Tag 1544 bis 1547: Außergewöhnlich Übernachten – Schlafen in der Gummizelle

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Tag 1544 bis 1547: Außergewöhnlich Übernachten – Schlafen in der Gummizelle

Tag 1544 bis 1547: Außergewöhnlich Übernachten – Schlafen in der Gummizelle

18.12.2017-19.12.2017

Wir haben im Laufe unserer Reise ja schon an den abstraktesten Orten geschlafen, angefangen bei Friedhofskapellen über Museen, Schaufenster, Schwimmbäder und Burgtürme bis hin zu Höhlen, Gartenhütten, Bars, Altenheimen, Klöstern und Backstuben. Aber heute kamen wir in den Genuss einer ganz außergewöhnlichen Schlaferfahrung.

Holländisches Kraftwerk

Holländisches Kraftwerk

Doch beginnen wir am Anfang. Holland entpuppte sich als ein nicht allzu wanderfreundliches Land, einfach aus dem Grund, dass es nirgendwo einen Rückzugsort gab. Für so ein kleines Land leben hier einfach unglaublich viele Leute und das führt natürlich auch zu unheimlich viel Verkehr und Trubel. Langsam begannen wir zu verstehen, warum mehr als die Hälfte aller Holländer im Ausland lebten. Wir selbst hätten es nicht anders gemacht, wenn wir hier aufgewachsen wären.

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Auch von der Gastfreundschaft waren wir nicht so überzeugt, wie wir es uns vorgestellt hatten. Später beschrieb uns ein Holländer selbst die Situation der Menschen in diesem Land recht anschaulich.

Gut erhaltener Oldtimer

Gut erhaltener Oldtimer

„Die Welt hält uns im Allgemeinen für ein sehr offenes und tolerantes Volk“, meinte er, „aber wenn ihr mich fragt, dann ist das eine Fehleinschätzung, die zwar verständlich und naheliegend ist, aber durchaus recht fatal sein kann. Dass was die Menschen im Allgemeinen für tolerant halten ist in meinen Augen vor allem Gleichgültigkeit. Andere Menschen sind uns einfach egal und deswegen haben wir auch kein Problem mit ihrer Religion oder ihrer politischen Einstellung. Aber wir haben auch kein Problem, sie zu ignorieren, wenn sie beispielsweise unsere Hilfe brauchen)

Businesspark in Holland

Businesspark in Holland

Tatsächlich konnten wir diese Selbsteinschätzung immer mehr bestätigen. Auch heute war ein Tag, an dem wir trotz ekelhaftem Wetter immer weiter und noch weiter wandern mussten. Schließlich gaben wir den Versuch hierzulande eine Unterkunft zu finden ganz auf und machten einen kleinen Schlenker nach Westen, um noch einmal über die Grenze nach Belgien zu wandern und dort unser Glück zu versuchen.

Ein holländisches Wohnhaus

Ein holländisches Wohnhaus

Ein Kloster mit einigen Franziskanerbrüdern lehnte uns auch hier zunächst ab, mit der Begründung dass sie zu alt waren um noch Gäste zu empfangen. Dafür entdeckten wir jedoch ein Institut für mentale Heilung, das ein Schild mit einem Wanderer und der Aufschrift „Pilgerherberge“ an der Eingangstür trug. Wie sich herausstellte, war das Schild veraltet und die Pilgerzimmer gab es bereits seit einem halben Jahrzehnt nicht mehr. Dennoch erklärten sie sich bereit, uns für die Nacht aufzunehmen, wenn wir nicht wählerisch bei den Zimmern waren.

Tagebau

Tagebau

Und dies brachte uns nun die Schlaferfahrung mit der Gummizelle ein. Ein etwas merkwürdiges Gefühl war es schon, in einem Raum zu liegen, in dem es wahrscheinlich von tragischen Geschichten wimmelte und von dem man wusste, dass man nicht mehr hinaus konnte, wenn die Tür wirklich einmal zufallen sollte.

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Schlafen in der Gummizelle

Schlafen in der Gummizelle

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Eine Gummizelle zum Mieten

Eine Gummizelle zum Mieten

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Denn von innen gab es natürlich keinen Türgriff. Erst später fanden wir heraus, dass heute sogar die Möglichkeit gab, sich eine Gummizelle zu mieten und offiziell darin Urlaub zu machen, um genau dieses Gefühl nachempfinden zu können.

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Ein spannender Kurztrip mit außergewöhnlicher Übernachtung als Erlebnisgeschenk

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Eure eigene Übernachtung in der Jurte

Ihr habt durch den Artikel Lust bekommen, selbst einmal in einer Jurte zu übernachten?
Kein Problem, schaut einfach mal in unserer Erlebnisgalaxie vorbei. Dort findet Ihr gleich eine ganze Auswahl an außergewöhnlichen Übernachtungen. Neben einer Nacht in der Jurte gibt es zum Beispiel auch Schlafen im Heuhotel, übernachten im Iglu und viele weitere ungewöhnliche Schlafplätze wie Baumhäuser, Riesenbierfässer, Tipis, Höhlen und Schlösser.

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Auch in den nächsten Tagen blieben unsere Erfahrungen mit den Niederlanden weitgehend gleich und so beschlossen wir, nach einer weiteren Nacht in einem holländischen Kloster, zunächst einmal wieder zurück über die Grenze nach Deutschland zu wandern.

Spruch des Tages: Man muss gar nicht verrückt sein, um in einer Gummizelle schlafen zu können.

 

Höhenmeter 50m / 60m / 170m / 140m

Tagesetappe: 17km / 22km / 30km / 22km

Gesamtstrecke: 28.883,27km

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About the Author:

Heiko Gärtner und Franz von Bujor sind ausgebildete Survivalexperten und Extremjournalisten. Seit 2014 wandern sie zu Fuß und ohne Geld um die Welt um auf diese Weise tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft mit all ihren Facetten, Kulturen und Systemen zu bekommen. Als Medizinjournalisten sind sie unter anderem Mitglieder des Deutschen Fachjournalisten Verbandes und schreiben neben Artikeln für Blogs, Zeitungen und Magazine auch Sachbücher und Ratgeber. 2013 veröffentlichten sie gemeinsam ein Grundlagenwerk über Antlitzdiagnose mit dem Titel "Krankheiten auf einen Blick erkennen". 2016 folgte ihr zweites Werk "Die natürliche Heilkraft der Bäume". Dabei handelt es sich um ein Lehrbuch, um die Grundlagen der Naturheilung zu erlernen, wie sie seit Jahrtausenden von indigenen Völkern überall auf der Welt angewendet werden. Heiko Gärtner ist zudem gelernter Natur- und Landschaftspfleger, Wildnislehrer, Hochseilgartentrainer sowie Berg- und Höhlenretter. Nach seiner Ausbildung zum Versicherungsfachwirt leitete er unter anderem Motivation und Verkaufstrainings und übernahm später eine eigene Generalagentur. Aus dieser Zeit konnte er unter anderem auch ein umfangreiches Verständnis und Wissen aus den Bereichen Versicherungsrecht, Recht im Allgemeinen, Buchhaltung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung mitnehmen. Um mehr seinem Herzensweg zu folgen, gab er seine Büro-Karriere schließlich auf, um sich zum Survivalexperten, Nationalparkranger und Wildnismentor ausbilden zu lassen. In diesem Rahmen besuchte er unter anderem Naturvölker in Neuseeland, Kanada, den USA und Thailand. Dabei gründete er unter anderem seine eigene Wildnisschule, die bis heute besteht und Ausbildungen aus dem gesamten Wildnissektor anbietet. Franz von Bujor ist studierter Kultur- und Sozialpädagoge, sowie ausgebildeter Wildnislehrer, Mediator und Erlebnispädagoge. Auf seinen vielzähligen Reisen unter anderem nach Australien und Lateinamerika sammelte er Expertenwissen im Bereich alternatives Leben und Reisen, Minimalismus, Backpacking und Work and Travel, sowie allgemein im Bereich Kunst, Kultur, Religion und Geschichte. Seit 2016 lebt er als Wandermönch.

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