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    Franz

    Geboren 25.07.1985

    Geburtsort Langenhagen

    Beruf Wandermönch, Webnomade

    Größe 1,93 m

    Gewicht 73 kg

    Schrittlänge 85 cm

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    Heiko

    Geboren 12.03.1979

    Geburtsort Neumarkt i.d. Opf., Bayern

    Beruf Survivalexperte, Extremjournalist, Naturheiler

    Größe 1,94 m

    Gewicht 78 kg

    Schrittlänge 93 cm

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Über mich

    Über mich: Franz von Bujor


    Geburt und Kindheit

    Franz von Bujor wurde am 25.07.1985 unter dem bürgerlichen Namen Tobias Krüger geboren. Er wuchs in einem äußerst behüteten Umfeld auf, merkte jedoch bald, dass es hinter des schillernden Seifenblase des konfliktfreien Familienlebens noch mehr geben musste. Leider hatte er keine Ahnung was das war, weshalb er den Wunsch nach Freiheit und Abenteuer zunächst einmal für lange Jahre ignorierte, bzw. ihn in den Freizeitbereich verlagerte. Mit etwa sechs Jahren spürte er zum ersten Mal deutlich den Wunsch, die Welt zu erforschen und in die Fußstapfen der großen Entdecker und Abenteurer zu treten. Ungünstigerweise war er zu diesem Zeitpunkt naiv genug zu glauben, dass er dies dadurch erreichen konnte, wenn er brav zur Schule ging und immer schön sorgfältig seine Hausaufgaben erledigte. Schließlich war die Schule ja ein Ort des Lernens, Forschens und Entdeckens, an dem man gezeigt bekam, wie viel Freude es macht, der Meinung eines Lehrers zu folgen. Trotz seiner Tendenz, sich an seine Umwelt anzupassen und die eigenen Wünsche und Träume zurückzustellen, spürte er bereits jetzt, dass er nicht für ein Leben innerhalb der Gesellschaft geschaffen war. Ohne zu wissen warum, tauchten jedes Mal Stimmen des Protests in ihm auf, wenn beispielsweise erklärt wurde, dass ein Leben ohne Geld heute nicht mehr möglich sei. „Für euch mag das schon stimmen, aber nicht für mich!“ dachte er stets und wusste nie warum.

    Abitur und Studium

    Dass er trotz steter Bemühungen in all den Jahren der Schulzeit nahezu nichts gelernt hatte, merkte er erst nach dem Abitur. Denn jetzt bekam er zum ersten Mal wirklich die Gelegenheit, frei und selbstbestimmt zu lernen. Bis zu diesem Moment war er stets davon ausgegangen, dass es Ziel seines gesellschaftlichen Umfeldes war, ihn so gut wie möglich auf ein freies und selbstbestimmtes Leben vorzubereiten, weshalb er sich diesem gegenüber nun verpflichtet fühlte. Dadurch entstand eine innere Spannung, die er so nicht gewohnt war. Auf der einen Seite wurde nun die Stimme des Abenteuer-Ichs in ihm wieder lauter. Sie forderte klar und deutlich, keinen genormten Berufsweg einzuschlagen, sondern „etwas Sinnvolles“ mit seinem Leben anzufangen. Viel konkreter wurde diese Stimme leider nicht, da es ihr bisher an Informationen fehlte, was ihre Forderung übehaupt bedeutete.

    Zwischenlösung aus Harmoniesucht

    Zur gleichen Zeit forderte das Anpassungs-Ich in ihm, dass er einen „vernünftigen Weg“ einschlagen solle, der seine Mutter zufriedenstellen und stolz machen würde. Als überzeugter Harmonie-Junkey beschloss er daraufhin, den Konflikt dieser beiden inneren Parteien offen austragen zu lassen sondern einen Weg zu finden, um es es beiden recht zu machen. Aus diesem Grund schrieb er sich nach einer kurzen Abenteuer-Auszeit-Phase in einem serbischen Kinderheim für den Studiengang Kulturpädagogik ein. Das Studium war in seinen Augen abstrakt und abenteuerlich genug, um den Anforderungen seiner Herzensstimme zu genügen. Gleichzeitig war es als reguläres Hochschulstudium aber auch solide und „normal“ genug, um die Erwartungen der Eltern zu erfüllen.

    Keine klare entscheidung bringt auch kein Wachstum

    Vor lauter Stolz über diese geniale Kompromisslösung merkte er jedoch schon wieder nicht, dass der Studiengang nahezu inhaltslos war. Erst nach rund drei Jahren stellte er dann so langsam fest, dass er noch immer keinen Schritt weiter gekommen war. Lediglich das Praxissemester in Guatemala stellte hier eine Ausnahme dar. Denn in dieser Zeit bekam er zum ersten Mal die Gelegenheit wirklich eine Erkundungsreise in die Welt zu unternehmen. Er bestieg Vulkane, grillte Stockbrot über einem Lavafluss, lernte verschiedene Maya-Familien kennen und spürte zum ersten Mal, was es bedeutete, sich aus den Fesseln des Gesellschaftslebens und der eigenen Familiensystematik zu lösen.

    Berufswahl und Arbeitsleben

    Nach Abschluss des Studiums versuchte er dieses Freiheitsgefühl erneut zu erlangen. Daraus entstand die Idee, sich selbstständig zu machen, anstatt einen Job in einer festen, bereits vorgegebenen Struktur anzunehmen. Dummerweise gab es da noch immer dieses eine offene Problem: Sein Anpassungs-Ich pochte hartnäckig darauf, niemals eine Entscheidung zu treffen, mit denen seine Eltern nicht einverstanden sein könnten. Aus diesem Grund war der freiste und abenteuerlichste Weg, der in diesem Moment möglich war, der eines Erlebnispädagogen. Immerhin arbeitete man dann mit und in der wilden Natur. Zudem unternahm man auch noch lauter spannende Dinge, wie Klettern, Kanu fahren, Höhlen erkunden, Hochseilgärten erklimmen und Flöße bauen. Zudem bot es die Gelegenheit, durch ganz Deutschland zu reisen und auf diese Weise möglichst wenig zu Hause sein zu müssen, ohne dass dies unangenehm auffiel.

    Gerade als es den Anschein machte, dass er sein Abenteuer-Ich nun auf diese Weise mit einer Anhäufung von Scheinerlebnissen betrügen könne, kam es zu einem wichtigen Wendepunkt. Bei einem Auftrag für ein Jugendtrainingsprogramm in der Eifel, lernte er Heiko Gärtner kennen, der zu diesem Zeitpunkt für den gleichen Anbieter arbeitete. Es reichte ein kurzes Gespräch, und sofort erwachte die Abenteuer-Stimme wieder aus dem Halbschlaf, in den sie die Kompromisslösungen gewiegt hatten. Moment! Gab es da vielleicht doch noch einen kleinen aber nicht unerheblichen Unterschied, zwischen einem Forscher und einem Erlebnispädagogen?

    Während letzterer für die Erfüllung seiner Mission die ganze Welt bereiste, um Antworten auf brennende Fragen zu finden, verbrachte ersterer seine Zeit damit, durch Deutschland zu trampen und die immer gleichen Bespaßungs-Aktionen mit immer neuen Gruppen durchzuführen. Allein der Umstand, dass man sich häufig in Wäldern aufhielt, machte einen ja noch nicht zu einem Naturkundigen. Immerhin wurde man ja durch den bloßen Aufenthalt in einer Bibliothek auch nicht zu einem belesenen Menschen!

    Ausbildung zum Survival-Experten und Wildnislehrer

    So beschloss er, dass es erneut Zeit war, sein Leben zu verändern. Wenn er schon mit Menschen hinaus in die Natur ging, dann wollte er ihnen dabei wenigstens auch wirklich etwas vermitteln können. Zu Beginn des folgenden Jahres machte er daher eine Intensivausbildung bei Heiko Gärtner. Er lernte, wie man ohne Hilfsmittel in der Natur überlebt. Wie man sich orientiert, wie man ein Feuer mit Feuersteinen oder einem Feuerbogen entfacht, wie man tierische und pflanzliche Wild- und Notnahrung findet und zubereitet, wie man sich Schutzunterkünfte, Werkzeug und Küchenutensilien baut, wie man Wasser aufbereitet und wie man wieder mit dem Wald verschmelzen kann, so dass man von den Tieren und Pflanzen als Gast und nicht mehr als Eindringling betrachtet wird. Das Wichtigste jedoch, was er während dieser Zeit lernte, war es, wieder mehr auf seine Abenteuerstimme zu vertrauen. Und diese sagte ihm nun, dass es an der Zeit war, den bisherigen, ziellosen Karriereversuch aufzugeben und als Heikos rechte Hand mit in die Wildnisschule einzusteigen.

    Wildnisschule – Zwischenlösung auf dem Weg in die Freiheit

    Gleich im Anschluss an die Ausbildung zog Franz als Couchsurfer bei Heiko ein und lebte die nächsten drei Jahre in dessen Wohnzimmer. Dabei besaß er nicht mehr, als er in einer violett-türkisen Sporttasche unterbrachte.

    In dieser Zeit bauten die beiden gemeinsam, die noch junge „Wildnisschule Heiko Gärtner“ zu einem gut funktionierenden und erfolgreichen Betrieb aus. Sie leiteten heilpädagogische Kurse für kriminelle, drogenabhängige oder anderweitig problembehaftete Jugendliche, gaben Teamtrainings und Coachings für Firmen und Unternehmen und bildeten Wildnislehrer, Erlebnispädagogen, Waldkindergärtner, Survivalexperten und Naturheiler aus. Für eine Weile schien es, als sei dies nun wirklich das Leben, dass sie von tiefstem Herzen her leben wollten.

    Doch auch dieser Eindruck täuschte und schon bald merkten beide unabhängig von einander, dass noch immer etwas wichtiges fehlte.

    Arbeit als Extremjournalist

    Um herausfinden, was genau dies war, erweiterten sie ihre Arbeit auf andere Felder, die vielleicht erneut einen Umbruch bringen konnten. Gemeinsam mit dem NDR, mit RTL-Exklusiv, mit Pro7 Welt der Wunder und sogar dem japanischen Sender Nippon-TV drehten sie Dokumentation über Survival und Wildnis. Für einen kurzen Zeitraum verfolgten sie zudem den Plan, ein eigenes Seminarzentrum im Altmühltal zu eröffnen.

    Die entscheidende Erkenntnis folgte dann jedoch über einen ganz anderen Weg. Im Winter 2012 machten sie sich gemeinsam mit einem wagemutigen Projekt auf. Als Extremjournalisten tauchten sie in die Rolle von Obdachlosen und lebten mehrere Wochen auf den Straßen verschiedener deutscher Großstädte. Vollkommen anders als erwartet, wurde dies nicht die härteste und entbehrungsreichste Zeit ihres Lebens. Es wurde sondern sogar eine der reichsten und entspanntesten. Die Obdachlosen, mit denen sie dabei in Kontakt kamen, zeigten ihnen unzählige Wege, um locker und leicht auch ohne Geld in unserer Gesellschaft leben zu können. Es fing beim Containern an, bei dem man die weggeworfene, aber vollkommen intakte Ware von Supermärkten aus deren Abfallcontainern rettet. Und es reichte bis hin zu Einrichtungen wie den Tafeln, Wärmestuben und Obdachlosenunterkünften.

    Die Erfahrungen, die sie hier auf der Straße sammelten, wurden zu einem Samenkorn, das später u der Idee heranwuchs, als geldlose Nomaden um die Erde zu ziehen.

    Zunächst jedoch warteten noch weitere Projekte auf ihre Umsetzung. Mit der Bildentour folgte die zweite große Erfahrung als Extremjournalist. Dieses Mal begaben Sie sich in die Rolle von Blinden, bzw. stark Sehbehinderten um herauszufinden, wie es war, mit einem Sinn weniger zurecht kommen zu müssen.

    Einführung in die Welt der Schamanen und Medizinleute

    Ein Anruf an einem kühlen Samstag-Nachmittag brachte schließlich eine weitere Entscheidende Wende ins Leben von Franz Bujor. Einige Jahre zuvor hatte Heiko einen Medizinmann aus Oklahoma kennengelernt, für den er unter aanderem Dokumentationen über Aborigines gemacht hatte. Nun tauchte dieser Medizinmann plötzlich wieder wie aus dem Nichts auf und lud Heiko zu einem Heilertreffen in Österreich ein. Hierbei versammelten sich Heiler aus aller Welt, um das alte, indianische Schamanenwissen wieder zu neuem Leben zu erwecken. „Keine Chance!“ sagte Heiko entschieden, „Ihr seit mit viel zu unheimlich mit euren spirituellen Kräften! Wenn ich mit dabei sein soll, dann nur unter der Bedingung, dass ich jemanden mitnehmen kann, den ich gut kenne, mit dem ich mich austauschen kann und der mir bestätigt, dass ich nicht vollkommen verrückt bin!“

    Der Medizinmann willigte ein und so bekam auch Franz die einzigartige Chance, an diesem Treffen teilzunehmen.

    Nicht ahnend, was ihn erwartete, machte er sich anders als Heiko nicht die geringsten Sorgen über die Konsequenzen dieser Entscheidung. Später sollte sich das einmal wandeln und dann würde er noch zu genüge die Hosen voll bekommen. Aber zu diesem Zeitpunkt ahnte er von nichts. Vieles von dem, was er in dem kommenden Jahr erlebte widersprach allem, was er bislang über die Welt zu wissen glaubte. Doch zunächst waren es nur spannende Ereignisse und ein netter Ausflug in die österreichischen Berge. Erst als der Medizinmann sie eines Abends zu sich rief und ihnen mit wissendem Lächeln alte Tagebücher überreichte, begann er zu ahnen, dass dies erst der Beginn einer langen Reise war.

    Vorbereitung der Weltreise

    Das Tagebuch, das Franz Bujor (oder zu diesem Zeitpunkt noch Tobias Krüger) bekommen hatte, enthielt die Aufeichnungen des Wander- und Bettelmönchs Franz von Assisi. Dieser war viele Jahre lang als Pilger ohne einen Cent durch Europa gereist, um zu Forschen, um in ein tiefes und unerschütterliches Gottvertrauen zu kommen und um seinen Mitmenschen als Heiler und spiritueller Berater zur Seite zu stehen, wo immer es gerade wichtig war. Für Tobias Krüger war nun klar, dass er nicht länger hier verweilen konnte. Er wollte in die Fußstapfen des Mönches treten und ebenfalls die Welt bereisen. Heiko, der zum gleichen Zeitpunkt ganz ähnliche Informationen in den Tagebüchern des alten Apachenscouts „Stalking Wolf“ gelesen hatte, brannte nun für die gleiche Idee.

    Es folgte ein Jahr der Vorbereitung, in dem die Wildnisschule an Nachfolger übergeben wurde, in dem sie Sponsoren und Partner akquirierten, ihre Reiseroute planten, ihre Ausrüstung zusammenstellten und alles für den Start ihres Nomadenlebens am 01.01.2014 vorbereiteten.

    Als Wandermönch auf Weltreise

    Seither ist er gemeinsam mit Heiko Gärtner auf dem Weg, um zu Fuß und ohne Geld um die ganze Welt zu wandern. Zunächst war die Idee mit dem Wandermönch für ihn dabei eher symbolisch. Doch bald schon merkte er, dass weit mehr dahinter steckte, als er es selber je vermutet hätte. All die Jahre seit seinem Studium hatte er bereits mit der Einfachheit eines Mönches gelebt, ohne sich dessen auch nur bewusst zu sein. Nun kamen nach und nach weitere Aspekte hinzu. Er entschied sich für ein Leben im Zölibat und löste seine Konten auf. Schließlich legte er in alter Mönchstradition seinen bürgerlichen Namen Tobias Krüger ab um zu Franz von Bujor zu werden. Alles weitere über die Weltreise brauchen wir euch an dieser Stelle aber natürlich nicht zu berichten, denn das könnt ihr ja in Ruhe in unseren Reisetagebüchern nachlesen.

Vita

    Vita Franz von Bujor


    1985: Geburt und Beginn der Anpassung an Vorstellungen von Eltern und Gesellschaft
    1986: Erlernen der ersten Grundfertigkeit um ein Wandermönch zu werden (Laufens)
    1989: Beginn der Kindergartenzeit – Gesellschaftsanpassung wird akut.
    1990: Fertigstellung des ersten Staudamm-Bauprojektes beim Wanderurlaub im Bayrischen Wald. Das Interesse der Öffentlichkeit an diesem Projekt bleibt jedoch vorerst gering.
    1992-1996: Besuch der Grundschule Stelingen.
    1996-2005: Besuch der Integrierten Gesamtschule Garbsen. Abgeschlossen mit Abitur aber ohne Plan vom Leben.
    2004: Erste Abenteuerreise in die italienischen Alpen. Entstehung einer ersten groben Idee, was ein abenteuerliches und naturverbundenes Leben sein könnte.
    2005-2006: Zivildienst als Heilerziehungspfleger in einer Förderschule für Menschen mit Behinderungen
    Sommer 2006: Praktikum in einem serbischen Kinderheim und Reisen durch Serbien und Montenegro
    2006-2009: Bachelorstudium zum Kulturpädagogen
    Sommer 2008: Praktikum und Erkundungsreise in Guatemala
    Herbst 2009: Ausbildung zum Erlebnispädagogen
    Frühjahr 2010: Ausbildung zum Kletter- und Hochseilgartentrainer
    2010-2011: Ausbildung zum Mediator und Streitschlichter
    Frühjahr 2011: Extrem-Ausbildung zum Wildnislehrer in der Wildnisschule Heiko Gärtner
    2011-2013: Offizieller Dauer-Couchsurfer bei Heiko Gärtner und Mitarbeit in der Wildnisschule. Beginn der Zusammenarbeit mit Heiko.
    2011-heute: Assistenz und Co-Trainer für TV-Projekte für NDR, br, Welt der Wunder, Nippon-TV, RTL-Exclusiv und andere
    Januar 2012: „Das Leben auf der Straße - Obdachlosenprojekt als Extremjournalist
    2012-2013: Teilnahme an regelmäßigen, internationalen Treffen von Medizinleuten und Ausbildung zum Energieheiler Fachrichtung „Presence Healing“ unter der Leitung von Darrel Combs.
    Juli 2012: „Fühl dich ein!“ Blindenprojekt als Extremjournalist
    Sommer 2013: Inoffizielle Ausbildung zum Sauna-Aufgießer in Ungarn
    Oktober 2013: Veröffentlichung des Buches „Krankheiten auf einen Blick erkennen“
    Januar 2014: Beginn des Nomadenlebens und der fünfjährigen Wanderung zu Fuß und ohne Geld durch Europa
    Juli 2016: Ablegung der Identität „Tobias Krüger“ und Beginn des Lebens als Wandermönch in der Tradition des heiligen Franziskus mit dem Namen Franz von Bujor.
    Oktober 2016: Veröffentlichung des Buches „Die natürliche Heilkraft der Bäume“
    Voraussichtlich März 2020: Veröffentlichung des Buches „Burnout ist etwas für Topflappen“
    Voraussichtlich April 2020 bis 2024: Zweiter Abschnitt der Weltreise zu Fuß: Wanderung durch Amerika auf den Spuren der Naturclans.

10 Fragen

    10 Fragen an Franz von Bujor


    Warum hast du dein gesellschaftliches Leben aufgegeben?

    Dass in mir das Herz eines Rebellen schlug, der sich nicht gern in eine Schublade pressen ließ, in die er nicht gehörte, merkte ich schon als Kind. Die Schule war für mich stets vor allem ein Ort, der mich vom Lernen und Forschen anhielt. Ich konnte nicht verstehen, warum ich hier stundenlang auf einem unbequemen Holzstuhl sitzen sollte, um den einschläfernden Worten meiner Lehrer zu lauschen, wo es da draußen doch eine Welt voller Rätzel, Wunder und Geheimnisse gab, die allesamt entdeckt und erforscht werden wollten. Kaum hatte die Schulglocke geläutet, huschte ich auch schon hinaus in die Wälder und nahm alles unter die Lupe, was mir unbekannt war. Unzählige Male schnappte ich mir dabei Würmer, Käfer, Pilze oder Pflanzen und stapfte mitsamt meinen verschlammten Stiefeln in die kleine Bücherei um die Ecke. Voller entsetzen starrte die Bibliothekarin auf meinen Tisch, auf dem dann die Waldbewohner herumkrabbelten, während ich in Büchern nachschlug um herauszufinden, um wen es sich handelte. Doch je älter ich wurde, desto fester wurde der Griff, der mich festhielt und mich in ein Gesellschaftsmuster drängte, das nicht zu mir passte. In meinem Fall war es jedoch schon immer mein Körper, der mir zuerst zeigte, dass ich mich in eine Richtung bewegte, die mich nicht ans Ziel brachte. Während der Schulzeit spürte ich dies bereits durch eine Hirnhautentzündung und eine Nierenkolik. Erstere führte dazu, dass ich nach meinem Schulabschluss zunächst ohne eine Hoffnung auf einen Ausbildungsplatz da stand. Wenn ich ehrlich bin, war dies ja auch genau das, was ich erreichen wollte. Ich wollte ja keinen Beruf erlernen, von dem ich bereits jetzt schon wusste, dass er mir nicht gefallen und mich nicht glücklich machen würde. Natürlich konnte ich mir das damals nicht eingestehen, denn man musste ja schließlich einen sicheren Job haben. Aus diesem Pflichtbewusstsein heraus, gab ich dem Druck nicht nach und überlegte, was das Leben wohl mit mir vor haben könnte, wenn es mich gezielt von einem „normalen“ Beruf abhält. Stattdessen ging ich den Weg des geringsten Widerstandes und nahm den einzigen Job an, den ich trotz der Hirnhautentzündung problemlos bekommen konnte. So wurde ich Auszubildender in der Versicherungsagentur meines Vaters. Ich absolvierte die Lehre, wurde ein fester Mitarbeiter und übernahm schließlich sogar in Kooperation mit meinem Gesellschafter die Leitung. Dabei stellte ich fest, dass ich zwar den Beruf an sich nicht mochte, dass ich aber dennoch ein sehr guter Verkäufer war. Ich entdeckte zwei Talente, die mir das Leben trotz dieses Irrwegs leicht machen. Das erste war meine Beobachtungsgabe. Mir vielen einfach all die kleinen Details auf, über die die meisten Menschen einfach hinwegsehen. Dadurch war ich imstande, jeden Menschen zu lesen wie ein Buch, da wir stets mit Mikrogesten und Antlitszeichen unseren wahren Kern zeigen, auch wenn wir ihn gerne verstecken wollen. Das zweite war die Fähigkeit, dinge plastisch, anschaulich und einleuchtend zu erklären, so dass sie für Jedermann nachvollziehbar wurden und einleuchtend klangen. Damit war ich zum einen in der Lage, jedem Menschen alles anzudrehen, was ich wollte. Versicherungen zum Beispiel. Denn ich konnte zunächst erkennen, was ein Mensch brauchte, oder was er sich wünschte, und konnte ihm mein Produkt dann so erklären, dass es genau zu diesen Bedürfnissen passte. Zum anderen war ich aber auch in der Lage, Menschen wirklich nachhaltig bei Sorgen, Problemen, Ängsten oder Krankheiten zu helfen, da ich zunächst erkennen konnte, was ihnen fehlte und ihnen zudem anschaulich erklären konnte, welche Wege es hinaus gab. So lange ich jedoch bei der Versicherung arbeitete, überwog zwangsläufig die erste Variante und ein wichtiger Teil in mir, wollte nicht zulassen, dass ich mein Talent auf solch eine Weise missbrauchte. Und da die erste Krankheit als Wegweiser nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatte, bekam ich nun in Form eines Tinnitus einen weiteren Hinweis, dass es an der Zeit war, meinem Leben einen Sinn zu geben, der aus mehr als Geld verdienen und Party machen bestand. Diese Beziehung des inneren Taktgebers, der mir immer wieder mit Leiden, Krankheiten oder Schmerzen zu verstehen gab, dass ich von meinem Weg abgekommen bin oder gegen mein eigenes Herz handelte, blieb von da an bestehen. So unternahm ich immer wieder kleinere und größere Schritte, die mich immer näher zu dem führten, was für mich wirkliche Freiheit und Sinnhaftigkeit bedeutete. Ich gab den Job bei der Allianz auf, um Nationalparkranger zu werden, gründete später meine eigene Wildnisschule und arbeitete als Natur- und Wildnisexperte für verschiedene Fernsehsender. Doch je mehr ich versuchte, innerhalb der Gesellschaft meinen eigenen Platz zu finden, ohne mich dabei verbiegen zu lassen, desto mehr wurde mir klar, dass dies nicht möglich war. Ich musste mich entscheiden. Wollte ich weiterhin innerhalb der Gesellschaft leben und die Vorteile, die sie mir bot mit dem Preis meiner Aufrichtigkeit, meiner Gesundheit und meines Lebenssinns bezahlen, oder wollte ich ganz ich sein und dafür akzeptieren, dass ich wohlmöglich alles hinter mir lassen musste, was mein Leben bisher bestimmt hatte? Nun, die Antwort, für die ich mich entschieden habe ist bekannt.

     

    Warum folgst du keinem Beruf mehr?

     

    Unser Wort „Beruf“ leitet sich in seinem Ursprung eigentlich von „Berufung“ ab und sollte daher die Tätigkeit sein zu der man sich „berufen“ fühlt. Unsere Berufung ist das, bei dem unser Herz aus vollem Hals jubelt! Es ist das, was uns bereits am frühen Morgen voller Begeisterung aufstehen lässt, dass das uns antickt, in das wir uns hineinfuchsen können, was und geil macht und unsere Lebensfreude weckt. Leider ist diese Idee einer Tätigkeit als Berufung im Laufe der Menschheitsgeschichte wohl irgendwann verloren gegangen und hat sich ins Gegenteil verkehrt. Unsere heutigen Berufe sind zumeist zwangstätigkeiten, die uns keine oder nur wenig Freude bereiten, die wir nicht tun würden, wenn wir nicht das Geld benötigen würden, das wir dafür bekommen und die uns oft auslaugen, krank machen, nerven oder ankotzen. Hinzu kommt, dass wir mit den meisten Berufen nicht nur uns, sondern auch unserem gesamten Planeten und all seinen Bewohnern schaden. Nahezu alles, was wir heute produzieren, wird mit Hilfe von Chemikalien und Giftstoffen hergestellt, die unsere Umwelt und somit auch uns selbst belasten. Das geht inzwischen soweit, dass wir Jahr für Jahr im Schnitt rund eineinhalb Kilogramm reines Gift über die Nahrung, das Wasser, die Luft und den Hautkontakt zu uns nehmen. Und die gleiche Menge muten wir natürlich auch den Tieren zu. Eine Umfrage in den USA hat ergeben, dass rund 85% aller Menschen ihren Beruf nicht leiden können und bereits innerlich gekündigt haben. Ich selbst brauchte nicht lange in mich hinein zu fühlen um zu erkennen, dass ich eindeutig dazu gehörte. Also beschloss ich, wieder zum Ursprung zurückzukehren und mich zu fragen, was meine wahre Berufung ist. In meinem Fall ist es die Förderung von Heilung und Entwicklung, sowie das Erforschen und Entdecken von Zusammenhängen aller Art.

     

    Warum ist dir ein ortsunabhängiges Leben so wichtig?

    Das Thema Freiheit spielte in meinem Leben schon immer eine große Rolle. Ich lasse mich nicht gerne einsperren, sei es nun räumlich, emotional, geistig oder spirituell. Die Welt ist grenzenlos und ich möchte diese Grenzenlosigkeit auch in meinem Alltag spüren. Außerdem ist unsere Welt viel zu schön und zu vielseitig, um sie sich einfach nicht anzuschauen. Als Webnomade habe ich die Möglichkeit, unseren Planeten als ganzen wahrzunehmen, mit all seinen schönen und unschönen Seiten. Wenn mir etwas gefällt, hält mich nichts davon ab, eine Weile zu bleiben und alles genau zu erkunden. Wenn ich jedoch in Regionen oder an Orte komme, die mir nicht gefallen, dann weiß ich, dass ich bereits nach einem Tag wieder weiter ziehen und wahrscheinlich wieder an schönere Plätze gelangen werde. Mehr noch! Es kommt sogar vor, dass wir Einladungen in Hotels oder Schlösser ablehnen und einfach weiterziehen, wenn wir feststellen, dass uns der Platz nicht gefällt, weil er beispielsweise zu laut ist oder weil die Menschen dort nicht freundlich sind. Wenn man fest an einen Ort gebunden ist, ist man zumindest in unserer momentanen Gesellschaft immer gezwungen, Kompromisse einzugehen. Als Nomade zwingt mich dazu niemand. Ich kann sie eingehen, wenn ich es möchte und wenn ich das Gefühl habe, dass es mir dadurch besser geht. Ich kann mich aber auch stets dafür entscheiden, einfach zu gehen und beispielsweise ein paar Tage in meinem Zelt draußen im Wald zu verbringen. So fällt es mir viel leichter zu erkennen, was mir wirklich gut tut und was mir schadet, als wenn ich in eine feste, gesellschaftliche Struktur eingebunden bin. Aber das ist nur ein Aspekt. Wenn ich längere Zeit an einem Ort bin, habe ich stets das Gefühl zu stagnieren und mehr oder weniger auf der Stelle zu treten. Durch das Wandern haben wir eine tägliche, fest installierte Routine, die dafür sorgt, dass wir immer mindestens zwei oder drei Stunden am Tag den Kopf frei bekommen. So können wir die Dinge einfach wirken lassen und einen gesunden Abstand zu allem bekommen. Das hat uns schon bei vielen schweren Entscheidungen und vertrackten Situationen geholfen. Denn oft zeigt sich, dass eine Lage gar nicht so vertrackt ist, wie man am Anfang meint und dass man die meisten Probleme selbst in seinem eigenen Kopf erzeugt.

    Warum hast du das sesshafte Leben an den Nagel gehangen?

    Ich habe irgendwann in meinem Leben erkannt dass es zwei Arten von Menschen gibt. Die einen könnte man als Platzhüter bezeichnen. Sie fühlen sich vor allem Dann wohl, wenn sie an einem Ort bleiben dürfen und vermissen ihn meist schon, wenn sie für wenige Tage in den Urlaub fahren. Sie lieben es, sich ein gemütliches Zuhause aufzubauen und oftmals haben sie einen persönlichen Bezug zu den Pflanzen, Tieren, Menschen aber auch Gegenständen und Plätzen in ihrer nähe. Sie erschaffen sich gewissermaßen eine kleine Welt rings um ihre Heimat, in der sich die ganze große Welt wiederspiegelt. Diese Menschen sind aus tiefster Seele sesshaft und es bricht ihnen das Herz, wenn man sie herausreist und sie zwingt, irgendwo in die Ferne zu ziehen. Sie bewachen, beschützen und behüten den Platz an dem sie leben, als wäre es ein Teil von ihnen und sorgen so dafür, dass er wächst und gedeiht. Dies ist ihre Art, die Liebe auszudehnen. Dann aber gibt es Menschen, die schon als Kleinkinder spüren, dass sie von einer inneren Stimme hinaus ins Unbekannte gerufen werden. Sie lieben es, Neues zu erkunden und möchten am liebsten jeden Tag woanders sein. Sie länger an einem Platz festzuhalten, ohne dass sie zumindest zwischendurch auf Erkundungstour gehen können, fühlt sich für sie wie ein Gefängnis an und sie haben immer wieder das Gefühl, einfach mal raus zu müssen. Diese Menschen sind vom Herzen her Nomaden und sie finden ihre Lebensaufgabe darin, zu Forschen und neues Wissen einzuholen, das dann von den Sesshaften vertieft und weiterentwickelt wird. In unserer Gesellschaft haben wir für die nomadischen Menschen leider nur noch wenig Platz und oftmals haben wir sogar das Gefühl, dass die beiden Typen miteinander verfeindet sein müssen oder sich nicht verstehen können. Dabei leben sie eigentlich in einer perfekten Symbiose, da jeder den anderen braucht um wachsen und sich entwickeln zu können. Der Nomade, der von vielen Naturvölkern auch als Windmensch bezeichnet wird, läuft ohne den Sesshaften Gefahr, sich zu verlieren und vollkommen unstet, orientierungslos und rastlos zu werden. Der Sesshafte, den man auch als Erdmenschen bezeichnen kann, schwebt ohne den Nomaden hingegen immer in der Gefahr, zu stagnieren und in alten, eingefahrenen Mustern hängen zu bleiben. Keiner der beiden Typen ist besser oder schlechter als der andere und keiner der beiden Lebenswege ist richtiger oder falscher. Die entscheidende Frage, die man sich jedoch stellen und ehrlich beantworten muss lautet: „Zu welchem Typ gehöre ich?“ Nur wenn man das weiß, kann man sich auch fest und zweifelsfrei für seinen Lebensweg entscheiden. In meinem Fall habe ich für mich erkannt, dass ich ohne jede Frage ein Windmensch, also ein Nomade bin, der an einen Ort gebunden langfristig eingehen würde. Das ist nicht erst seit kurzem so, sondern begleitet mich bereits mein ganzes Leben. Als Kind war ich ständig mit meinen Judo-Tournieren unterwegs. Später habe ich dann im Außendienst der Versicherung gearbeitet und jährlich viele tausend Kilometer in ganz Bayern zurückgelegt. Dann habe ich während meiner Fortbildung in einem Bulli gelebt und als Wildnisschulleiter war ich wieder mehr unterwegs, als ich zuhause war. All dies waren keine bewussten Entscheidungen, es hat sich einfach ergeben, weil etwas in mir schon seit jeher nomadisch leben wollte. Wenn ihr auf euer eigenes bisheriges Leben zurückblickt, könnt ihr nach ähnlichen Mustern suchen, die euch verraten, ob ihr Nomaden oder Sesshafte seid. Wenn ihr das wisst, müsst ihr nur noch danach leben und ihr werdet merken, dass sich allein dadurch vieles wandeln wird.

     

    Was hat dich motiviert, dein Leben so drastisch zu verändern?

    Einer der Hauptgründe, warum wir uns häufig nicht dafür entscheiden, unseren Traum zu leben, sondern irgendwelchen Kompromisslösungen anhaften, ist unsere Trägheit. Wir Menschen neigen dazu, weiter in dem Zustand zu verharren, in dem wir uns gerade befinden. Wenn wir wissen, dass wir gerne am Meer leben möchten, aber in einer Stadt im Binnenland leben, dann ziehen wir oftmals nicht um, weil wir uns unsicher sind, was dann auf uns zukommt. Wir haben Angst vor dem Unbekannten und ziehen daher ein bekanntes Leid einer unsicheren Aussicht auf Glück und Freude vor. Gedanken wie: „Hier kenn ich mich wenigstens aus! Was ist, wenn es da noch schlimmer wird? Da habe ich ja nicht einmal Freunde!“ halten uns oft von den wichtigsten Lebensentscheidungen ab. So ging es auch mir. Ein Teil von mir hatte sich längst damit angefreundet, einen gut bezahlten Job bei der Versicherung zu haben, und mein Leben in den Freizeitbereich zu verlagern, oder später auch als Wildnismentor zu arbeiten. Doch hatte ich stets einen inneren Motivator, der mir sofort mitgeteilt hat, wenn ich meinen Lebensweg verlassen oder gegen mich gehandelt habe. In meinem Fall bestand er aus einem Leidenskörper in Form des Tinnitus und anderer Krankheiten, oder Einschränkungen, die immer dann spürbar wurden, wenn ich mich der Bequemlichkeit hingab und gegen meine Intuition also meine Herzensstimme handelte. Einen solchen inneren Motivator besitzt theoretisch jeder, doch haben wir ihn zum Teil so tief in uns vergraben, dass er kaum mehr reagiert, so dass wir mitunter Jahrzehnte in die falsche Richtung laufen können, ehe wir es bemerken. Oder aber wir verstehen den Hinweisgeber nicht und halten unser Leiden für etwas böses oder willkürliches, das und von außen trifft, ohne dass wir einen Bezug dazu haben. In beiden Fällen ist es oft schwierig, sich aus einer unangenehmen Situation zu befreien, weshalb es oft hilfreich ist, sich dann einen Partner zu suchen, der diesen Part mit übernimmt.

    Warum willst du gerade ausgerechnet zu Fuß unterwegs sein?

    Reisen bedeutet für mich in erster Linie, die Welt aus verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen. Wenn ich in einem Auto sitze oder auch auf einem Fahrrad, und mit hoher Geschwindigkeit durch die Landschaft flitze, dann verpasse ich viele wichtige Details, die mir helfen, die Zusammenhänge zu erkennen. Mit einem Verkehrsmittel unterwegs zu ein, ist in meinen Augen ein bisschen so, wie sich einen Film anzuschauen, während man auf vorspulen drückt. Natürlich ist es praktisch, weil man eine Menge Zeit spart und einen Film, der normalerweise zwei Stunden dauern würde auf gerade einmal 15 Minuten zusammen stauchen kann. Und klar, man bekommt auch beim Vorspulen einen Eindruck davon, worum es in dem Film geht. Man sieht die Charaktere, erkennt ob es eher ein Liebesfilm oder ein Actionthriller ist und man weiß wahrscheinlich sogar, wie er ausgeht. Aber trotzdem hat man vieles verpasst, was den Film als solches ausmacht. Um ihn wirklich wahrzunehmen, den Handlungssträngen und Charakterentwicklungen zu folgen und um den Spannungsbogen mitzuerleben, benötigt man einfach Zeit. Und diese Zeit nehme ich mir beim Wandern.

    Warum lebt ihr ohne Geld?

    Bereits seit vielen Jahren vor unserer Weltreise kam in mir immer wieder die Frage auf, ob es nicht viel leichter und angenehmer wäre, wenn man dieses lästige Papier, das man weder essen noch trinken kan und das nicht einmal gut genug brennt um einen im Winter wärmen zu können, einfach weglässt und sein Leben ohne lebt. Wenn man bedenkt, dass wir Geld in unserer Gesellschaft zu einer Art Gott gemacht haben, dem wir hörig sind und für den wir bereit sind uns selbst und andere zu schädigen, ja sogar zu töten, dann musste das doch etwas sehr Befreiendes haben, oder etwa nicht? Ich habe in meinem Leben viele Stunden in den Wäldern verbracht und dabei die verschiedensten Tiere beobachtet. Keines von ihnen war jemals gestresst, sorgenvoll oder ängstlich in Bezug auf die Zukunft oder die Sicherung seiner Existenz gewesen. In den isländischen Felsen hatten tausende von Vögeln friedlich nebeneinander auf engstem Raum in den Höhlen der Klippe gelebt und kein Einziger von ihnen hatte Miete zahlen müssen. Kein Eichhörnchen war jemals in Sorge, nicht all seine verbuddelten Nüsse wieder zu finden, da sich seine Arbeit dann finanziell nicht mehr rechnen würde. Kein Fuchs machte sich Gedanken darüber, ob er genug Geld verdiente um sich am Abend eine saftige Maus leisten zu können. Würde man eine Kiste mit einer Milliarde Euro mitten in einen Wald kippen und jedes einzelne Wesen einladen, sich so viel zu nehmen, wie es wollte, würde man das Geld auch nach Monaten noch weitgehend unverändert vorfinden. Vielleicht hätte der Wind es ein wenig zerstäubt und vielleicht hatten einige Vögel ein paar Scheine als Nestbaumaterial mitgenommen, doch sonst hätte Niemand ein Interesse daran. Nur wir Menschen würden uns mit einer Gier darauf stürzen, die uns sogar dazu bringen kann unsere besten Freunde kaltblütig abzustechen, wenn wir Gefahr liefen, leer auszugehen. Ist das nicht vollkommen absurd? Um wie viel einfacher konnte unsere Welt sein, wenn wir uns wieder auf das gleiche System berufen, dass auch die Tiere des Waldes in friedlicher Koexistenz zusammenhielt? Je mehr ich darüber nachdachte, desto sinnvoller schien mir der Verzicht auf unser modernes Zahlungsmittel zu sein und so beschlossen wir schließlich, es einfach mal auszuprobieren. Und ich kann sagen, dass wir sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben, die ich nur jedem weiterempfehlen kann. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, das Geld wirklich vollkommen zu boykottieren, sondern viel mehr zu erleben, dass man auch dann nicht stirbt, wenn man keines hat. Uns hat diese Erfahrung geholfen, den Wert von Geld wieder in die richtige Position zu rücken. Es gab Phasen in meinem Leben, da bin ich dem Geld hinterher gejagt, wie ein Junkie seinem nächsten Schuss, der ihm die Erlösung bieten soll. Und dann wieder gab es Phasen, da habe ich es verteufelt und ihm die Schuld an allem Übel dieser Welt gegeben. In Wahrheit aber ist es weder das eine, noch das andere. Es ist ein Zahlungsmittel, weiter nichts. Es ist ein Werkzeug, mit dem Man sowohl erschaffen als auch zerstören kann ebenso wie mit einem Messer oder einem Hammer. Man muss lediglich die Entscheidung treffen, wie man es einsetzen möchte. Und man muss erkennen, dass es einem anders als wir es uns oft erhoffen, niemals Sicherheit geben kann. Wenn wir eines erkannt haben, dann dass ein Mensch mit viel Geld, genauso schnell als Obdachloser auf der Straße landen kann, wie ein Mensch mit wenig Geld. Was es einem gibt, ist Freiheit. Es ist ein Werkzeug, dass einem in unserer Gesellschaft Türen zu neuen Möglichkeiten eröffnet, die man ohne oftmals nicht hat. Aus diesem Grund ist es in meinen Augen so wichtig, seine innere Beziehung zu dem Mittel „Geld“ zu klären und zu bereinigen. Und für eine gewisse Zeit oder für den einen oder anderen auch mal für ein Leben ohne auszukommen ist da sehr hilfreich und wertvoll.

    Wie sieht ein "typischer Tag" bei euch aus?

    Das schöne daran, vollkommen frei unterwegs zu sein und keinerlei Verpflichtungen zu haben, ist es, dass man sich diese Frage jeden Tag wieder neu stellen und anders beantworten kann. Natürlich haben wir gewisse Routinen und Rituale, die wir versuchen jeden Tag einzuhalten. Dazu gehört unsere tägliche Wanderung, unser Work-Out, unsere Erschaffungszeit, in der wir an Büchern, Projekten oder Forschungsthemen arbeiten, unsere Essenszeremonien, der Film-, bzw. Serienabend, die Massage und Entspannungszeit und die Meditations- und Visualisierungs-Phasen. Doch all dies tun wir weil wir es tun wollen und nicht, weil wir dazu verpflichtet sind. Wenn ein Tag einmal anders aussieht und es beispielsweise etwas spannendes zu entdecken gibt, dann fällt vielleicht die eine oder andere Routine aus und wird durch etwas spontanes ersetzt. Das kann eine Höhlenerforschung im Balkan, ein Ausflug in ein Skigebiet, ein Besuch in einer Therme oder auch einfach ein Nachmittag am Strand oder auf einer Blumenwiese sein. Vielleicht ist es auch nur ein lustig schillernder Regenwurm am Wegesrand, den man auf eine mehrstündige Fotosession einlädt. Jeder Tag ist neu und jeder bringt seine eigene Qualität mit sich. Was aber wiederum nicht bedeutet, dass nicht auch gerade die Tage, die vollkommen ruhig und absolut „typisch“ verlaufen, besonders schön sein können.

    Welche Ängste haben dich davon abgehalten loszugehen?

    Das was mich am stärksten blockiert und davon abgehalten hat, nicht schon deutlich früher aufzubrechen, waren vor allem Existenzängste, Versagensängste und Schuldgefühle. Konnte ich wirklich frei als Nomade leben? Reichten meine Fähigkeiten dafür aus? Was war, wenn ich krank wurde und kein Geld hatte um mich behandeln oder heimbringen zu lassen? Wie würden meine Eltern auf mein Fortgehen reagieren? Konnte ich ihnen das wirklich antun? Diese und viele weitere Zweifel spukten fast ständig in meinem Kopf herum. Kurioser Weise bestand auch eine meiner Hauptängste darin, keine medizinisches System mehr zur Verfügung zu haben. Aus irgendeinem Grund hatte die weiße Medizin es geschafft, dass ich zu tiefst glaubte, dass ich ohne sie nicht leben könnte. Wie hatte sie das geschafft? Bereits aus meiner Versicherungszeit wusste ich noch, dass jeder zweite Deutsche an den Folgen von Herzkreislauferkrankungen und jeder 4 Deutsche an einem Krebsleiden stirbt. Weltweit verstirbt sogar alle 10 Sekunden ein Mensch an Diabetes. Wie sollte ich also da ohne Medizin behütet durchs Leben kommen? Auf der einen Seite wusste ich natürlich, dass es gerade der Stress des Arbeitslebens und der nervenaufreibenden Gesellschaftsstrukturen war, der diese Todesfälle auslöste. Und doch hatte ich Angst, dass es mich gerade aufgrund meines Ausbrechens treffen könnte. So schloss ich also im voraus eine fünfjährige Auslandsreisekrankenversicherung ab. Sicher ist sicher. Es konnte schließlich alles passieren! Interessanterweise war es jedoch gerade die Auslandsreisekrankenversicherung selbst, die mich beruhigte und mir sagte, dass ich mir hier viel zu viele Sorgen machen brauchte. Denn erstaunlicherweise kostete die Krankenversicherung, die rein für Langzeitreisende gedacht war, gerade einmal ein Zehntel von dem, was ich zuvor für meine reguläre Krankenversicherung bezahlt hatte. Wie war diese Differenz möglich, wenn die Versicherungsbetreiber nicht ganz genau wussten, welche Faktoren für die häufigsten Krankheiten verantwortlich waren, und dass diese bei Reisenden fast immer ausgeschaltet wurden, so dass das Erkrankungsrisiko etwa um das zehnfache geringer war. Hinzu kam, dass ich dem Schulmedizinischen System eigentlich gar nicht vertraute, da ich ja aus erste Hand wusste, dass es sich bei den hier verwendeten Methoden in den meisten Fällen um eine reine Symptombehandlung handelte, die langfristig keine Heilung sondern eher eine Verschlimmerung brachte. Doch auch die Angst vorm Verhungern, Verdursten, vor der Kälte und vor der Einsamkeit lagen wie riesige Steine in meinem Weg. Aus diesem Grund war es für mich so wichtig gewesen, langsam anzufangen und einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Ein Monat in Polen zu leben und der Kälte trotzen zu können, brachte eine enorme Beruhigung mit sich. Ebenso meine drei Monate als Steinzeitpilger. Als wir dann bei der Obdachlosentour noch erkannten, dass man in unserer Gesellschaft unmöglich verhungern konnte, wenn man die vielen Angebote nicht mit der Fliegenklatsche abwehrte, da war für mich klar, dass ich nun langsam bereit für den wirklich großen Schritt in die Freiheit war.

    Wie habt ihr euch auf die Reise vorbereitet?

    Wichtig für ein Leben als digitaler Nomade ist es, dass man nichts einfach übers Knie bricht, sondern sich genug Zeit zum Vorbereiten und Planen nimmt. Denn alles, was man sich bereits in dieser Vorbereitungszeit aufbauen kann, macht einem später das Leben leichtet. Viele der Tricks und Kniffe, mit denen man ein Onlinebusiness als Webnomade aufbauen kann, waren uns zu unserem Reisestart noch vollkommen unbekannt. Andernfalls wären wir durchaus noch einmal anders an die Sache herangegangen und hätten uns damit noch einmal vieles erleichtert. So gelang es mir, uns dank meiner Zeit bei der Versicherung und dank meiner noch immer existierenden Wildnisschule ein finanzielles Sicherheitspolster aufzubauen, das durch die Vermietung und Verpachtung meine alten Wohnung und der Wildnisschule gespeist wurde. Es war ein Polster, das wir nicht anrührten, auf das wir aber stets im Notfall hätten zurückgreifen können. Doch darüber hinaus starteten wir relativ blauäugig in unser neues Leben. Der Blog, den wir uns einrichteten, war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als ein reines Reisetagebuch, das von unseren Freunden und Verwandten gelesen wurde. Es brachte uns aber weder Geld noch andere Vorteile ein. Dahingegen profitierten wir von meinem Bekanntheitsgrad als Survivalexperten, wodurch es uns gelang, eine Reihe von Sponsoren für uns und die sozialen Projekte zu gewinnen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir einige Punkte vor unserer Reise vollkommen richtig angegangen sind und andere wichtige vollkommen außer acht gelassen haben. Wichtig war es, die Kooperation mit den Hilfsprojekten aufzubauen um unserer Reise so einen Sinn und einen offiziellen Charakter zu geben. Dadurch und durch unsere Medienpräsenz konnten wir die Sponsoren ins Boot holen, die uns unter anderem mit einem Großteil unserer Reiseausrüstung versorgten. Was noch wichtig gewesen wäre, um mit noch mehr Leichtigkeit als Webnomaden reisen zu können, ist es, gleich von Vornherein ein sinnvolles Konzept für eine Onlinepräsenz zu entwickeln, zu dem auch die Frage gehören sollte, wie sich mit einer solchen Homepage Geld verdienen lässt. Wir haben hier vor allem gute Erfahrungen mit Affiliate-Marketing und dem Schreiben von bezahlten Artikeln gemacht. Desweiteren war es wichtig, die alten Projekte abzuschließen, sich um eine günstige Reisekrankenkasse zu kümmern, alle unnötigen alten Verträge zu kündigen, sich eine kostenlose Kreditkarte und ein kostenloses Girokonto zu besorgen und vor allem die Reiseausrüstung gut zu planen und zu strukturieren.

Meine Aufgaben

    Meine Aufgaben


    Innerhalb unserer Herde übernimmt Franz folgende Aufgaben:
    - Navigator und Wegstreckenfinder
    - Schlafplatzorganisator
    - Essensbeschaffer
    - Blogberichtschreiber
    - Blogberichteinsteller
    - Koordinator zum Programmier-Team
    - Komplexe-Sachverhalte-verständlich-macher
    - Geschirrspüler und Tellerwäscher
    - Kamera-Rucksack-Träger
    - Sponsoren-Auftreiber
    - Spanisch-und-Französisch-Dolmetscher
    - Erlebnisgalaxie-Listen-auffüller
    - Kleidungs-Flicker
    - Pizza-Teig-Kneter
    - Essen-Kocher und Fleisch-Bräter - Luftmatratzen-Aufpuster

Bücher Filme

    Bücher Filme:


    Gruppendynamik für Blödies

    Aufbauend auf die langjährige Erfahrung als Teamtrainer, Erlebnispädagoge und Gruppencoach entstand 2011 ein Lernordner mit Gruppendynamischen Spielen und Aufgaben, der als Unterrichtsmaterial für Lehrer an Schulen verkauft wurde. Später wurde dieser Lernordner noch einmal in ein Buch umgewandelt, dass seither als e-Book in PDF-Form gegen eine Spende für jeden frei verfügbar ist. Das Besondere an dem Buch ist, dass es an den Lern- und Wachstumsprozess einer Gruppe angepasst ist. Von vorne nach hinten steigert sich also der Schwierigkeitsgrad der Übungen in dem Maße, in dem sie auch die Qualitäten und den Zusammenhalt der Gruppe, sowie die Fähigkeiten jedes einzelnen fördern. Daraus ergibt sich ein roter Faden, anhand dessen man seine Gruppe gezielt so führen kann, dass jeder sein eigenes Potential erkennt und für sich selbst wie auch für die Gruppengemeinschaft einzusetzen versteht.

    Draußen: Geschichten vom Rand der Gesellschaft

    Dank der großen Medienaufmerksamkeit die das Obdachlosenprojekt im Winter 2012 einbrachte, trat die Münchner Verlagsgruppe auf die beiden Extremjournalisten zu, mit der Bitte, an einem Sammelband über Menschen am Rande der Gesellschaft mitzuschreiben. Dabei sollte es im das direkte erleben von Lebensbereichen gehen, die einem gewöhnlichen Menschen normalerweise verborgen bleiben und in die sich die meisten von uns nur schwer hineinversetzen können. Die übrigen Beiträge in diesem Werk stammten unter anderem von Günther Wallraff und Detlef Vetten. Im Kapitel „Obdachlos im Winter des Geldes“ berichten Heiko und Tobias von ihren Erfahrungen in Frankfurt am Main, als sie unter anderem mit Langzeitdemonstranten, Obdachlosen und Drogenabhängigen aus der Straße lebten.

    Krankheiten auf einen Blick erkennen

    2013 brachten Heiko Gärtner und Tobias Krüger ihr erstes gemeinsames Grundlagenwerk im medizinischen Bereich heraus. Es trägt den Titel „Krankheiten auf einen Blick erkennen“ und beschreibt verschiedenste Techniken der Antlitzdiagnose und der Körperdiagnose. Dabei geht es jedoch nicht nur um das Erkennen der Krankheiten selbst, sondern auch um das Aufspüren und Auflösen der Krankheitsursache. Dadurch ermöglicht einem das Buch, selbst mehr Verantwortung für den eigenen Heilungsprozess zu übernehmen und es hilft sowohl Laien als auch Therapeuten und Doktoren bei der Anamnese und Beratung ihrer Patienten.

    Die natürliche Heilkraft der Bäume

    Im dritten Jahr ihrer Weltreise schrieben die beiden Abenteurer gemeinsam ihr nächstes Buch. Dabei ging es dieses Mal um die ersten Lernschritte, die junge Kinder in Naturclans machen, wenn sie zu Schamanen oder Medizinleuten ausgebildet werden. Das Buch selbst ist daher ein Leitfaden mit deren Hilfe man die Natur als Mentor und Lehrmeister annehmen und so zum einen die eigenen Sinne trainieren und zum anderen die eigene Heilkraft stärken kann. Es ist somit die erste Schamanenausbildung in Buchform die bis dato im deutschen Sprachraum entstanden ist.


    Zeitschriftenartikel


    Darüber hinaus hat Franz Bujor Artikel für folgende Zeitschriften und Onlinemagazine verfasst: Neues Deutschland
    Wilder Leben
    Grünvoll
    Bergzeit Magazin
    Focus Online

Meine Vision

    Meine Vision


    Ich träume von einer Welt, in der jeder vollkommen Frei seinem Herzen folgt und genau das tut, was ihn erfüllt und bereichert. Eine Welt, in der wir uns frei und uneingeschränkt bewegen können, ohne durch Staatsgrenzen aufgehalten zu werden. Wir erkennen, dass wir keine Einzelwesen sind, die für sich alleine ums Überleben kämpfen müssen, sondern ein Teil von Gott und zugleich ein Teil eines lebendigen, intelligenten Planeten. Auf diese Weise beginnen wir ganz natürlich, einander und auch unsere Umwelt zu achten, zu ehren und zu schützen, weil wir wissen, dass wir uns damit letztlich uns selbst kümmern. Wir beginnen unsere Potentiale vollkommen auszuschöpfen und zum Wohl des Ganzen einzusetzen, so dass wir in einer Welt voller Herzlichkeit, Wohlstand, und Liebe, aber auch voller Abenteuer und Magie leben.

Meine Wünsche

    Meine Wünsche


    Ich wünsche mir, dass ich nach und nach all meine Ängste ablegen und so vollkommen in meine Kraft und in eine innere Freiheit komme. Ich möchte zu einem Schüler der Natur werden, der jede Lektion mit Freude und Begeisterung annehmen kann und so stetig über sich hinaus wächst. Dadurch komme ich immer tiefer in das Allbewusstsein und erkenne mich selbst im Innen wie im Außen. Ich komme in eine tiefe Verbindung mit mir, mit meinen Gefühlen und mit allen Wesenheiten der Natur. Gleichzeitig möchte ich alle Blockaden ablegen, die mich davon abhalten, voll und ganz zu mir zu stehen, meine Gefühle und Gedanken klar zu äußern und stets ehrlich und offen zu sein, so dass ich für mich selbst eintreten und gleichzeitig andere auf ihrem Weg weiterbringen kann.

    Ich möchte tiefer in die Magie der Welt eintauchen und ihre Grenzenlosigkeit erkennen. Dabei möchte ich stets neue Geheimnisse erforschen, neue Welten entdecken und die Wunder dieser Erde mit allen Sinnen erleben.

Über mich

    Über mich: Heiko Gärtner


    Kindheit und Jugend

    Heiko Gärtner wurde am 12. März 1979 in Neumarkt geboren und wuchs in einem kleinen Örtchen namens Postbauer-Heng auf. Seine Mutter, die zuvor als Damenschneiderin gearbeitet hatte, widmete sich nach seiner Geburt gänzlich der Erziehung von Heiko und seiner größeren Schwester, während der Vater, der zunächst als Buchhalter gearbeitete hatte, die Leitung einer Generalagentur der Allianz übernahm. Dies ermöglichte es Heiko, recht behütet und unbeschwert aufzuwachsen, und sich bereits in frühster Kindheit der Erkundung der Welt um sich herum zuzuwenden. Dabei eignete sich auch eine Reihe neuer Fähigkeiten an. Vor allem Sprechen und Laufen erwies sich dabei als praktisch. Doch gerade als er beides richtig gut beherrschte und sich sicher war, dass seiner Freiheit und seinem Erkundungsdrang nun nichts mehr im Wege stand, bekam er einen jähen Dämpfer versetzt. Er kam in eine Einrichtung namens Kindergarten, in der nun plötzlich alles geregelt und vorgegeben war. Hier konnte er nicht mehr einfach im Schlamm spielen, wenn er im Schlamm spielen wollte. Denn für alles gab es nun Zeiten und Regeln, die sich mit dem Wechsel in die Schule noch verstärkten. Anstatt das die Welt und Leben mit all ihren Geheimnissen erkunden zu können lernte er nun andere Dinge, von denen die Erwachsenen glaubten, dass sie für unsere Gesellschaft wichtiger waren. Dazu gehörte zum Beispiel, dass es gut und wichtig war, sich Sorgen zu machen. Wenn man sich Sorgen machte, war man eigentlich immer auf der richtigen Seite. Und das Beste daran war, das man sich eigentlich über alles Sorgen machen konnte, ohne Gefahr zu laufen, dabei einen Fehler zu machen. Von einigen Ärzten lernte er dabei, dass es gut war, sich zu sorgen, ob man sich denn auch richtig entwickelte. Schließlich könnte man ja jederzeit zu groß oder zu klein, zu dick oder zu dünn für sein Alter sein. Von seiner Mutter lernte er, dass man stets besorgt sein sollte, ob man genügend zum Essen hatte, während die Sorge seines Vaters eher der Frage galt, ob man auch stets genügend Geld zur Verfügung hatte. Damit wären wir auch schon bei der zweiten wichtigen Lektion, über die sich alle Welt einig zu sein schien: Geld ist wichtig! Ohne Geld geht gar nichts! Nicht einmal die Erde dreht sich, wenn wir nicht dafür sorgen, dass sie regelmäßig dafür bezahlt wird. Geld war, wenn man es so wollte, der eigentliche Mittelpunkt und der Sinn des Lebens. Wenn man etwas nicht für Geld machte, dann konnte man es eigentlich auch gleich ganz bleiben lassen, denn dann war es ja eh nichts wert. Das Wichtigste war also, einen guten Schulabschluss zu erreichen, mit dem man einen guten Job bekommen konnte, der einem dann das nötige Kleingeld zum Überleben oder Leben einbrachte. Von dieser Warte aus betrachtet war das Leben ja eigentlich ganz einfach aufgebaut. Man musste lediglich tun, was einem gesagt wurde und zu allem eine gute Miene machen. Einer der wenigen Bereiche, die hierbei eine Ausnahme zu sein schienen, war der Sport. Hier kam es plötzlich nicht mehr darauf an, stets den möglichst sichersten Weg zu gehen, sondern die beste Leistung zu erzielen. Dabei war es dann auch wieder erlaubt, mit verschiedenen Techniken zu experimentieren und selber Dinge herauszufinden. Dies faszinierte Heiko und so probierte er im Laufe seiner Kindheit nahezu jede Sportart aus, die er irgendwo finden konnte. Die meisten verwarf er jedoch nach kurzer Zeit wieder. Lediglich der Kampfsport bildete dabei eine Ausnahme, denn dieser begeisterte ihn so sehr, dass er viele Jahre lang intensiv Judo trainierte und später sogar andere Kinder ausbildete. Er kämpfte dabei im nationalen und internationalen Kader und gewann mehrere Preise und Auszeichnungen.

     

    Ausbildung und Berufsleben

    Doch Heiko war nicht der Typ, der seine Gefühle einfach unterdrückte und sich selber einredete, dass er in einem System glücklich werden würde, dessen Sinn er nicht erkennen konnte. Die Frage, welchen Beruf er wählen sollte ließ ihn regelrecht verzweifeln, denn es schien einfach keine zufriedenstellende Antwort darauf zu geben. Erst deutlich später erfuhr er, dass er damit nicht alleine war. So zeigen Studien, dass in Europa und in den USA rund 85 Prozent der Menschen mit ihrem Job unzufrieden sind und ihre berufliche Tätigkeit nicht mögen oder sogar hassen. In China und Japan sind es sogar 94 Prozent.

    Der scheinbar unlösbare Konflikt in seinem Kopf überlastete seine Schaltkreise und er bekam einen Kurzschluss in Form einer Hirnhautentzündung. Dies führte dazu, dass er sich schließlich für den einzigen noch möglichen Weg entschied und einen Ausbildungsplatz in der Versicherungsagentur seines Vaters annahm. In den kommenden Wochen, in denen seine Ausbildung immer mehr zur Routine wurde, musste er sich eingestehen, dass er genau dort stand, wo er nie hatte stehen wollen: Er war im Begriff, sich in einen Beruf einzufügen, den er nicht mochte und den ich wohl trotzdem bis zu seinem 65. Lebensjahr ausüben würde. Wie also sollte er damit umgehen?

    Zunächst einmal fand er zwei Zwischenlösungen, die ihn vorerst über Wasser halten sollten. Zum einen versuchte er, sein Leben weitgehend in den Freizeitbereich zu verlagern und stürzte sich dadurch ins Nachtleben. Gemeinsam mit seinem damals besten Freund sprang er von Tanzfläche zu Tanzfläche, besuchte jede noch so ausgefallene Festival und waren schließlich soweit, dass er als Show-Akt auf der Bühne mehr Geld verdienten, als er für das Partyleben ausgab. Doch all dies half nichts, solange er nicht auch im Berufsleben zumindest ein bisschen Erfüllung finden konnte. Dies gelang ihm, als er im Rahmen seiner Ausbildung zum ersten Mal in die Abteilung für die Gefahrenklassenbewertung hineinschnuppern durfte. Dort gab es Experten, die anhand von äußerlichen Merkmalen und bestimmten Ereignissen im Leben eines Menschen genau vorhersagen konnten, wann er welche Krankheit bekommen würde. Damit war der innere Fährtenleser in Heiko sofort wieder angetickt und erwachte zu neuem Leben. Immer tiefer lernte sich Heiko nun n dieses Thema ein und wurde so schließlich selbst zu einem Experten im Bereich Anamnese und Diagnostik, der Menschen lesen konnte wie andere Bücher oder Zeitschriften. Dennoch gab es eine Sache, die ihn störte und die dazu führte, dass er auch in dieser Arbeit niemals völlig aufgehen konnte. Sein Auftrag war es, anhand seiner Diagnosen die Tarife zu berechnen, die die betroffenen Menschen für ihre Krankenversicherung zu zahlen hatten. Sein Wissen wurde also nicht dazu verwendet, jemandem zu helfen, sondern nur ihm mehr Geld abzunehmen. Das konnte nicht das Ziel sein. Gleichzeitig spürte Heiko aber auch für sich selbst, dass ihn der Versicherungsalltag insgesamt krank machte. Die Geschäftspläne, die es zu erfüllen galt verzehnfachten sich innerhalb von nur acht Jahren und so kam der Punkt, an dem er selbst im Burnout landete und entschied, dass es so nicht weiter gehen konnte. In seinem Kopf ertönte bereits die schrille Alarmglocke eines Tinnitus, als er bereit war den vermeintlich sicheren Felsen der Versicherungswelt zu verlassen und den Sprung in die Freiheit zu wagen.

    In den Jahren zuvor war er bereits immer wieder aus dem Arbeitsalltag ausgebrochen und hatte verschiedene Fernreisen unternommen, die ihn in alle Winkel der Welt geführt hatten. Auf diese Weise hatte er Schritt für Schritt immer mehr Erfahrungen für ein Leben mit und in der Natur sammeln können. So verbrachte er Monate mit Forschungsreisen und Expeditionen auf Island, machte Kanutouren durch Kanada und kam in Kontakt mit den Ureinwohnern auf Thailand und Neuseeland. Die Fähigkeit zu besitzen, autark in der Natur zu leben, faszinierte ihn dabei so sehr, dass er schließlich eine Berufsbegleitende Ausbildung zum Wildnismentor und Survivalexperten absolvierte. Parallel dazu ging er seiner Leidenschaft als Tierfotograf und Naturfilmer nach und lebte dafür unter anderem für mehrere Wochen umgeben von tausenden von Seevögeln in einer Brutkolonie.

    Umschulung zum Traumberuf?

    Für Heiko war nun klar, dass sein neuer beruflicher Werdegang in eine ganz andere Richtung zielen müsste. Wohin man kommt, wenn man einen Job hat, der einem nichts bedeutet und der einem kein Sinngefühl verleiht, dafür aber eine Menge Geld einbringt, hatte er nun bereits kennen gelernt. Jetzt ging es darum herauszufinden, wie er seiner Berufung nachgehen und eine Tätigkeit ausüben konnte, die ihn wirklich erfüllte.

    Zunächst erschien ihm die Antwort darauf vollkommen klar zu sein, denn in dem Moment, wo er bei der Versicherung kündigte, hatte er bereits einen der wenigen Ausbildungslätze zum Nationalparkranger bekommen, die es in Deutschland gab. Der Job schien perfekt zu sein, denn auf diese Weise konnte er vollkommen Stressfrei in der Natur leben und arbeiten und dabei gleich noch einen Beitrag für die Umwelt und die Erhaltung besonderer Lebensräume leisten. Hoch motiviert absolvierte er seine Ausbildung, obwohl er dafür aus finanziellen Gründen in einem Bus auf dem Parkplatz der Akademie wohnen musste. Trotz allem, oder vielleicht auch gerade deswegen, schloss er die Ausbildung als zweitbester seines Jahrgang in ganz Europa ab. Damit sollten ihm nun eigentlich die Türen sämtlicher Nationarks offen stehen, doch leider war dies nicht der Fall. Wie sich herausstellte, ging es bei diesem Berufsmodell nämlich nicht um Qualifikationen oder Auszeichnungen, sondern einzig und allein um Beziehungen. Genaugenommen, hatte also bereits vor Beginn der Ausbildung festgestanden, wer die verfügbaren Positionen in diesem Bereich bekommen würde, und wer nicht.

    Heiko musste sich also nach einer alternativen Lösung umsehen und stieß dabei auf eine Greifvogelwarte am südlichsten Ende von Deutschland. Die Stelle faszinierte ihn aus zwei Gründen: Zum einen hatte er dort die Gelegenheit, mit majestätischen Großgreifen zu arbeiten und diese aus nächster Nähe kennenzulernen. Zum anderen konnte er durch diese Arbeit zum Erhalt der seltenen Vögel beitragen und somit einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz leisten. Aus diesem Grund war es für micihnh auch in Ordnung, dass man, wie so oft in diesem Berufsfeld, nahezu kein Geld verdiente, sondern eher eine Art Freiwilligenhelfer war. Doch auch hier dauerte es nur knapp einen Monat, bis er entdeckte, dass sich hinter der Fassade des armen, selbstlosen Tierschutzprojektes „Greifenwarte“, ein knallhartes und gut laufendes Business steckte, das heimlich die begehrten Sakerfalken für viel Geld an arabische Ölscheichs verkaufte. Dies geschah natürlich unter der Hand und hielt niemanden davon ab, das Projekt weiterhin mit Spenden, Fördergeldern und Freiwilligenarbeit am Laufen zu halten, denn das Geld, das über die Ölscheichs generiert wurde, kam nie in der Greifenwarte an. Dieser Umstand gemeinsam mit einer Reihe weiterer Unverzeihlichkeiten von Seiten der Chefebene, sorgten dafür, dass auch diese Anstellung nur ein kurzes Gastspiel für Heiko war. Und so sehr es ihn auch enttäuschte, so wichtig war doch die Lehre, die er daraus zog: Der Versuch, innerhalb des vorhandenen Systems einen Beruf zu finden, der gleichzeitig auch seine Berufung war, war zum Scheitern verurteilt! Wenn er einen Beruf ausüben wollte, der ihn weiterbrachte und ihm die Möglichkeit gab, einen echten Beitrag für die Schöpfung zu leisten, anstatt letztlich doch nur das zu unterstützen, was er eigentlich ändern wollte, dann musste er ihn sich selbst erschaffen.

     

    Wildnismentor und Survivalexperte

    So beschloss er, seine eigene Natur- und Wildnisschule zu gründen, um so selbst einen Ort zu schaffen, an dem all die Entwicklung stattfinden konnte, die er sich für sich und die Welt wünschte.

    Damit dies gelingen konnte, musste er zunächst auf vielen Ebenen gleichzeitig aktiv werden. Zum einen brauchte er eine funktionierende und effektive Marketingstrategie, die dafür sorgte, dass er seine Kurse nicht mit sich alleine halten musste. Zum zweiten begann er, sich in allem fortzubilden, was irgendwie einen Bezug zum Natur-Mentoring hatte. Er lernte intuitives Bogenschießen, machte eine Ausbildung zum Berg- und Höhlenretter, wurde Klettertrainer, Hochseilgartentrainer, Kanuguide und einiges mehr. Um sich für die Einstiegsphase über Wasser zu halten, begann er zudem, als freier Trainer für andere Organisationen zu arbeiten, die in einem ähnlichen Feld tätig waren und ehe er sich versah legte er für seinen neuen Beruf sogar noch mehr Kilometer im Auto zurück, als seinerzeit im Außendienst bei der Versicherung.

    Die nächsten Jahre waren gefüllt mit einer bunten Palette an unterschiedlichsten Aufträgen, die weit über Europa verteilt waren. Er gab Teamtrainings und Firmencoachings in Niederbayern, arbeitete mit psychisch auffälligen Kindern im Altmühltal, betreute kriminelle und drogenabhängige Kinder in der Eifel, gab Einzelseminare in Polen, organisierte Survivaltrainings in Österreich und leitete Expeditionen in Island. Dabei ging er mit der Zeit immer mehr in der Rolle des Wildnismentors, wie aber auch in der des Survivalexperten auf.

    Zwei Jahre hintereinander verbrachte er fast seinen gesamten Dezember im Nordosten von Polen, wo ihn ein junger Mann gebeten hatte, ihn auf das Leben in der Natur vorzubereiten. Zum ersten Mal konnte er nun wirklich so unterrichten, wie er es immer tun wollte. Nicht nach einem Lehrbuch und einem Seminarplan, der alles regelte und keinen Platz für individuelle Bedürfnisse ließ, sondern nach der alten, indianischen Methode des Coyote-Teachings. Bei dieser besonderen Form des Lehrens war man als Mentor vor allem dafür da, den Schüler durch gezielte Fragen und Aufgabenstellungen dahin zu leiten, dass er alles, was er wissen und können wollte, selbst herausfand. Der Coyote ist dabei für seine Unvorhersehbarkeit, seine Tricks und seine Scherze bekannt, mit denen er andere immer wieder irritiert und sie dadurch stets über sich selbst hinauswachsen lässt.

    Genau dies waren auch die Eigenschaften, die man als Wildnismentor brauchte und die Heiko bei seiner Arbeit die meiste Freude machten. Auf diese Weise musste er nicht wie ein Lehrer vor der Tafel stehen, sondern konnte gemeinsam mit seinem Schüler auf Entdeckungstour gehen. Sie bauten sich Iglus, um herauszufinden, wie warm es darin wirklich werden konnte, testeten, ob es möglich war, mit einem Grasboot über die halb vereisten Flüsse zu fahren, folgten den Bisonspuren, bis sie sich mitten in ihrer Herde befanden, und probierten aus, wie lange man es in einem handelsüblichen Drei-Jahreszeiten-Schlafsack bei Temperaturen von minus 30 Grad aushält. Dank dieser Survivaltrainings wurde unerwarteter Weise in den ersten Jahren vor allem der Winter zu einer besonders abenteuerlichen Zeit, während die Sommer mit Kinder- und Jugendkursen immer mehr zur Routine wurden.

     

    Arbeit als Extremjournalist

    Je erfolgreicher die Wildnisschule wurde, desto lauter wurden auch wieder andere Stimmen in Heiko, die ihn erneut zu einer Kursänderung veranlassten. Anderen Menschen zu zeigen, wie sie in bestimmten Extremsituationen überleben und wie sie selbst wieder eine tiefere Verbindung zur Natur bekommen konnten war schön und gut, doch mit der Zeit blieb dabei die eigene Entwicklung ein bisschen auf der Strecke. So waren die „Extremsituationen“ in denen Heiko sein Survivalwissen anwenden konnte letztlich immer doch nur Szenarien und gestellte Fallbeispiele. Egal wie groß und ausgefallen er sich seine Herausforderungen auch suchte, es blieb stets beim „Was wäre wenn?“

    Aber war man wirklich ein richtiger Survivalexperte, wenn man nicht einmal von sich selbst wusste, ob man in einer echten, realen Extremsituation überhaupt bestehen würde? Diese Frage plagte Heiko viele Monate lang, bis er endlich genug hatte und beschloss, die Antwort darauf herauszufinden. So bereitete er sein erstes wirklich großes Wildnisabenteuer vor, das keinen Seminar-Charakter hatte, sondern ihn wirklich in die reale Welt hinaus schickte. Über drei Monate hinweg wollte er mit nichts weiter als einer steinzeitlichen Ausrüstung und ohne einen Cent Geld 3300km durch Europa wandern. Ein kühnes Projekt, doch es erzielte den Erfolg, den er sich erhofft hatte. Er konnte sich selbst als Survivalprofi in realen Situationen kennenlernen und dabei seine eigenen Grenzen ausloten und seine Fähigkeiten erweitern. Als wenige Monate später Franz zu ihm stieß und von da an ein Teil der Wildnisschule wurde, begannen sie noch weitere ausgefallene Projekte ins Leben zu rufen. So reisten sie als Blinde durch das Land und lebten mit Obdachlosen, Drogen-Dielern, Prostituierten und anderen Grenzgängern auf der Straße. Dabei ging es ihnen zum einen um den eigenen Lernerfolg und zum anderen darum gerade über die Bereiche des Lebens und unserer Gesellschaft aufzuklären, über die wir sonst nur sehr wenig wissen. Durch diese Arbeit in Kombination mit ihren immer ausgefalleneren und härteren Survival- und Wildniskursen, wurde auch die Presse immer stärker auf sie aufmerksam. Mehr und mehr sprach sich herum, dass Heiko gemeinhin als härtester Survivaltrainer galt und so wurde er als Wildnisexperte zu Sendungen wie Gallileo, Welt der Wunder, TerraXpress und sogar zu einer japanischen Doku-Show eingeladen.

     

    Ausbildung zum Medizinmann und Aufbruch auf die Weltreise

    Je mehr sie jedoch in das Leben als Survivalexperten und Wildnismentoren eintauchten und je weiter sie dabei hinter die Fassaden unserer Gesellschaft blickten, desto stärker wurde ihnen bewusst, dass sie so nicht mehr lange weiter leben konnten. Sie befanden sich in einem System, in das sie einfach nicht mehr hinein passten und von dem sie wussten, dass es sie auf Dauer krank machen und zerstören würde. Dass sie aus der Gesellschaft aussteigen würden, war dabei längst schon keine Frage von „ob“ mehr, sondern nur noch von „wann“ und „wie“. Denn noch hatten sie keine konkrete Idee, wie so ein alternatives Leben aussehen könnte. Es gab viele Vorstellungen um mögliche Optionen, aber noch nicht den zündenden Funken, der die Sache ins Rollen brachte. Irgendwo her brauchten sie dazu noch eine kleine Inspiration. Und diese kam kurz darauf von einer Seite, von der sie am wenigsten damit gerechnet hätten.

    Einige Wochen nach Abschluss des Blindenprojekts bekam Heiko einen Anruf von einem alten Freund und Mentor, von dem er lange Zeit nichts mehr gehört hatte. Es handelte sich um einen Medizinmann aus Oklahoma, für den Heiko einige Jahre zuvor eine Dokumentation über sein Leben bei den Aborigines geschrieben hatte. Nun war er gerade dabei, ein internationales Treffen von Medizinleuten in Österreich zu organisieren, bei dem Heiler und Medizinleute aus aller Welt über einen Zeitraum von einem Jahr regelmäßig auf einer abgelegenen Alm zusammenkommen wollten, um ihr Heilwissen zu bündeln. Die Idee war es, eine Art Akupunkturpunkt der Heilung auf der Welt zu erschaffen, von dem sich aus das alte Wissen wieder verbreiten konnte. Der Schamane bestand darauf, dass auch Heiko zu dem Treffen erscheinen sollte und erklärte sich nach kurzer Überredung auch damit einverstanden, dass Franz ihn begleitete. Je mehr Zeit die beiden mit den Medizinleuten verbrachten, desto klarer formte sich ein Bild von einer Richtung, in die sie ihre Reise führen konnte. Ohne es direkt auszusprechen und doch mit unmissverständlicher Deutlichkeit forderten die Medizinleute sie am Ende auf, sich auf einen Medicine-Walk also eine traditionelle Heilungsreise zu begeben und dabei das Medizinwissen aus aller Welt zusammenzutragen. Damit Heiko verstehen konnte, was eine solche Reise ausmachte, gab ihm sein Mentor zum Abschied eine Kopie eines alten Tagebuches mit auf den Weg. Es waren die die Tagebücher von Stalking Wolf, einem Apachenscout, der mit 18 Jahren von seinem Klan ausgesandt worden war, um das Wissen aller noch verbliebenen Indianerstämme Nordamerikas zusammenzutragen. Von diesem Tag an wanderte er 62 Jahre lang zu Fuß durch Nordamerika, ohne jemals in ein Auto einzusteigen oder auch nur einen einzigen Cent anzufassen. All sein Wissen und seine Erfahrungen hielt er dabei in diesen Büchern fest. Damit hatten sie nach all der Zeit nun endlich auch eine Antwort auf die Frage wie sie aus dem System aussteigen wollten. Sie würden zu einem Medizingang aufbrechen, so wie Stalking Wolf es getan hatte, um als wandernde, nomadische Forscher und Entdecker längst vergessen geglaubtes Wissen wieder zusammenzutragen. Sie würden zu Wanderheilern und mobilen Philosophen werden, die das Leben selbst erforschten und die sich von ihrem Lebensfluss treiben ließen, um dort zu helfen, zu wirken und zu wandeln, wo es gerade erforderlich war.

    Je mehr Zeit die beiden mit den Medizinleuten verbrachten, desto klarer formte sich ein Bild von einer Richtung, in die sie ihre Reise führen konnte. Ohne es direkt auszusprechen und doch mit unmissverständlicher Deutlichkeit forderten die Medizinleute sie am Ende auf, sich auf einen Medicine-Walk also eine traditionelle Heilungsreise zu begeben und dabei das Medizinwissen aus aller Welt zusammenzutragen. Damit Heiko verstehen konnte, was eine solche Reise ausmachte, gab ihm sein Mentor zum Abschied eine Kopie eines alten Tagebuches mit auf den Weg. Es waren die

    die Tagebücher von Stalking Wolf, einem Apachenscout, der mit 18 Jahren von seinem Klan ausgesandt worden war, um das Wissen aller noch verbliebenen Indianerstämme Nordamerikas zusammenzutragen. Von diesem Tag an wanderte er 62 Jahre lang zu Fuß durch Nordamerika, ohne jemals in ein Auto einzusteigen oder auch nur einen einzigen Cent anzufassen. All sein Wissen und seine Erfahrungen hielt er dabei in diesen Büchern fest. Damit hatten sie nach all der Zeit nun endlich auch eine Antwort auf die Frage wie sie aus dem System aussteigen wollten. Sie würden zu einem Medizingang aufbrechen, so wie Stalking Wolf es getan hatte, um als wandernde, nomadische Forscher und Entdecker längst vergessen geglaubtes Wissen wieder zusammenzutragen. Sie würden zu Wanderheilern und mobilen Philosophen werden, die das Leben selbst erforschten und die sich von ihrem Lebensfluss treiben ließen, um dort zu helfen, zu wirken und zu wandeln, wo es gerade erforderlich war.

    Doch bevor es wirklich zum Aufbruch kommen konnte, war von diesem Zeitpunkt an noch rund ein Jahr, das geprägt war von Vorbereitungen, Umorientierung, Planung und Organisation. Sie trieben Sponsoren auf, machten Pressetermine aus, suchten sich Partnerprojekte mit denen sie zusammenarbeiten wollten, legten ihre ersten Ruten fest, stellten eine Ausrüstung zusammen und sorgten dafür, dass die Wildnisschule auch ohne sie weiterlaufen konnte. Je näher der Tag des Aufbruchs rückte, desto mehr Aufgaben schienen hinzuzukommen. Am Ende arbeiteten sie fast 24 Stunden durch, tauschten Schlaf gegen Kaffee ein und aßen vor dem Computer. Sogar die Weihnachtsfeiertage wurden genutzt, um die neuen Pilgerwägen aufzubauen und zu testen. Dann war er gekommen, der große Tag des Aufbruchs!

    Und seither sind sie nun auf dem Weg, als wandernde Forscher, als moderne, digitale Nomaden um die Welt zu fuß zu bereisen und zu entdecken.

     

Vita

    Vita Heiko Gärtner


    1979: Geburt
    1982: Erster Versuch, die Welt auf eigene Faust zu erkunden. Scheitert am akuten Protest der Eltern
    1984: Ausgedehnte Abenteuer im Wald gemeinsam mit Onkel Rudi, der auch Unterricht im Naturpfeifen bauen erteilt.
    1985-1989: Grundschulzeit und erste Studienprojekte als Naturforscher im heimischen Wald (zum Leidwesen der örtlichen Bibliothekarin).
    1989-1993: Besuch des Neumarkter Gymnasiums
    1990: Fertigstellung des ersten selbstgebauten Tischkickers
    1993: Erste große Auszeit aus dem System aufgrund eines Schulabbruchs und 6 Monaten „Leerlaufzeit“.
    1993-1996: Wechsel auf die Realschule mit Abschluss
    1996: Beginn der Ausbildung bei der Allianz / Unbestätigter Weltrekord im Büroklammerschlangenbauen
    1997: Beginn der nebenberuflichen Karriere als Showtänzer und Eventorganisator
    1999-2003: Berufsinterne Ausbildungen und Fortbildungen im Bereich Körpersprache, Gestik und Mimik, Lesen von Mikrogesten und Antlitzzeichen, Profiling und Verhaltensforschung unter anderem von Samy Molcho und Hans D. Schittly.
    2000: Reise nach Thailand und erste Begegnung mit Shaolin-Mönchen und Naturheilern
    2001: Expedition nach Neuseeland mit Besuch der Maori. Erlernen des rituellen Feuertanzes der Maori und anschließend Beginn einer nebenberuflichen Karriere als Feuerkünstler
    2002: Erste Expedition nach Kanada inklusive Kanutour durch das Youkon-Teslon-Teretory und Wanderung durch eines der größten Eisgebiete der Welt.
    Sommer 2003: Erste Fotoexpedition nach Island mit 14tägigem Aufenthalt in den Vogelfelsen
    2004-2006: Weitere Expeditionen nach Island
    Herbst 2005: Zertifizierung als Wildnislehrer und Wildnispädagoge
    2005: Doppelleben als Versicherungsfachwirt am Tag und Waldmensch in der Nacht.
    Herbst 2006: Ausstieg bei der Allianz und Abgabe der eigenen Generalagentur an den Sozietätspartner. Beginn der Ausbildung zum Natur- und Landschaftspfleger, sowie zum Nationalparkranger.
    Sommer 2007: Abschluss der Ausbildung zum Natur und Landschaftspfleger mit Auszeichnung als drittbester Absolvent des Jahrgangs auf Europaebene incl. Abstaubung eines feuchten Händedrucks von Außenminister Joschka Fischer.
    Frühjahr 2008: Arbeit als Falkner in einer Greifenwarte.
    Sommer 2008: Erste Tätigkeit als Wildnislehrer und Seminarleiter / Aufbau der Wildnisschule Heiko Gärtner
    Sommer 2008 bis Sommer 2009: Durchführung mehrer Expeditionsreisen nach Island als Expeditionsleiter
    August 2008: Ausbildung zum Bogenschießguide mit Zertifikat
    Herbst 2008: Ausbildung und Zertifizierung zum Jäger und Fallensteller
    2008-2009: Ausbildung zum Berg- und Höhlenretter und freiwillige Arbeit bei der Bergwacht der fränkischen Schweiz
    Winter 2008: Durchführung des ersten Winter-Extrem-Camps in Polen bei -30°C
    Winter 2009: Durchführung des zweiten Winter-Extrem-Camps in Polen bei -30°C
    Frühjahr 2010: Erste gemeinsame Arbeiten mit Franz Bujor
    Sommer 2010: Erstes extremjournalistisches Projekt: Als Steinzeitmensch 3300km zu Fuß bis nach Spanien wandern, um zu testen, wie gut man als Survival-Experte wirklich ist.
    2011 bis heute: Tätigkeiten als TV-Survivalexperte für NDR, Pro7 Gallileo, Welt der Wunder, Nippon-TV, Terra-X-press und andere
    Januar 2012: „Das ßß - Obdachlosenprojekt als Extremjournalist
    2012-2013: Teilnahme an regelmäßigen, internationalen Treffen von Medizinleuten und Ausbildung zum Energieheiler Fachrichtung „Presence Healing“ unter der Leitung von Darrel Combs.
    Juli 2012: „Fühl dich ein!“ Blindenprojekt als Extremjournalist
    Sommer 2013: Inoffizielle Ausbildung zum Sauna-Aufgießer in Ungarn
    Oktober 2013: Veröffentlichung des Buches „Krankheiten auf einen Blick erkennen“
    November 2013: Abgabe der Wildnisschule Heiko Gärtner in die kompetenten Hände eines selbst ausgebildeten Trainer-Teams
    Januar 2014: Beginn des Nomadenlebens und der fünfjährigen Wanderung zu Fuß und ohne Geld durch Europa
    Oktober 2016: Veröffentlichung des Buches „Die natürliche Heilkraft der Bäume“
    Seit Januar 2019: Zweite Phase des „längsten Charity-Walks der Welt und Versuch, einmal jedes Land und jeden Kontinent dieser Erste zu Fuß zu bereisen.

10 Fragen

    10 Fragen an Heiko Gärtner


    Warum hast du dein gesellschaftliches Leben aufgegeben?

    Dass in mir das Herz eines Rebellen schlug, der sich nicht gern in eine Schublade pressen ließ, in die er nicht gehörte, merkte ich schon als Kind. Die Schule war für mich stets vor allem ein Ort, der mich vom Lernen und Forschen anhielt. Ich konnte nicht verstehen, warum ich hier stundenlang auf einem unbequemen Holzstuhl sitzen sollte, um den einschläfernden Worten meiner Lehrer zu lauschen, wo es da draußen doch eine Welt voller Rätzel, Wunder und Geheimnisse gab, die allesamt entdeckt und erforscht werden wollten. Kaum hatte die Schulglocke geläutet, huschte ich auch schon hinaus in die Wälder und nahm alles unter die Lupe, was mir unbekannt war. Unzählige Male schnappte ich mir dabei Würmer, Käfer, Pilze oder Pflanzen und stapfte mitsamt meinen verschlammten Stiefeln in die kleine Bücherei um die Ecke. Voller entsetzen starrte die Bibliothekarin auf meinen Tisch, auf dem dann die Waldbewohner herumkrabbelten, während ich in Büchern nachschlug um herauszufinden, um wen es sich handelte.

    Doch je älter ich wurde, desto fester wurde der Griff, der mich festhielt und mich in ein Gesellschaftsmuster drängte, das nicht zu mir passte. In meinem Fall war es jedoch schon immer mein Körper, der mir zuerst zeigte, dass ich mich in eine Richtung bewegte, die mich nicht ans Ziel brachte. Während der Schulzeit spürte ich dies bereits durch eine Hirnhautentzündung und eine Nierenkolik. Erstere führte dazu, dass ich nach meinem Schulabschluss zunächst ohne eine Hoffnung auf einen Ausbildungsplatz da stand. Wenn ich ehrlich bin, war dies ja auch genau das, was ich erreichen wollte. Ich wollte ja keinen Beruf erlernen, von dem ich bereits jetzt schon wusste, dass er mir nicht gefallen und mich nicht glücklich machen würde. Natürlich konnte ich mir das damals nicht eingestehen, denn man musste ja schließlich einen sicheren Job haben.

    Aus diesem Pflichtbewusstsein heraus, gab ich dem Druck nicht nach und überlegte, was das Leben wohl mit mir vor haben könnte, wenn es mich gezielt von einem „normalen“ Beruf abhält. Stattdessen ging ich den Weg des geringsten Widerstandes und nahm den einzigen Job an, den ich trotz der Hirnhautentzündung problemlos bekommen konnte. So wurde ich Auszubildender in der Versicherungsagentur meines Vaters. Ich absolvierte die Lehre, wurde ein fester Mitarbeiter und übernahm schließlich sogar in Kooperation mit meinem Gesellschafter die Leitung. Dabei stellte ich fest, dass ich zwar den Beruf an sich nicht mochte, dass ich aber dennoch ein sehr guter Verkäufer war. Ich entdeckte zwei Talente, die mir das Leben trotz dieses Irrwegs leicht machen. Das erste war meine Beobachtungsgabe. Mir vielen einfach all die kleinen Details auf, über die die meisten Menschen einfach hinwegsehen. Dadurch war ich imstande, jeden Menschen zu lesen wie ein Buch, da wir stets  mit Mikrogesten und Antlitszeichen unseren wahren Kern zeigen, auch wenn wir ihn gerne verstecken wollen.

    Das zweite war die Fähigkeit, dinge plastisch, anschaulich und einleuchtend zu erklären, so dass sie für Jedermann nachvollziehbar wurden und einleuchtend klangen. Damit war ich zum einen in der Lage, jedem Menschen alles anzudrehen, was ich wollte. Versicherungen zum Beispiel. Denn ich konnte zunächst erkennen, was ein Mensch brauchte, oder was er sich wünschte, und konnte ihm mein Produkt dann so erklären, dass es genau zu diesen Bedürfnissen passte. Zum anderen war ich aber auch in der Lage, Menschen wirklich nachhaltig bei Sorgen, Problemen, Ängsten oder Krankheiten zu helfen, da ich zunächst erkennen konnte, was ihnen fehlte und ihnen zudem anschaulich erklären konnte, welche Wege es hinaus gab. So lange ich jedoch bei der Versicherung arbeitete, überwog zwangsläufig die erste Variante und ein wichtiger Teil in mir, wollte nicht zulassen, dass ich mein Talent auf solch eine Weise missbrauchte. Und da die erste Krankheit als Wegweiser nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatte, bekam ich nun in Form eines Tinnitus einen weiteren Hinweis, dass es an der Zeit war, meinem Leben einen Sinn zu geben, der aus mehr als Geld verdienen und Party machen bestand.

    Diese Beziehung des inneren Taktgebers, der mir immer wieder mit Leiden, Krankheiten oder Schmerzen zu verstehen gab, dass ich von meinem Weg abgekommen bin oder gegen mein eigenes Herz handelte, blieb von da an bestehen. So unternahm ich immer wieder kleinere und größere Schritte, die mich immer näher zu dem führten, was für mich wirkliche Freiheit und Sinnhaftigkeit bedeutete. Ich gab den Job bei der Allianz auf, um Nationalparkranger zu werden, gründete später meine eigene Wildnisschule und arbeitete als Natur- und Wildnisexperte für verschiedene Fernsehsender. Doch je mehr ich versuchte, innerhalb der Gesellschaft meinen eigenen Platz zu finden, ohne mich dabei verbiegen zu lassen, desto mehr wurde mir klar, dass dies nicht möglich war. Ich musste mich entscheiden. Wollte ich weiterhin innerhalb der Gesellschaft leben und die Vorteile, die sie mir bot mit dem Preis meiner Aufrichtigkeit, meiner Gesundheit und meines Lebenssinns bezahlen, oder wollte ich ganz ich sein und dafür akzeptieren, dass ich wohlmöglich alles hinter mir lassen musste, was mein Leben bisher bestimmt hatte? Nun, die Antwort, für die ich mich entschieden habe ist bekannt.

     

    Warum folgst du keinem Beruf mehr?

    Unser Wort „Beruf“ leitet sich in seinem Ursprung eigentlich von „Berufung“ ab und sollte daher die Tätigkeit sein zu der man sich „berufen“ fühlt. Unsere Berufung ist das, bei dem unser Herz aus vollem Hals jubelt! Es ist das, was uns bereits am frühen Morgen voller Begeisterung aufstehen lässt, dass das uns antickt, in das wir uns hineinfuchsen können, was und geil macht und unsere Lebensfreude weckt. Leider ist diese Idee einer Tätigkeit als Berufung im Laufe der Menschheitsgeschichte wohl irgendwann verloren gegangen und hat sich ins Gegenteil verkehrt. Unsere heutigen Berufe sind zumeist zwangstätigkeiten, die uns keine oder nur wenig Freude bereiten, die wir nicht tun würden, wenn wir nicht das Geld benötigen würden, das wir dafür bekommen und die uns oft auslaugen, krank machen, nerven oder ankotzen. Hinzu kommt, dass wir mit den meisten Berufen nicht nur uns, sondern auch unserem gesamten Planeten und all seinen Bewohnern schaden. Nahezu alles, was wir heute produzieren, wird mit Hilfe von Chemikalien und Giftstoffen hergestellt, die unsere Umwelt und somit auch uns selbst belasten. Das geht inzwischen soweit, dass wir Jahr für Jahr im Schnitt rund eineinhalb Kilogramm reines Gift über die Nahrung, das Wasser, die Luft und den Hautkontakt zu uns nehmen. Und die gleiche Menge muten wir natürlich auch den Tieren zu.

    Eine Umfrage in den USA hat ergeben, dass rund 85% aller Menschen ihren Beruf nicht leiden können und bereits innerlich gekündigt haben. Ich selbst brauchte nicht lange in mich hinein zu fühlen um zu erkennen, dass ich eindeutig dazu gehörte. Also beschloss ich, wieder zum Ursprung zurückzukehren und mich zu fragen, was meine wahre Berufung ist. In meinem Fall ist es die Förderung von Heilung und Entwicklung, sowie das Erforschen und Entdecken von Zusammenhängen aller Art.

     

    Warum ist dir ein ortsunabhängiges Leben so wichtig?

    Das Thema Freiheit spielte in meinem Leben schon immer eine große Rolle. Ich lasse mich nicht gerne einsperren, sei es nun räumlich, emotional, geistig oder spirituell. Die Welt ist grenzenlos und ich möchte diese Grenzenlosigkeit auch in meinem Alltag spüren. Außerdem ist unsere Welt viel zu schön und zu vielseitig, um sie sich einfach nicht anzuschauen. Als Webnomade habe ich die Möglichkeit, unseren Planeten als ganzen wahrzunehmen, mit all seinen schönen und unschönen Seiten. Wenn mir etwas gefällt, hält mich nichts davon ab, eine Weile zu bleiben und alles genau zu erkunden. Wenn ich jedoch in Regionen oder an Orte komme, die mir nicht gefallen, dann weiß ich, dass ich bereits nach einem Tag wieder weiter ziehen und wahrscheinlich wieder an schönere Plätze gelangen werde. Mehr noch! Es kommt sogar vor, dass wir Einladungen in Hotels oder Schlösser ablehnen und einfach weiterziehen, wenn wir feststellen, dass uns der Platz nicht gefällt, weil er beispielsweise zu laut ist oder weil die  Menschen dort nicht freundlich sind. Wenn man fest an einen Ort gebunden ist, ist man zumindest in unserer momentanen Gesellschaft immer gezwungen, Kompromisse einzugehen. Als Nomade zwingt mich dazu niemand. Ich kann sie eingehen, wenn ich es möchte und wenn ich das Gefühl habe, dass es mir dadurch besser geht. Ich kann mich aber auch stets dafür entscheiden, einfach zu gehen und beispielsweise ein paar Tage in meinem Zelt draußen im Wald zu verbringen. So fällt es mir viel leichter zu erkennen, was mir wirklich gut tut und was mir schadet, als wenn ich in eine feste, gesellschaftliche Struktur eingebunden bin.

    Aber das ist nur ein Aspekt.

    Wenn ich längere Zeit an einem Ort bin, habe ich stets das Gefühl zu stagnieren und mehr oder weniger auf der Stelle zu treten. Durch das Wandern haben wir eine tägliche, fest installierte Routine, die dafür sorgt, dass wir immer mindestens zwei oder drei Stunden am Tag den Kopf frei bekommen. So können wir die Dinge einfach wirken lassen und einen gesunden Abstand zu allem bekommen. Das hat uns schon bei vielen schweren Entscheidungen und vertrackten Situationen geholfen. Denn oft zeigt sich, dass eine Lage gar nicht so vertrackt ist, wie man am Anfang meint und dass man die meisten Probleme selbst in seinem eigenen Kopf erzeugt.

     

    Warum hast du das sesshafte Leben an den Nagel gehangen?

    Ich habe irgendwann in meinem Leben erkannt dass es zwei Arten von Menschen gibt. Die einen könnte man als Platzhüter bezeichnen. Sie fühlen sich vor allem Dann wohl, wenn sie an einem Ort bleiben dürfen und vermissen ihn meist schon, wenn sie für wenige Tage in den Urlaub fahren. Sie lieben es, sich ein gemütliches Zuhause aufzubauen und oftmals haben sie einen persönlichen Bezug zu den Pflanzen, Tieren, Menschen aber auch Gegenständen und Plätzen in ihrer nähe. Sie erschaffen sich gewissermaßen eine kleine Welt rings um ihre Heimat, in der sich die ganze große Welt wiederspiegelt.

    Diese Menschen sind aus tiefster Seele sesshaft und es bricht ihnen das Herz, wenn man sie herausreist und sie zwingt, irgendwo in die Ferne zu ziehen. Sie bewachen, beschützen und behüten den Platz an dem sie leben, als wäre es ein Teil von ihnen und sorgen so dafür, dass er wächst und gedeiht. Dies ist ihre Art, die Liebe auszudehnen.

    Dann aber gibt es Menschen, die schon als Kleinkinder spüren, dass sie von einer inneren Stimme hinaus ins Unbekannte gerufen werden. Sie lieben es, Neues zu erkunden und möchten am liebsten jeden Tag woanders sein. Sie länger an einem Platz festzuhalten, ohne dass sie zumindest zwischendurch auf Erkundungstour gehen können, fühlt sich für sie wie ein Gefängnis an und sie haben immer wieder das Gefühl, einfach mal raus zu müssen.

    Diese Menschen sind vom Herzen her Nomaden und sie finden ihre Lebensaufgabe darin, zu Forschen und neues Wissen einzuholen, das dann von den Sesshaften vertieft und weiterentwickelt wird.

    In unserer Gesellschaft haben wir für die nomadischen Menschen leider nur noch wenig Platz und oftmals haben wir sogar das Gefühl, dass die beiden Typen miteinander verfeindet sein müssen oder sich nicht verstehen können. Dabei leben sie eigentlich in einer perfekten Symbiose, da jeder den anderen braucht um wachsen und sich entwickeln zu können. Der Nomade, der von vielen Naturvölkern auch als Windmensch bezeichnet wird, läuft ohne den Sesshaften Gefahr, sich zu verlieren und vollkommen unstet, orientierungslos und rastlos zu werden. Der Sesshafte, den man auch als Erdmenschen bezeichnen kann, schwebt ohne den Nomaden hingegen immer in der Gefahr, zu stagnieren und in alten, eingefahrenen Mustern hängen zu bleiben.

    Keiner der beiden Typen ist besser oder schlechter als der andere und keiner der beiden Lebenswege ist richtiger oder falscher. Die entscheidende Frage, die man sich jedoch stellen und ehrlich beantworten muss lautet: „Zu welchem Typ gehöre ich?“ Nur wenn man das weiß, kann man sich auch fest und zweifelsfrei für seinen Lebensweg entscheiden. In meinem Fall habe ich für mich erkannt, dass ich ohne jede Frage ein Windmensch, also ein Nomade bin, der an einen Ort gebunden langfristig eingehen würde. Das ist nicht erst seit kurzem so, sondern begleitet mich bereits mein ganzes Leben. Als Kind war ich ständig mit meinen Judo-Tournieren unterwegs. Später habe ich dann im Außendienst der Versicherung gearbeitet und jährlich viele tausend Kilometer in ganz Bayern zurückgelegt. Dann habe ich während meiner Fortbildung in einem Bulli gelebt und als Wildnisschulleiter war ich wieder mehr unterwegs, als ich zuhause war. All dies waren keine bewussten Entscheidungen, es hat sich einfach ergeben, weil etwas in mir schon seit jeher nomadisch leben wollte. Wenn ihr auf euer eigenes bisheriges Leben zurückblickt, könnt ihr nach ähnlichen Mustern suchen, die euch verraten, ob ihr Nomaden oder Sesshafte seid. Wenn ihr das wisst, müsst ihr nur noch danach leben und ihr werdet merken, dass sich allein dadurch vieles wandeln wird.

     

    Was hat dich motiviert, dein Leben so drastisch zu verändern?

    Einer der Hauptgründe, warum wir uns häufig nicht dafür entscheiden, unseren Traum zu leben, sondern irgendwelchen Kompromisslösungen anhaften, ist unsere Trägheit. Wir Menschen neigen dazu, weiter in dem Zustand zu verharren, in dem wir uns gerade befinden. Wenn wir wissen, dass wir gerne am Meer leben möchten, aber in einer Stadt im Binnenland leben, dann ziehen wir oftmals nicht um, weil wir uns unsicher sind, was dann auf uns zukommt. Wir haben Angst vor dem Unbekannten und ziehen daher ein bekanntes Leid einer unsicheren Aussicht auf Glück und Freude vor. Gedanken wie: „Hier kenn ich mich wenigstens aus! Was ist, wenn es da noch schlimmer wird? Da habe ich ja nicht einmal Freunde!“ halten uns oft von den wichtigsten Lebensentscheidungen ab. So ging es auch mir.  Ein Teil von mir hatte sich längst damit angefreundet, einen gut bezahlten Job bei der Versicherung zu haben, und mein Leben in den Freizeitbereich zu verlagern, oder später auch als Wildnismentor zu arbeiten. Doch hatte ich stets einen inneren Motivator, der mir sofort mitgeteilt hat, wenn ich meinen Lebensweg verlassen oder gegen mich gehandelt habe. In meinem Fall bestand er aus einem Leidenskörper in Form des Tinnitus und anderer Krankheiten, oder Einschränkungen, die immer dann spürbar wurden, wenn ich mich der Bequemlichkeit hingab und gegen meine Intuition also meine Herzensstimme handelte.

    Einen solchen inneren Motivator besitzt theoretisch jeder, doch haben wir ihn zum Teil so tief in uns vergraben, dass er kaum mehr reagiert, so dass wir mitunter Jahrzehnte in die falsche Richtung laufen können, ehe wir es bemerken. Oder aber wir verstehen den Hinweisgeber nicht und halten unser Leiden für etwas böses oder willkürliches, das und von außen trifft, ohne dass wir einen Bezug dazu haben. In beiden Fällen ist es oft schwierig, sich aus einer unangenehmen Situation zu befreien, weshalb es oft hilfreich ist, sich dann einen Partner zu suchen, der diesen Part mit übernimmt.

    Warum willst du gerade ausgerechnet zu Fuß unterwegs sein?

    Reisen bedeutet für mich in erster Linie, die Welt aus verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen. Wenn ich in einem Auto sitze oder auch auf einem Fahrrad, und mit hoher Geschwindigkeit durch die Landschaft flitze, dann verpasse ich viele wichtige Details, die mir helfen, die Zusammenhänge zu erkennen. Mit einem Verkehrsmittel unterwegs zu ein, ist in meinen Augen ein bisschen so, wie sich einen Film anzuschauen, während man auf vorspulen drückt. Natürlich ist es praktisch, weil man eine Menge Zeit spart und einen Film, der normalerweise zwei Stunden dauern würde auf gerade einmal 15 Minuten zusammen stauchen kann. Und klar, man bekommt auch beim Vorspulen einen Eindruck davon, worum es in dem Film geht. Man sieht die Charaktere, erkennt ob es eher ein Liebesfilm oder ein Actionthriller ist und man weiß wahrscheinlich sogar, wie er ausgeht. Aber trotzdem hat man vieles verpasst, was den Film als solches ausmacht. Um ihn wirklich wahrzunehmen, den Handlungssträngen und Charakterentwicklungen zu folgen und um den Spannungsbogen mitzuerleben, benötigt man einfach Zeit. Und diese Zeit nehme ich mir beim Wandern.

     

    Warum lebt ihr ohne Geld?

    Bereits seit vielen Jahren vor unserer Weltreise kam in mir immer wieder die Frage auf, ob es nicht viel leichter und angenehmer wäre, wenn man dieses lästige Papier, das man weder essen noch trinken kan und das nicht einmal gut genug brennt um einen im Winter wärmen zu können, einfach weglässt und sein Leben ohne lebt. Wenn man bedenkt, dass wir Geld in unserer Gesellschaft zu einer Art Gott gemacht haben, dem wir hörig sind und für den wir bereit sind uns selbst und andere zu schädigen, ja sogar zu töten, dann musste das doch etwas sehr Befreiendes haben, oder etwa nicht? Ich habe in meinem Leben viele Stunden in den Wäldern verbracht und dabei die verschiedensten Tiere beobachtet. Keines von ihnen war jemals gestresst, sorgenvoll oder ängstlich in Bezug auf die Zukunft oder die Sicherung seiner Existenz gewesen. In den isländischen Felsen hatten tausende von Vögeln friedlich nebeneinander auf engstem Raum in den Höhlen der Klippe gelebt und kein Einziger von ihnen hatte Miete zahlen müssen. Kein Eichhörnchen war jemals in Sorge, nicht all seine verbuddelten Nüsse wieder zu finden, da sich seine Arbeit dann finanziell nicht mehr rechnen würde. Kein Fuchs machte sich Gedanken darüber, ob er genug Geld verdiente um sich am Abend eine saftige Maus leisten zu können.

    Würde man eine Kiste mit einer Milliarde Euro mitten in einen Wald kippen und jedes einzelne Wesen einladen, sich so viel zu nehmen, wie es wollte, würde man das Geld auch nach Monaten noch weitgehend unverändert vorfinden. Vielleicht hätte der Wind es ein wenig zerstäubt und vielleicht hatten einige Vögel ein paar Scheine als Nestbaumaterial mitgenommen, doch sonst hätte Niemand ein Interesse daran. Nur wir Menschen würden uns mit einer Gier darauf stürzen, die uns sogar dazu bringen kann unsere besten Freunde kaltblütig abzustechen, wenn wir Gefahr liefen, leer auszugehen. Ist das nicht vollkommen absurd? Um wie viel einfacher konnte unsere Welt sein, wenn wir uns wieder auf das gleiche System berufen, dass auch die Tiere des Waldes in friedlicher Koexistenz zusammenhielt?

    Je mehr ich darüber nachdachte, desto sinnvoller schien mir der Verzicht auf unser modernes Zahlungsmittel zu sein und so beschlossen wir schließlich, es einfach mal auszuprobieren. Und ich kann sagen, dass wir sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben, die ich nur jedem weiterempfehlen kann. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, das Geld wirklich vollkommen zu boykottieren, sondern viel mehr zu erleben, dass man auch dann nicht stirbt, wenn man keines hat. Uns hat diese Erfahrung geholfen, den Wert von Geld wieder in die richtige Position zu rücken. Es gab Phasen in meinem Leben, da bin ich dem Geld hinterher gejagt, wie ein Junkie seinem nächsten Schuss, der ihm die Erlösung bieten soll. Und dann wieder gab es Phasen, da habe ich es verteufelt und ihm die Schuld an allem Übel dieser Welt gegeben. In Wahrheit aber ist es weder das eine, noch das andere. Es ist ein Zahlungsmittel, weiter nichts. Es ist ein Werkzeug, mit dem Man sowohl erschaffen als auch zerstören kann ebenso wie mit einem Messer oder einem Hammer. Man muss lediglich die Entscheidung treffen, wie man es einsetzen möchte. Und man muss erkennen, dass es einem anders als wir es uns oft erhoffen, niemals Sicherheit geben kann. Wenn wir eines erkannt haben, dann dass ein Mensch mit viel Geld, genauso schnell als Obdachloser auf der Straße landen kann, wie ein Mensch mit wenig Geld. Was es einem gibt, ist Freiheit. Es ist ein Werkzeug, dass einem in unserer Gesellschaft Türen zu neuen Möglichkeiten eröffnet, die man ohne oftmals nicht hat. Aus diesem Grund ist es in meinen Augen so wichtig, seine innere Beziehung zu dem Mittel „Geld“ zu klären und zu bereinigen. Und für eine gewisse Zeit oder für den einen oder anderen auch mal für ein Leben ohne auszukommen ist da sehr hilfreich und wertvoll.

     

    Wie sieht ein "typischer Tag" bei euch aus?

    Das schöne daran, vollkommen frei unterwegs zu sein und keinerlei Verpflichtungen zu haben, ist es, dass man sich diese Frage jeden Tag wieder neu stellen und anders beantworten kann. Natürlich haben wir gewisse Routinen und Rituale, die wir versuchen jeden Tag einzuhalten. Dazu gehört unsere tägliche Wanderung, unser Work-Out, unsere Erschaffungszeit, in der wir an Büchern, Projekten oder Forschungsthemen arbeiten, unsere Essenszeremonien, der Film-, bzw. Serienabend, die Massage und Entspannungszeit und die Meditations- und Visualisierungs-Phasen. Doch all dies tun wir weil wir es tun wollen und nicht, weil wir dazu verpflichtet sind. Wenn ein Tag einmal anders aussieht und es beispielsweise etwas spannendes zu entdecken gibt, dann fällt vielleicht die eine oder andere Routine aus und wird durch etwas spontanes ersetzt. Das kann eine Höhlenerforschung im Balkan, ein Ausflug in ein Skigebiet, ein Besuch in einer Therme oder auch einfach ein Nachmittag am Strand oder auf einer Blumenwiese sein. Vielleicht ist es auch nur ein lustig schillernder Regenwurm am Wegesrand, den man auf eine mehrstündige Fotosession einlädt. Jeder Tag ist neu und jeder bringt seine eigene Qualität mit sich. Was aber wiederum nicht bedeutet, dass nicht auch gerade die Tage, die vollkommen ruhig und absolut „typisch“ verlaufen, besonders schön sein können.

     

    Wie würdest du deine Beziehung zu Shania beschreiben?

    Shania und ich haben uns zu Beginn unserer Beziehung dazu entschieden, dass wir eine Spiegelpartnerschaft eingehen, bei der wir uns gegenseitig bei unseren Entwicklungsprozessen voranbringen. Unsere Beziehung dient dazu, zu erkennen, dass alles eins ist, dass ich also Shania bin und dass sie Heiko ist. Das bezieht sich auf alle Bereiche, sowohl im alltäglichen Leben als auch in der Sexualität und im Miteinander. Damit das funktionieren kann, gibt es bei uns einige klare Regeln. Dazu gehört unter anderem das Wahrheitssprechen. Das bedeutet, dass wir immer und in jeder Beziehung absolut ehrlich zu einander sind und uns all unsere Gefühle, Gedanken, Sorgen, Zweifel und Ängste mitteilen, egal wie lächerlich oder absurd sie auch sein mögen. Denn alles was in uns vor sich geht ist für die Beziehung wie auch für uns von Bedeutung und kann ein wichtiger Hinweis sein, der einen großen Entwicklungsschritt ermöglicht.

    Ein weiterer wichtiger Faktor für eine „Heilige Beziehung“ bei der beide Partner miteinander verschmelzen und sich so gegenseitig zur Erleuchtung führen, ist dass jeder die ihm eigenen Qualitäten annimmt und auslebt. In unserer Gesellschaft neigen wir dazu, Geschlechter nur noch als eine Art Label zu sehen, das keine Bedeutung mehr für uns hat. Wir versuchen also zu erreichen, dass Männer und Frauen gleich und somit beide zu Neutren werden. In meinen Augen ist dies einer der größten Beziehungskiller unserer Zeit. Denn Männer und Frauen sind sowohl von ihrer Biologie als auch von ihrem Seelengeflecht, ihren Emotionen und ihrem energetischen Körper vollkommen unterschiedlich. Sie sind zwei Pole, die sich gegenseitig ergänzen, was sie aber nur dann können, wenn der eine vollkommen in seiner Männlichkeit und die andere vollkommen in ihrer Weiblichkeit steht. Die Qualitäten des männlichen Partes sind dabei die aktiven, gebenden, aktivierenden, während die des weiblichen die passiven, empfangenden, zulassenden sind. Nur gemeinschaftlich kann daraus etwas entstehen.

     

    Welche Ängste haben dich davon abgehalten loszugehen?

    Das was mich am stärksten blockiert und davon abgehalten hat, nicht schon deutlich früher aufzubrechen, waren vor allem Existenzängste, Versagensängste und Schuldgefühle. Konnte ich wirklich frei als Nomade leben? Reichten meine Fähigkeiten dafür aus? Was war, wenn ich krank wurde und kein Geld hatte um mich behandeln oder heimbringen zu lassen? Wie würden meine Eltern auf mein Fortgehen reagieren? Konnte ich ihnen das wirklich antun? Diese und viele weitere Zweifel spukten fast ständig in meinem Kopf herum. Kurioser Weise bestand auch eine meiner Hauptängste darin, keine medizinisches System mehr zur Verfügung zu haben. Aus irgendeinem Grund hatte die weiße Medizin es geschafft, dass ich zu tiefst glaubte, dass ich ohne sie nicht leben könnte. Wie hatte sie das geschafft? Bereits aus meiner Versicherungszeit wusste ich noch, dass jeder zweite Deutsche an den Folgen von Herzkreislauferkrankungen und jeder 4 Deutsche an einem Krebsleiden stirbt. Weltweit verstirbt sogar alle 10 Sekunden ein Mensch an Diabetes. Wie sollte ich also da ohne Medizin behütet durchs Leben kommen? Auf der einen Seite wusste ich natürlich, dass es gerade der Stress des Arbeitslebens und der nervenaufreibenden Gesellschaftsstrukturen war, der diese Todesfälle auslöste. Und doch hatte ich Angst, dass es mich gerade aufgrund meines Ausbrechens treffen könnte. So schloss ich also im voraus eine fünfjährige Auslandsreisekrankenversicherung ab. Sicher ist sicher. Es konnte schließlich alles passieren! Interessanterweise war es jedoch gerade die Auslandsreisekrankenversicherung selbst, die mich beruhigte und mir sagte, dass ich mir hier viel zu viele Sorgen machen brauchte. Denn erstaunlicherweise kostete die Krankenversicherung, die rein für Langzeitreisende gedacht war, gerade einmal ein Zehntel von dem, was ich zuvor für meine reguläre Krankenversicherung bezahlt hatte. Wie war diese Differenz möglich, wenn die Versicherungsbetreiber nicht ganz genau wussten, welche Faktoren für die häufigsten Krankheiten verantwortlich waren, und dass diese bei Reisenden fast immer ausgeschaltet wurden, so dass das Erkrankungsrisiko etwa um das zehnfache geringer war. Hinzu kam, dass ich dem Schulmedizinischen System eigentlich gar nicht vertraute, da ich ja aus erste Hand wusste, dass es sich bei den hier verwendeten Methoden in den meisten Fällen um eine reine Symptombehandlung handelte, die langfristig keine Heilung sondern eher eine Verschlimmerung brachte.

    Doch auch die Angst vorm Verhungern, Verdursten, vor der Kälte und vor der Einsamkeit lagen wie riesige Steine in meinem Weg. Aus diesem Grund war es für mich so wichtig gewesen, langsam anzufangen und einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Ein Monat in Polen zu leben und der Kälte trotzen zu können, brachte eine enorme Beruhigung mit sich. Ebenso meine drei Monate als Steinzeitpilger. Als wir dann bei der Obdachlosentour noch erkannten, dass man in unserer Gesellschaft unmöglich verhungern konnte, wenn man die vielen Angebote nicht mit der Fliegenklatsche abwehrte, da war für mich klar, dass ich nun langsam bereit für den wirklich großen Schritt in die Freiheit war.

    Wie habt ihr euch auf die Reise vorbereitet?

    Wichtig für ein Leben als digitaler Nomade ist es, dass man nichts einfach übers Knie bricht, sondern sich genug Zeit zum Vorbereiten und Planen nimmt. Denn alles, was man sich bereits in dieser Vorbereitungszeit aufbauen kann, macht einem später das Leben leichtet. Viele der Tricks und Kniffe, mit denen man ein Onlinebusiness als Webnomade aufbauen kann, waren uns zu unserem Reisestart noch vollkommen unbekannt. Andernfalls wären wir durchaus noch einmal anders an die Sache herangegangen und hätten uns damit noch einmal vieles erleichtert. So gelang es mir, uns dank meiner Zeit bei der Versicherung und dank meiner noch immer existierenden Wildnisschule ein finanzielles Sicherheitspolster aufzubauen, das durch die Vermietung und Verpachtung meine alten Wohnung und der Wildnisschule gespeist wurde. Es war ein Polster, das wir nicht anrührten, auf das wir aber stets im Notfall hätten zurückgreifen können. Doch darüber hinaus starteten wir relativ blauäugig in unser neues Leben. Der Blog, den wir uns einrichteten, war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als ein reines Reisetagebuch, das von unseren Freunden und Verwandten gelesen wurde. Es brachte uns aber weder Geld noch andere Vorteile ein. Dahingegen profitierten wir von meinem Bekanntheitsgrad als Survivalexperten, wodurch es uns gelang, eine Reihe von Sponsoren für uns und die sozialen Projekte zu gewinnen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir einige Punkte vor unserer Reise vollkommen richtig angegangen sind und andere wichtige vollkommen außer acht gelassen haben.

    Wichtig war es, die Kooperation mit den Hilfsprojekten aufzubauen um unserer Reise so einen Sinn und einen offiziellen Charakter zu geben. Dadurch und durch unsere Medienpräsenz konnten wir die Sponsoren ins Boot holen, die uns unter anderem mit einem Großteil unserer Reiseausrüstung versorgten.

    Was noch wichtig gewesen wäre, um mit noch mehr Leichtigkeit als Webnomaden reisen zu können, ist es, gleich von Vornherein ein sinnvolles Konzept für eine Onlinepräsenz zu entwickeln, zu dem auch die Frage gehören sollte, wie sich mit einer solchen Homepage Geld verdienen lässt. Wir haben hier vor allem gute Erfahrungen mit Affiliate-Marketing und dem Schreiben von bezahlten Artikeln gemacht.

    Desweiteren war es wichtig, die alten Projekte abzuschließen, sich um eine günstige Reisekrankenkasse zu kümmern, alle unnötigen alten Verträge zu kündigen, sich eine kostenlose Kreditkarte und ein kostenloses Girokonto zu besorgen und vor allem die Reiseausrüstung gut zu planen und zu strukturieren.

     

Meine Aufgaben

    Meine Aufgaben:


    Innerhalb unserer Herde übernimmt Heiko folgende Aufgaben:
    - Gruppenleiter und Gesamtausrichtungskoordinator
    - Alles-im-Überblick-Behalter
    - Fotograf und Kameramann
    - Lebensthemen-Herausfinder
    - Komplexe-Sachverhalte-Zusammenführer
    - Grafikdesigner
    - Essensschnippler
    - Pizzateig-Beleger
    - Gefühlshüter und Problemfelderkenner
    - Work-Out-Trainer
    - Material-Anschaffungs-Experte
    - Gefahrensituationseinschätzer
    - Wahrheitsfinder, Gesichtsleser, Profiler
    - Zukunftsplaner
    - Motivationscoach
    - Expeditionsmobil-Entwickler
    - Sauna-Aufgießer
    - Wach-Rüttler und Zur-Ordnung-Rufer
    - Sarkasmus-und-dumme-Sprüche-Beauftragter

Bücher Filme

    Bücher und Filme:


    Gruppendynamik für Blödies

    2011 ließ sich Gärtner gemeinsam mit seinem Co-Autor zum Schreiben eines Lernordners als Unterrichtsmaterial für Lehrer inspirieren. Darin flossen vor allem seine  langjährigen Erfahrungen als Teamtrainer, Erlebnispädagoge und Gruppencoach in das Werk mit ein. Später wurde dieser Lernordner noch einmal von ihnen überarbeitet und in ein Buch umgewandelt. Damit steht es nun auch der Allgemeinheit zur Verfügung und man kann es unter dem Titel „Gruppendynamik für Blödies“ hier auf der Webseite als eBook gegen eine Spende bekommen. Das Besondere an dem Buch ist, dass es an den Lern- und Wachstumsprozess einer Gruppe angepasst ist. Von vorne nach hinten steigert sich also der Schwierigkeitsgrad der Übungen in dem Maße, in dem sie auch die Qualitäten und den Zusammenhalt der Gruppe, sowie die Fähigkeiten jedes einzelnen fördern. Daraus ergibt sich ein roter Faden, anhand dessen man seine Gruppe gezielt so führen kann, dass jeder sein eigenes Potential erkennt und für sich selbst wie auch für die Gruppengemeinschaft einzusetzen versteht.

    Draußen: Reportagen vom Rand der Gesellschaft

    Das Buch „Draußen“ ist ein Sammelband, in dem verschiedene Autoren und Journalisten von ihren Erfahrungen mit gesellschaftlichen Randgruppen berichten. Dabei geht es stets um das direkte Erleben von Lebensbereichen, die den meisten Menschen für gewöhnlich verborgen bleiben und in die wir uns nur schwer hineinversetzen können. Neben Heiko Gärtner und Tobias Krüger, die hier von ihren Erfahrungen mit dem Obdachlosenprojekt von 2012 schreiben, haben unter anderem auch Günther Wallraff und Detlef Vetten einen Beitrag dazu verfasst. Erschienen ist das Buch 2012 beim REDLINE-Verlag.

     

    100 Dinge, die man tun sollte, bevor man 18 wird

    2012 veröffentlichte die Jugendbuch-Bestseller-Autorin Katharina Weiß das Buch „100 Dinge, die man tun sollte, bevor man 18 wird“, das sich speziell an Teenager richtet. Gemeinsam mit ihrer engsten Freundin Marie Michalke stellt sie sich einen Plant mit allen alltäglichen und verrückten Ideen zusammen, die Jugendlichen in unserer Gesellschaft normalerweise im Kopf herum spuken. Heiko Gärtner wird dabei als Survivalexperte und Wildnistrainer zurate gezogen, bei dem die Autorin und ihre Freunde ein Wildnis-Extrem-Wochenende besuchen. Das entsprechende Kapitel beschreibt also ein Survivalwochenende im Wald aus der Perspektive eines Teenagers, der die Natur normalerweise eher aus der Ferne betrachtet.

     

    Krankheiten auf einen Blick erkennen

    Das 2013 vom mvg-Verlag veröffentlichte Buch „Krankheiten auf einen Blick erkennen“ ist ein Grundlagenwerk der Antlitzdiagnose und der Körperdiagnose. Heiko Gärtner fasst darin mit Tobias Krügers Unterstützung alles an Wissen über verschiedenste Diagnoseformen zusammen, was er in den vergangenen 12 Jahren überall auf der Welt bei verschiedenen Kulturen lernen durfte. Dabei gehen die Autoren jedoch nicht nur auf das Erkennen der Krankheiten selbst ein, sondern auch auf das Aufspüren und Auflösen der Krankheitsursache. Dadurch ermöglicht das Buch dem Leser, selbst mehr Verantwortung für den eigenen Heilungsprozess zu übernehmen. Es richtet sich sowohl an Laien für die Selbstheilung und die Unterstützung von Familie und Freunden, als auch Therapeuten und Doktoren für die Anamnese und Beratung ihrer Patienten.

     

    Die natürliche Heilkraft der Bäume

    Mit dem Buch „Die natürliche Heilkraft der Bäume“ beschreibt Heiko Gärtner erstmalig seine Erfahrungen, die er als Schüler unterschiedlicher Naturvölker und Wildnismentoren machen durfte. Das Buch bietet dabei zum einen Einblick in die Philosophie und Weltanschauung der indigenen Kulturen und ist gleichzeitig auch ein Leitfaden um selbst ein Schüler der Natur zu werden. Dabei schlüpft man als Leser in die Rolle eines jungen Indianerkindes und kann so die ersten Lernschritte aus dem Weg zum Heiler und Schamanen gehen. Es ist somit die erste Medizinmannausbildung, bzw. Medizinfrauausbildung in Buchform, die bis dato im deutschen Sprachraum entstanden ist.

     

Meine Vision

    Meine Vision


    Jedes Wesen im Universum hat eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, die es von der Schöpfung geschenkt bekommen hat, um seinem Leben einen Sinn zu geben. Durch dieses Grundgesetz der Mutter Erde trägt jeder seinen Teil zum großen Ganzen, oder genauer gesagt zur Ausdehnung der Liebe bei. So haben sowohl alle heiligen Schriften wie auch unsere moderne Quantenphysik erkannt, dass unsere Welt nur aus einer einzigen Energie und aus einem einzigen Bewusstsein besteht. Manche nennen sie Gott, andere Liebe, Allbewusstsein oder Urenergie. Doch egal welchen Namen wir auch verwenden wollen, immer werden wir erkennen, dass es ihr höchstes bestreben ist, sich und damit das Paradies, permanent zu vergrößern und auszudehnen. Meine Vision für unsere Gesellschaft der Zivilisationsmenschen ist es daher, dass wir erkennen, dass alles Liebe ist und dass wir mit allem eins sind. Erst dann werden wir damit aufhören können, die Rolle des Zerstörers zu spielen, der sich selbst immer wieder Leid zufügt, weil er glaubt von allem anderen getrennt zu sein. Wir glauben, dass wir der Körper sind in dem wir uns gerade befinden und wie identifizieren und mit den Gedanken, die in unseren Köpfen umherspuken. Wahres Glück bedeutet jedoch zu erkennen, dass dies nicht die Wahrheit ist. Es ist nur eine Traumrealität, die wir annehmen, um die Liebe ausdehnen zu können. Wenn alles eins ist, ist zwangsläufig auch alles Gott, was uns selbst ebenfalls zu einem Teil von Gott macht. Somit können wir weder sterben noch leiden, da der Tod und das Leid nur Teile der Geschichte sind, die wir spielen. Wenn wir erkennen, dass wir in Wirklichkeit der Autor sind, der das Buch des Lebens schreibt und nicht die Charaktäre, die er darin zeichnet, ab diesem Moment kommen wir in die Erleuchtung und können vollkommen frei und unbeschwert sein. Dadurch dehnen wir dann die Liebe aus. Meine Vision ist es, dass immer mehr Menschen erkennen, wer sie wirklich sind, und dadurch vom Zerstörer zum Liebesausdehner werden.

Meine Wünsche

    Meine Wünsche


    Ich wünsche mir ein Leben in vollkommener Freiheit, Leichtigkeit und Agilität, bei dem ich spüre, dass ich mit allem eins bin und bei dem ich jeden Tag mit Freude genießen und jede Herausforderung als Wachstumschance mit Dankbarkeit annehmen kann. Konkret bedeutet das, dass ich gemeinsam mit meiner Weltreise-Herde in einem großen, gemütlichen und schallisolierten Expeditionsmobil durch jedes Land der Welt reisen werde. Wir werden weiterhin wandern und diesen wunderschönen Planeten langsam mit jedem Schritt erkunden, doch wir werden auch eine Basisstation in Form unseres Mobils dabei haben, so dass wir stets unseren Rückzugsort haben, in dem wir forschen und uns entwickeln, aber auch entspannen und uns erholen können. Wir werden eine Sauna und eine Infrarotkabine bei uns haben, in denen wir relaxen und einfach nur das Leben genießen, dabei aber auch entgiften und heilen können. Außerdem werden wir eine Foto- und Film-Ausrüstung bei uns haben, mit der wir die Schönheit dieser Welt, wie auch die Abstrusitäten und Absonderlichkeiten dokumentieren können. Dazu gehört unter anderem auch eine Drohne und eine Action-Cam mit Steady, um die Welt noch einmal aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten. Ich wünsche mir, dass unsere Bücher und unsere Internetseiten von Tag zu Tag erfolgreicher werden und immer mehr Menschen erreichen und inspirieren, so dass all unsere Forschungsergebnisse nicht nur uns, sondern der ganzen Menschheit dienen. Ressourcen wie Nahrung, Geld, Strom, Wasser und Wärme werden dabei stets so fließen, dass wir uns keine Gedanken darüber machen brauchen, sondern stets den natürlichen Reichtum und Überfluss von Mutter Erde spüren und nutzen können, ohne ihr dabei zu schaden. Wir werden die entlegensten Ecken unseres Planeten erkunden, und dabei die außergewöhnlichsten Tiere und Pflanzen kennenlernen. Dabei kommen wir täglich mehr in unsere Kraft, werden von Sekunde zu Sekunde agiler, stärker, flexibler und weiser, so dass sich unsere Schmerzkörper wie der Tinnitus, die Hüftschmerzen und unsere Verspannungen auf natürliche Weise auflösen können.