Nachhaltig leben und konsumieren

/, Lifestyle-Wiki/Nachhaltig leben und konsumieren

Nachhaltig leben und konsumieren

Durch unsere Reisen haben wir immer wieder festgestellt, wie unendlich kostbar unsere persönlichen Ressourcen sind. Das gilt für die immateriellen wie die materiellen Ressourcen. Wenn wir zu Fuß die Welt bereisen, ist uns jedes Gepäckstück, das wir mit uns tragen, bewusst und wir müssen es mit Bedacht auswählen. Wir versuchen, in unserem Gepäck nur das Nötigste zu verstauen, und achten auf gute Qualität aus nachhaltigen Quellen sowie Produkte, die möglichst ohne Giftstoffe und fair produziert worden sind.

Welche Fußabdrücke wir auf der Erde hinterlassen, entscheiden wir selbst durch unser nachhaltiges Leben

Welche Fußabdrücke wir auf der Erde hinterlassen, entscheiden wir selbst.

Unsere Reisen machen uns bewusst, mit wie wenigen Dingen man letztlich gut klarkommen kann. Das ist eine der Erkenntnisse, die uns auch über die Reisen hinaus begleiten. Auch in dem Leben zwischen und nach den Reisen versuchen wir, nachhaltig zu leben und zu konsumieren.

Mit kleinem Gepäck reisen

Nicht nur auf Reisen macht sich kleines Gepäck einfach leichter. Nachhaltiges Konsumieren im Alltag kann jeder üben. Das Vermeiden von unnötigem Plastikmüll und überhaupt dem Entstehen von Müll ist eine tolle Möglichkeit, verantwortungsvoll mit den Ressourcen umzugehen.
In sämtlichen Lebensbereichen sind nachhaltiges Konsumieren und bewusstes Einkaufen erstrebenswert. Einige Beispiele wollen wir hier genauer darstellen:

Persönliche Schreibutensilien:

Nicht immer ist ein Smartphone das richtige, um miteinander in Kontakt zu bleiben. Handgeschriebene Zeilen haben schon vor vielen Jahrhunderten funktioniert, um jemanden wissen zu lassen, wie es einem geht und was man erlebt. Eine ganz persönliche Note zu hinterlassen, ist möglich, wenn man sein eigenes Briefpapier drucken lassen kann.

Ein Notizbuch ist eine weitere Möglichkeit, Erlebtes festzuhalten. Beim Prozess des Schreibens, des händischen Schreibens mit einem Stift auf Papier, ergeben sich andere Erkenntnisse als beim Tippen in ein elektronisches Gerät. Für diese Art der Reflexion ist auch kein Strom nötig. Verglichen mit der ökologischen Belastung, die ein Smartphone oder ein Computer verursacht, ist unser gutes altes Papier noch relativ verträglich. Doch auch hier ist leider nicht alles Gold was glänzt – oder in diesem Fall: Nicht alles Natur, was aus Holz ist. So schön die Idee vom Umweltschutz durch Recyclingpapier auch sein mag, so sehr muss man dabei beachten, dass auch hier wieder mehr Giftstoffe und Chemikalien im Spiel sind, als man zunächst vermuten möchte. Mehr zu diesem Thema findet ihr in unserem Bericht über die Giftigkeit von Toilettenpapier.

Wir haben die Welt in unseren Händen – lasst uns verantwortungsvoll mit ihr umgehen!

Wir haben die Welt in unseren Händen – lasst uns verantwortungsvoll mit ihr umgehen!

Nachhaltige Hygiene:

Um sich auch auf Reisen gut pflegen zu können, braucht es ein paar Hygieneartikel. Eine Zahnbürste zählt selbstverständlich zu den Basics. Sehr bewährt hat sich eine Holzzahnbürste aus Miswak, die sogar ohne Zahnpasta benutzbar ist. Sie gibt weder toxische Inhaltsstoffe beim Putzen ab noch hinterlässt sie irgendwelche schädlichen Inhaltsstoffe als Müll.

Am besten, jegliche Art von Hygieneartikel produzieren überhaupt keinen Müll: Zero Waste für das Badezimmer – das heißt Seifenstücke statt Duschgels, Haarseife statt Shampoo, biologisch abbaubare Wattestäbchen oder Cremes in Glastigeln oder Körperpflege in Form von Stücken.

Energie sparen:

Eine der großartigsten Erfindungen für Reisende ohne ständigen Stromanschluss sind über Sonnenlicht aufladbare Akkus oder Lichtquellen. Solarbetriebene Lampen, sogenannte Solar-Akkus oder Solar Batterieladegeräte können sich überall dort aufladen, wo es Sonne gibt. Solche Solarladegeräte sind klein und leicht und dadurch ist man als Reisender autark genug, um sein Handy oder sein Tablet zu mit Strom zu versorgen. Natürlich ist dabei das natürlich erzeugte Energievolumen nicht unbegrenzt, sodass jeder Gebrauch wohlüberlegt sein muss.

Übertragen auf unser Verhalten zu Hause, bedeutet dies für uns selbstverständlich, zum einen auf regenerative Stromquellen bei der Stromversorgung zurückzugreifen und zum anderen generell möglichst wenig Strom zu verbrauchen.

Nachhaltig und bewussr mit Sonne, Wind- und Wasserkraft leben heißt im Kreislauf der Energien sein.

Mit Sonne, Wind- und Wasserkraft leben heißt im Kreislauf der Energien sein.

Es ist Teil unseres Grundverständnisses vom Leben, dass alles miteinander verbunden ist. So wie wir der Welt begegnen, scheint sie auf uns zurück, alles, was wir in die Welt an Energien und Schwingungen senden, hat einen kleinen Einfluss. Auf unseren Reisen ins oftmals Unbekannte haben wir gemerkt, wie wichtig es ist, sich auf das einzulassen, was kommt. Das ganze Leben ist doch eine Reise und es stimmt einfach: Der Weg ist das Ziel.

Bildquellen:

Pixabay @ Free-Photos (CCO public domain)

Pixabay @ stockpic (CCO public domain)

Pixabay @ pexels (CCO public domain)

Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

Schreibe einen Kommentar: