Schamanische Rituale - Wie kann ich ein Schamane werden?

Heiko Gärtner
25.07.2021 16:01 Uhr
 

Schamanische Rituale gibt es seit jeher. Sie dienten dazu einen Zustand zu finden, wie man von der Natur lernen kann. Die Faszination Schamanismus, ist in unserer Gesellschaft des 21. Jahrhundert ausgebrochen, weil wir uns ein tieferes Naturbewusstsein wünschen. Das schamanische Weltbild, was wir in der Gesellschaft in uns sehen, hat jedoch nichts mit dem wahrhaftigen Bild der Kahunas, Abijiya, Babalawo, Baqshi und vielen mehr zu tun.

Es gibt über 100 verschiedene Namen in verschiedenen Ländern, um einen Schamanen mit dem Rufnamen anzusprechen. Schon sehr bald wird klar, das schamanische Rituale nicht auf ein oder zwei Hauptrituale runtergebrochen werden können. Wenn auch ihr ein Wanderer zwischen den Welten werden wollt, solltet ihr unser Buch "Der Ruf des Schamanen lesen", denn dort findet ihr die Lehrmethode vor, wie junge Medizinkinder zu Heilern ausgebildet wurden. Anhand einzelner rituellen schamanischen Übungen lernt ihr, wie der Weg des Schamanen sein kann. Im Buch „Schamanische Rituale“ von Svenja Zuther findet ihr zudem einige Beispiele, wie man alte schamanische Rituale einfach in den Alltag integrieren kann.

 

Schamanische Rituale sind jedoch so viel mehr. Es sind keine Übungen wie man ein Schamane wird, sondern viel mehr Lernstatusabfragen, ob man soweit ist, in die nächste Lernstufe des Schamanismus einzutreten. Um diesen Sachverhalt genauer auszuführen, erzählen wir euch von den mystischen 7 schamanischen Todesritualen.

Natur Baum Schamanismus Frau

Schamanische Rituale zeigen uns, wie wir von der Natur lernen können.

 

Schamanische Rituale - Erkenne was Tod wirklich ist

Was ist der schamanische Tod und warum brauchen wir zu diesen Themen schamanische Rituale um den angehenden Schamanen zu prüfen?

Der schamanische Tod hat seine Ursprünge in alten Ritualen vieler schamanischer Traditionen. In Sibirien wurde das Ritual speziell für Schamanen angewendet, um sie zu prüfen, ob sie für den nächsten Lernschritt bereit sind. Die Ältesten spannten dabei ein Tierfell zwischen vier Bäumen auf und ließen den Schamanen allein im Wald auf dieser Haut liegen, die hoch über dem Boden hing. Ohne Wasser und Nahrung harrte er aus bis er bereit war, sein altes Selbst sterben zu lassen, so das der Schamane in ihm das neue Leben ausfüllen konnte. Als es an der Zeit war, kamen sie zu ihm zurück und so hatte er seine Initiation als Schamane erhalten. Das Ritual öffnete die Kanäle in ihm, so dass er für seine Aufgabe als Schamane nun bereit war.

Schamanismus Sibirien Spirit

Das Schamanische Ritual in Sibirien wurde für den nächsten Lernschritt verwendet.

 

Nichts endet ohne einen neuen Anfang. Der rituelle Tod des alten Sein bedeutet zu gleich, dass neue Sein als Liebesausdehner anzunehmen. Wenn ihr bereit seid, die alten Anteile in Form der Angst, bzw. der Nicht-Liebe in euch sterben zu lassen, dann werdet ihr in der Lage sein, ein neues Leben im tiefen Urvertrauen zum großen Geist aufbauen zu können.

Schamanische Heilerin

Schamanische Heilerin

In den einheimischen Klans waren jedoch die Prüfungen in Form der schamanischen Rituale oft deutlich härter. Heiko und Franz hatten sich nach ihrer vierjährigen Ausbildung zum Wildnismentor entschieden, einem Medizinkreis beizutreten. Nach einer ausführlichen Ausbildung in den schamanischen Grundtechniken, folgten sie dem inneren Ruf des Schamanen, denn beide wussten das es an der Zeit war, das eigene für sie bestimmte schamanische Ritual anzunehmen: Der Medicinwalk (Medizingang). Seit sieben Jahren und 7 Monaten pilgern die zwei Jungs ohne Geld um die Welt. Ihr Ziel ist es, das alte schamanische Wissen zusammenzutragen und wieder zu verschenken.

Das Ritual schreibt vor, die drei Grundausrichtungen, während ihrer schamanischen Pilgerreise einzuhalten:

  1. Geben, ist bekommen.
  2. Schenke, um beschenkt zu werden.
  3. Heile, um geheilt zu werden.
 

Wann wird man ein Schamane?

Auf ihrem Medizingang haben Heiko und Franz von viele schamanischen Ritualen erfahren. Als Sie einen Jungen bei der Ausbildung zum Medizinmann damals in Kanada kennenlernen durften, trauten sie ihren Ohren nicht. Der Junge war neun Jahre alt und ihm war vorbestimmt ein Schamane zu werden. Sein Mentor und Begleiter auf dem Weg des Schamanen prüfte ihn, denn er wusste das der Junge dafür bereit war und so startete er das schamanische Ritual. "Du siehst die tausende von Kieselsteinen vor dir?" Er nickte und meinte: "Ja, die sehe ich." Der Mentor nahm einen Stein auf, energetisierte ihn und bat den Schüler sich umzudrehen. "Ich gebe den Stein nun an einen bestimmten Platz. Wenn du ihn nicht in 30 Sekunden findest, unterrichte ich dich nicht mehr", sprach der Mentor. Für Heiko und Franz klang das erst mal sehr hart. "Oh mein Gott“, dachte sich Heiko, „was ist wenn er den Stein nicht findet." Doch der Mentor war sich sicher, das der Junge bereit war. Dieser scannte den Boden mit seiner Hand und schon nach wenigen Sekunden hatte er den Stein in der Hand. "War das der Stein Meister?" Und ja, es war der Stein.

Die schamanischen Rituale wurden bei dem Jungen jedoch immer heftiger, je tiefer er in das schamanische Bewusstsein und deren Fähigkeiten eintauchte. Als er siebzehn Jahre alt war, musste er sich in einen Gebirgsbach legen, der gerade mal 5 °C hatte. Sein Mentor beschwerte ihn mit 50 Kilogramm an Steinen und er musste zusätzlich durch einen hohlen Pflanzenstil für zwei Tage und Nächte atmen. Heiko und Franz konnten sich nicht im geringsten vorstellen, wie man solch eine innere Ruhe und den Mut in sich aufbringen konnte, solch eine spirituelle Prüfung zu überstehen. Abermals war sich der Mentor bewusst, das der Schüler für diese schamanische Übung bereit war. Damals meinte der schamanische Führer: "Du kannst nur Schamane werden, wenn dein altes Ich wirklich stirbt und du etwas Unmögliches vollbringst und du weißt, das dein menschliches Sein, dies niemals hätte überleben können." Erst später erfuhren Heiko und Franz, warum dieses schamanische Ritual des Todes so wichtig ist.

Heiko Gärtner Meditation

Heiko Gärtner bei einer schamanischen Meditation.

 

Alles ist eins

Denn nur derjenige der weiß, das alles eins ist, kann auch alles besiegen. Was meinen wir damit? In über 58 heiligen Schriften steht geschrieben: „Alles ist eins.“ Alles ist Liebe. Alles ist Gott. Wenn alles Gott ist, dann sind wir alle Gott. Wenn alles Liebe ist, dann ist alles aus der gleichen Energie entstanden. Wenn Liebe das Gesunde ist also das Vertrauen, dann ist die Abwesenheit von Liebe das Misstrauen, also die Angst. Angst und Misstrauen sind also die Grundursachen für Blockaden, Krankheiten und Leid. Wenn alles Liebe ist, alles Gott ist und alles eins ist, dann gibt es für den Schamanen nichts, was er durch die Kraft der Liebe und der Angstauflösung nicht wandeln kann. In den Schamanischen Ritualen wird er also geprüft, ob er an das Prinzip - Alles ist eins - glaubt oder er weiß, das es so ist. Denn wenn wir nur glauben, dann tragen wir noch einen Restzweifel in uns. Wenn wir jedoch einen Restzweifel in uns tragen, können wir das schamanische Ritual nicht überleben. Aus diesem Grund muss der schamanische Mentor genauestens darauf achten, wie weit der Schüler in der Annahme der geistigen Weltsicht des Void (Alles) ist.

Glaube Spirit Schamanismus Adler Tier

Der Schamane kann durch den Glauben an die Kraft der Liebe alles wandeln und erschaffen.

 

Wie kann ich die Kraft der schematischen Rituale nutzen?

Schamanische Rituale können in der postmodernen Welt von zentraler Bedeutung sein: Ihre Kraft die individuelle Transformation zu katalysieren, kann zu einem tieferen sozialen Wandel führen. Was wäre, wenn wir die Illusion der Trennung hinter uns lassen und uns daran erinnern könnten, dass wir alle in einem kosmischen Netz verwoben sind? Was wäre, wenn wir uns transformatorischen Erfahrungen anschließen könnten, die unsere intuitiven Fähigkeiten entzünden und uns befähigen, für das größere Wohl zu handeln? Was wäre, wenn wir die Grenzen von Zeit und Raum überschreiten und die Weisheit der Ältesten der alten Kulturen erfahren könnten?

Mit unserem Buch: „Der Ruf des Schamanen“, bekommt ihr eine eins zu eins Anleitung, wie ihr eure physischen und Hellsinne ausdehnen könnt und wie ihr erfahren könnt, wer ihr in Wahrheit seid. Schamanische Rituale und Übungen sind das Bindeglied zum Allbewusstsein.

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Unser Buch "Der Ruf des Schamanen"

In der Geschichte stellen schamanische Rituale, Zeremonien und Traditionen die ersten religiösen Erfahrungen der Menschheit dar. Dennoch ist der Schamanismus keine Form der Religion, da er auf keinem festen Dogma oder System basiert. Im Wesentlichen handelt es sich eher um eine Weltanschauung - eine Art, Erkenntnis wer oder was ich bin und was die Welt an sich ist. Der Schamane ist psychisch mit dem Universum verdrahtet. Schamanismus ist ein loses Agglomerat von bewusstseinsverändernden Techniken, weitgehend unkatalogisierte, intuitive Methoden, um eine ganz besondere Art von Erfahrung zu erlangen – nämlich, das alles eins ist. Durch diese Art von mystischen Begegnungen versuchen wir, uns wieder mit unseren Wurzeln des Allbewusstseins zu verbinden, ein spirituelles Gleichgewicht zu finden und unseren Platz im Universum zu verstehen.

   

Menschen suchten schon immer das Spirituelle in sich

Das Interesse an schamanischen Ritualen hat seit dem letzten Jahrhundert stark zugenommen und spielte eine wesentliche Rolle in der spirituellen Suche der Menschen in der westlichen Welt.

In den späten 60er Jahren entdeckten Transzendenzsucher in den Schriften von Carlos Castañeda neue Modelle der Realität. Er verkaufte Millionen von Büchern in über einem Dutzend Sprachen über seine Begegnungen mit Don Juan, einem mexikanischen Yaqui-Schamanen, der versuchte, Castañedas Bindung an das westliche Realitätsprinzip zu brechen, um die illusorische Natur der materiellen Welt zu enthüllen. Obwohl niemand wusste, ob seine Bücher auf realen Geschichten basierten oder frei erfunden waren, lösten diese einen Wunsch nach dem Verständnis schamanischer Rituale aus.

Schamanen alter Traditionen reichen der westlichen Welt die Hand mit Antworten. So hat zum Beispiel der indigene Stamm der Kogi im Norden Kolumbiens begonnen, mit "Jüngeren Brüdern" - Menschen aus der modernen Gesellschaft, die den Kontakt zum kosmischen Bewusstsein verloren haben - schamanische Rituale zu praktizieren.

Energie Gebet Sonne Mann Ritual

Die spirituelle Suche war schon immer in den Menschen vorhanden.

 

Die verlorene Verbundenheit

Indigene Gemeinschaften haben über Tausende von Jahren in Harmonie mit der Natur überlebt, gerade wegen ihres Glaubens, dass die Natur eine heilige Verkörperung der spirituellen Welt ist. Durch das Prisma der schamanischen Weisheit betrachtet, ist die ökologische Krise, die wir derzeit erleben, im Grunde eine spirituelle: Das Ungleichgewicht zwischen Mensch und Natur ist eine direkte Folge davon, dass die Menschen diese Verbundenheit nicht mehr spüren.

Allein an der Naturentfremdung kann man erkennen, wie wichtig in unserer technologischen Zeit schamanische Rituale sind, um nicht zu vergessen, wer unsere Mutter ist, die uns speist. Ohne Mutter Erde, könnte sich kein Mensch ernähren oder mit Sauerstoff versorgen. In einigen Naturvölkern beschreibt man den Zustand der zivilisierten Menschen als "Alienitis", als würden sie nicht mehr Wissen wer sie sind. Sie kommen den Einheimischen in der Natur wie Aliens vor, die nicht wissen, wie man mit dem Planeten Erde umzugehen hat.

Durch ekstatisches Singen, Tanzen und Trommeln verlässt der Geist der Medizinleute im schamanischen Ritual deren Körper und tritt in die übernatürliche Welt ein.

Intuitives Trommeln hilft beim Ausbau der mentalen Sinne.

Intuitives Trommeln hilft beim Ausbau der mentalen Sinne.

 

Es ist wichtig, zwischen traditionellem Schamanismus, der seit Jahrtausenden von verschiedenen ethnischen Gruppen praktiziert wird, und dem sogenannten "Neo-Schamanismus" zu unterscheiden, der auch von Menschen ohne indigenen Hintergrund praktiziert wird. Obwohl sich Shania, Heiko und Franz als Herde auf dem Medizingang befinden, praktizieren sie offiziell den "Neo Schamanismus". Obwohl sie das Wissen der indigenen Kulturen zusammentragen, ist ihre Wortwahl aufgrund der Gesellschaftsverunreinigung, Worte des Neo Schamanismus.

Über traditionellen Schamanismus zu sprechen, erfordert ein hohes Maß an Sensibilität, da es sich um ethnische Minderheiten handelt, die bereits verschwunden sind oder an den Rand gedrängt oder unterdrückt werden.

Dabei ist es abstrakt wenn "Stadtschamanen" versuchen als Bindeglied zu wirken, so dass das alte Wissen nicht verloren geht. Schamanische Rituale sind auf der ganzen Welt zu finden und haben ihren Ursprung aber wahrscheinlich in Asien. Nach der zweiten Eiszeit vor etwa 25.000 Jahren, war die Beringstraße, das heute Russland von den Vereinigten Staaten trennt, eine Landbrücke, die es Jägern und Sammlern ermöglichte, von Asien nach Nordamerika zu wandern. Unter diesen Einwanderern waren auch Schamanen. Dies erklärt, warum bestimmte schamanische Rituale und Zeremonien an so weit auseinander liegenden Orten wie Chile und Sibirien gleich sind.

Obwohl nicht alle Schamanen sich in dieser Zeit hätten kennen können, haben sich doch drei Hauptmerkmale rund um den Globus geprägt.

Merkmale die alle Schamanen auf der Welt verfolgen, obwohl sie sich nicht kannten:

Der Glaube an die Existenz einer Welt von Geistern, meist in Tiergestalt, die in der Lage sind mit Menschen in Kontakt zu treten. Alle lebten die Trance, die durch ekstatisches Singen, Tanzen und Trommeln herbeigeführt wurde. Dieses schematische Ritual wurde immer

peruanischer schamane

Ein peruanischer Schamane

dann praktiziert, wenn man außerkörperliche Erfahrungen machen wollte. Egal wo auf der Welt, hatten Schamanen heilende Kräfte. Unabhängig von der

Abstammung halfen sie Mitgliedern der Gemeinschaft und bei Problemen und Lebensfragen.

Es ist schon spannend, das sich die Schamanischen Rituale weltweit verbreiten konnten, obwohl sich die Medizinleute im irdischen Leben nicht begegnen konnten. Trotzdem stellten sie ähnliche Trommeln und Rasseln her, um in Trance zu kommen. Sie heilten auf eine ähnliche Art und hatten nahezu die gleichen Überzeugungen.

Musik als Portal zu transzendentalen Erfahrungen

Vielleicht trafen sich die Schamanen in transzendenten Räumen, so dass sich eine ähnliche Kultur und  schamanische Rituale entwickeln konnten. Musik nutzten alle Urvölker, um in Trance zu kommen, so dass sie sich mit dem großen Geist und den fernen Welten verbinden konnten.

Schamanen benutzen den Schlag der Trommel, das Schütteln der Rassel und andere Instrumente, um in einen Zustand der Trance zu gelangen. Musik kann ein Portal zu transzendentalen Erfahrungen sein, das hilft, die Beschränkungen des rationalen Verstandes zu verlassen und einen tiefen Raum der Verbundenheit zu betreten. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass bestimmte BPM's (Beats per Minute) veränderte Bewusstseinszustände induzieren. Ob analog oder digital, Musik kann eine Brücke zwischen der alltäglichen Realität und dem Bereich jenseits von Worten und konventionellen Strukturen sein.

Dies könnte eine Erklärung sein, wie sich rund um die Welt ohne Kommunikationsmöglichkeit eine ähnliche Kultur des Heilens durchsetzen konnte. Spannend dabei ist auch, das die ersten von Menschen hergestellten Instrumente dazu dienten in einen Trancezustand zu kommen. Man begann also Musikinstrumente zu entwickeln, um sich eben mit der Anderswelt zu verbinden. Man muss also davon ausgehen, das die Eingabe Musikinstrumente zu erstellen, nach archäologischen Funden darauf beruht, um sich mit der höheren Welt verbinden zu wollen.

Schamanischer Tanz Trommel Frau Musik

Schamanen nutzten für den Zustand einer Trance verschiedene Instrumente wie zum Beispiel die Trommel.

 

Ein Zustand der Erkenntnisse

Es spielt keine Rolle, ob jemand schon einmal an einem Schamanischen Ritual teilgenommen hat, wenn wir den Schlag einer schamanischen Trommel oder die Töne einer indianischen Flöte hören, dann löst dies in uns etwas aus, das weit älter ist als unsere menschliche Erfahrung in diesem Leben. Aus irgendeinem Grund können wir uns an einen Zustand erinnern der uns Erkenntnisse gebracht hat. Wir wollen uns dafür öffnen und oft tut dies auch der Geist fast von alleine. Heiko und Franz haben in vielen Ländern an schamanischen Ritualen teilnehmen dürfen. Was ihnen besonders aufgefallen ist, das Menschen wie eine Art Knopf in sich haben, eine Erinnerung, die nur darauf wartet angesprochen zu werden. Sobald die Trommel oder Rassel im monotonen Klang erspielt, wird quasi wie ein Programm freigeschaltet, so dass man mit der spirituellen Arbeit Angst abzubauen beginnen kann. Es ist als könnte man durch schamanische Musik einen Knopf drücken, das einem bewusst wird, das man ein Liebesausdehner sein soll und es im Leben darum geht Ängste und Blockaden der Nicht Liebe abzutragen.

Ritueller Feuertanz

Ein schamanisches Ritual kann ein ritueller Feuertanz sein oder das endlose starren in ein Feuer.

Das Betrachten des Feuers als Wandlungswunsch

Das Element Feuer ist ein weiterer kraftvoller Katalysator für Transformation, der den Funken des Veränderungswunsches in uns entfacht. Auf dem roten Pfad - dem schamanischen Pfad, der verschiedene indianische Traditionen zusammenführt - wird das Feuer als direkter Kanal zum Großen Geist der Schöpfung, der Ewigkeit und des Mysteriums gesehen. Das Betrachten der Flammen eines Feuers konfrontiert uns mit unserer eigenen Kraft, unseren Leidenschaften und Ängsten; vielleicht entfacht es sogar die Bereitschaft, Altes und Überflüssiges zu verbrennen, um aus der Asche etwas Neues zu schaffen.

Auch bei den schamanischen Feuer-Ritualen konnten Heiko und Franz wahrnehmen, dass das starren in das Feuer in den Bann zieht und man schnell in das Bewusstsein des Wandlungswunsches eintauchen kann. Egal ob bei Friedenspfeifen Ritualen, bei Visionssuchen oder Schwitzhütten, das Feuer war stets ein Magnet, das alte Angstmuster ansprechen und um Lösungen bitten wollte.

Da die alten Kulturen der indigenen Völker nichts niedergeschrieben haben, da sie glauben, dass das geschriebene Wort nur eine Lüge sein kann. Verpackten sie Wissen in schamanische Rituale, Lieder und Bräuche, um die Essenzen der Erkenntnisse zu bewahren. In ihrem Glauben, ist die Erkenntnis des Augenblicks, auch nur die Wahrheit des Augenblicks. Wenn man diese niederschreiben würde, würde man einen Glauben einfrieren. Alle anderen sollten dann an das glauben, was vor 30 Jahren der eine Einheimische im Klan geglaubt hat. Das ist nicht richtig. Diesen Satz hörten Heiko und Franz sehr häufig. Am besten konnten sie den Irrsinn der Gesellschaft aufnehmen, als ihnen ein Indianer dies erklärte. "Stell dir einmal vor, vor einigen Monden glaubten wir das die Erde eine Scheibe ist. Wenn wir dies festschreiben, bewahren wir die Wahrheit des Augenblicks und konservieren ihn." Es war ja richtig, das die Erde unsere Mutter ist. Wir wussten nur nicht das sie eine Kugel ist oder was wir heute glauben zu wissen, das sie eine leichte platte Kugel ist. Was wir aus der Mathematik ableiten können ist, dass sie zumindest nicht kugelrund ist.

Erde Planet Universum

Ist unser Planet Erde rund oder etwas platt geformt?

 

Woran erkennt man, das die Erdkugel etwas platt sein muss?

Das die Erdkugel leicht platt sein muss erkennen wir, wenn wir den Umfang des Äquator mit 12.756 Kilometer und dem Umfang von Pol zu Pol ansehen. Denn der Umfang von Pol zu Pol ist gerade mal 12.714 km. Es fehlen also 42 Kilometer zur perfekten Kugel. Das hat natürlich auch physikalische Ursachen. Durch die Fliegkraft wird die Erde durch den weichen Erdkern am Äquator etwas bauchig und somit ist der Umfang hier auch größer.

Wenn die Schamanen ihre Wahrheit des Augenblicks niederschreiben würden, dann würde noch heute in den Lehrbüchern stehen, das die Erdkugel rund ist. Obwohl die neuen Erkenntnisse dies faktisch bewiesen haben, das dies nicht so ist. Aus diesem Grund packen die indigenen Völker ihr Wissen des Augenblicks in Rituale, Lieder und Bräuche, so dass sie sich permanent verändern können. In den Geschichten, Liedern, Ritualen und Gebräuchen haben sie den Zugang versteckt, wie man zum Tor der alten Weisheit kommen kann. Sie haben also Brotkrumen gelegt, so dass jeder den Weg über schamanische Rituale zur Anderswelt finden kann. Da uns diese Form des Unterrichtens fremd ist, können wir oft nicht den Sinn in den Ausführungen erkennen.

Tor Durchgang Dimension neue Welt

Wie man durch rituale Bräuche den Zugang zum Tor der alten Weisheit erlangt.

 

Wie sieht ein Coyote Teaching aus?

Zunächst muss man einmal wissen, das in den indigenen Völkern nicht wie in der Schule unterrichtet wird. Anstelle des Frontalunterricht: "Ich sage dir was richtig ist und dann übernimm gefälligst meine Weltsicht, denn diese ist die Richtige", lernen die Kinder der Einheimischen durch Fragen. Das Coyote Teaching, wie sie es nennen, ist eine Art des Lernens, wo der Schüler selbst auf seine eigene Wahrheit kommen muss. Durch gezielte Fragetechniken lenkt der Mentor den Schüler, so dass er selbst den Lösungsweg, bzw. den Weg der Erkenntnis gehen kann. Man lernt also kein Wissen auswendig, das ein anderer als Wahrheit aufgestellt hat, sondern man erkennt selbst was für einen die Wahrheit des Augenblicks ist und ja, diese ist nicht in Stein gemeißelt und darf sich jeder Zeit verändern. Auch das Coyote Teaching ist ein wichtiges schamanisches Ritual wie junge Medizinkinder aber auch andere indigene Kinder unterrichtet werden.

Wenn diese Praktiken mit Integrität durchgeführt werden, sind sie nicht einfach eskapistische Fantasien. Sie schaffen Raum, um ein Gefühl der Verbundenheit mit unserem wahren Selbst, unseren Stämmen und unserer natürlichen Umgebung in all ihrer kosmischen Pracht wiederzuerlangen. Sie schaffen Raum für persönliche und kollektive Transformationen - eine Chance zur Heilung in Zeiten psychologischer, ökologischer und sozialer Krisen.

Schamanische Rituale sind wichtiger denn je. Heiko und Franz haben auf ihrer Reise sehr viele Schamanen und Ausbilder getroffen, die Menschen in schamanischen Ritualen unterrichten. Nicht jeder Schamane, kann jeden Schüler unterrichten und ja, es gibt auch viele Leute die gar nicht unterrichten sollten. Leider ist dies für den Laien nur schwer erkennbar. Oft haben die, die am wenigsten Talent zum Unterrichten oder heilen haben, die besten Fähigkeiten um bei Google auf Platz eins zu stehen. Schluss endlich sucht ihr keinen Suchmaschinenoptimierer, sondern einen Schamanen der euch den Zugang zu schamanischen Ritualen Schritt für Schritt zeigen kann. Heiko und Franz sind hier sehr eigen und vertreten die Meinung, das jeder Schüler seinen Mentor gezielt auswählen sollte.

Schamanen nutzen die Heilkraft der Natur seit Jahrtausenden

Nicht jeder Schamane ist ein guter Suchmaschinenoptimierer, damit er in der Welt des Internet entdeckt werden kann.

 

Was bringt einem ein Bergführer der 40-mal den K2 bestiegen hat, aber keine Ahnung von den Routen des Mount Everest hat. Was aber ist, wenn ihr mit euren Angstblockaden gar nicht auf den K2 müsst, sondern um zu heilen den Mount Everest bezwingen, solltet ihr dann nicht einen Schamanen finden, der ähnliche Blockaden hat auflösen müssen, so dass er weiß, welche schamanischen Rituale bei euch am besten anschlagen können? Lasst euch von Heiko und Franz helfen und ihr werdet schon bald den Mentor gefunden haben, der euch am besten in die Welt der schamanischen Rituale einweisen kann, die euch Heilung schenken wird.

 

Wollt ihr mehr über schamanische Rituale oder einen erfahrenen Schamanen erfahren?

Wenn ihr weitere Fragen habt oder selbst einen Schamanen sucht, dann nehmt einfach Kontakt mit uns auf. Entweder direkt über unser Kontakformular, oder per Mail oder Telefon. Wir freuen uns auf euch!

info@naturspirit.de
+49 177/5587892
 

Unser Buch "Der Ruf des Schamanen" :

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Heiko Gärtner
Heiko Gärtner ist Wildnismentor, Extremjournalist, Survivalexperte, Weltreisender und einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Antlitz- und Körperdiagnostik. Nachdem er einige Jahre als Agenturleiter und Verkaufstrainer bei einer großen Versicherungsagentur gearbeitet hat, gab er diesen Job auf, um seiner wahren Berufung zu folgen. Er wurde Nationalparkranger, Berg- und Höhlenretter, arbeitete in einer Greifenwarte und gründete schließlich seine eigene Survival- und Wildnisschule. Seit 2014 wandert er zu Fuß um die Welt und verfasste dabei mehrere Bücher.

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