Der Stamm, die Äste von Bäumen und verholzten Sträuchern lassen sich in verschiedene Schichten einteilen. Der Baumaufbau oder Strauchaufbau unterscheidet sich mehr in der Wuchsform, als in dem Baumaufbau selbst.

 

Baumaufbau des Baumstammes – Wie ist der Baumstamm aufgebaut?

Wenn wir einen Baum aufschneiden kommen wir durch folgende Schichten:

  1. die Borke
  2. den Bast
  3. die Kambiumschicht
  4. das Splintholz
  5. das Kernholz

Baumaufbau des Stammes nach einzelnen Elementen:

Rinde oder Borke

Die Rinde ist die äußerste Schutzschicht, die den Baum umgibt und oft in einer für die jeweilige Art typischen Form gestaltet ist. Die Rinde älterer Bäume ist meist mehr oder weniger tief gefurcht, was daherkommt, dass der Baum diese beim Wachsen immer wieder aufsprengen muss um sich ausdehnen zu können. Die Rinde schützt den Baum vor Umwelteinflüssen wie starker Sonneneinstrahlung, vor dem Austrocknen, gegen Kälte, bei großer Hitze, vor Verletzungen oder bei Pilz- und Insektenbefall.

Baumaufbau Bäume Holz

Die einzelnen Baumaufbau Schichten, vom Mark bis hin zur Borke.

Bast

Das Bastgewebe ist die verholzende äußere Schicht des Kambiums, die fest mit der Rinde verwachsen ist und später selbst dazu wird. Man unterscheidet bei Pflanzen zwischen Hartbast, der aus dickwandigem Zellstoff besteht und Weichbast aus dünnwandigem Zellstoff. Der Bast nahezu aller Laubbäume eignet sich gut, um Schnüre daraus herzustellen.

Der Bast ist im Stammaufbau derjenige der den Baum mit Nährstoffen versorgt. Wenn er erneuert wird und abstirbt, verwandelt er sich in Kork und anschließend in Borke.

Kambium

Das Kambium umschließt den Stamm, die Äste, Stängel und Wurzeln der Pflanzen unterhalb der Rinde. In dieser Schicht befinden sich die teilfähigen Zellen, die für das Dickenwachstum des Baumes zuständig sind. Anders als das Holz im inneren und die Borke ist das Kambium eine weiche Schicht. Dadurch lassen sich Borke und Holz meist gut voneinander trennen. Dies wussten bereits die indigenen Völker und konnten aus einigen Rinden sogar Gefäße herstellen. Diese wurden dann mit Fichtenwurzeln als Schnüre verwoben und mit Birkenpech ausgekleidet, so das man wasserdichte Gefäße hatte. Kurz gesagt ist das Kambrium der wachsende Teil des Baumes. Somit kann man auch sagen, dass das Kambrium für das Wachsen des Baumes zuständig ist. Diese kleine dünne Schicht ist im Baumaufbau dafür zuständig, dass sich Borke und Holz bilden kann. Das Wachstum des Baumes wird durch sogenannte Auxine gesteuert und die Baumhormone werden dabei in den Blattknospen der Zweigspitzen gebildet. Dies geschieht im Frühjahr. Durch dieses Verfahren erinnert sich der Baum daran, das es nach der Zeit des in sich ruhen, nun wieder Zeit ist ordentlich zu wachsen, so dass man viel Samenabwurf produzieren kann. Der Baum wächst zwar auch im Winter, aber an den Altersringen kann man sehen, wie wenig der Baum im Winter wächst und wie viel im Sommer. Die etwas dunklere Linie ist dabei das Winterwachstum (Harter Wachstumsring) und der hellere Kreis (Weicher Wachstumsring) das Sommerwachstum. Der Baumaufbau ist dem des Menschen nicht ganz unähnlich, denn auch er hat ein Nährstofftransportsystem und ein festes Gerüst, damit er stehen kann. Auch er nutzt Hormone, um Körperreaktionen zu veranlassen.

Querschnitt Baum

Im Querschnitt sind MarkKernholz und Saftholz gut ersichtlich.

Saftholz

Das Saftholz, das auch Splintholz genannt wird, ist die äußere, meist hellere und weichere Holzschicht in der ein Flüssigkeit- und Nährstofftransport des Baumes stattfindet. Es ist sehr anfällig gegen Witterungseinflüsse und nimmt daher schnell Schaden, wenn die Rinde an einer Stelle beschädigt wurde. Im inneren ist es fest mit dem Kernholz verwachsen. Man kann sich das Splintholz wie die Wasserversorgung des Baumes vorstellen, denn so wie wir über das Trinken von Grundwasser Nährstoffe aufnehmen, nimmt auch er Nährstoffe durch das Trinken über die Splintholzschicht auf. Das Splintholz ist also dafür zuständig, dass die Baumkrone mit Wasser versorgt wird. Wenn neue Splintholzringe gebildet werden, verlieren die Ringe, die am nächsten zum Kernholz liegen die Funktion und werden zu Kernholz umgebaut.

Kernholz

Der Kern des Baumes wird aus altem abgestorbenem und verhärtetem Saftholz gebildet. Es ist wetterbeständig und sorgt für die Stabilität des Baumes, aber oftmals ist es nur schwer vom lebenden Saftholz zu unterscheiden. Wenn man die Funktion des Kernholzes im Baumaufbau beschreiben möchte, dann würde man diesen Holzbereich als das Trägergerüst des Baumes bezeichnen. Das Trägergerüst besteht dabei aus hohlen Zellulosefasern die dem Baum die Stabilität geben sollten. Doch Holzfasern ohne Leim würden kein ordentliches Trägergerüst bilden und so produziert der Baum selbst seinen chemischen Leim, so dass das Kernholz selbst Stürmen standhalten kann. Das Lignin ist dabei der Kit, der alles gut zusammen hält. Ist der Baum in seinem Aufbau nicht ein wahres Wunderwerk?

Immer wieder, wenn Heiko in seinen Wildnis-Kursen über den Baumaufbau berichtete, war er tief berührt wie unglaublich perfekt der Aufbau einer solchen Pflanze ist. Wenn wir mit Kindern in den Wald gehen und an einem Baumbegegnungstag, dem Baumaufbau auf die Schliche kommen, sind die kleinen Naturforscher zumeist aus dem Häuschen, da der Baum seinen eigenen Superkleber produziert, so dass er viel stabiler ist, wie bei einem Hochhaus.

Im innersten befindet sich zum Schluss noch das Mark des Baumes und dieses besteht aus Primärgewebe. Dabei bildet das Mark den sicheren Teil des Kernholzes und vom Mark selbst verzweigen sich die sogenannten Markstrahlen durch das Kernholz. Dies ist spannend, da die Nährstoffe nicht nur horizontal weitergeleitet werden, wie oft fälschlich behauptet wird, sondern auch waagrecht, so dass jeder Bereich des Stammes, mit Nährstoffen gut versorgt wird. Auch hier kann man unseren menschlichen Körper wieder sehr gut als Beispiel hernehmen, denn auch der menschliche Körper will in jeder Körperzelle mit Nährstoffen und Wasser versorgt werden. Sehr ähnlich geht es dem Baum. Der Baumaufbau ist also bei weitem nicht so weit, vom menschlichen Überlebenstrieb entfernt, wie man oft denken mag. Doch durch die Markstrahlen versendet der Baum waagrecht Nährstoffe und Wasser.

Baumaufbau Holz Querschnitt

Das innere Mark bildet den sicheren Teil des Kernholzes auch Primärgewebe genannt, wodurch sich die Markstrahlen verzweigen um die Nährstoffe zu verteilen.

 

Baumaufbau – Das was man von außen sehen kann

Zunächst unterscheiden wir:

  • Phalwurzler
  • Herzwurzler
  • Flachwurzler

Wurzelaufbau – Phalwurzler

Der Phalwurzler hat eine dicke Phalwurzel die weit nach unten reicht, um das Grundwasser nach oben zu transportieren. Er hat aber auch Flachwurzeln die zur Seite ragen und sich in den Boden erstrecken.

Wurzelaufbau – Herzwurzler

Bei Herzwurzlern bilden die Wurzeln eines Baumes weder einen einzelnen Pfahl, noch ein flach ausgebreitetes System, wie bei einem Flachwurzler. Die Herzwurzler ist eine Mischform, denn einige relativ starke Wurzeln wachsen schräg nach unten und verzweigen sich gleichzeitig seitlich.

Wurzelaufbau - Flachwurzler

Es gibt sogenannte Tiefwurzler die man untergliedert in Herzwurzler und Phalwurzler. Es gibt aber auch Flachwurzler, die mit einem geringen Abstand zur Erdoberfläche ihre Wurzeln ausbilden. Der Wurzelteller ist dabei deutlich größer als bei Tiefwurzlern, so dass der Baum eine Stabilität erreicht. Bei Herzwurzlern und Tiefwurzlern ist eine Unterpflanzung sehr gut möglich, jedoch bei einem Flachwurzler nicht. Das liegt daran, dass das Wurzelnetz wie bei der Fichte so eng gesponnen ist, das sich andere Pflanzen nur sehr schwer ansiedeln können. Dies kann man sehr gut bei Fichtenmonokulturen sehen, denn durch diese Bewirtschaftungsweise, wird durch den Nadelaufschlag der Boden zusätzlich übersäuert.

Baumaufbau Äste Zweige Stamm

Der Baumaufbau wird hier von der Wurzel bis zur Baumkrone gezeigt.

Im Baumaufbau kommen aus dem Stamm die Hauptwurzeln, die sich dann verzweigen und dünner werden. Sie enden zum Schluss in den sogenannten Faserwurzeln und am Ende der Faserwurzeln befinden sich die Wurzelhaarzonen. Hier findet das Wachstum der Wurzeln statt. Oft fragt man sich, wie konnte die Wurzel durch einen Stein wachsen? Da bei den Haarwurzeln die Wurzel selbst nicht holzig ist, wie die gröberen und größeren Wurzeln, sondern gelartig, kann diese Flüssigkeit in jeden noch so kleinen Spalt fließen und diesen ausholzen. Über die Wurzeln nimmt der Baum die Nährstoffe und das Wasser auf.

Im Baumaufbau kommt von unten nach oben betrachtet, nach den Wurzeln der Stamm. Wie der Stamm aufgebaut ist, haben wir Euch oben besprochen. Am Stamm wachsen dann die dicken Äste, die sich dann zu immer dünneren Ästen verteilen und in der Mitte steht der Hauptleitast, der zur höchsten Stelle des Baumes ragt.

Aus den Zweigen sprießen dann aus den Knospen, die sich an den Ästen befinden, die Blätter.

Hierbei unterscheiden wir Laubbäume von Nadelbäume. Der Baumaufbau von einem Laubbaum und einem Nadelbaum unterscheidet sich nur darin, das der eine Baum Nadeln trägt und der andere Baum Blätter. Es gibt Laubbäume, die immer grün sind und im Herbst die Blätter nicht verlieren, es gibt aber auch Nadelbäume, die im Herbst die Nadeln verlieren. Zusagen, das alle Laubbäume die Blätter verlieren ist somit nicht ganz richtig und das alle Nadelbäume im Winter die Nadeln behalten, ist ebenfalls falsch. Bei uns kann man den Abwurf der gelb gewordenen Nadeln im Herbst zum Beispiel bei der Lärche bestaunen. Die immergrünen Bäume bilden regelmäßig vor allem im Frühjahr und Sommer neue Blätter, sobald alte abgeworfen wurden. Die Äste, Zweige und Blätter, bzw. Nadeln bilden dabei die Baumkrone.

Nachdem wir den Baumaufbau verstanden haben, kommt zumeist die Frage, warum hat der Baum genau diesen Aufbau gewählt?

Bäume Wurzeln Baumstamm Wald

Aus den Hauptwurzeln werden immer schmalere Faserwurzeln und aus diesen werden noch dünnere Wurzelhaarzonen.

 

Warum ist der Baumaufbau so und nicht anders?

Alles befindet sich im Kreislauf, somit hat der Baum hat einen Wasserkreislauf, aber auch einen Atmungskreislauf und den Kreislauf des Lebens. Der Baumaufbau ist also noch nicht da zu Ende wo seine eigene Grenze ist, sondern er endet da, was er selbst zum Leben und für seine Heilkraft braucht.

 

Der Wasserkreislauf des Baumes:

 

Kurz gesagt: Ein großer Laubbaum kann pro Tag 500 Liter Wasser im Stamm nach oben in die Krone transportieren.

Wie ihr schon wisst, nehmen die Wurzeln das Wasser im Baum auf. Die gelösten Mineralstoffe aus dem Boden sind dabei unerlässlich für den Baum, denn er bezieht seine Nährstoffe aus dem Auswaschen der Nährstoffe des Bodens.

Nun muss das mineralhaltige Lebenselixier in Form des Wassers, durch das gesamte Sprosssystem des Baumes transportiert werden. Doch wie geht das? Wodurch entsteht dieser Sog? Wer zieht das Wasser in die Höhe und verteilt es waagrecht weiter? Von den Markstrahlen haben wir bereits erfahren, das das Wasser waagrecht verteilt wird. Die Frage ist nun, wer befördert das Wasser nach oben? Das Transportieren von Wasser und Nährsalzen bis zu 100 Meter Höhe in die höchsten Baumkronen, stellt eine wahre Meisterleistung dar. Doch wie macht das der Baum? Obwohl wir den Baumaufbau jetzt kennen, können wir uns immer noch nicht vorstellen, wie der Baum solch einen Sog erzeugen kann. Dabei sind die Transportröhrchen im Splintholz so dünn, das eine sogenannte Kapillarwirkung entsteht. Die Kapillarwirkung solltet ihr alle mal zu Hause ausprobieren, manche aber machten solche Experimente im Chemieunterricht oder in Physik. Das Experiment zeigt euch auf, dass wenn man ein dünnes Glasröhrchen in eine Flüssigkeit steckt, steigt die Flüssigkeit aufgrund der Oberflächenspannung wie durch Zauberhand ein Stück nach oben. Doch das ist nur ein Trick, den sich der Baum durch den ausgeklügelten Baumaufbau zu Nutze macht. Da der Baum die Abgabe von Flüssigkeit durch das Blattwerk begrenzt mitentscheiden kann, so kann er das Wasserpotential begrenzt mitbestimmen. Er kann also darauf  Einfluss nehmen, wie viel er trinken will, genauso wie wir Menschen selbst entscheiden, wann wir wie viel Wasser zu uns nehmen sollten, so kann dies der Baum auch begrenzt selbst beeinflussen. Die Frage ist nun, was ist dieses Wasserpotential, das den Druck steigert, so dass das Wasser im Baum durch die „Kapillaren“ bis 100 Meter hochsteigen lassen kann? Wenn der Baum aus den Blättern Wasser verdunsten lässt, entsteht ein Sog und genau dieses Druckverhältnis, will durch die Wurzeln ausgeglichen werden.

Ihr merkt schon, der Baumaufbau ist so viel mehr, als nur die Ansammlung von einigen wenigen Begriffen. Es zeigt klar auf, welches ausgeklügelte Meisterwerk ein Baum ist.

Bäume Wald Regen Schlechtwetter

Wer zieht das Wasser in die Höhe der Bäume und verteilt es waagrecht weiter?

 

Der Atmungskreislauf des Baumes

 

Kurz gesagt: mithilfe von Licht produziert der Baum Zucker.

Mehr gibt es darüber nicht zu wissen, denn der Baumaufbau ist nur dafür da, dass der Baum seine eigene Zuckerfarm wird. Nein, Spaß bei Seite. Durch die Spaltöffnung der Blätter findet der sogenannte Gasaustausch statt. Der Baum tritt also mit der Atmosphäre in Verbindung, nimmt Kohlendioxid auf und verarbeitet es mit der Hilfe von Lichtenergie in Zucker. Den selbst gewonnen Zucker braucht der Baum zum Wachsen und um Stoffwechselprozesse ansteuern zu können.

Dieser sehr komplexe Herstellungsprozess wird in Fachkreisen "Photosynthese" genannt.

Durch die Photosynthese erzeugt er das Abfallprodukt Sauerstoff und das freut den Menschen, da er den Sauerstoff zum Überleben braucht. Aber nicht nur er, sondern der Baum selbst auch. Er produziert zwar deutlich mehr Sauerstoff als er selbst benötigt, aber auch er könnte ohne Sauerstoff nicht leben. Selbst die Wurzelzellen müssen mit Sauerstoff versorgt werden, die wiederum Kohlendioxid freigeben. Hier spricht man von der sogenannten Bodenatmung des Baumes und weiterhin gehört auch die Blatt- oder Nadelatmung, auch Kronenatmung genannt mit dazu.

Wir wissen nun also das in den grünen Blättern die Photosynthese und Zellatmung stattfindet, wenn der Lichteinfall zu gering ist, benötigt der Baum mehr Sauerstoff als er produziert. Es ist also ein Ammenmärchen, das der Baum zu jeder Zeit mehr Sauerstoff produziert oder selbst gar keinen Sauerstoff verbraucht. Wenn dies der Fall ist, nimmt er den Sauerstoff aus der Umgebung auf, wenn er eben nicht in der Lage ist, ausreichend von ihm selbst zu erschaffen.

Bei großen Bäumen gibt es auch Schattenblätter. Die Baumkrone selbst ist so dicht, dass einzelne Blätter, die im Norden sind immer im Schatten stehen. Kinder fragten Heiko einmal bei einem Baumaufbau Schultraining, warum der Baum überhaupt an dieser Stelle Blätter hätte, wenn sie doch immer beschattet sind. Er musste daraufhin lange recherchieren bis er die Antwort wusste, denn schließlich ist er nur ein Meister im Bereich Natur- und Landschaftsführung und vom Kerngebiet einer der führenden Survival Experten. Heiko war also von der Frage angetan und wollte wissen, warum der Baum sich für diese Art der Energieeinteilung entschieden hat. Der Baumaufbau musste doch einen Sinn ergeben. Warum sollte sich die Natur für solch einen Baumaufbau entscheiden, wenn dies keinen Vorteil bringen würde? Heiko's früherer Wildnis Mentor aus Österreich konnte ihm hierbei weiterhelfen, er sagte: “Die Schattenblätter können selbst bei diffusen und schwächerem Licht Energie für den Eigenbedarf gewinnen. Doch nicht nur das, die Schattenblätter haben noch einen zweiten Vorteil. Obwohl nur sehr wenig Licht bei ihnen ankommt, können diese Blätter trotzdem Sauerstoff produzieren.” Heiko staunte nicht schlecht als er von dieser Spezialisierung erfuhr, da die Sonnenblätter bei viel Licht Kohlenhydrate und Sauerstoff herstellen. Es haben demnach die Schattenblätter aber auch die Sonnenblätter seine Vorteile und Bewandtnis im Baumaufbau.

Blätter Sonne Baum Wald

Sonnenblätter können bei viel Licht Kohlenhydrate und Sauerstoff herstellen.

 

Baumaufbau Abschluss - es gibt zwei Grundtypen

  • die einhäusigen Bäume
  • die zweihäusigen Bäume

Einhäusiger Baum:

Bei einem einhäusigen Baum kommen auf einem Baum männliche und weibliche Blüten getrennt vor.

Zweihäusiger Baum:

Bei einem zweihäusigen Baum kommen sogenannte zwittrige Blüten vor, die gleichzeitig männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale aufweisen.

Bei einhäusigen Bäumen, braucht man also einen Baum der den männlichen Samen trägt und einen Baum der eine weibliche Blüte mit Samen trägt. Der männliche Samen muss von einem Baum, zum empfangenden weiblichen Baum und umgekehrt. Wie macht er das? Dies kann über Insektenbestäubung und Windbestäubung passieren.

Bei den zweihäusigen Bäumen kann die Bestäubung am Baum selbst stattfinden, denn auch hier gibt es Bäume, die durch Wind oder durch Insekten bestäubt werden.

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Heiko Gärtner konnte in Griechenland sein bisher größes Baumwunder erleben.

Bakterien als Baumhelfer

Um den Baumaufbau abzurunden, darf man die Bakterien als Baumhelfer nicht vergessen da der Baum nämlich auch noch Stickstoff zum Überleben benötigt. Den gasförmigen Stickstoff kann der Baum nicht aus der Luft gewinnen, daher erhält der Baum Unterstützung von sogenannten Bodenbakterien. Die Stickstoffbakterien wie ihr Name schon sagt, wandeln den gasförmigen Stickstoff um, so dass dieser den Baum nutzen kann. Dabei sind die Stickstoffbakterien so nett und legen dem Baum sogar einen Stickstoffvorrat an. Über die Wurzeln kann er dann den Stickstoff abrufen, wenn er ihn für die Versorgung benötigt.

Das System Baum ist auf der einen Seite hochkomplex, so wie auch der menschliche Körper sehr komplex ist. Jedoch sind all seine Schritte und der Baumaufbau sehr leicht verständlich, wenn man weiß, warum er wie handelt. Wir hoffen, dass wir euch den spannenden und faszinierenden Baumaufbau ein wenig näher bringen konnten. Wir finden es sehr wichtig, dass jedes Kind erfahren sollte wie ein Baum, die Wurzeln und die Äste aufgebaut sind. Natürlich könnte man den Baumaufbau auch wissenschaftlich abhandeln, aber wir glauben, dass es hierbei um das Grundverständnis für den Baumaufbau und somit auch um die Heilkraft der Bäume gehen darf. So versteht jeder unsere Natur besser und kann das Leben und spüren der Natur mit neuen Augen betrachten.

 

Unser Buchtipp: Die Heilkraft der Bäume

Das Buch "die natürliche Heilkraft der Bäume" erklärt euch, wie eure Selbstheilungskräfte gefördert werden können und ihr somit zu ganzheitlicher Gesundheit gelangt.

 

Interessantes über Baumkunde:

 

Bildquellen:

© Pixabay | © Heiko Gärtner

 

„Ihr Zuhause ist dort, wo sie gerade ist.“

 

Die Beraterin gab im Jahr 2014 ihren festen Job auf, wurde freiwillig obdachlos, verkaufte alles, was sie besaß und machte sich auf den Weg um eine Reise um die Welt zu machen. Seit diesem Moment lief sie los um einmal zu Fuß um die Welt zu gehen. Der Geist des Abenteuers und die permanente Neugier, die fast immer neue Selbstentdeckung und die Hoffnung, dass ein Stück dieses Weges für die Frauen, die nicht die Freiheit haben, die sie genießen darf, die Freiheit der Wahl schenken kann.

Natürlich wird ihr komischerweise oft die Frage gestellt „Warum gehst du zu Fuß?“ denn das Gehen und Laufen ist doch die natürlichste Fortbewegung der Menschen. Doch antwortet sie ganz einfach „Weil es die Unwiderstehlichste und beste Idee war, die ich je hatte.“

Pilgerwagen Weltreise zu Fuß Angela

Angela beschließt, mit einem Pilgerwagen eine Reise um die Welt zu machen.

 

Der Weg in Richtung Westen

Wenn man die Welt mit einer langsamen Geschwindigkeit wie das Gehen bereist, bedeutet dies für Angela, dass sie sogar die Schildkröte am Wegesrand verstehen kann. Oder das sie während eines Schneesturms manchmal das Kaninchen beneidet, weil es sich so entspannt fortbewegen kann und ihm die Kälte nichts ausmacht. All diese Tierbegegnungen schenken ihr ein größeres Verständnis und Verhältnis zu allem was ist und was ihr begegnet. Sie lernt vom täglichen Leben und ist nicht daran interessiert, irgendwelche Rekorde zu brechen oder einem ausgedachten Ziel zu folgen. Sie hat gelernt, das sie keine Karten mehr benötigt, um sich von ihrem Herzen leiten zu lassen und somit den Weg nach Westen zurück zu ihrem Ausgangspunkt in Bend, Oregon zu finden.

Schenke um beschenkt zu werden

Sie möchte ganz spontan an Orten anhalten, an denen gerade eine helfende Hand benötigt wird. Denn auch ihr wird oft von Fremden geholfen und so möchte sie der Welt und den Menschen etwas zurückgeben. Ohne die Unterstützung untereinander wäre die Reise gar nicht möglich.

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Sie erlebte viele Begegnungen vor allem auch mit Tieren auf dem Weg in Richtung Westen.

 

Ihre Mission während der Reise um die Welt

Auf dieser Reise geht es Angela darum, das sie mit ihrem Herzen geht und der Weg sie richtig führen wird, auch wenn sie weiß, das sie sich in ein unbekanntes Netz begibt. Die Liebe zum Abenteuer, zum Forschen und zum Erkunden, ob dies nun die atemberaubenden Landschaften sind oder auch das Abenteuer Herz, sie ist stets dabei neue Herausforderungen anzunehmen, denen sie sich stellen will. Denn die täglichen Aufgaben und Hürden stärken auch ihren Charakter und den Mut, wegen all der Schönheiten, der vielen Kulturen, der neuen Rituale und der Tiere für die sie in diesem Leben in Verbindung steht.

Für Angela ist diese Reise zudem ein Experiment nur das zu besitzen, was in eine Tasche passt und dabei die absolute Freude und Freiheit zu fühlen, mit weniger leben zu können. Denn weniger zu besitzen, bedeutet auch bewusster und sparsamer mit unserer Erde umzugehen.

Klar ist sie eine verrückte Frau die sicher hätte ihren Job vorziehen können, gerade in einer Welt, in der viele Frauen immer noch nicht ihren Ehemann wählen dürfen. Für die Rechte und Stimmen dieser unterdrückten Frauen steht sie und fühlt mit ihnen. Genau aus diesem Grund hat sie sich mit der „Her Future Coalition“ zusammengetan, um eine Unterkunft für junge Mädchen zu bauen, wo diese tagsüber unterrichtet werden. Hierbei soll verhindert werden, dass sie Opfer von Sexhandel werden und Verantwortung für ihr Leben übernehmen können.

Insgesamt fühlt sie bei der Reise um die Welt die Kraft von Frauen, die auf ihr Herz hören konnten und für sich und das Leben viel erreicht haben. Nach insgesamt 5 Jahren hat sie 4 Kontinente und mit 25.000 km zu Fuß zurückgelegt und fühlte sich dabei als freiwillig obdachlose glücklicher als je zuvor.

Weltreise Angela Maxwell Georgien Frau Zelt

Angela Maxwell campte mitten in der Prärie von Georgien.

 

Angela's Reise-Motto

Und wenn ihr die Reise um die Welt zu schwierig erscheinen sollte um weiterzumachen, findet sie immer noch eine Energiereserve zum weiter machen und dabei Tanzen zu können.

 

Zur Person: Angela Maxwell

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Angela Maxwell gibt mittlerweile auch Coachings

Angela Maxwell ist am 25. November 1981 in Virginia Beach geboren und war bereits als kleines Kind häufig draußen unterwegs, da sie Zuflucht in der Natur finden konnte. Da ihr Vater beim US-Militär arbeitete, zog die Familie damals bereits regelmäßig um. Nach der High-School entschied sie sich gegen eine Ausbildung oder ein Studium um sich im US-Friedenscorps zu engagieren. Danach besuchte sie eine Massageschule und arbeitete zwölf Jahre lang als Massagetherapeutin, bevor sie sich 2011 als Lebens- und Unternehmensberaterin selbstständig machte. Ihre Weltumwanderung fühlte sich wie ein Job an, auch wenn es eine Arbeit ohne Einkommen ist. Zu Angela´s Vorbildern zählt die Schweizer Langstreckenläuferin Sarah Marquis, die Australierin Robyn Davidson, die 1977 mit einem Kameltross über 2700 Kilometer Meilen von Alice Springs an die westaustralische Küste zum Meer lief, sowie die Britin Rosie Swale-Pope, die um die Welt segelte und mehrere Länder zu Fuß durchquerte.

 

 

Informatives zur Reise um die Welt:

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Bildquellen:

© in Absprache mit Angela Maxwell - www.shewalkstheearth.com

 

 

Die Ausbildung zum Steinzeitexperten ist eine faszinierende Zeitreise in die Welt unserer Vorfahren. Hier taucht ihr vollkommen in das Leben eines Steinzeitmenschen ein. Ihr könnt so in der eigenen Erfahrung nachvollziehen, wie man damals gelebt, gearbeitet und gejagt hat. Im Verlauf der Ausbildung werdet ihr nicht nur eine spannende und unvergessliche Erfahrung machen, sondern gleichzeitig auch viele praktische Fähigkeiten erlernen, die heute noch genauso nützlich sind, wie vor tausenden von Jahren. Der Steinzeit Workshop ermöglicht es euch, die komplette Ausrüstung eines Steinzeitmenschen nachzubauen und auf eure persönlichen Bedürfnisse anzupassen, wodurch gleich mehrere spannende Ausbildungsfelder kombiniert werden: Survival, historisches Handwerk, experimentelle Archäologie, Wildnisfertigkeiten, Pflanzenwissen, natürliches Konservieren, Bushcraft-Techniken und vieles mehr. Praktisch werden alle Bereiche des Lebens in prähistorischer Zeit abgedeckt: Werkzeuge, Kleidung, Ernährung und die Erfahrung der damaligen Lebensweise eines Steinzeitclans.

Der strukturelle Aufbau

Der Steinzeit Workshop "Ausbildung zum Steinzeitexperten" besteht insgesamt aus sieben aufeinander folgenden Modulen. Jedes Modul hat eine Dauer von 5 Tagen und somit umfasst der Kurs insgesamt 35 Tage. Am Ende gibt es eine praktische Abschlussprüfung, bei der das Gelernte in einer Realsituation angewendet werden muss.

 

Steinzeit Workshop: Die Höhlenmalereien geben ein wenig Aufschluss über das Leben in der Steinzeit.

Die Höhlenmalereien geben ein wenig Aufschluss über das Leben in der Steinzeit.

 

Inhalt und Programmschwerpunkte des Steinzeit Workshops

 

Modul 1: Flintknapping Anfänger

 

Die Technik, die der Steinzeit ihren Namen gab.

Flintknapping ist die Kunst aus Feuerstein (Englisch: Flint oder Flintstone) Messer, Pfeilspitzen und Werkzeuge herzustellen. Wer dies beherrscht, kann nahezu überall auf der Welt überleben, auch wenn er keinerlei Ausrüstung besitzt, da er sich seine Survival-Ausrüstung jederzeit selbst herstellen kann. Gleichzeitig ist das Flintnapping auch die Technik, die der Steinzeit ihren Namen gegeben hat und die sie am meisten charakterisiert: Die Epoche, in denen die Menschen Waffen und Werkzeug aus Stein verwendeten.

Der Feuerstein, auch Flint oder Silex genannt ist einzigartig in seinen Materialeigenschaften, da er sich ähnlich verhält wie Glas. Er ist unglaublich hart und hat eine extrem feine Struktur, was dazu führt, dass beim Brechen sehr scharfe Kanten entstehen. Wenn diese nun mit einer ausgefeilten Technik gekonnt bearbeitet werden, lassen sich hervorragende Schnitt- und Stichwerkzeuge sowie effektive Waffen herstellen.

Die Kunst der Feuersteinbearbeitung ist damit die Grundvoraussetzung, um überhaupt in ein Leben in der Steinzeit eintauchen zu können. Die Werkzeuge und Waffen, die wir in diesem ersten Modul herstellen, werden wir später bei allen weiteren Modulen benötigen.

Dabei umfasst das erste Steinzeit Workshop Modul jedoch nicht nur die Herstellung von Feuersteinwaffen und -werkzeugen, sondern auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Material, sowie eine Exkursion in die Monti Lessini im Veneto, einem der bekanntesten und reichsten Feuersteinvorkommen der Welt. Hier werdet ihr lernen, die verschiedenen Qualitäten der Silex-Steine zu erkennen und könnt so euer eigenes Arbeitsmaterial sammeln, welches ihr dann im weiteren Verlauf des Moduls bearbeiten werdet.

Steinzeit Werkzeug Hände Flintknapping

Flintknapping ist die Epoche, in der die Menschen Waffen und Werkzeug aus Stein verwendeten.

 

Modul 2: Flintknapping Fortgeschrittene

 

Es geht um die Weiterverarbeitung.

Im zweiten Flintknapping Modul wenden wir uns der Weiterverarbeitung der Abschläge aus dem ersten Modul zu. Mit dem Retuscheur verwandeln wir diese zu Pfeilspitzen, Schabern und anderen Werkzeugen, die wir für die Anfertigung unserer persönlichen Ausrüstung benutzen werden. Das Ziel ist es, auch eine Dolchklinge für unser Ötzimesser herzustellen und in einen Holzgriff zu schäften.

Flintknapping Werkzeug Steinzeit

Bei Steinzeitwaffen ist handwerkliches Geschick gefragt.

 

Modul 3: Steinzeitlicher Bogenbau

 

Das richtige Holz und der richtige Schnitt ist elementar dafür.

Nachdem wir das fortgeschrittene Flintknapping geschafft haben, geht es weiter zum Bogenbau. In diesem Modul bauen wir uns einen Bogen, wie es seit gut 10.000 Jahren gemacht worden ist, aus einem Stück Holz. Aber nicht irgendein Holz. Hierbei kommt es nicht nur auf die Auswahl der richtigen Hölzer an, sondern vor allem auf die richtige Bearbeitung: Ein falscher Schnitt und der Bogen würde bei Benutzung brechen. Beim Feintuning, dem sogenannten Tillern kommen auch unsere Werkzeuge aus Silex wieder zum Einsatz. Die Bogensehne zwirnen wir aus natürlich auch aus authentischen steinzeitlichen Materialien, entweder aus Lindenbast oder aus Rohhautstreifen.

Bogenbau Kurs: Bogenschießen

Der Bogenbau ist sehr wichtig, um an ausreichend Nahrung zu gelangen.

 

Modul 4: Ein Köcher voller Pfeile

 

Jetzt geht es an die Pfeile.

Passend zum Bogen bauen wir uns nun Pfeile aus den besten verfügbaren Hölzern und natürlich aus unseren selbstgemachten Pfeilspitzen aus Silex. Der Kleber, der alles Komponenten miteinander verbindet, ist das Birkenpech, welches durch trockene Destillation aus Birkenrinde gewonnen wird. Zum Transport brauchen wir auch einen Köcher, damit die empfindlichen Pfeile auch gut geschützt bleiben. Dieser besteht aus einer Tierhaut, die durch einen Haselnussstock in Form gehalten wird und mit einem Lederriemen über der Schulter getragen werden kann.

Passend zum Bogen bauen wir uns nun Pfeile

Passend zum Bogen bauen wir uns nun Pfeile.

 

Modul 5: Steinzeitliche Ernährung

 

Reh, Hirsch und anderes erlegtes Wild will nun verarbeitet werden.

Nachdem wir unsere Jagdwaffen fertig gestellt haben, geht es nun an die steinzeitliche Ernährung. Ausgehend von einem Reh, Hirsch oder anderem erlegten Wild gehen wir alle Schritte der Verarbeitung durch, um keine der vielen wertvollen Ressourcen zu verschwenden. Mit unseren Silexmessern zerlegen wir das Tier und bereiten das Fleisch auf steinzeitliche Weise zu: Das kann auf dem offenen Feuer geschehen, aber auch in einem sog. Erdofen. Für unsere Abschlussprüfung, die sechstägige Wanderung, trocknen wir bereits jetzt einen Teil des Fleisches und machen es somit für lange Zeit haltbar. Das Fell, die Sehnen und die Knochen heben wir für das kommende Modul auf.

Steinzeit Ernährung Fleisch Tier

In der steinzeitlichen Ernährung geht es rund um das Thema Jagd und die anschließende Wildtierverarbeitung.

 

Modul 6: Leder gerben

 

Beim Leder gerben fertigen wir einige Gegenstände, die ein nomadisches Leben als Steinzeitmensch erst möglich machen.

Das Fell der erlegten Tiere wird in diesem aufwändigen Verfahren zu einem atmungsaktiven und weichen Leder. Hierzu wird die Haut zunächst von den Haaren und anhaftenden Fleischresten befreit. Anschließend wird das Gehirn des Tieres benutzt, um daraus eine Gerblösung zu kochen, welche in die gereinigte Haut eingearbeitet werden muss. Nun kann das Gewebe gestreckt werden und muss bis zur vollständigen Trocknung in Bewegung gehalten werden. Erst das abschließende Räuchern macht die Gerbung wasserbeständig.

Leder gerben lernen Steinzeit

In diesem Modul geht es rund um das Thema: Leder gerben lernen.

 

Modul 7: Felle gerben

 

Die Unterschiede des Fell gerbens

Ein großer Teil der Steinzeitkleidung besteht aus verschiedenen Tierfellen. Obwohl die Grundlagen des Gerbens gleich sind wie beim Leder gerben, gibt es einige große Unterschiede, wenn das Haarkleid erhalten bleiben soll.

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Heiko Gärtner bei seinem ersten Fell gerben.

 

Modul 8: Grasumhang oder Isomatte

 

Gegen die Kälte gibt es eine Isomatte und einen praktischen Grasumhang.

Nach dem Fell gerben ist eine Unterlage zum Schlafen sehr hilfreich. Mithilfe der sog. Zwirnbindetechnik stellen wir uns einen Umhang bzw. eine Isomatte aus langen Gräsern her. Bei dem Stück, das Ötzi bei sich trug, ist die Wissenschaft nicht sicher, ob es ein Regenmantel oder eine isolierende Unterlage gegen die Bodenkälte in der Nacht sein sollte. Jedenfalls lässt sich dieser Ausrüstungsgegenstand vielseitig nutzen.

 

Modul 9: Steinzeitliche Kleidung aus Leder

 

Wir werden mehr Kleidung zum Wärmen herstellen.

Unser selbst gegerbtes Leder wird in diesem Modul zu Kleidung. Hirngegerbtes Leder ist äußerst angenehm und trotzdem sehr robust. Hieraus nähen wir uns unsere eigene, maßgeschneiderte Kleidung. Aus großen Stücken wird ein Hemd, aus kleinen eine Gürteltasche, wie sie auch unser Vorbild Ötzi getragen hat.

Steinzeitkleidung anfertigen Familie Höhle

Steinzeitkleidung anfertigen gehört zu den alltäglichen Tätigkeiten.

 

Modul 10: Steinzeitliche Kleidung aus Fell

 

Kleidung die ausschließlich aus Fell von uns gemacht wird.

Spezielle Herstellung nur aus gegerbten Fell, für alle Fellliebhaber. Dort wo Fell zum Einsatz kommt, erhalten wir eine hervorragende Isolation gegen die Kälte des Hochgebirges. Wie auch die Lederkleidung, wird diese individuell auf euch angepasst werden.

 

Modul 11: Ein Rucksack und Gefäße aus Birkenrinde

 

Was werden wir alles aus Birkenrinde herstellen?

Damit wir auf unserer Abschlusstour alles mitnehmen können und trotzdem die Hände frei behalten werden, bauen wir uns ein Tragegestell als Rucksack. Außerdem lernen wir, wie man Gefäße aus Baumrinde macht. In diesem Modul komplettieren wir unsere Ausrüstung mit allem, was wir für unsere Reise noch so alles brauchen. Auch Ötzis Reiseapotheke, ein Birkenporling muss natürlich mit dabei sein.

Birkenwald Sonnenschein Natur Wildnis

Aus Birkenrinde kann man sehr praktische Gefäße herstellen.

 

Modul 12: Abschlussprüfung – Alpenhauptkamm Überquerung mit der vollständigen Steinzeitausrüstung

 

Alpenüberquerung mit der vollständigen Steinzeitausrüstung.

Ihr habt nun eure eigenen Steinzeitwaffen und eure selbst erstellte Lederkleidung.. Nachdem ihr in den vergangenen Modulen des Steinzeit Workshops eure gesamte Steinzeitausrüstung erstellt habt, seid ihr nun bereit, für eure große Herausforderung als Steinzeitmensch: Auf Ötzis Spuren gilt es, die Alpen zu überqueren und dabei nichts zu verwenden, das nicht Teil eurer selbstgebauten Steinzeitausrüstung ist.

Es wird im Vinschgau gestartet, wo Ötzi seine letzten Lebensjahre verbracht hat und ihr zieht zusammen mit eurem Guide und Survival-Trainer als Steinzeitnomaden durch das abenteuerliche Schnalstal, in dem bis heute noch Wölfe und Bären leben. Nach einem Zwischenstopp bei den jungsteinzeitlichen Häusern des Archeoparcs steigt ihr zusammen auf einem prähistorischen Pfad zur Ötzi Fundstelle auf. Übernachtet wird an einem Jägerrastplatz im Ötztal und am letzten Tag kehrt ihr über das Hochjoch wieder nach Südtirol zurück. Auf dieser Reise könnt ihr nicht nur die Funktionalität eurer Ausrüstung unter Beweis stellen, sondern testet und schult zugleich unserer Persönlichkeit, eure Wildeisfertigkeiten, eure Sinne und eure Aufmerksamkeit. Hier habt ihr die einmalige Chance euch und allen anderen zu zeigen, wie viel Steinzeitmensch noch in euch steckt!

 

Steinzeitpilger Heiko Gärtner im Wald

Steinzeitpilger Heiko Gärtner bei seiner Steinzeit-Tour durch den Wald.

 

Der Seminarleiter

Der Wildnismentor und Survivaltrainer Philipp Schraut ist einer der führenden Experten, wenn es um praktische, experimentelle Archäologie geht. Bereits seit seiner Kindheit beschäftigt er sich mit den uralten Technologien der Steinzeit und die Entdeckung der Eismumie Ötzi öffnete ihm ein spannendes Fenster in die Vergangenheit. Er studierte Archäologie und Restaurierung und zog dann nach Südtirol, um sich dort intensiv mit der Geschichte des berühmten Gletschermanns auseinandersetzen zu können. Dort machte er zudem mehrere Ausbildungen als Wildnispädagoge und Wanderführer, Survivaltrainer und Bergführer. Bei seiner Arbeit als Experimentalarchäologe im Archeoparc Schnalstal vermittelt er den Besuchern des Museums eine Vielzahl an unterschiedlichen Handwerkstechniken und bringt ihnen das Leben in der Steinzeit näher. Da er die umliegende Bergwelt wie seine Westentasche kennt, weiß er auch, auf welchen uralten Pfaden Ötzi zum Gletscher aufstieg, auf dem dieser damals seinen Tod fand. Durch die verschiedensten Erfahrungen als experimenteller Archäologe konnte er sich ein Wissen und ein Verständnis über die Ursprünge der Menschheit und ihrer Kultur aneignen, das weit über das hinaus geht, was wir normalerweise in Geschichtsbüchern nachlesen können.

Seminarleiter Steinzeit Workshop: Philipp Schraut

Wildnismentor und Survivaltrainer Philipp Schraut führt euch durch den Steinzeit Workshop "Ausbildung zum Steinzeitexperten".

 

 

ℹ️ Die Dauer:

 

Der handwerkliche Teil der Ausbildung erstreckt sich für euch über 22 Tage, verteilt auf 11 Wochenenden von Februar bis November 2024. Die Zeit bis zur abschließenden Alpenüberquerung im Herbst 2025 könnt ihr nutzen, um die Ausrüstung zu vervollständigen und eure Skills zu perfektionieren. Die geplante Steinzeitwanderung dauert 6 Tage und ist ein wichtiger Teil der Ausbildung, weil euch das direkte Erleben der alpinen Bergwelt voller prähistorischer Stätten ungeahnte Einblicke in das Leben vor 5.000 Jahren gibt. Insgesamt dauert das Abenteuer Steinzeit somit 28 Tage, also eine volle Mondphase!

 

 

ℹ️ Der Preis:

Die Kosten für die gesamte Ausbildung betragen 3.355,00 Euro und sind entweder als einmaliger Betrag oder in bis zu 10 Raten bezahlenbar. Darin enthalten sind auch die Materialspesen und ein einfaches Mittagessen, welches ihr euch an den Kurstagen auf dem Feuer zubereiten werdet.

 

 

 

Wollt ihr mehr über die angebotene Steinzeit Workshop bei Philipp erfahren?

Wenn ihr weitere Fragen habt, oder selbst bei dem Steinzeit Workshop mitmachen möchtet, dann nehmt einfach Kontakt mit uns auf. Entweder direkt über unser Kontakformular, oder per Mail oder Telefon. Wir freuen uns auf euch!

info@naturspirit.de
+49 177/5587892

 

 

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Zuletzt aktualisiert am 17.06.2022 um 2:16 pm - Bildquelle der Produktbilder: Affiliate-Programm-Partner. Alle Angaben ohne Gewähr. * Bei diesen Links handelt es sich um Affiliate-Links, für die wir eine Provision bekommen. Mehrkosten entstehen euch dadurch nicht.

 

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