Ein abenteuerliches Leben mit Sinn

Heiko Gärtner
04.06.2021 05:53 Uhr

Viele Menschen träumen von großen Erlebnissen, von der weiten Welt, von Freiheit und Wildnis. Und dennoch sind sie nach wie vor in ihrem Hamsterrad gefangen. Sie sitzen zu viel, bewegen sich zu wenig und ihr Leben ist eher langweilig als abenteuerlich. Wer sich mit einem solchen Alltag zufriedengibt, verspielt wertvolle Chancen. Dabei ist es noch nicht einmal wichtig, allzu Großartiges zu leisten, denn Extremsportler wie Felix Baumgartner oder Reinhold Messner zählen zu den absoluten Ausnahmetalenten. Jeder Abenteurer hat mal klein angefangen. Und viele Menschen schätzen auch weiterhin die eher sanfte Art des Extremen und bringen so ein bisschen mehr Würze in ihr Leben.

Burnout Stress - Alltägliche Überforderung

Im Alltag fühlen wir uns oft gestresst und genervt und suchen deshalb nach einem abenteuerlicheren Leben.

 

Der ultimative Kick

Was manche Menschen leisten, ist gigantisch. Als erster Mensch der Welt durchbrach Felix Baumgartner im Jahr 2012 die Schallmauer im freien Fall. Weltbekannt sind auch die Klippenspringer von Acapulco. Diese stürzen sich aus einer Höhe von rund 35 Metern waghalsig in die Meeresfluten. Was diese Menschen antreibt, ist nicht nur der Erfolg, sondern vor allem der Kick, das High-Gefühl, der Nervenkitzel und der Wille, etwas Außergewöhnliches zu leisten. Das Risiko nehmen sie dabei leichtfertig in Kauf. Um den Adrenalinspiegel in die Höhe zu treiben, muss man sich aber keiner allzu großen Gefahr aussetzen. An und für sich kann das jeder seinem persönlichen Belastungslevel entsprechend tun. Hierfür gibt es sogar spezielle Angebote. Allerdings wissen davon nur wenige Menschen. Dabei ist es ein sehr bereicherndes Gefühl, die Komfortzone, wenn auch nur für kurze Zeit, zu verlassen und sich auf ein Abenteuer der besonderen Art zu konzentrieren. Eine Kanufahrt ist sicherlich aufregend. Und auch eine Fahrt mit dem Sessellift hat ihre Reize. Wer es noch etwas wilder mag, entscheidet sich für die Teilnahme am Canyoning. Hierfür muss man nicht einmal ins Ausland reisen. In Deutschland und hier insbesondere in den bayerischen Alpen gibt es genug Möglichkeiten, dieses einzigartige Abenteuer zu erleben. Das Canyoning ist für Menschen mit unterschiedlicher Fitness geeignet. Wer es eher ruhiger mag, nimmt an einer geführten Bachbettwanderung teil und genießt das Gefühl, barfuß durch das Wasser zu waten. An und für sich läuft das Canyoning allerdings etwas anders ab, schließlich handelt es sich um eine Extremsportart, die jedoch unter fachkundiger Anleitung leicht zu erlernen ist. Bei dieser Sportart erkunden die Teilnehmer Gebirgsbäche und überwinden dabei Schluchten, indem sie sich zum Beispiel an einem Seil den Fels hinab hangeln, springen oder auch rutschen. Die Nähe zum Wasser macht das Canyoning zu einem spritzigen Vergnügen.

Adrenalinkick beim freien Fall

Die Suche nach einem abenteuerlichen Leben lässt die Menschen manchmal die verrücktesten und erstaunlichsten Dinge tun. Im freien Fall die Schallmauer zu durchbrechen zum Beispiel.

 

Die eigenen Grenzen kennenlernen

Ein weiterer Trend geht in Richtung Survival. Viele Menschen finden Überlebenstraining sehr spannend. Sie testen ihre eigenen Grenzen aus und lernen sich selbst so auch besser kennen. Wer zum Beispiel im arktischen Winter überleben möchte, muss wichtige Dinge beachten und auch mal über sich selbst hinauswachsen. Das ist ungemein lehrreich und stattet den Teilnehmer mit Fähigkeiten aus, die ihm auf seinem weiteren Lebensweg nutzen. Wer seine Komfortzone verlässt, lernt die Realität kennen und ist in Zukunft für Notfälle besser gewappnet. Die Abenteuer bereichern nicht nur den Erfahrungsschatz, sie erhöhen auch die Lebenskompetenz.

Canyoning ist ein spannendes Abenteuer

Canyoning ist ein spannendes Abenteuer und für viele ein guter Einstieg in ein abenteuerliches Leben.

 

Abenteuer mit Sinn - Das gesunde Maß machts

Wichtig dabei ist jedoch, dass alles in einem gesunden Maß stattfindet. Denn so wichtig Grenzerfahrungen für unsere Entwicklung auch sind, so leicht können sie auch zum Selbstzweck und zum Suchtfaktor werden. Adrenalin ist ein körpereigener Botenstoff, der es uns erlaubt, in Ausnahmesituationen ungeahnte Kräfte zu entwickeln und uns Herausforderungen zu stellen, die uns sonst übermächtig erscheinen würden. Dadurch erleben wir Hochgefühle, während wir uns einer Gefahr stellen. Dies können wir nutzen, um Entwicklungsschritte zu machen, Ängste abzulegen und unsere eigene Kraft zu erkennen. Wir können aber auch rein von einem Adrenalinkick zum nächsten rennen, ohne dabei eine nachhaltige Entwicklung zu durchleben. In diesem Fall entwickeln wir eine Adrenalinsucht, die den positiven Effekt der Abenteuer ins Negative verkehr. Deswegen ist es wichtig, dass man gut auf sich acht gibt und eine Balance zwischen ruhigen und entspannenden Elementen auf der einen, und aufregenden Nervenkitzeln auf der anderen Seite findet.

Ruhe, Entspannung und die schönheit der Natur genießen gehört ebenfalls zu einem abenteuerlichen Leben

Ruhe, Entspannung und die Schönheit der Natur genießen gehört ebenfalls zu einem abenteuerlichen Leben.

 

Fazit: ein gesundes, abenteuerliches Leben

Außergewöhnliche Abenteuer warten auch im eigenen Land. Wer ganz sachte in ein abenteuerliches Leben einsteigen möchte, nimmt zum Beispiel an einer geführten Canyoning-Tour teil. Dabei ist es jedoch wichtig, stets darauf zu achten, dass aus den antreibenden, motivierenden und bereichernden Erlebnissen keine Sucht wird.

Die Balance machts: Ein abenteuerliches Leben bedeutet in perfekter Balance zwischen ruhigem Genießen und dem Meistern spannender Herausforderungen zu sein.

Die Balance machts: Ein abenteuerliches Leben bedeutet in perfekter Balance zwischen ruhigem Genießen und dem Meistern spannender Herausforderungen zu sein.

 

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Zuletzt aktualisiert am 16.10.2021 um 3:41 am - Bildquelle der Produktbilder: Amazon-Affiliate-Partnerprogramm. Alle Angaben ohne Gewähr.
 

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Heiko Gärtner
Heiko Gärtner ist Wildnismentor, Extremjournalist, Survivalexperte, Weltreisender und einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Antlitz- und Körperdiagnostik. Nachdem er einige Jahre als Agenturleiter und Verkaufstrainer bei einer großen Versicherungsagentur gearbeitet hat, gab er diesen Job auf, um seiner wahren Berufung zu folgen. Er wurde Nationalparkranger, Berg- und Höhlenretter, arbeitete in einer Greifenwarte und gründete schließlich seine eigene Survival- und Wildnisschule. Seit 2014 wandert er zu Fuß um die Welt und verfasste dabei mehrere Bücher.

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