Das Geheimnis der Bucegi-Berge

von Heiko Gärtner
26.10.2016 23:08 Uhr

Welches Geheimnis verstecken die Bucegi Berge in Rumänien? Auf diese Frage wurden wir heute gestoßen und uns wurde bewusst, dass es hier tatsächlich einige spannende Rätsel zu erforschen gibt. Die Bucegi Berge befinden sich in Rumänien, nahe der Stadt Brasov und haben 2002 das erste Mal für einiges an Aufsehen gesorgt. Der Grund dafür ist, dass man in ihrem Inneren Hohlräume und Tunnelsysteme entdeckt hat, die sich von allem unterscheiden, was man bisher kannte. Einige sprechen davon, dass sie durch eine Art Energiewand geschützt sein sollen und zu geheimen, unterirdischen Hallen führen. Wir beschlossen der Sache auf den Grund zu gehen und fanden uns schnell in einer Art Natur-Historien-Spiritualitäts-Krimi wieder. Hier ist unsere ganze Geschichte dazu.

Welches Geheimnis verbirgt sich hinter den Bucedi Bergen

Welches Geheimnis verbirgt sich hinter den Bucedi Bergen?

 

Eine folgenschwere Begegnung

Nachdem wir den halben Tag im Partykeller einer Anwohnerin verbracht hatten, machten wir uns um 18:00 Uhr auf den Weg ins Pfarhaus. Der pensionierte Pfarrer zeigte uns einen Aufenthaltsraum mit Küche, in dem wir vorerst Platz nehmen konnten, da im großen Saal bis um 21:00 Uhr noch ein Yoga-Kurs stattfinden sollte. Aus Italien waren wir es gewöhnt, dass solche Kurse im Nebenraum immer eine Menge Radau bedeuteten, doch dieser Kurs war tatsächlich so leise, dass wir mehrfach glaubten, er sei schon längst vorbei. Lediglich ein paar Stön- und Seufzlaute waren immer wieder einmal zu hören. Als der Kurs wirklich vorrüber war, setzten wir uns noch für gut zwei Stunden mit der Yoga-Lehrerin zusammen und tauschten uns über die verschiedensten Themen aus. Sie war eine kleine, knuffige Frau um die sechzig und sie hatte ihre Ausbildung in einem Yoga-Zentrum in den französischen Alpen gemacht. Vor unserem Nomadenleben hatten wir ebenfalls einmal überlegt, ob wir nicht eine Yoga-Lehrer-Ausbildung machen sollten, doch damals hatten wir den Plan wieder verworfen, weil wir keine Schule finden konnten, die uns wirklich gefiel. Diese hier klang jedoch so, als würde man dort wirklich etwas lernen.

Unsere Yoga-Lehrerin bei einer spirituellen Reise in die Bucegi Berge

Unsere Yoga-Lehrerin bei einer spirituellen Reise in die Bucegi Berge.

 

Kriminelle Machenschaften

Die kleine Frau erzählte uns außerdem einige spannende Dinge über Osteuropa, die wir selbst dort nicht oder nur zum Teil in Erfahrung gebracht hatten. Auf diese Weise erfuhren wir, dass jener ominöse Holz-Großkonzern, der in Rumänien und in der Ukraine illegal die Wälder abholzt, um sie verstohlens aus dem Land zu schaffen, aller Wahrscheinlichkeit nach der selbe Holz-Großkonzern ist, den wir vor zwei Tagen in Ybbs gesehen hatten. Offizielle Beweise gab es dafür natürlich nicht, aber der Verdacht bestand hier in der Gegend schon seit geraumer Zeit.

Eine Holzindustrie mit zweifelhaften Methoden?

Eine Holzindustrie mit zweifelhaften Methoden?

 

Die Pyramiden von Bosnien

Darüber hinaus erfuhren wir einige spannende Details über die Pyramiden in Bosnien, die wir im letzten Jahr beinahe besucht hatten. Kurz vor unserem Treffen mit Paulina in Sarajevo waren wir nur wenige Kilometer daran vorbeigekommen und von einem Platz aus hatten wir sogar eine Spitze sehen können. Damals schien es nicht weiter spektakulär zu sein, da es letztlich ein Berg in Pyramidenform war, der komplett bewachsen war. Doch so wie es scheint ragen sich einige Mythen und Legenden um die Pyramiden und es wird von einigen sehr spannenden und außergewöhnlichen Ereignissen erzählt. Auch die Yogalehrerin hatte bei ihrem Besuch das Gefühl, dass hier eine besondere Kraft vorherrschte, die sie auf diese Weise noch nie erlebt hatte. So wie es scheint, lohnt es sich wohl, eines Tages noch einmal etwas mehr darüber herauszufinden.

Auch Bosnien birgt viele Geheimnisse, die auf ihre Entdeckung warten.

Auch Bosnien birgt viele Geheimnisse, die auf ihre Entdeckung warten.

 

Die geheimnisvollen Gucegi-Berge in Rumänien

Noch spannender jedoch war ihre Erzählung über die Bucegi-Berge in Rumänien, die wir leider ebenfalls nicht hatten besuchen können. Das heist, wenn wir sie besucht hätten, hätte dies wahrscheinlich nichts geändert, da alles was es dort zu sehen gibt, ohnehin nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Doch vor einigen Jahren haben Wissenschaftler hier zunächst durch computergestütze Bodenvermessungen entdeckt, dass es unter den Bergen riesige Hohlräume gibt, die es dort eigentlich nicht geben dürfte. Eine genauere Untersuchung zeigte, dass es sich um eine Art Röhren- oder Tunnelsystem handelte, das wirkte, als wäre es nicht auf natürliche Weise entstanden. Es gab jedoch auch keine Hinweise darauf, dass es von Menschen aus der uns bekannten Menschheitsgeschichte erbaut worden war. Über seine wirkliche Entstehung gibt es also nur Mutmaßungen und Theorien. Fakt ist jedoch, dass die Tunneleingänge direkt nach ihrer Entdeckung zu Sperrgebiet erklärt wurden und dass über ihre Entdeckung nie wirklich etwas berichtet wurde. Lediglich einige russische Wissenschaftler gingen mit ihren Untersuchungsergebnissen an die Öffentlichkeit, während von amerikanischer Seite alles unter Verschluss gehalten wird. Noch heute ist das Gebiet um die Tunneleingänge ein amerikanisches Militärgebiet.

Geheimnis der Bucedi Berge - Versteckt sich hier eine geheime Alien-Kultur

Was hat es mit den geheimnisvollen Tunneln hier in den Bucedi Bergen auf sich?

 

Ein Tunnelsystem um die halbe Welt?

Viel interessanter als die Tunneleingänge ist jedoch die Frage, wo diese hinführen, denn spätestens jetzt wird es richtig mysteriös. Ähnliche Tunnel wie in Rumänien fand man einige Jahre zuvor auch im Irak und in China. Einigen Berichten zufolge handelt es sich dabei nicht um verschiedene Tunnelsysteme, sondern um verschiedene Ein- und Ausgänge des gleichen Systems. Demnach würden die Tunnel also einmal um die halbe Welt verlaufen. Auch hier gibt es, wie ihr euch vorstellen könnt, natürlich jede Menge Sagen, Mythen und Vermutungen und ich habe nicht den blassesten Schimmer, ob an dieser Sache etwas dran ist oder nicht. Aber irgendein Wahrheitsfunke scheint auch hier verborgen zu liegen und es ist sicher spannend, der Sache einmal auf den Grund zu gehen.

Tunneldurchwanderung

Ob es wohl Tunnel gibt, in denen man von den Bucegi Bergen aus um die halbe Welt wandern könnte?

 

Abendliches Workout

Doch von unserer Yogalehrerin erfuhren wir zunächst keine weiteren Details. Nachdem wir uns von ihr verabschiedet hatten, begann ich mit den Sanktionen, die wir für heute zuvor ausgetestet hatten. Passend zum Oktoberfest durfte ich eine halbe Stunde lang Bierkrüge, oder in diesem Fall, da es keine echten Krüge gab, Wasserkaraffen stämmen. Die Aufgabe war es, die Karaffen gerade vor mich zu halten, jeweils mit einem Liter Wasser darin. Ich weiß nicht, ob ihr das schon einmal versucht habt und mir ist klar, dass ich kräftetechnisch ein Waschlappen bin, aber ich wäre an dieser Aufgabe fast verzweifelt. Am Anfang schaffte ich es noch einigermaßen, die Krüge knapp zwei Minuten so vor mich zu halten, dass man es gerade noch durchgehen lassen konnte. Dann musste ich sie absetzen, meine Arme ausschütteln und es von neuem versuchen. Zum Glück wurden die Minuten dieses Mal aufaddiert, denn sonst würde ich noch immer in der Küche des Pfarrhauses stehen und meine Arme würden bis zum Boden schlackern. Mit der Zeit wurden die Abstände immer kürze und am Ende war ich froh, wenn ich noch zehn Sekunden standhalten konnte. Bis zu 29 Minuten ließ Heiko dies durchgehen. Danach bekam ich die Aufgabe, die letzte Minute ohne abzusetzen zu meistern, wobei die Krüge nicht unter einen bestimmten Punkt absinken durften. Schaffte ich es nicht, begann die Minute von neuem.

Originelle Bierkrüge als Biergeschenk

Maß-Stemmen ist eine beliebte Sportart auf dem Oktoberfest und nicht zu unterschätzen.

 

Alten Schmerz durchleben und loslassen

Meine Arme zitterten und krampften und ich war kaum mehr in der Lage, sie ohne etwas in der Hand über meinen Kopf zu heben. Heiko amüsierte sich riesig und zog mich dabei mit einem dummen Spruch nach dem nächsten auf. Im ersten Moment hielt ich es für reine Schadensfreude, die - und das muss ich offen zugeben - definitiv ihre Berechtigung gehabt hätte. Für jemanden, der vorhatte, zwei Wasserkrüge in den ausgestreckten Händen zu halten, sah ich ziemlich ulkig aus, wie ich so mit verzerrtem Gesicht, verkrampften Fingern und halb angewinkelten Armen die Wasserkaraffen schüttelte, dabei den halben Boden nass machte und ununterbrochen mit meinem Hintern vor und zurück wippte. Doch neben dem Spaßfaktor ging es Heiko darum, mich ganz bewusst in dieser gefühlten Stresssituation zu reizen. Ich wollte etwas, das ich nicht konnte, fühlte mich deswegen als Versager und wurde dabei auch noch gehänselt.

Diese Situation hatte ich oft genug in der Schule erlebt, mich jedoch nicht getraut, die damit verbundenen Gefühle wirklich zu fühlen. Nun kamen sie raus. Ich fing an zu heulen, fuhr Heiko an, er solle mich in Ruhe lassen, riss mich zusammen und heulte dann wieder los. Auf der einen Seite nahm ich es Heiko im ersten Moment wirklich krumm, dass er mich in diese Lage brachte, auf der anderen Seite spürte ich aber bereits jetzt, wie gut es tat, diese Tränen zu weinen und diese Scham, Trauer und Verzweiflung zu spüren. So viel war also doch gar nicht nötig, um ins Fühlen zu kommen. Ich brauchte nur eine Überforderungssituation und ein paar Sticheleien. Vielleicht machte ich ja doch langsam Fortschritte. In jedem Fall war es am Ende nicht nur das Gewicht der Wasserkrüge, das von mir abfiel, sondern auch eine Art schmerzlicher Seelenbalast, den ich bereits viele Jahre mit mir herumgetragen hatte.

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Viele alte Gefühle kommen in Franz wieder auf, die nie richtig gespürt wurden.

 

Das Geheimnis der Bucegi Berge lässt uns nicht los

Abends im Bett zitterten meine Hände noch immer und sie fühlten sich seltsam schwach an. Doch ich schenkte ihnen nur noch wenig Aufmerksamkeit, dam eine Gedanken noch immer um das Geheimnis der Bucegi Berge kreisten. Irgendetwas faszinierte mich daran und hielt mich vom Einschlafen ab. Ein Blick zu Heiko zeigte mir, dass auch er noch immer Wach lag und grübelte.

Wir hatten schon viele Situationen erlebt, in denen wir die Bekanntschaft mit etwas machen durften, das unseren logischen Verstand und unser normales Weltbild weit überstieg. Daher erkannten wir diese Situationen, wenn wie kamen und wir waren uns nun sicher, dass wir auch jetzt wieder einem Phänomen auf der Spur waren, das mit Logik und Wissenschaft nicht zu erklären war.

Welches düstere Geheimnis liegt unter den Bucegi Bergen

Welches düstere Geheimnis liegt unter den Bucegi Bergen?

 

Wandern durch Hochwassergebiet

Nachdem wir Ardagger verlassen hatten, weitete sich die Landschaft merklich und die Berge zogen sich weit von der Donau zurück. Trotzdem hatte das Hochwasser von 2002 hier den gesammten Uferbereich auf mehr als fünf Meter überflutet. Als wir die Markierungen an den Scheunen sahen, konnten wir es uns kaum vorstellen.

Blick auf die Donau

Blick auf die Donau.

 

Der Weg selbst war in dieser Region so ungünstig gelegt, wie schon lange nicht mehr. Sonst hatten sich die Erschaffer des Donauradweges ja immer die größte Mühe gegeben, ihn selbst in den schrecklichsten Gebieten noch immer irgendwie so verlaufen zu lassen, dass er so angenehm wie Möglich wurde. Hier jedoch hatten sie sich diesbezüglich nicht die Geringste Mühe gegeben. Obwohl das Land flach, weit und bis auf die Felder vollkommen leer war, führte der Weg direkt an einer Straße entlang. Der Uferweg verlief parallel, man hätte also nicht einmal eine neue Straße bauen, sondern den Radweg mit einem Schlenker nur wieder auf diesen zurückführen müssen. Erst nach rund 12 Kilometern, als wir über ein weiteres Donau-Wasserkraftwerk auf die andere Uferseite wechseln konnten, wurde der Weg wieder besser.

Das Donautal

Das Donautal.

   

Geht es beim Geheimnis der Bucedi-Berge um Außerirdische?

Bevor wir in der Früh aufgebrochen waren, hatten wir es noch geschaft, ein wenig über das Geheimnis der Bucedi-Berge zu recherchieren und uns einige Texte auf unser Smartphone zu laden. Da der Weg nun ohnehin gerade nicht so schön war, wie er hätte sein können, nutzten wir die Gunst der Stunde um beim Wandern einen Teil davon zu lesen. Wir waren dabei auf ein Buch namens „Transylvanian Sunrise“ von einem rumänischen Autor namens Radu Cinamar gestoßen. Der Autor bescreibt darin, dass die Tunnel unter den Bucegi Bergen außerirdischen Ursprungs sein und den wohl größten archäologischen Fund der Geschichte darstellen. Die Halle, von der uns die Yoga-Lehrerin erzählt hatte, sollte demnach nicht einfach nur eine Halle sondern eine Art holografischer Wissensspeicher sein, in dem all das Wissen der außerirdischen Kultur in die Luft projeziert werden konnte. Dieser Fund sei demnach ein Wissensschatz von so allumfassender Bedeutung, dass er die Menschheit für immer aus ihrem Leid, der Unterdrückung, der Armut und der Ungerechtigkeit befreien könnte. Kein Wunder also, dass er unter Verschluss gehalten wird, denn wer will so etwas schon?

Wurden die Tunnel von Aliens erschaffen

Wurden die Tunnel von Aliens erschaffen?

 

Ohrenbetäubender Lärm

Plötzlich wurden wir durch ein kreischendes, Ohrenbetäubendes Geräusch aus unserer Parallelwelt gerissen. Denn nun war es Samstag Mittag und damit an der Zeit, die Feuerwehrsirenen der umliegenden Dörfer zu testen. Anders als ich es von Zuhause gewohnt war, verliefen die Tests hier jedoch nicht mit einem anschwellenden und kurz darauf wieder abklingenden Signalton, sondern mit einem Ton, der anschwoll und dann für mehr als fünf Minuten komplett gleichbleibend anhielt. Wir waren mindestens vier Kilometer vom nächsten Ort entfernt und selbst hier war es fast unerträglich, diesen Ton in den Ohren auszuhalten. Wenn man sich mitten in einem Ort befand, musste es sogar noch schlimmer sein, als wir es in der einen Stadt in Tschechien erlebt hatten, in der man einen Bombenalarm geprobt hatte. Wieso um alles in der Welt taten wir uns Menschen so etwas an?

Brauchen die Feuerwehrleute wirklich noch eine Sirene, um alarmiert zu werden?

Brauchen die Feuerwehrleute wirklich noch eine Sirene, um alarmiert zu werden?

 

Es war ein Ton, der definitiv schadete und der keinen anderen Zweck erfüllte, als uns Krank zu machen. Früher einmal mochte es lebenswichtig gewesen sein, dass die Sirene regelmäßig geprüft wurde, da sie in der Regel das einzige Mittel war, um die Freuerwehrkräfte über einen Einsatz zu informieren. Doch heute bekam jede Einsatzkraft über das Handy oder einen Pieper bescheid, dass seine Anwesenheit erforderlich war. Die Feuerwehrsirene war also eigentlich antiquiert und diente im besten Falle nur noch dazu, diejenigen Hilfskräfte aufzuwecken, die ihr Handy nicht rechtzeitig ans Ladekabel gehängt hatten. Im Normalfall brauchte man sie aber wahrscheinlich nur, um alle zum gemeinsamen Biertrinken zusammenzutrommeln. Darüber hinaus gab es heute unzählige Verfahren, ein solches Alarmsystem zu testen, ohne dass man eine ganze Region einem schmerzenden Störsignal aussetzen musste. Warum also betrieben wir dieses Spiel weiterhin? Und warum mussten dabei auch noch alle Sirenen versetzt mit dem Test anfangen, so dass man sofort das nächste Quietschen in den Ohrn hatte, sobald eines verstummt war. Als es dann nach einer knappen halben Stunde wieder ruhig wurde, war es wie eine Erlösung.

Feuerwehrauto in Alarmbereitschaft

Feuerwehrauto in Alarmbereitschaft.

 

Was haben Zeitreisen mit dem Geheimnis der Bucedi-Berge zu tun?

Nachdem der Lärm endlich wieder vorbei war, konnten wir unsere spannende Lektüre fortsetzen. Dabei kam heraus, dass der angeblich außerirdische Ursprung der geheimnisvollen Bucedi-Höhlen bei weitem nicht der Höhepunkt der Geschichte war. Denn offenbar gab es hier auch verschiedene Phänomene, die mit einer Krümmung der Zeit und der Bildung von Zeitschleifen in Zusammenhang standen. Verschiedene Geheimdienste, darunter ein Amerikanischer und ein Rumänischer, dem man ohnehin bereits eine große Nähe zum Okkultismus nachsagte, sollen hier demnach mit Zeitreisen experimentiert haben. Das war natürlich etwas, das man Geheimdiensten an mehreren Orten der Welt nachsagte und ich bin mir nicht sicher, was wirklich dahinter steckt. Auffällig ist jedoch, dass offenbar auch unabhängig davon bereits viele Jahre zuvor höchst ungewöhnliche Phänomene von Einheimischen beobachtet wurden und noch immer werden. Auch hier gibt es Geschichten von Zeitschlaufen und von Menschen, die plötzlich verschwinden, um dann Jahre später wieder aufzutauchen, ohne dabei gealtert zu sein.

Sind in den Bujedi Bergen Zeitreisen möglich

Sind in den Bujedi Bergen Zeitreisen möglich?

 

Rennräder oder ein Hornissenschwarm?

Das letzte Stück des Weges führte wie immer an einer Hautpstraße entlang und es wurde so laut, dass wir das Vorlesen erst einmal wieder unterbrechen mussten. Dafür machten wir aber eine erstaundliche Entdeckung. Zunächst fuhren nur Autos an uns vorbei, doch dann kam eine Gruppe mit Rennradfahrern, die ebenfalls auf der Straße fuhr. Zu unserem Erstaunen übertönten diese den Autolärm um ein gutes Stück. Die Räder waren also wirklich lauter als die Autos. Wie konnte das sein? Es war eine Gruppe von sechs Radfahrern und sie klangen wie ein ganzer Bienenschwarm. Das konnte doch kein Zufall oder kein Versehen sein. Alles war darauf ausgelegt, so windschnittig und wiederstandsarm wie möglich zu sein, und doch waren diese Räder um ein vielfaches Lauter als die einfachen Stadträder, die man beim Aldi kaufen konnte. Wie konnte so etwas entstehen? Und vor allem: Warum störte es niemanden?

Rennradfahrer auf dem Donauradweg

Rennradfahrer auf dem Donauradweg.

 

Vertuschung und Geheimhaltung

An einer ruhigeren Etappe konnten wir den Ausführungen über das Geheimnis der Bucedi Berge dann noch ein wenig weiter folgen. Wir erfuhren, dass die Höhlen, wie es die Yoga-Lehrerin bereits angedeutet hatte, 2002 von einem Amerikanischen Geheimdienst durch Satelitenaufnahmen entdeckt wurden, mit denen man Hohlräume unter der Erdoberfläche ausmachen konnte. Zunächst gelang es dem US-Militär, das daraufhin in den Bergen stationiert wurde jedoch nicht, in die Höhlen einzudringen, da diese anscheinend von einem energetischen und einem physischen Schutzwall umgeben waren. Wie sie es schließlich schafften, dennoch hinein zu gelangen, blieb offen. Aber klar wurde, dass mehrere Soldaten auf äußerst mysteriöse Weise bei diesen Versuchen starben.

Die Projektions-Kammer, die wie eine Art Zentrum des Tunnelsystems was, zeigte den Eindringlingen dann nicht nur Einzelheiten über die außerirdische Kultur, sondern vor allem über die Geschichte der Menschheit und die unseres Planeten an sich. Sie schien also wie eine Art Geschichtsschreiber gewesen zu sein, der alles einfach so aufzeichnete, wie es wirklich passierte. Ein kurzer Blick dabei reichte um zu erkennen, dass wir mit unserer aktuell anerkannten Version, über die Entstehung der Erde und der Menschen, sowie unseren kulturellen Verlauf vollkommen falsch lagen. Daraufhin zwang die Amerikanische Regierung die rumänische zur Geheimhaltung und riegelte das ganze Gebiet ab. Ein rumänischer Geheimdienstmitarbeiter hielt sich jedoch nicht daran und sorgte dafür, dass die Geschehnisse in dem besagten Buch veröffentlicht werden konnte. Er berichtet auch, dass er aufgrund seiner Arbeit in den Bucegi Bergen recht unvermittelt Besuch von einem der obersten Bilderberger bekommen hatte. Darüber hinaus hing auch der Vatikan irgendwie in der ganzen Sache mit drin, wenngleich seine Rolle wieder einmal eher undurchsichtig bleib.

Bei genauerer Betrachtung der Bucegi Berge stößt man auf tiefe Abgründe

Bei genauerer Betrachtung der Bucegi Berge stößt man auf tiefe Abgründe.

 

Die Hochzeitsgesellschaften

Bereits auf dem Weg nach Mauthausen kamen uns zwei Hochzeitsgesellschaften entgegen. Als wir die Kirche erreichten, war der Pfarrer gerade dabei, das dritte Paar für heute zu trauen. Bis er damit fertig war, warteten wir vor der Kirche. Dann strömten die Gäste hinaus ins Freie und verteilten sich um uns herum. Einige von ihnen trugen Anzüge und Kleider, wie man es auch bei uns auf Hochzeiten kennt. Der Großteil war jedoch in österreichische Trachten gekleidet, was alles in allem ein recht lustiges Bild abgab. Weniger lustig war es jedoch, wie die Hochzeitsgäste und ansahen. Wir befanden uns auf einem öffentlichen Kirchenplatz und doch spürte man deutlich, dass sie uns als Eindringlinge ansahen, weil wir nicht entsprechend gekleidet waren. Niemand sagte etwas, aber trotzdem spürte man eine subtile Feindseligkeit, mit der nicht nur wir, sondern alle fremden betrachtet wurden. Der Pfarrer selbst teilte diese Einstellung jedoch nicht und überließ uns ohne große Umschweife einen Raum im Pfarrhof.

schloss donau radweg

Ein kleines Dorf an der Donau.

 

Ein schwieriges Publikum

Doch der erste Eindruck, den wir von diesem Ort hatten trügte nicht. Freundlichkeit schien hier generell eher eine Mangelware zu sein. Daraus ergab sich am Abend bei unserer Essenssuche ein erstaunliches Phänomen, das wir so nicht erwartet hätten. Von den drei österreichischen Restaurants, die überhaupt geöffnet hatten, lehnten uns zwei kategorisch ab. Vollkommen anders hingegen war es im einzigen türkischen Restaurant des Ortes. Der Mann, der dieses leitete, sprach nur so wenig Deutsch, dass er kaum etwas von dem Verstand, was ich sagte. Das einzige, was ich ihm klar machen konnte war, dass wir zu Fuß waren und kein Geld aber Hunger hatten. Dies reichte vollkommen aus, dass er uns je einen großen und leckeren Döner zum Mitnehmen machte. Im letzten österreichischen Restaurant hingegen, führten wir ein ausgiebiges und langanhaltendes Gespräch, bei dem wir in allen Einzelheiten alles erklärten, worum es bei unserer Reise ging. Am Ende bekamen wir dann je ein Brötchen mit Formkäse, eine Tomate und eine Banane mit den Worten: "Das kann ich gerade noch verantworten."

Wie so oft war der Dönerbudenbesitzer auch hier wieder der freundlichste im Ort

Wie so oft war der Dönerbudenbesitzer auch hier wieder der freundlichste im Ort.

 

Unterschiede in der Gastfreundschaft

Dabei ging es nicht darum was wir bekommen haben. Die Tomaten waren Super, die Bananen werden uns morgen auf dem Weg absolut willkommen sein und die Brötchen waren auch nicht die schlechtesten, die wir je hatten. Die Spende an sich war der Knaller, keine Frage! Es ging viel mehr um das Gefühl dabei, das uns zu denken gab. Bei dem Gespräch mit den Wirsleuten erzählten wir unter anderem von Moldawien und davon, wie es mit der Nahrungssuche dort funktioniert hatte. Dabei wurden mir selbst auch noch einmal die enormen Unterschiede bewusst. Klar hatten wir uns in dem kleinen, staubigen Agrarstaat fast nur von Plastikbrot, Presswurst, Gurken und Tomaten ernährt. Aber das war das gewesen, was auch die Einheimischen zur Verfügung hatten. Es gab nichts in diesem Land, aber von dem was es gab, bekamen wir immer das beste, und wenn es nur ein Eis am Stil war, das wir uns hatten aussuchen dürfen. Hier war es anders herum. Es gab eine Nachrungsvielfalt in allen nur erdenklichen Variationen und doch bekamen wir oft, das gleiche, wie in Moldawien, weil die Menschen hier einen vollkommen anderen Bezug zum Geben hatten. Nichts davon ist besser oder schlechter, aber die Frage ist, ob wir nicht doch immer etwas schnell urteilen, wenn wir davon sprechen, dass ein Land ärmer oder reicher ist als ein anderes.

Unser Übernachtungsdorf an der Donau

Unser Übernachtungsdorf an der Donau

 

Verschwörungstheorie oder größtes Geheimnis der Menschheitsgeschichte?

Während wir uns zum Abendessen über unsere Döner hermachten, schauten wir noch einmal, ob wir nicht doch noch ein paar mehr Informationen finden konnten und stießen dabei auf das fogende Video, das wir uns beim Essen anschauten:

 

"Was denkst du so, über das Geheimnis der Bucedi Berge?" fragte mich Heiko nachdem wir unsere Döner verspeist und das Video zu Ende gesehen hatten.

Wir stellten fest, dass wir beide nicht wirklich sicher waren, wie viel Wahrheit in diesen Geschichten steckte. Aber es gab doch einige Auffälligkeiten, die man nicht einfach so abtun konnte. Wie erklärten sich all die mystischen Begebenheiten, die die Einheimischen seit Jahrzehnten, vielleicht sogar Jahrhunderten dort beobachteten? Wieso hatte das US-Militär die ganze Gegend umgehend zur Sperrzone erklärt? Was hatten der Vatikan und die Bilderberger damit zu tun? Was veranlasste den Dalei Lama dazu, zu sagen, dass die Bucegi Berge das "Herzschakra der Welt" seien?

Das Geheimnis der Bucegi Berge - Ein schmaler Grad zwischen Wissen und Spekulation

Das Geheimnis der Bucegi Berge - Ein schmaler Grad zwischen Wissen und Spekulation.

 

War es Zufall dass die anderen "Ausgänge" von denen hier die Rede war, jeweils im Zentrum einer alten und für uns noch immer Rätselumwobenen Hochkultur lag? Das alte China, wie auch das ehemalige Babylon im heutigen Irak gehörten zu den ältesten und höchst entwickelten, Zivilisationen, die wir heute kennen. War ihr Erfolg am Ende vielleicht auf den Einfluss von Außerirdischen zurückzuführen? Um die alten Babylonier ranken sich ja ohnehin jede Menge Mythen. Doch bevor man hier etwas genaues sagen kann, muss man auf jeden Fall noch viel mehr Informationen einholen.

Spannend aber ist dieses Thema auf jeden Fall und es ist definitiv wert, ihm weiter auf den Grund zu gehen. Für alle, die wie wir davon fasziniert sind, haben wir hier gleich einmal das besagte Buch verlinkt.

 
Moon, P: Transylvanian Sunrise
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Hier sind ein paar weitere spannende Bücher vom gleichen Autor zum Geheimnis der Bucegi Berge:
Der Schatzberg, Band 1: Abenteuer in Rumänien
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Der Schatzberg, Band 2: Eintritt in das Reich der Götter
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Cinamar, R: Mystery of Egypt: The First Tunnel (Transylvanian)
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Spruch des Tages: Die Welt ist noch immer voller Geheimnisse!

Datum: 01.10.2016 Höhenmeter: 23 m Tagesetappe: 16 km Gesamtstrecke: 18.606,27 km Wetter: bewölkt und regnerisch Etappenziel: Ehemaliges Pfarrhaus, Stephansposching, Deutschland

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Quellen:

https://docplayer.org/67889254-Das-grosse-geheimnis-der-rumaenischen-bucegi-berge.html  
Heiko Gärtner
Heiko Gärtner ist Wildnismentor, Extremjournalist, Survivalexperte, Weltreisender und einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Antlitz- und Körperdiagnostik. Nachdem er einige Jahre als Agenturleiter und Verkaufstrainer bei einer großen Versicherungsagentur gearbeitet hat, gab er diesen Job auf, um seiner wahren Berufung zu folgen. Er wurde Nationalparkranger, Berg- und Höhlenretter, arbeitete in einer Greifenwarte und gründete schließlich seine eigene Survival- und Wildnisschule. Seit 2014 wandert er zu Fuß um die Welt und verfasste dabei mehrere Bücher.

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