Wandern in der Champagne

 

Heute sind wir beim Wandern in der Champagne

Bereits seit ein paar Tagen, sind wir beim Wandern in der Champagne, jene Region auf dieser Erde, aus der der teuerste Sekt überhaupt kommt. Heute aber haben wir zum ersten Mal die Weinfelder gesehen, auf denen das flüssige Symbol für Reichtum angebaut wird. Auch an den Orten erkennt man hier stark, dass deutlich mehr Reichtum vorhanden ist, als in den Dörfern, durch die wir zuvor gereist sind. Der Stil ist noch immer derselbe, aber die Häuser sind hier herausgeputzt und mit einem Haufen technischen Firlefanz versehen. Elektrische Gartentore, Überwachungskameras an den Außenmauern und so weiter.

Als wir in einem kleinen Ort picknickten um unsere 1000 km zu feiern, fuhr gerade eine Frau in ihre Hofeinfahrt. Als sie ausgestiegen war, starrte sie uns misstrauisch an, so als ob sie uns für Räuber oder Diebe hielt. Kein Wunder, so wie wir aussahen, denn es ist ja allgemein bekannt, dass Diebe große Wagen hinter sich herziehen, um möglichst langsam zu sein. Und dann schreiben sie auch noch ihre Internetseite hinten drauf, damit jeder nachvollziehen kann, wer sie sind. Obwohl es sich bei der Internetseite natürlich auch um den Onlineshop handeln könnte, auf dem man das Diebesgut erwerben kann. So betrachtet, vielleicht gar keine schlechte Idee...

In den Hügeln beim Wandern in der Champagne

In den Hügeln beim Wandern in der Champagne

Wir feiern mit Tee und einem Salamibaguette

Bis wir an den Punkt kamen, an dem wir unsere 1000 km feiern konnten, dauerte es jedoch noch eine ganze Weile. Es war als wollte es uns die Schöpfung heute besonders schwer machen, um zu testen, ob wir auch würdig waren die 1000 km zu erreichen. Egal in welche Richtung unser Weg auch führte, wir hatten immer Gegenwind. Und noch immer ging es im steten Wechsel bergauf und bergab. Wir überlegten uns bereits, wie wir diese große Etappe beim Wandern in der Champagne gebührend feiern konnten. Vielleicht sollten wir auf dem Marktplatz tanzen. Vielleicht auch mit Champagner anstoßen. Als wir schließlich ankamen, waren wir zum Tanzen zu erschöpft. Sekt hatten wir nicht und wenn hätten wir ihn auch nicht trinken wollen. Also stießen wir mit Tee an und belohnten uns mit einem Salamibaguette. (Noch ein Grund, warum man auf jeden Fall eine Thermoskanne mit heißem Tee dabei haben sollte!) Lang wurde die Feier aber nicht, denn dafür war es zu kalt.

Einige heftige Anstiege mit ebenso heftigem Gegenwind später, waren wir in Essoyes, wo wir uns einen Platz für die Nacht suchen wollten. In einem öffentlichen Gebäude, dessen Zweck ich bis zum Schluss nicht ausmachen konnte, bekam ich den Namen einer Frau, die Pilger bei sich aufnahm. Eine Adresse bekam ich dazu leider nicht. Dafür jedoch eine Bleistiftzeichnung des Ortes, mit einer geschwungenen Linie darin, die uns den Weg zeigen sollte. Es funktionierte erstaunlich viel besser, als wir dachten und nach nur zwei Mal Verlaufen erreichten wir ein Haus mit einer Jakobsmuschel daran. Wir trafen auf einen Mann und seine Frau, die sehr freundlich und sehr bemüht waren. Sie luden unsere Wagen in einen großen Transporter und fuhren uns damit etwa einen halben Kilometer zurück in die Innenstadt. Dort zeigten sie uns ein Gemeindehaus, in dem wir wohnen können.

Das typische Courteron en Champange

Das typische Courteron en Champange

Wir drehten die Heizung auf, um uns zu wärmen und zu trocknen und schmiedeten Pläne für einen Beutestreifzug durch den Ort. Angeblich gab es hier einen Supermarkt und einige Bäckereien, die man bestimmt um etwas Nahrung bitten konnte. Wenn alles gut läuft, können wir unsere ersten 1000 km beim Wandern in der Champagne, also später doch noch etwas ausgiebiger feiern.

Wenn es im Bereich Essen erschnorren eine Meisterschaft gibt dann haben wir gestern einen neuen Rekord aufgestellt. Wir sind in ein Spektrum vorgedrungen, das wir niemals für möglich gehalten hätten. Genaugenommen, sind wir noch immer verblüfft über diesen Erfolg. In Bäckereien, Schlachtereien, Bioläden, Feinkostläden, Dönerbuden, Restaurants und Pizzerien nachzufragen, ob man uns mit etwas Nahrung bei unserem Versuch ohne Geld um die Welt zu wandern unterstützt, ist gemeinhin keine große Sache. Die meisten Menschen sagen ja und freuen sich über die Geschichte. Selbst wenn sie nur daraus besteht, dass man mit seinen drei französischen Worten vor sich hinstottert, dass man rund 1000 km hierhergelaufen und auf dem Weg nach Santiago sei.

Oft bekommt man dabei sogar die leckersten Delikatessen, die man sich normalerweise niemals kaufen würde, vor allem nicht als Pilger. Vor allem kurz vor Ladenschluss ist der Erfolg am Größten, denn dann können die Verkäufer meist bereits absehen, welche Waren sie mit aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr verkaufen und später wegwerfen werden. Die einzige Quelle für Lebensmittel, bei denen diese Art der Nahrungsbeschaffung nicht funktioniert sind Supermärkte. Sie sind so groß, dass man eigentlich nie einen Chef antrifft und selbst wenn man ihn trifft, gibt er einem nichts. Denn in den meisten Fällen, ist der Laden ein Teil einer Kette und somit hat der Chef, noch einige weitere Chefs über sich. Der Umgang mit Lebensmitteln, Geld und Landstreichern ist dabei immer klar geregelt und immer zugunsten des Geldes. Wer in einem Supermarkt kostenlose Nahrung auftreiben will, muss sich entweder an die Probier Häppchen an der Käsetheke halten oder die Container hinter dem Laden durchsuchen. Bis gestern! Denn gestern passierte im Supermarkt nach dem Wandern in der Champagne von Essoyes, die folgende Szene:

Die große Überraschung folgte im Supermarkt!

Heiko und ich betraten den Supermarkt durch die Eingangstür und wandten uns einem Mann zu, der an der Kasse saß. So unwahrscheinlich es auch sein mochte, handelte es sich bei diesem Mann um niemand geringeren als den Filialleiter. Auf meine übliche Frage „Pale vouz alman, angles ou espagnol?“ – „Sprechen Sie Deutsch, Englisch oder Spanisch?“, schüttelte er amüsiert den Kopf. Also fragte ich ihn mit dem einzigen vollständigen französischen Satz den ich beherrschte, nach etwas zu Essen für Pilger, die ohne Geld die Welt umrunden wollten. Und jetzt geschah das unglaubliche! Er sagte „Ja!“ Heiko und ich sahen uns an und waren sicher, dass wir uns verhört hatten. Wir hatten eigentlich nur deshalb gefragt, weil wir keine Container gefunden hatten und weil uns ansonsten gerade nichts Besseres eingefallen war.

„Was wollt ihr denn haben?“, fragte der Filialleiter. Jetzt war ich vollkommen überfordert. Ich hatte damit gerechnet, dass er ins Lager geht und uns etwas Obst mit Druckstellen, oder einige Produkte mit grenzwertigem Verfallsdatum heraussuchen würde.

„Keine Ahnung!“, stammelte ich auf Spanisch, weil ich auf Französisch keine Worte dafür hatte, „vielleicht etwas Brot und Käse!“

„Alles klar, nimm dir einfach was du brauchst!“, gab der Mann freundlich zurück und wies mir mit der Hand die Richtung zur Käseabteilung. Ich nahm ein Baguette aus dem Regal und zeigte es ihm. Er nickte freundlich und amüsiert. Dann standen wir vor einem riesigen Regal, mit Hunderten von verschiedenen Käsesorten. „Heiko, was sollen wir da nehmen? Der sieht lecker aus, aber er kostet fast vier Euro! Ist das nicht zu dreist?“

Die nächtliche Wanderung durch den Ort

Die nächtliche Wanderung durch den Ort

„Keine Ahnung“, antwortete Heiko und konnte seine Augen auch nicht länger als einige Sekunden auf einem Käse ruhenlassen. „Er hat ja gesagt wir sollen uns einen aussuchen, also sollten wir das auch tun. Diesen da vielleicht, der ist bestimmt auch lecker. Und er ist riesig und kostet nur drei Euro!“ Ich hob den Käse hin Richtung Kasse, woraufhin der Kassierer erneut nickte. Wir hätten noch einiges mehr auswählen können, aber irgendwie waren wir dazu in diesem Moment zu schüchtern, also kehrten wir zur Kasse zurück. Hatte er wirklich richtig verstanden, dass wir kein Geld hatten, hier beim Wandern in der Champagne und die Sachen daher nicht bezahlen konnten? Ungeschickt wedelte ich mit meinen Einkäufen hin und her, um herauszufinden, was ich jetzt als Nächstes tun sollte. „Habt eine gute Reise!“, sagte der Mann und wies uns zur Tür. Vorsichtig gingen wir an der Kasse vorbei, nach draußen und lauschten darauf, ob wir ein unangenehmes Piepen hören konnten. Nichts. Wir schauten auf den Käse und das Brot in unseren Händen. „Krasse Scheiße!“, kommentierte ich wortgewandt, „Das hat wirklich geklappt! Stell dir das vor! Wir durften gerade wie ganz normale Kunden in einem Supermarkt einkaufen und dann gehen, ohne zu bezahlen! Ich kanns noch immer gar nicht glauben!“

Ich weiß nicht genau, warum es so etwas Besonderes war, denn wir haben auf unserer Tour durch den Ort, an vielen Stellen wirklich gute Sachen bekommen. Ein Schlachter wollte uns sogar seine Verkäuferin mitgeben, was definitiv kein schlechter Deal gewesen wäre. Im Endeffekt bekamen wir dann aber doch einen Schinken und etwas Nudelsalat. Ich glaube der Unterschied zwischen dem Supermarkt und allen anderen Nahrungsquellen bestand darin, dass wir normalerweise das bekamen, was die Menschen uns in die Hand drückten. Hier aber durften wir uns selbst etwas aussuchen. Und das war ein gänzlich anderes Gefühl.

Wie lustig doch ein klebriger Hundescheißhaufen sein kann

Später am Abend nach dem Wandern in der Champagne, drehten wir dann noch eine zweite Stadtrunde um ein paar Nachtaufnahmen zu machen. Dabei rächte sich die Hundescheiße bei uns, über die wir vor einigen Tagen so ausführlich gelästert haben. Ich war gerade dabei, vor irgendetwas sehr wichtigem zu erzählen, als ich von dem weichen, klebrigen Gefühl unter meinem Schuh abgelenkt wurde. Es war ein ganz frisches Produkt gewesen und daher besonders bestrebt, eine einmal gefundene Schuhsohle sobald nicht mehr zu verlassen. Heiko war noch nicht ganz damit fertig, sich über mich lustig zu machen, als er auch schon in den nächsten Haufen trat. Sein Gesicht verzog sich vom Ausdruck der Erheiterung, schlagartig in Richtung Ekel und mein Gesicht zeigte das gleiche Schauspiel, in umgekehrter Reihenfolge. So schön dieser Ort auch war, so hatte er doch zwei entscheidende Nachteile. Erstens gab es deutlich mehr Hundekothaufen als Straßenlaternen, was die Gegend besonders gefährlich machte. Und zweitens gab es keine Grasflächen, was einem das Säubern der Schuhe fast unmöglich machte. Wir mussten also mit unserem Schicksal leben, bis wir einen Park erreicht hatten.

In Sachen Wetter, bot der heutige Tag eine absolute Abwechslung. Strahlender Sonnenschein, 30° C im Schatten, blauer Himmel und absolute Windstille! War leider ein Witz! Es war genauso grau und trübe wie gestern und vorgestern. Aber immerhin regnete es weniger. Wir durchquerten nun das Zentrum der Champagne und konnten damit endgültig die Frage klären, wo dieses teure Getränk herkommt. Was uns aber ein Rätsel blieb war die Frage, warum es so teuer ist. Denn an der Seltenheit konnte es nicht liegen. Die Weinfelder hier waren nämlich bedeutend größer, als die an der deutschen Weinstraße. Und selbst diese hatten uns mit ihrer Unendlichkeit, schon völlig von den Socken gehauen. Nichtsdestotrotz war die Gegend hier zum Wandern in der Champagne sehr schön, vor allem die kleinen Dörfchen, die einen sofort ins 13. Jahrhundert zurückversetzten. Überall gab es kleine Türmchen, schiefe Mauern, Ecken und Nischen mit Statuen darin, steinerne Torbögen, Schlösser, Gutshöfe, Anwesen und wirklich urige Kirchen. Dass Frankreich Stil und Charme hat, muss man ihm lassen. Selbst die Ecken, die bereits am Verfallen sind, verfallen immer noch mit einem romantischen Flair. Doch hier in der Champagne ist fast alles sehr gut erhalten oder restauriert. Der teure Sekt zeigt seine Wirkung, nicht nur bei den Käufern, sondern auch bei seinen Produzenten.

Es warten viele sehenswerte Sehenswürdigkeiten in der Champagne auf euch, sofern ihr wollt. Die schöne Region Champagne ist ein richtiges Wandertouren Paradies geworden. Mit derzeit 73 Wandertouren steht Freizeitsportlern und Aktivurlaubern ein großes und sehr abwechslungsreiches Angebot zur Auswahl. Über Wikipedia könnt ihr zudem alles über die naturreiche Landschaft beim Wandern in der Champagne mit einer Karte rausfinden.

Was zur Hölle stimmte mit meiner rechten Seite nicht?

Als wir gerade einen Pass zwischen zwei Weinbergen überquerten, begann plötzlich mein rechter Reifen laut zu quietschen. Mit einer bösen Vorahnung drehte ich mich um, und sah genau das, was ich befürchtet hatte. Er war schon wieder komplett platt. Wie konnte das passieren? Hatte ich ihn nicht richtig eingelegt? Oder hatte ich vielleicht doch übersehen, dass noch ein Dorn im Mantel steckte? Ein kurzer Blick auf den Reifen, erübrigte diese Fragen. Eine dicke Reißzwecke steckte darin. Verdammt! Diese Straße war knapp 6 Meter breit und die Reißzwecke keine zwei Zentimeter. Wie groß war die Chance, trotzdem genau hindurchzufahren? Und dann auch noch wieder mit dem rechten Reifen, dem gleichen, den es auch beim ersten Mal schon erwischt hatte. Der gleiche bei dem sich auch die Achse gelöst hatte. Und die gleiche Seite, bei der mir die Gurtschnalle gebrochen war. Was zur Hölle war mit der rechten Seite meines Wagens los?

Wie flicke ich einen Fahrradschlauch?

Wie flicke ich einen Fahrradschlauch?

Seit dem letzten Platten, hatten wir den geflickten Schlauch immer außen an die Packsäcke geschnallt, weil wir zu faul gewesen waren, ihn wieder richtig zu verstauen. Bis gestern, da hatten wir ihn ordentlich tief im Inneren des Wagens versteckt. Welch Ironie!  Ich kramte also alles wieder hervor und machte mich an die Reparatur. Es dauerte nicht lange, aber der Standort war wieder mal selten ungünstig gewählt beim Wandern in der Champagne. Der Wind pfiff über die Hügelkuppe hinweg. So durchgeschwitzt wie wir durch den Aufstieg waren, kühlten wir innerhalb von Minuten aus und froren wie die Hunde. Immerhin kam bald schon wieder ein Aufstieg und so wurde uns kurz darauf schon wieder warm. Dennoch blieb das ungute Gefühl, dass mein Wagen, oder zumindest die rechte Seite davon verflucht war.

Die Frau, die uns gestern unseren Schlafplatz gegeben hatte, hatte uns auch für heute einen organisiert. Allerdings war ihr Kontakt in Les Riceys erst ab 17:00 zu Hause und da unsere Tagesetappe bis dahin nur 18 km betrug, hatten wir viel Zeit. Es war sogar so viel, dass wir fast nicht wussten, was wir damit anfangen sollten. Ein völlig neues Gefühl! Fast etwas unheimlich, aber sehr gut. Wir dehnten unsere Mittagspause bis in die Unendlichkeit und beschäftigten uns dabei mit den wirklich wichtigen Dingen im Leben. Essen zum Beispiel. Oder dem Gras beim Wachsen zuschauen. Oder um eine Münze, die wir auf der Straße gefunden hatten, als Orakel zu benutzen. „Komm, wir stellen Fragen, über unsere Zukunft und wenn die Münze Zahl anzeigt, dann ist es gut für uns und wenn der Kopf oben liegt, dann nicht“, schlug Heiko vor. Das taten wir dann auch und es wahr fast ein wenig unheimlich, wie oft wir mit dem Ergebnis der Münze einer Meinung waren. „Verdammt!“, rief ich schließlich. Heiko schaute mich verdutzt an und fragte: „Was ist los?“ „Ach“, sagte ich, „jetzt habe ich nicht mehr auf das Gras acht gegeben und vergessen wie lang es war! Jetzt muss ich nochmal von vorne anfangen!“ Wir lachten. „Du bist ein Depp!“, sagte Heiko schmunzelnd und stand auf. „Komm, lass uns weitergehen! Sonst kommen wir doch noch zu spät!“

Wir kamen zwei Stunden zu früh nach dem Wandern in der Champagne an, wurden dafür aber mit Sonnenschein empfangen. Und diesmal meine ich es nicht ironisch. Diesmal schien die Sonne wirklich. An der Tür von Madame Jetjet klebte ein Zettel, der uns aufforderte eine andere Adresse aufzusuchen. Ein Mann kam und fragte, wo wir hinwollten. Wir erklärten es ihm und er beschloss uns dorthin zu führen. Dann fragte er noch weitere Dinge, aber von nun an verstanden wir kein Wort mehr. Langsam zeichnete sich ein Muster ab. Die meisten Franzosen, denen wir begegneten und die wirklich nur Französisch sprachen, hatten die wenig hilfreiche Angewohnheit, umso mehr zu sprechen, je stärker sie merkten, dass man sie nicht verstand. Und da sie die zusätzlichen Worte irgendwo unterbringen mussten, sprachen sie zudem auch noch immer schneller, bis wir schließlich nicht einmal mehr die Worte verstehen konnten, die wir kannten. Um ehrlich zu sein, war es meist unmöglich überhaupt noch einzelne Wörter herauszuhören. Es wurde in unseren Ohren zu einem melodischen Sprachbrei, der klang als hätte man ihn mit einem Pürierstab bearbeitet. Trotzdem brachte uns der Mann ans Ziel und schenkte uns am Ende sogar noch einen Zehneuroschein. Warum er das tat, verstanden wir zwar auch nicht, aber wir freuten uns riesig. Dann hatten wir das gleiche Problem mit einer älteren Dame, die uns ein Zimmer und einen Platz für unsere Wagen zeigte. Das einzige, was wir sonst noch verstanden war, dass sie uns zum Essen einlud. Mal sehen, wie das Gespräch beim Abendbrot weiter verläuft.

Spruch des Tages: Es ist das natürlichste auf der Welt, zu lernen und sich weiterzuentwickeln, bis zu dem Moment, wo jemand kommt und uns dazu zwingt.

Tagesetappe: 18 km

Gesamtstrecke: 1028,77 km

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