Höhenmeter: 10 m
Tagesetappe: 12 km
Gesamtstrecke: 14.828,27 km
Wetter: sonnig
Etappenziel: Umkleidekabine des Fußballplatzes, 58300 Stavrodromi, Griechenland

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Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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